Technische Dokumentation

Fragen zum TD Buch

Fragen zum TD Buch


Y. B.
Flashcards
350
Students
0
Language
German
Level
Other
Created / Updated
22.09.2026 / 22.09.2026

Flashcards

Welche Bereitschaftszeiten gelten für SI und SA?

SI Sicherheitsstromaggregat: Versorgung innert 15 s. SA Schnellbereitschaftsaggregat: innert 0,5 s.

Welcher Kurzschlussstrom ist bei einer USV im Batteriebetrieb grob zu erwarten?

Im Batteriebetrieb liefert eine USV kurzzeitig etwa 1,5- bis 4-mal den Nennstrom als Kurzschlussstrom, ungefähr während 200 ms. Das ist bei der Absicherung zu berücksichtigen.

Was passiert im dargestellten Prioritätsschema bei Netzausfall?

Die Spannungsüberwachung erkennt den Ausfall, der Netz-Leistungsschalter öffnet sofort; Notnetz/USV übernehmen entsprechend der Steuerung und Priorität.

Welche Grössen sind für eine Synchronisation im dargestellten Schema wichtig?

Für die Synchronisation sind Spannungs-, Frequenz- und Phasenwinkeldifferenz zu prüfen. Richtwerte: ΔU ≤ 10 % Un, Δf ≤ 0,5 Hz, Δφ ≤ 10°.

Welche drei Versorgungsebenen zeigt das Prioritätsschema?

Normalnetz, Notnetz und USV-Netz mit jeweils eigenen Abgängen; die Steuerung koordiniert Umschaltung und Synchronisation.

Welche Windkraft-Anlagetypen gibt es?

Offshore, Onshore und Nearshore.

Welche Richtwerte gelten für Windenergie in der Schweiz?

Wind >4,5 m/s, 1000-2000 Volllaststunden/Jahr, Nabenhöhe 60-100 m, Rotor 45-55 m, Leistung 2-3,5 MW.

Wovon hängt die Machbarkeit einer Windkraftanlage ab?

Windstärke, möglicher Netzanschluss/Mittelspannungsnähe, Erschliessung, Distanz zu Wohnbauten/Wald und Landschafts-/Naturschutz.

Welche Wasserkraftwerk-Typen und Turbinen werden der Fallhöhe zugeordnet?

Laufkraft <15 m: Kaplan; Mitteldruck 15-50 m: Francis; Hochdruck >50 m: Pelton.

Welche vier Bedingungen müssen vor dem Synchronisieren eines Generators erfüllt sein?

Gleiche Frequenz, gleicher Drehsinn, gleiche Phasenlage und gleiche Spannung.

Aus welchen Hauptteilen besteht ein Kleinwasserkraftwerk?

Wasserfassung, Druckleitung, Wasserschloss, Drosselklappe, Kugelschieber, Turbine, Generator samt Getriebe/Schaltanlage/Trafo sowie Automatik-, Regel- und Schutzeinrichtung.

Wie funktioniert feste und vergärte Biomasse?

Feste Biomasse: Holz verbrennen/vergasen, Dampf erzeugen, turbiniert; Abwärme ins Fernwärmenetz. Vergärung: Kompostgas treibt Verbrennungsmotor mit Generator; Abwärme wird genutzt.

Was unterscheidet hydrothermale und petrothermale Tiefengeothermie?

Hydrothermal: Bohrung in Warmwasserschicht. Petrothermal: tiefe Bohrung in Gestein, Wasser wird mit Druck eingepresst/erwärmt. Vorteil laut Buch: einheimische Bandenergie ohne Schadstoffe.

Wie funktioniert die Brennstoffzelle?

Umkehrprinzip zur Elektrolyse: Wasserstoff und Sauerstoff werden kontrolliert zusammengeführt und erzeugen elektrische Energie („kalte Verbrennung“). Eine Zelle liefert etwa 1,23 V; viele Zellen bilden einen Stack.

Welche Faustwerte gelten für PV-Fläche und Jahresertrag?

Faustwerte: 1 kWp benötigt etwa 6-7 m² Modulfläche und liefert rund 1000 kWh/Jahr. Die Globalstrahlung in der Schweiz liegt bei etwa 1100 kWh/m² pro Jahr.

Welche PV-Anlagetypen und Zellwirkungsgrade gibt es?

Indach-, Aufdach- und Flachdachanlagen. Monokristallin etwa 19-22 %, polykristallin 15-20 %, amorph ca. 5-7 %.

Was bedeuten STC und Hotspot bei Photovoltaikmodulen?

STC: Laborbedingungen 25 °C und 1000 W/m² zum Vergleich von Modulen. Hotspot: bei Verschattung kann ein Modul stark Leistung verlieren; Bypassdioden begrenzen schädliche Zellspannungen.

Welche Anforderungen gelten für PV-Steckverbinder und DC-Leitungen?

UV-beständige PV-Kabel; kompatible Steckverbinder vom selben Hersteller bzw. mit nachgewiesener Kompatibilität; lange DC-Leitungen vermeiden.

Welche Wechselrichterkonzepte sind zu unterscheiden?

Modul-, Strang-, Teilgenerator- und Zentral-/Multistrangkonzepte; 1-phasig bis 3,6 kVA wird erwähnt, grössere Konzepte auch 3-phasig.

Wann ist bei einer PV-Anlage kein zusätzlicher Potenzialausgleich erforderlich?

Kein zusätzlicher Potenzialausgleich bei Schutzklasse II und galvanischer Trennung im Wechselrichter. Als kleine Anlage werden <10 A und <2 kW genannt; beim WR max. 6 kW. Bei vorhandenem Blitzschutz ist die PV-Anlage in das LPS einzubeziehen und mit SPD zu versehen.

