Kurs 01146 - Fernuni Hagen


B. L.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Konzepte der Stochastik auf Universitätsniveau, insbesondere Zufallsvariablen und ihre Momente. Sie decken Themen wie Erwartungswert, Varianz, Kovarianz, Korrelationskoeffizienten und verschiedene Verteilungen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Mathematik oder Statistik, die sich mit der Analyse und Berechnung von Zufallsvariablen und ihren Eigenschaften auseinandersetzen möchten.
Karten
69
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Mathematik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.08.2014 / 27.09.2018

Cartes-fiches

Wie lautet der Satz über die Abweichung 0-ter Ordnung?

Der Grenzwert limr→0 sr existiert und ist:

s0 := x1p1 … xnpn

mit den Bezeichnungen aus der Definition der Abweichung r-ter Ordnung.

Wie lautet der Satz über die Abweichung r-ter Ordnung?

Die Abbildung sr: IR → IR+, r → sr ist monoton wachsend.

Wie lautet das Lemma über die allgemeine AGM-Ungleichung?

Es gilt:

s-1 <= s0 <= s1.

Wie lautet die Definition des Medians einer allgemeinen Zufallsgröße?

Seien (Omega, Skript-A, P) ein Wahrscheinlichkeitsraum und X eine Zufallsgröße auf (Omega, Skript-A, P), dann heißt jede Zahl M mit den folgenden Eigenschaften Median von X:

P(X <= M) >= ½ P(X >= M) >= ½.

Wie lautet die Definition der Varianz einer diskreten Zufallsgröße?

Seien (Omega, p) ein Wahrscheinlichkeitsraum und X eine Zufallsgröße auf (Omega, p) mit existierendem Erwartungswert, dann heißt \V(X) die Varianz von X und ist wie angegeben definiert.

Weiter heißt S(X) die Standardabweichung von X und ist ebenfalls wie angegeben definiert. 

Wie lautet die Definition der Varianz einer allgemeinen Zufallsvariablen?

Seien (Omega, Skript-A, P) ein Wahrscheinlichkeitsraum, X eine Zufallsvariable auf (Omega, Skript-A, P) mit der Dichte f, existiere IE(X) und sei x → (x - IE(X))2 f(x) Lebesgue-integrierbar, dann heißt \V(X) die Varianz von X und ist wie angegeben definiert.

Wie lautet das Lemma über eine Folgerung aus dem Transportsatz?

Seien (Omega, p) ein Wahrscheinlichkeitsraum, X eine Zufallsgröße auf (Omega, p) und g: X(Omega) → IR, dann ist g(X) eine Zufallsgröße, deren Erwartungswert dann und nur dann existiert, wenn die folgende Voraussetzung erfüllt ist und dann ist IE(g(X)) wie folgt angegeben.

Wie lautet das Lemma über die Eigenschaften der Varianz?

  1. \V(X) ist der Erwartungswert der Zufallsgröße omega → (X(omega) - IEX)2.
  2. \V(X) existiert genau dann, wenn IE(X2) existiert.
  3. Existiert \V(X), dann gilt \V(X) = IE(X2) - IEX2.
  4. Für a, b aus IR gilt: \V(a+bX) = b2\V(X)
  5. Sind X, Y Zufallsvariablen für die \V(X) und \V(Y) existieren, dann existiert auch \V(X + Y).

Wie lautet der Satz über das Verhältnis des Erwartungswertes und der Varianz einer diskreten Zufallsvariable X?

Sei X eine diskrete Zufallsvariable mit IE(X2) < unendlich und a aus IR, dann gilt:

IE((X - a)2) >= \V(X)

Im Falle von endlich vielen Daten handelt es sich hierbei um den Inhalt des Satzes über die Verschiebungsformel.

Wie ist die Varianz der Indikatorfunktion 1A angegeben?

Es ist:

\V(1A) = P(A) (1-P(A)).

Wie ist die Varianz einer geometrisch verteilten Zufallsgröße angegeben?

Es ist:

\V(X) = (1-p) p-2.

Wie lautet die Definition der Kovarianz zweier Zufallsgrößen?

Es ist die Kovarianz zwischen zwei Zufallsgrößen X und Y:

cov(X, Y) := IE((X - IEX)(Y - IEY)),

falls alle diese Erwartungswerte existieren.

Wie lautet die Bemerkung über die Kovarianz?

Die Kovarianz cov(X, Y) zwischen zwei Zufallsgrößen X, Y existiert genau dann, wenn die Erwartungswerte IE(X), IE(Y) und IE(XY) existieren und ist dann:

cov(X, Y) = IE(XY) - IE(X) IE(Y).

