Technische Dokumentation

Fragen zum TD Buch

Fragen zum TD Buch


Y. B.
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350
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0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
22.09.2026 / 22.09.2026

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Welche zusätzlichen Planungsangaben gelten für EV-Ladepunkte?

Steckdose möglichst nahe am Parkplatz, nur ein Fahrzeug pro Steckdose; im Freien mindestens IP44. Anschlussgesuch und Installationsanzeige sind dem VNB einzureichen; TRE-Signal kann zur Notansteuerung dienen.

Welche Vorteile gelten für ein gemeinsames MFH-Ladesystem wie ZapCharger?

Faire Kostenaufteilung, erweiterbar, dynamischer Phasenausgleich, Teilung der verfügbaren Ladeleistung und praktisch unbegrenzt integrierbare Stromkreise.

Wie kommunizieren die Ladestationen im gezeigten MFH-System?

Zur Cloud über dasselbe Stromkabel via PowerLAN/PLC oder bevorzugt über WLAN. Identifizierung z.B. mit RFID-Tag oder App/Bluetooth.

Welche Prüfung ist vor Montage der Ladestationen wichtig?

Isolationstest an allen Rückplatten vor Montage der Ladestationen; mit montierter Station kann der Überspannungsschutz den Test beeinflussen.

Welche Beispielkapazität gelten für einen 63-A-Stromkreis?

Bis zu 30 Ladestationen; etwa 2 A bzw. 1,4 kW pro Station, entsprechend ungefähr 14 kWh bzw. 75 km Reichweitengewinn pro Nacht.

Welche Schutzeinrichtungen sind im gezeigten Ladegerät integriert?

Bis 22 kW pro Station, Typ-2-Buchse, integrierter LS 3×40 A Typ C, integrierter RCD Typ B und kWh-Zähler.

Wie lässt sich der jährliche Energiepreis eines Elektroautos überschlägig berechnen?

40 km × 365 Tage × 15 kWh/100 km × 20 Rp/kWh = 438 CHF pro Jahr.

Welchen typischen Energieverbrauch und welche Ladezeitformel nennt für Elektroautos?

Rund 20 kWh pro 100 km. Ladezeit [h] = gewünschte Ladung [kWh] / Ladeleistung [kW].

Welche Planungsnorm und welche Themen gelten für Ladeinfrastruktur in Gebäuden?

SIA 2060; u.a. Leistungsbedarf, Energiebedarf, Ausbaustufen, Anordnung und Systemwahl bei der Projektierung.

Wovon hängt der benötigte Anschlussleistungsbedarf für EV-Laden ab?

Art und Anzahl Fahrzeuge, Standort, Ladeleistung, Parkdauer, Ladeverhalten und Lastmanagement.

Welche Aufgabe hat ein Solar Manager bei PV-Eigenverbrauchsoptimierung?

Er schaltet bzw. regelt grosse Verbraucher bei Solarüberschuss, um Eigenverbrauch zu maximieren und möglichst viel PV-Strom selbst zu nutzen.

Welche Verbraucher können in das Solar-Manager-System integriert werden?

Neben EV-Ladestation z.B. Wärmepumpe, Warmwasser, Speicherakku und Smart-Plugs; Kommunikation über LAN/Ethernet.

Wie erfolgt die Leistungsregelung im gezeigten Solar-Manager-Prinzip?

Der Solar Manager regelt eingebundene Verbraucher stufenlos von 0-100 % und optimiert den PV-Eigenverbrauch. Er ist herstellerunabhängig; Alternativen sind z.B. Solar-Log, Power-Dog, Smartfox und Solarwatt.

Welche Wärmequellen werden für Wärmepumpen eingesetzt?

Erdkollektor, Grundwasser, Erdsonde und Luft. Je nach System sind Konzessionen bzw. Gewässerschutzbewilligungen unterschiedlich.

Wie funktioniert die Kompressorwärmepumpe im Prinzip?

Verdampfer nimmt Umweltwärme auf, Verdichter erhöht Druck/Temperatur, Verflüssiger gibt Heizwärme ab, Expansionsventil senkt Druck. Beispiel: 2,5 kW elektrisch plus 7,5 kW Umweltwärme ergeben 10 kW Heizwärme.

Was bedeutet der COP einer Wärmepumpe?

COP = Heizleistung Q / elektrische Leistungsaufnahme P an einem definierten Betriebspunkt, z.B. A2/W35. Typischer Beispielwert: COP ≈ 4.

Was ist die Jahresarbeitszahl JAZ?

Verhältnis der über ein Jahr abgegebenen Heizwärme in kWh zur zugeführten kostenpflichtigen Energie in kWh.

Welche Betriebsarten sind zu unterscheiden?

Monovalent, bivalent-alternativ und bivalent-parallel. Bei bivalenten Systemen unterstützt oder ersetzt ein zweiter Wärmeerzeuger die Wärmepumpe abhängig vom Bivalenzpunkt.

Welche groben Wärmebedarfswerte gibt es?

Neubauten etwa 30-40 W/m²; Dienstleistungsbauten etwa 60-80 W/m², jeweils als Richtwerte ohne Warmwasser.

Welche Deckungsanteile und Dimensionierungswerte gelten für Solarthermie?

EFH: 60-70 % Warmwasserbedarf, grosse Wohnbauten 30-50 %. Neigung 15-60° Richtung Süden; EFH etwa 4-6 m², bei grossen Objekten ca. 1 m² pro Person.

Welchen Warmwasserverbrauch pro Person nennt?