Was ist bei Überschreitung der kritischen DC-Leitungslänge zu tun?

Metallische Rohre/Kanäle oder Kabel mit konzentrischem Schutzleiter verwenden; wenn keine der Massnahmen eingehalten wird, SPD einsetzen.

Wann ist bei einer PV-Anlage kein RCD Typ B erforderlich?

Wenn der Wechselrichter galvanisch trennt oder keine Gleichfehlerströme in der Anlage möglich sind, z.B. mit RCMU.

Welche typischen PV-Modulgrössen und Zellangaben gibt es?

Typische Module: ca. 165×80 cm mit 72 Zellen oder 170×100 cm mit 60 Zellen. Eine Zelle liefert etwa 0,6 V; Module werden je nach Anlage seriell und parallel verschaltet.

Welche Melde-, Kontroll- und Förderthemen sind bei PV-Anlagen zu beachten?

Netzparallel: Anschlussgesuch an VNB. >30 kVA vorlagepflichtig beim ESTI; darunter SiNa an VNB und unabhängige Abnahmekontrolle. KLEIV <100 kWp, GREIV >100 kWp; Förderhinweis Pronovo.

Wo müssen PV-Kennzeichnungen angebracht werden?

Gut sichtbar beim Anschluss-Überstromunterbrecher und an SGK zwischen Anschluss-ÜSU und Wechselrichter, typischerweise HAK und HV. Bei BMA/Sprinkler zusätzlich beim Feuerwehrbedienteil.

Welche Angaben gelten für PV- und Wechselrichterkennzeichnung?

Solar-DC-Schild an DC-Leitungen, PV-Array und GAK. Am Wechselrichter Leistungsschild mit max. Leerlaufspannung und Angabe mit/ohne galvanische Trennung; Installationsfirma muss ersichtlich sein.

Welche Vorteile von PV-Akkus gibt es?

Höherer Eigenverbrauch, Reduktion der Bezugsleistungsspitzen und eventuell Notstrom/mehr Unabhängigkeit; Wirtschaftlichkeit ist nicht immer gegeben.

Welche Vor- und Nachteile gelten für AC-gekoppelte Speicher?

Einfach nachrüstbar und modular erweiterbar; dafür mehr Platz, eher teurer und eventuell zusätzlicher Zähler-/Umrichteraufwand.

Welche Vor- und Nachteile gelten für DC-gekoppelte Speicher?

Neue PV-Wechselrichter können als Laderegler dienen; geringerer Platzbedarf. Erweiterungen sind aufwendiger, Speicher und PV müssen aufeinander abgestimmt werden.

Welche Speichertechnologien gibt es?

Vorwiegend Lithium-Ionen oder Blei-Säure; typische EFH-Speicher 2-16 kWh. Alternativen: Schwungrad, Druckluft, Salz, Wärmespeicher oder Fahrzeugakkus.

Welche Vor- und Nachteile gelten für PV auf Schräg- und Flachdächern?

Schrägdach: einfache Installation; mögliche Nachteile bei Ausrichtung und Wärmeableitung. Flachdach: optimale Ausrichtung und besser begehbar; Nachteile: Statik/Gewicht, höhere Kosten und Wind.

Welche Hauptkomponenten zeigt das PV-Insel-Prinzip?

Solarmodul, Solarladeregler und Solarakku für DC-Verbraucher; über Wechselrichter können AC-Verbraucher versorgt werden.

Welche Kernkraftwerke sind in der Schweiz in Betrieb und welche Leistungen haben sie?

In Betrieb: Beznau 1 und 2, Gösgen und Leibstadt. Mühleberg wurde 2019 ausser Betrieb genommen. Typische Leistungsspanne: ca. 365 bis 1220 MW.

Wie funktioniert Mode 1 beim Laden von Elektrofahrzeugen?

CEE-Steckvorrichtung bis 16 A, 250 V 1-phasig oder 480 V 3-phasig; keine Kommunikation Fahrzeug/Ladestation. Eigener Überstromschutz und eigener RCD ≤30 mA erforderlich.

Wie funktioniert Mode 2?

CEE-Steckvorrichtung bis 32 A; im Kabel sind Ladesteuerung und Schutzfunktion als ICCB integriert. Netzseitig eigener Überstromschutz und eigener RCD ≤30 mA.

Wie funktioniert Mode 3?

Typische AC-Ladeart an Wallboxen/Ladesäulen, fest angeschlossen und mit Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation; eigener Überstromschutz und eigener RCD ≤30 mA.

Wie funktioniert Mode 4?

DC-Ladung an fest angeschlossener Ladestation mit festem Ladekabel und Kommunikation; Gleichrichter/Ladegerät sitzt in der Ladestation. Netzseitig eigener Überstromschutz und RCD ≤30 mA.

Welche Steckdosen sind zum Laden von Elektrofahrzeugen ungeeignet?

Typ-13- und Typ-23-Steckdosen sind zum Laden von Elektrofahrzeugen nicht geeignet. Geeignet sind z.B. CEE 400 V/16 A bzw. 32 A oder fest installierte Wallboxen.

Wie muss jeder Ladeanschlusspunkt eines Elektrofahrzeugs geschützt werden?

Jeder Ladepunkt braucht einen eigenen RCD und ein eigenes Überlastschutzorgan/LS. NH-Sicherungen werden als ungeeignet bezeichnet.

Welcher RCD kann bei EV-Ladestationen anstelle eines Typ B eingesetzt werden?

RCD Typ A-EV bei Gleichfehlerströmen >6 mA als Alternative zum kostenintensiven Typ B.

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