Wie lautet das Lemma über die Kovarianz zwischen zwei Zufallsgrößen X, Y und zwischen je zwei Zufallsgrößen X und Y und X' und Y?

  1. Falls cov(X, Y) existiert, dann existiert cov(Y, X) und es gilt: cov(X, Y) = cov(Y, X).
  2. cov(aX, bY) = ab cov(X, Y) für alle a, b aus IR.
  3. Falls cov(X, Y) und cov(X', Y) existieren, so existiert auch cov(X+X', Y) und es gilt cov(X+X', Y) = cov(X, Y) + cov(X', Y).

Wie lautet der Satz über die Varianz der Summe diskreter Zufallsgrößen?

Seien X1, … Xn diskrete Zufallsgrößen, deren Varianzen und Kovarianzen existieren, dann gilt:

Wie ist die Varianz von Indikatorsummen angegeben?

Seien A1, …, An Ereignisse in einem diskreten Wahrscheinlichkeitsraum und X die Summe der Indikatorfunktionen zu diesen Ereignissen:

X = 1A1 + … + 1An,

dann gilt unter der Annahme der Gleichverteilung aller Ereignisse A1, …, An:

\V(X) = n P(A1) (1 - P(A1)) + n (n - 1) (P(A1 geschnitten A2) - P(A1)2).

Wie ist die Varianz einer binomialverteilten Zufallsvariable angegeben?

Sei X binomialverteilt, dann gilt:

\V(X) = n p (1-p).

Wie ist die Varianz einer hypergeometrisch verteilten Zufallsvariable angegeben?

Sei X hypergeometrisch verteilt, dann ist:

Wie ist die Varianz im Rencontres-Problem angegeben?

Es ist:

\V(X) = 1.

Wie ist die Varianz einer Polyá-verteilten Zufallsvariable angegeben?

Sei X Polyá-verteilt, dann ist:

Wie lautet die Definition von Unkorreliertheit?

Zwei Zufallsvariablen X, Y heißen unkorreliert, wenn cov(X, Y) existiert und cov(X, Y) = 0.

Wie lautet der Satz über die Gleichheit nach Bienaymé?

Sind die diskreten Zufallsgrößen X1, …, Xn paarweise unkorreliert und existieren die Varianzen, so gilt:

\V(X1 + … + Xn) = \V(X1) + … + \V(Xn).

Wie lautet der Satz über unabhängige Zufallsgrößen in Zusammenhang mit Unkorreliertheit?

Zwei unabhängige Zufallsgrößen, deren Erwartungswerte existieren, sind unkorreliert.

Wie ist die Varianz einer standard-normalverteilten Zufallsvariable X angegeben?

Sei X eine standard-normalverteilte Zufallsvariable, dann ist:

\V(X) = 1.

 

Wie ist die Varianz einer mit Parametern µ und sigma normalverteilten Zufallsvariable X angegeben?

Sei X eine mit Parametern µ und sigma normalverteilte Zufallsvariable, dann ist:

\V(X) = sigma2.

Wie ist die Varianz einer exponentialverteilten Zufallsvariable X angegeben?

Sei X exponentialverteilt, dann ist:

\V(X) = lambda-2.

Wie lautet der Satz über lineare Regression zweier diskreter Zufallsvariablen?

Seien X, Y zwei Zufallsvariablen auf (Omega, p) mit existierenden Varianzen, dann existiert auch cov(X, Y). Der Ausdruck IE(Y - b - aX)2 wird minimiert für:

a* = cov(X, Y) / \V(X),

b* = IE(Y) - a* IE(X).

Der Minimalwert m in IE(Y - b - aX)2 ergibt sich dann zu:

m = \V(Y) (1 - cov(X, Y)2 (\V(X) \V(Y))-1.

Wie lautet die Definition des Korrelationskoeffizienten?

Seien X, Y zwei Zufallsvariablen auf (Omega, p) mit existierenden Varianzen, dann nennen wir r(X, Y) den Korrelationskoeffizienten definiert durch:

r(X, Y) := cov(X, Y) (\V(X) \V(Y))-½

Wie lautet der Satz über die Kovarianz und den Korrelationskoeffizienten bei der linearen Regression?

Seien X, Y zwei Zufallsvariablen auf (Omega, p) mit existierenden Varianzen, dann gelten:

  1. |cov(X, Y)| <= S(X) S(Y).
  2. |r(X, Y)| <= 1.
  3. Es ist |r(X, Y)| = 1 genau dann, wenn es a, b aus IR gibt mit P(Y = aX + b) = 1. Dann folgt aus r(X, Y) = 1, dass a* > 0 und aus r(X, Y) = -1, dass a* < 0.

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