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Staatsexamen

Staatsexamen

Katja Dannenberg
Lernen

Katja Dannenberg
Diese Lernkarten decken medizinische Themen auf Universitätsniveau ab, mit einem Fokus auf Syndrome, Frakturen, Therapien und anatomische Strukturen wie das Bein und den Arm. Sie enthalten detaillierte Informationen zu neurologischen Erkrankungen, Tumoren, Nervenläsionen und diagnostischen Verfahren wie dem Tensilon-Test. Medizinstudierende und Ärzte profitieren von diesem umfassenden Überblick, um ihr Verständnis von Krankheitsbildern und Behandlungsmethoden zu vertiefen.
Karten
410
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.08.2014 / 19.03.2021

Lernkarten

Die Rotatorenmanschette besteht aus...

M. subscapularis, M. teres minor, M. supraspinatus und M. infraspinatus

Mayer-Rokitansky-Küste-Hauser-Syndrom

Fehlbildung der inneren Genitalorgane (Vaginal- & Zervixaplasie, rudimentäre Uterushörner) aufgrund einer Störung der Entwicklung der Müller-Gänge im 2. Embryonalmonat; normaler weiblicher Genotyp, normale Ovarfunktion; erste Symptome: primäre Amenorrhoe und/oder schmerzhafte oder nicht mögliche Kohabitation

Hairless-woman-Syndrom

Androgenresistenz; männlicher Genotyp, unterschiedlich ausgeprägte Endorganresistenz gegenüber Androgenen (Rezeptordefekt oder postrezeptorische Störung); Klinik: bei kompletter Androgenresistenz --> äußere weibliche Geschlechtsmerkmale (testikuläre Feminisierung), innere Geschlechtsorgane nicht angelegt oder blind endend, keine Schambehaarung; ODER --> Innere männliche Geschlechtsorgane; Diagnostik: Präpubertär stark erhöhte Testosteronwerte (hypergonadotroper Hypergonadismus); Postpubertär: hohe LH-Spiegel und hochnormale bis erhöhte Testosteronspiegel (bei fehlender Virilisierung); direkte Genanalyse des Androgenrezeptordefekts

Definitionskriteren PCO

Oligo- und/oder Anovulation; Virilisierung durch Hyperandrogenismus; Polyzystische Ovarien --> Zur Diagnosestellung PCO müssen mindestens 2 Kriterien vorliegen

Infektion mit humanem Papillomaviren

Low risk: HPV Typ 6 & 11 (42, 43, 44, 55) --> Condylomata acuminata (Feigwarzen); High risk: HPV Typ 16 & 18 (31, 33 & 45) --> Condylomata plana

Condylomata gigantea

(Buschke-Löwenstein) Hauptsächlich durch HPV 6 und 11: Stark exophytisch wachsendes, verruköses Plattenepithelkarzinom mit lokaler Ausbreitung ohne Metastasierungstendenz

Plazenta- & Fruchhöhlen-Konstellationen bei eineiigen Zwillingen

70% dichorial-diamniot: Teilun der Einzelle innerhalb der ersten 3 Tage; 29% Monochorial-diamniot: Teilung zwischen Tag 3 und Tag 8; 1% Monochorial-Monoamniot: Teilung zwischen Tag 8 und Tag 13; 0,1% siamesische Zwillinge: Teilung nach Tag 14 nach Konzeption

Gemini Diagnostik

Sonographie --> Lambda-Sign: dichoriale Zwillinge; T-Sign: Monochoriale Zwillinge

Plazentaanomalien

Plazenta accreta (80%): Trophoblast durchwächst die Decidua basalis, ggf. fehlt die Decidua und erreicht das Myometrium; Plazenta increta (15%): Trophoblast wächst ins Myometrium; Plazenta percreta (5%): Trophoblast durchwächst das gesamte Myometrium , erreicht die Serosa und u.U. auch andere Organe

Asynklitismus

Scheitelbeineinstellung: vorderer Asynklitismus = Naegele-Obliquität (Pfeilnaht leicht Richtung Promotorium verkippt --> Pontangeburt möglich); hinterer Asynklitismus = Litzmann-Obliquität (Pfeilnaht Richtung Symphyse verkippt --> Geburtsstillstand) "Litzmann schlitzt man"

Brandl-Furche

auch Brandl-Ring: Drohende Uterusruptur --> Muskulärer Ring, der durch die starke Kontraktion des oberen Uterussegments durch die Bauchdecke oberhalb des Bauchnabels zu sehen ist.

Abortus imminens

drohender Abort

Abortus incipiens

beginnender Abort

Missed abortion

verhaltener Abort

Abortus incompletus

unvollständiger Abort: meist bleibt ein Teil der Plazenta zurück während der Fet/Embryo ausgestoßen wurde

Abortus completus

vollständiger Abort

Abortivei

Windei, Molenschwangerschaft: Entwicklungsstörung der Plazentazotten mit konsekutivem Fruchttod bei weitgehend intaktem Trophoblasten

Meyer-Weigert-Regel

Bei Urether duplex mündet der Hernleiter für die kraniale Nierenanlage immer kaudal des Harnleiters für die untere Nierenanlage in die Harnblase

Reizleitung der Harnblasenentleerung

Parasympatikus --> Vorderwurzel S2-S4 --> Plexus hypogastricus inferior --> Kontrakton des M. detrusor vesicae --> Willkürliche Entspannung des M. sphinkter urethrae externus durch N. pudendus --> Harnblasenentleerung

Schweregrade der Stressinkontinenz nach Stamey

Grad I: Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen; Grad II: Urinverlust beim Laufen und Aufstehen; Grad III: Urinverlust im Liegen

Bonney Test

bei Stressinkontinenz: Zunächst muss die Patientin husten, wenn sie Urin verliert wird mit einer Klemme oder mit den Fingern von vaginal die Harnröhre angehoben. Wenn daraufhin bei erneutem Husten kein Urin mehr austritt, ist der Bonney- Test positiv und eine behandelbare Stressinkontinenz nachgewiesen.

