Stex 2
Staatsexamen
Staatsexamen
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Lernkarten
Die Rotatorenmanschette besteht aus...
M. subscapularis, M. teres minor, M. supraspinatus und M. infraspinatus
Mayer-Rokitansky-Küste-Hauser-Syndrom
Fehlbildung der inneren Genitalorgane (Vaginal- & Zervixaplasie, rudimentäre Uterushörner) aufgrund einer Störung der Entwicklung der Müller-Gänge im 2. Embryonalmonat; normaler weiblicher Genotyp, normale Ovarfunktion; erste Symptome: primäre Amenorrhoe und/oder schmerzhafte oder nicht mögliche Kohabitation
Hairless-woman-Syndrom
Androgenresistenz; männlicher Genotyp, unterschiedlich ausgeprägte Endorganresistenz gegenüber Androgenen (Rezeptordefekt oder postrezeptorische Störung); Klinik: bei kompletter Androgenresistenz --> äußere weibliche Geschlechtsmerkmale (testikuläre Feminisierung), innere Geschlechtsorgane nicht angelegt oder blind endend, keine Schambehaarung; ODER --> Innere männliche Geschlechtsorgane; Diagnostik: Präpubertär stark erhöhte Testosteronwerte (hypergonadotroper Hypergonadismus); Postpubertär: hohe LH-Spiegel und hochnormale bis erhöhte Testosteronspiegel (bei fehlender Virilisierung); direkte Genanalyse des Androgenrezeptordefekts
Definitionskriteren PCO
Oligo- und/oder Anovulation; Virilisierung durch Hyperandrogenismus; Polyzystische Ovarien --> Zur Diagnosestellung PCO müssen mindestens 2 Kriterien vorliegen
Infektion mit humanem Papillomaviren
Low risk: HPV Typ 6 & 11 (42, 43, 44, 55) --> Condylomata acuminata (Feigwarzen); High risk: HPV Typ 16 & 18 (31, 33 & 45) --> Condylomata plana
Condylomata gigantea
(Buschke-Löwenstein) Hauptsächlich durch HPV 6 und 11: Stark exophytisch wachsendes, verruköses Plattenepithelkarzinom mit lokaler Ausbreitung ohne Metastasierungstendenz
Plazenta- & Fruchhöhlen-Konstellationen bei eineiigen Zwillingen
70% dichorial-diamniot: Teilun der Einzelle innerhalb der ersten 3 Tage; 29% Monochorial-diamniot: Teilung zwischen Tag 3 und Tag 8; 1% Monochorial-Monoamniot: Teilung zwischen Tag 8 und Tag 13; 0,1% siamesische Zwillinge: Teilung nach Tag 14 nach Konzeption
Gemini Diagnostik
Sonographie --> Lambda-Sign: dichoriale Zwillinge; T-Sign: Monochoriale Zwillinge
Plazentaanomalien
Plazenta accreta (80%): Trophoblast durchwächst die Decidua basalis, ggf. fehlt die Decidua und erreicht das Myometrium; Plazenta increta (15%): Trophoblast wächst ins Myometrium; Plazenta percreta (5%): Trophoblast durchwächst das gesamte Myometrium , erreicht die Serosa und u.U. auch andere Organe
Asynklitismus
Scheitelbeineinstellung: vorderer Asynklitismus = Naegele-Obliquität (Pfeilnaht leicht Richtung Promotorium verkippt --> Pontangeburt möglich); hinterer Asynklitismus = Litzmann-Obliquität (Pfeilnaht Richtung Symphyse verkippt --> Geburtsstillstand) "Litzmann schlitzt man"
Brandl-Furche
auch Brandl-Ring: Drohende Uterusruptur --> Muskulärer Ring, der durch die starke Kontraktion des oberen Uterussegments durch die Bauchdecke oberhalb des Bauchnabels zu sehen ist.
Abortus imminens
drohender Abort
Abortus incipiens
beginnender Abort
Missed abortion
verhaltener Abort
Abortus incompletus
unvollständiger Abort: meist bleibt ein Teil der Plazenta zurück während der Fet/Embryo ausgestoßen wurde
Abortus completus
vollständiger Abort
Abortivei
Windei, Molenschwangerschaft: Entwicklungsstörung der Plazentazotten mit konsekutivem Fruchttod bei weitgehend intaktem Trophoblasten
Meyer-Weigert-Regel
Bei Urether duplex mündet der Hernleiter für die kraniale Nierenanlage immer kaudal des Harnleiters für die untere Nierenanlage in die Harnblase
Reizleitung der Harnblasenentleerung
Parasympatikus --> Vorderwurzel S2-S4 --> Plexus hypogastricus inferior --> Kontrakton des M. detrusor vesicae --> Willkürliche Entspannung des M. sphinkter urethrae externus durch N. pudendus --> Harnblasenentleerung
Schweregrade der Stressinkontinenz nach Stamey
Grad I: Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen; Grad II: Urinverlust beim Laufen und Aufstehen; Grad III: Urinverlust im Liegen
Bonney Test
bei Stressinkontinenz: Zunächst muss die Patientin husten, wenn sie Urin verliert wird mit einer Klemme oder mit den Fingern von vaginal die Harnröhre angehoben. Wenn daraufhin bei erneutem Husten kein Urin mehr austritt, ist der Bonney- Test positiv und eine behandelbare Stressinkontinenz nachgewiesen.
