Stex 2
Staatsexamen
Staatsexamen
-
- 1 / 410
-
Lernkarten
Bankard- Läsion
Läsion des vorderen Labrum glenoidale (Knorpelige Erweiterung der Schultergelenkpfanne); erhöht das Rezidivrisiko für Schulterluxationen
Ellenbogen-Luxation
zweithäufigste Luxation nach dem Schuktergelenk; meist humero-ulnare Luxation;
Morbus Chassaignac
Radiusköpfchen-Subluxation (Kindermädchen-Ellbogen); Subluxation des Caput radii unter das Lig. anulare radii beim Kleinkind (1.-6. Lebensjahr)
Karpaltunnelsyndrom
chronische Kompression des N. medianus unter dem Retinaculum musculorum flexorum im Karpaltunnel. Frühzeichen sind nächtliche Schmerzen in Finger I, II und III; im Verlauf Daumenballenatrophie; Schwurhand ist kein Symptom (nur bei prox. Medianusschädigung!); Diagnostik: Messung der Nervenleitgeschwindigkeit mttels Elektroneurographie
Busch-Fraktur
knöcherner Ausriss einer Strecksehne am Fingerendlied bei dem mehr als 50% der Gelenkfläche betroffen ist
Madelung-Deformität
Autosomal dominant vererbte Störung des Knorpel-Knochen-Wachstums der distalen Radiusepiphyse; Schmerzen, hervorstehende distale Ulna, Bewegungseinschränkung im Handgelenk; Im Röntgen: Bajonettfehlstellung, Verkürzung des Radius, dorsale Subluxation der Ulna
Anatomische Begrenzung Kniekehle
Medial: M. semitendinosus & M. semimembranosus; Lateral: M. biceps femoris; Distal: Beide Köpfe des M. gastrocnemius
Lokalisation Baker-Zyste
Kniekehle, meist zwischen medialem Kopf des M. gastrocnemius und dem M. semimembranosus
Hoffa-Fettkörper
Fettgewebe zwischen unterem Patellarand, Lig. patellae und Tibiakopf
Chopard-Gelenk
besteht aus Kalkaneokuboidgelenk und Talonaviculargelenk
Lisfranc-Gelenk
Tarsometatarsalgelenke; (1. bis 3. Mittelfußknochen mit Os cuneiforme mediale, intermedium und laterale und 4. bis 5. Mittelfußknochen mit Os cuboideum. )Bei einer Lisfranc'schen Luxation nach großer Gewalteinwirkung luxiert der vordere Fußanteil entlang der Lisfranc-Gelenklinie
Osteochondrosis dissecans
aseptische Nekrose des Knochens unter einer Knorpelfläche durch mechanische Überbelastung meist zwischen 9. und 16. Lebensjahr; als Komplikation kann sich einKnorpel-Knochen-Fragment ins Gelenk ablösen (Gelenkmaus/ Arthrolith) und zu einer Gelenkblockade führen; Diagnostik mittels MRT
Diagnostik Schenkelhalsfehlstellungen
Rippstein-Röntgen-Aufnahme; Bestimmung des Collum-Centrum-Diaphysen-Winkels (CCD) und des Antetorsionwinkels; CCD: Hauptachse des Schenkelhalses und der Längsachse des Oberschenkelschafts gebildet: physiologisch 126°; Antetorsionswinkel: von der Hauptachse des Schenkelhalses und der beiden Oberschenkelkondylen des distalen Oberschenkels gebildet: physiologisch 12°
Coxa vara
CCD <120°; Beinverkürzung, Trendelenburgzeichen, Duchenne-Zeichen (Watschelgang) bei bds. Coxa vara
Coxa valga
CCD >140°; wenig klinische Beschwerden, evtl. Leistenschmerzen
Coxa antetorta
Antetorsionswinkel >20°; Innenrotiertes Gangbild (Fußspizen zeigen nach innen); bei ca. 15% der Kinder physiologisch im Wachstumsalter; bildet sich meist spontan zurück
Coxa retrotorta
Antetorsionswinkel <0°; Außenrotiertes Gangbild (Fußspitzen zeigen nach außen)
Morbus Calvé
Aseptische Knochennekrose im Kindesalter, Manifestationsort: Wirbelsäule, meist BWS
Morbus Scheuermann
Aseptische Knochennekrose, 11-13 Jahre, Lok: Deck- & Grundplatten der Wirbelkörper; Verstärkte Kyphosierung der BWS, Hyperlordose LWS, radiologisch Schmorl-Knötchen
Morbus Panner
Aseptische Knochennekrose, 6-10 Jahre, Lok: Capitulum humeri, Gute Prognose bei konservativer Therapie
Morbus Kienböck
Aseptische Knochennekrose, 20-30 Jahre, Lok: Os lunatum
Morbus Perthes-Legg-Calvé
Aseptische Knochennekrose, 4-8 Jahre; Lok: Femurkopf
Morbus Ahlbäck
Aseptische Knochennekrose; 60-70 Jahre; Lok: mediale Femurkondyle; meist ältere weibliche Patienten
Morbus Blount