Morbus Ormond

retroperitoneale Fibrose --> Gefäße, Ureteren und Nerven werden ummauert und medialisiert

Behandlungsbedürftigkeit einer Zystitis

Keimnachweis mit ab 10 hoch 5 KBE/ml (Kolonie-bildende Einheiten) in der Urinkultur oder bei Keimnachweis bei liegendem Katheter

4-Gläser-Probe bei chronischer Prostatitis

nach Meares und Stamey: (Bestimmung der Lokalisation einer Infektion durch Kulturen unterschiedlicher Urinprotionen) 1. Portion (Anfangsurin 10-20ml) --> Urethra; 2. Portion (Mittelstrahlurin) --> Blase, obere Harnwege; 3. Portion (Prostataexprimat während Prostatamassage) --> Prostata; 4. Portion (Exprimaturin, nach Prostatamassage) --> Prostata

Potter I

Autosomal rezessive polyzystische Nierenerkrankung (ARPKD): Beginn bei Geburt/ frühes Kindesalter, geringe Lebenserwartung; beidseitiger gleichmäßiger Nierenbefall mit obligater Leberfibrose (hepatische Insuffizient & portale Hypertension) & Leberzysten; einhergehend mit ausladendem Abdomen und Zwerchfellchochstand (Lungenhypoplasie & resp. Insuffizienz) & Herzinsuffizienz

Potter III

Autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD): Beginn um das 30. Lebensjahr, beidseitige zystische Umwandlung umschriebener Nierenabschnitte (Mark & Rinde) --> chron. Niereninsuffizienz; sehr häufig multiple Leberzysten, seltener Pankreas-, Milz-, Ovarial- oder Hodenzysten; Herzklappenfehler, Hirnaneurysmata, Hypertonie, Linksherzhypertrophie; Hernien und Dickdarmdivertikel; 25% der 50-Jährigen udn 50% der 70 Jährigen sind dialysepflichtig

Potter II

Multizystische Nierendysplasie, Geburt/Kindesalter; meist einseitiger, selten beidseitiger Befall, selten symptomatisch

Potter IV

Zystische Nierendysplasie bei fetaler Obstruktion des unteren Harntrakts; Je nach Ausprägung kann die Störung symptomlos verlaufen oder über eine massive Stauung im Nierenbecken zu einer akuten Niereninsuffizienz führen

Onkozytom

Das Onkozytom ist ein gutartiger epithelialer Tumor, der histologisch durch große, eosinophile, mitochondrienreichen Tumorzellen (die Onkozyten genannt werden) charakterisiert ist. Er kann nicht nur in der Niere, sondern auch in der Schilddrüse, in Speicheldrüsen, in der Hypophyse und in weiterem Gewebe vorkommen. Brauner Tumor mit zentraler sternförmiger Vernarbung

Gleason Score bei Prostatakarzinom

Der Gleason-Score der Stanzbiopsie errechnet sich durch "the most" + "the worst"! Der Gleason-Score wird durch Addition des am häufigsten mit dem am zweithäufigsten vorkommenden Entdifferenzierungsgrad (Gleason-Grad) gebildet

Normales Spermiogramm

> 39 Millionen Gesamtspermienzahl; Spermatozoenkonzentration >15 Millionen/ml Ejakulat; Motilität: >40% bewegliche Spermien im Gesichtsfeld; > 32% progressive Spermien im Gesichtsfeld; Vitalität: >58% lebende Spermien; Morphologie: >4% mit regulärer Form; Fruktose: > 13 mikromol/Liter im Seminalplasma (Erniedrigung bei Fehlfunktion der Samenbläschen oder Verschluss der Harnwege) ; pH-Wert: 7,2-8,0

Aspermie

kein Ejakulat

Hypospermie

<1,5ml Ejakulat

Azoospermie

keine Spermatozoen im Ejakulat

Kryptozoospermie

<1 Million Spermatozoen/ ml Ejakulat

Oligozoospermie

< 15 Millionen Spermatozoen/ ml Ejakulat

Asthenozoospermie

weniger als 32% der Spermatozoen zeigen eine progressive Motilität

Oligoasthenoteratozoospermie (OAT-Syndrom)

Kombination von niedrigre Konzentration, unzureichender Beweglichkeit und vermehrt amorphen Spermatozoen

Teratozoospermie

vermehrt amorphe Spermatozoen

Lärmgrenzen

Flüstern: 30dB, Umgangsprache: 50dB, Motor: 70dB, Unangenehm: ab 90dB, Schmerzgrenze: ab 120dB, Chronische Lärmexpostion gegenüber einem Schallpegel von 85dB und mehr führt zu Lärmschwerhörigkeit → Tragen von Gehörschutz bei einem Tages-Lärmexpositionspegel >85dB oder einem Spitzenschalldruckpegel >137dB;

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