Etwa 50-75 Liter Warmwasser pro Person und Tag. Solarthermie kann auch Heizungsunterstützung oder Schwimmbadheizung übernehmen.

Welche ergänzenden Qualitätskonzepte nennt bei Minergie?

MQS Bau: Qualität und Dokumentation in der Bauphase. MQS Betrieb: Optimierung von Energieeffizienz und Komfort im Betrieb. ECO: Zusatzanforderungen u.a. zu Bausubstanz, Rückbaubarkeit, Tageslicht und Gesundheit/Elektrobiologie.

Welche Richtwerte und Grundlagen gelten für Erdungsanlagen?

Richtwert Niederspannungserdung <20 Ω, Blitzschutzerdung <40 Ω. Grundlagen: SNR 464113 Fundamenterder und Richtlinien der Netzbetreiber.

Wie muss ein Fundamenterder ausgeführt werden?

Rundeisen Ø10 mm oder Bandstahl 3×25 mm hochkant; mindestens 5 cm Betonüberdeckung. Alle 5 m dauerhaft mit elektrisch leitender Bewehrung verbinden.

Wann ist ein Ringerder nötig und wie wird er verlegt?

Bei isolierter Bodenplatte zusätzlich Ringerder: etwa 1 m vom Gebäude entfernt, mind. 0,7 m tief, mind. 80 % im Erdreich und ringförmig geschlossen; bei jeder Ableitung mit Fundamenterder verbinden.

Wie wird fehlende Ringerderlänge kompensiert?

Fehlen mehr als 20 % bzw. mehr als 20 m im Erdreich, muss mit anderen Erdern kompensiert werden; Länge von Stab- und Tiefenerdern zählt dabei doppelt.

Welche Regeln gelten für Stab- und Banderder?

Stab/Tiefenerder mind. 2,5 m; Abstand mind. 1,5× Elektrodenlänge und untereinander verbinden. Banderder max. 15 m ab Anschlusspunkt, horizontal mind. 0,7 m tief; Baumstruktur möglich.

Welche Querschnittsregeln gelten für den Schutzpotenzialausgleich?

SPA mindestens 6 mm² und maximal 16 mm²; bei Blitzschutz mind. 16 mm². PE: bis 16 mm² gleich L, bei 25/35 mm² =16 mm², darüber etwa 1/2 L.

Welche leitfähigen Teile sind typischerweise in den Schutzpotenzialausgleich einzubeziehen?

Metallene Rohrsysteme von aussen, Liftfahrschienen, Lüftungskanäle, Kamine, Wintergarten, Kabeltragsysteme aus EMV-Gründen, Rohrleitungen gegen statische Aufladung und LPS.

Welche metallischen Teile müssen typischerweise nicht in den Schutzpotenzialausgleich einbezogen werden?

Treppenhandlauf, metallene Schränke/Regale, Velounterstand, Brüstungskanäle wenn PE genügt, Metalldecke. Immer Hersteller- und Normvorgaben beachten.

Wann muss der Trennungsabstand besonders eingehalten werden und welche Faustwerte nennt das Buch?

Besonders in feuer- und explosionsgefährdeten sowie technisch empfindlichen Bereichen. Faustwerte: Klasse I etwa A×8 cm, II A×6 cm, III A×4 cm; genauer mit k·n·A/x.

Welche Aufgabe hat SPD Typ 1?

Blitzstromableiter für hohe Blitzströme aus direktem Blitz-/Freileitungseintrag; nahe Einspeisung, damit Blitzstrom nicht in die Gebäudeinstallation eindringt.

Welche Aufgabe hat SPD Typ 2?

Zweite Schutzstufe zur Begrenzung von Blitzüberspannungen aus Ferneinschlägen und Überspannungen aus Schalthandlungen.

Welche Aufgabe hat SPD Typ 3?

Feinschutz nahe am zu schützenden Gerät, z.B. bei der Steckdose. Typ 1+2 ist als Kombiableiter erhältlich.

Welche Ursachen für Überspannungen gibt es?

Direkter Blitzeinschlag (LEMP), indirekter Blitzeinschlag sowie Schalthandlungen/Kurzschlüsse (SEMP).

Welche Anforderungen stellt an SPD?

Mehrfache Stossströme schadlos ableiten, Schutzpegel unter Spannungsfestigkeit der Folgesysteme halten und Netzfolgestrom selbständig löschen bzw. begrenzen.

Wie sollen SPD mit Erde verbunden werden?

SPD auf kürzestem Weg mit Erde verbinden. Leiterquerschnitt höchstens 50 mm²; Verbindung möglichst nicht länger als 0,5 m.

Wann ist ein Überspannungsschutz (SPD) erforderlich?

SPD ist erforderlich, wenn Überspannungen Menschenleben, öffentliche Einrichtungen/Kulturgüter oder Betriebe mit erhöhtem Risiko gefährden können. Sonst ist eine Risikoanalyse nötig. In Wohnbauten kann darauf verzichtet werden, wenn der Anlagenwert kleiner als das 50-Fache des SPD-Werts am Einspeisepunkt ist.

Welche Koordinationshinweise gelten für SPD?

Für energetische Koordination Produkte desselben Herstellers verwenden; Typwahl/Ort fachgerecht festlegen. Vor Zähler: leckstromfreier Ableiter und Rücksprache mit VNB. SPD auch für Schwachstrom/Telekom/TV empfohlen.

Aus welchen Hauptteilen besteht der äussere Blitzschutz und was ist sein Zweck?

Fangeinrichtung, Ableitungen und Erdungsanlage. Zweck: Bauten, Anlagen sowie Personen und Tiere vor Blitzwirkungen schützen.

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