Aseptische Knochennekrose; 1-3 (infantil)/ 4-10 (juvenil); Lok: mediale Tibiakopfmetaphyse; Genu varum, häufiger bei schwarzer Hautfarbe
Morbus Osgood-Schlatter
Aseptische Knochennekrose; 9-13 Jahre, Lok: Tuberositas tibiae (extraartikulär); Männer:Frauen 10:1; häufig Sportler, gute Prognose bei konservativer Therapie
Morbus Sinding- Larsen- Johansson
Aseptische Knochennekrose; 10-14 Jahre, Lok: distaler Patellapol
Morbus Sever-Haglund
Aseptische Knochennekrose; 5-12 Jahre; Lok: Apophysis calcanei/ Fersenbeinapophyse
Morbus Köhler I
Aseptische Knochennekrose; 2-12 Jahre; Os naviculare pedis
Morbus Köhler II
Aseptische Knochennekrose; 10-18 Jahre; Lok: Mittelfußköpfchen (oft II, auch III-V); Mädchen>Jungs, häufig mit Spreizfuß einhergehend
OSG-Distorsion
Supinationstrauma am häufigsten: Lig. fibulotalare anterius > Lig. fibulocalcaneare > Lig. fibulotalare posterius; Innenbandruptur (Lig. deltoideum) seltener als Supinationstrauma und meist mot Außenknöchelfraktur einhergehend; Therapie: Innenbandruptur meist operativ, Außenbandruptur nur operativ wenn alle 3 Bänder beteiligt sind
Flake Fracture
Knorpelschädigung oder osteochondrale Abscherfraktur bei Patellaluxation; Fettaugen bei Hämarthros im Gelenkpunktat nach Patellaluxation sprechen dafür.
Unhappy Triad
Ruptur vorderes Kreuzband, mediales Seitenband (Innenband) und medialer Meniskus
Vorderer Schubladentest
Diagnostik vordere Kreuzbandruptur: Der Patient liegt auf dem Rücken. Bei 90° Beugung im Kniegelenk mit fixiertem Fuß wird der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne gezogen. Ein harter Anschlag spricht für ein intaktes Kreuzband.
Vorderer Lachmanntest
Diagnostik vordere Kreuzbandruptur: Zur Untersuchung liegt der Patient bei 20° gebeugtem Kniegelenk auf dem Rücken. Indem der Unterschenkel passiv gegenüber dem Oberschenkel nach vorne bewegt wird, lässt sich die Verschieblichkeit der Tibia gegenüber dem Femur prüfen. Ein harter Anschlag spricht für ein intaktes Kreuzband.
Pivot-Shift Test
Der Patient liegt auf dem Rücken. Aus dem gestreckten Kniegelenk heraus wird unter Valgusstress und Innenrotation das Kniegelenk gebeugt. Ist das vordere Kreuzband gerissen rutscht das Tibiaplateau bei ca. 30° ruckartig nach hinten. Der Test ist bei frisch rupturiertem Kreuzband sehr schmerzhaft, kann aber vor Operation in Narkose durchgeführt werden.
Ruptur der Seitenbänder Knie
Diagnostik: Varusstress (Innenband) & Valgusstress (Außenband): Aufklappbarkeit des Kniegelenks in Streckung und in 20-30° Beugestellung: Aufklappbarkeit in Grade eingeteilt: Grad I: <5mm (leichte Instabilität); Grad II: 5-10mm (mittlere Instabilität); Grad III: >10mm (hohe Instabilität → Begleitverletzungen wahrscheinlich)
Talus verticalis
Angeborener Plattfuß, Seltene, Komplexe Fehlbildung des Fußes mit Steilstellung des Talus und Luxation des Talokalkaneonavikulargelenks; Im Röntgen: gemeinsame Achse von Talus und Tibia;
Pes planotransversus
Spreizfuß, häufigste schmerzhafte Fußdeformität; Verlust der Querwölbung des Vorfußes --> unphysiologische Belastung Metatarsalköpfchen II-IV --> schmerzhafte Schwielen (Metatarsalgie); Fehlstellung des1. und 5. Strahls: Hallux valgus und Digitus vintus varus;
Morton Metatarsalgie
Morton Neuralgie: Plötzliche, stechende Schmerzen auf der Plantarseite des Fußes im Versorgungsbereich der Nervi digitales plantares communes (Äste des Nervus tibialis) als Komplikation bei Spreizfuß
Klumpfuss
Kombination mehrerer fixierter Fehlstellungen: Rückfuss: Equinus (Spitzfuss) und Varus (Supinationsstellung des Kalkaneus); Vorfuss: Adductus (Sichelfuss) und Supinatus; Excavatus (Hohlfuß); Pathogenese: Dominanz des M. tibialis posterior (Klumpfussmuskel) udn Schwäche der Peroneusgruppe sowie Achillessehenenverkürzung; Röntgen: Kalkaneus und Talus stehen parallel; Therapie: manuelle Redressionsbehandlung bereits ab dem Tag der Geburt