Morbus Ormond
retroperitoneale Fibrose --> Gefäße, Ureteren und Nerven werden ummauert und medialisiert
Behandlungsbedürftigkeit einer Zystitis
Keimnachweis mit ab 10 hoch 5 KBE/ml (Kolonie-bildende Einheiten) in der Urinkultur oder bei Keimnachweis bei liegendem Katheter
4-Gläser-Probe bei chronischer Prostatitis
nach Meares und Stamey: (Bestimmung der Lokalisation einer Infektion durch Kulturen unterschiedlicher Urinprotionen) 1. Portion (Anfangsurin 10-20ml) --> Urethra; 2. Portion (Mittelstrahlurin) --> Blase, obere Harnwege; 3. Portion (Prostataexprimat während Prostatamassage) --> Prostata; 4. Portion (Exprimaturin, nach Prostatamassage) --> Prostata
Potter I
Autosomal rezessive polyzystische Nierenerkrankung (ARPKD): Beginn bei Geburt/ frühes Kindesalter, geringe Lebenserwartung; beidseitiger gleichmäßiger Nierenbefall mit obligater Leberfibrose (hepatische Insuffizient & portale Hypertension) & Leberzysten; einhergehend mit ausladendem Abdomen und Zwerchfellchochstand (Lungenhypoplasie & resp. Insuffizienz) & Herzinsuffizienz
Potter III
Autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD): Beginn um das 30. Lebensjahr, beidseitige zystische Umwandlung umschriebener Nierenabschnitte (Mark & Rinde) --> chron. Niereninsuffizienz; sehr häufig multiple Leberzysten, seltener Pankreas-, Milz-, Ovarial- oder Hodenzysten; Herzklappenfehler, Hirnaneurysmata, Hypertonie, Linksherzhypertrophie; Hernien und Dickdarmdivertikel; 25% der 50-Jährigen udn 50% der 70 Jährigen sind dialysepflichtig
Potter II
Multizystische Nierendysplasie, Geburt/Kindesalter; meist einseitiger, selten beidseitiger Befall, selten symptomatisch
Potter IV
Zystische Nierendysplasie bei fetaler Obstruktion des unteren Harntrakts; Je nach Ausprägung kann die Störung symptomlos verlaufen oder über eine massive Stauung im Nierenbecken zu einer akuten Niereninsuffizienz führen
Onkozytom
Das Onkozytom ist ein gutartiger epithelialer Tumor, der histologisch durch große, eosinophile, mitochondrienreichen Tumorzellen (die Onkozyten genannt werden) charakterisiert ist. Er kann nicht nur in der Niere, sondern auch in der Schilddrüse, in Speicheldrüsen, in der Hypophyse und in weiterem Gewebe vorkommen. Brauner Tumor mit zentraler sternförmiger Vernarbung
Gleason Score bei Prostatakarzinom
Der Gleason-Score der Stanzbiopsie errechnet sich durch "the most" + "the worst"! Der Gleason-Score wird durch Addition des am häufigsten mit dem am zweithäufigsten vorkommenden Entdifferenzierungsgrad (Gleason-Grad) gebildet
Normales Spermiogramm
> 39 Millionen Gesamtspermienzahl; Spermatozoenkonzentration >15 Millionen/ml Ejakulat; Motilität: >40% bewegliche Spermien im Gesichtsfeld; > 32% progressive Spermien im Gesichtsfeld; Vitalität: >58% lebende Spermien; Morphologie: >4% mit regulärer Form; Fruktose: > 13 mikromol/Liter im Seminalplasma (Erniedrigung bei Fehlfunktion der Samenbläschen oder Verschluss der Harnwege) ; pH-Wert: 7,2-8,0
Aspermie
kein Ejakulat
Hypospermie
<1,5ml Ejakulat
Azoospermie
keine Spermatozoen im Ejakulat
Kryptozoospermie
<1 Million Spermatozoen/ ml Ejakulat
Oligozoospermie
< 15 Millionen Spermatozoen/ ml Ejakulat
Asthenozoospermie
weniger als 32% der Spermatozoen zeigen eine progressive Motilität
Oligoasthenoteratozoospermie (OAT-Syndrom)
Kombination von niedrigre Konzentration, unzureichender Beweglichkeit und vermehrt amorphen Spermatozoen
Teratozoospermie
vermehrt amorphe Spermatozoen
Lärmgrenzen
Flüstern: 30dB, Umgangsprache: 50dB, Motor: 70dB, Unangenehm: ab 90dB, Schmerzgrenze: ab 120dB, Chronische Lärmexpostion gegenüber einem Schallpegel von 85dB und mehr führt zu Lärmschwerhörigkeit → Tragen von Gehörschutz bei einem Tages-Lärmexpositionspegel >85dB oder einem Spitzenschalldruckpegel >137dB;