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Staatsexamen

Staatsexamen


Katja Dannenberg
Diese Lernkarten decken medizinische Themen auf Universitätsniveau ab, mit einem Fokus auf Syndrome, Frakturen, Therapien und anatomische Strukturen wie das Bein und den Arm. Sie enthalten detaillierte Informationen zu neurologischen Erkrankungen, Tumoren, Nervenläsionen und diagnostischen Verfahren wie dem Tensilon-Test. Medizinstudierende und Ärzte profitieren von diesem umfassenden Überblick, um ihr Verständnis von Krankheitsbildern und Behandlungsmethoden zu vertiefen.
Cartes-fiches
410
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
07.08.2014 / 19.03.2021

Cartes-fiches

Lokalisation Entmarkungsherde MS

1. Periventrikulär 2. Hirnstamm 3. Kleinhirn 4. Rückenmark

Delpech-Lichtblau-Quotient

Er gibt das Verhältnis des Liquor/Serum-Quotienten von IgG zu Albumin an. Der Quotient wird benutzt, um zwischen primär intrazerebralen und sekundären (z.B. systemisch fortgeleiteten) Antikörpererhöhungen zu differenzieren. Eine Erhöhung des IgG bei intakter Blut-Hirn-Schranke (kein Albumin im Liquor) weist auf eine autochthone/intrathekale Antikörperproduktion hin. Eine Erhöhung ist definiert als Wert >0,7.

Liquordiagnostik MS

Lymphozytäre Pleozytose; Oligoklonale Banden (Vermehrung IgG-Subfraktion); erhöhter Delpech-Lichtblau-Quotient (Reiber-Schema); MRZ-Reaktion (89% der Patienten weisen eine intrathekale Synthese von Antikörpern gegen Masern, Röteln und Varizella-Zoster-Viren auf (gilt nicht als beweisend!))

Neuromyelitis optica

Autoimmunkrankheit; chronisch entzündliche ZNS-Erkrankung mit Opticusneutitiden (oft doppelseitig) und aszendierenden Myelitiden (progrediente Querschnittslähmung); Bei mehr als 75% der Patienten lassen sich im Serum Antikörper gegen den Wasserkanal Aquaporin 4 auf den Füßen der Astrozyten nachweisen; schwer von MS abzugrenzen; Diagnostik: Optikusneuritis + akute Myelitis + 2 von 3 möglichen Nebenbefunden (Langstreckige spinale Läsion im MRT >3Wirbelkörpersegmente; regelrechter Befund im kraniellen MRT; serologischer Nachweis von Aquaporin-4-(AQP-4)-Antikörpern. Therapie: Glucocorticoide, ggf. Plasmapherese, ggf. Immunmodulatoren (Azathioprin, Rituximab)

Akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM)

Autoimmunvermittelte, demyelinisierende Entzündung des ZNS, die parainfektiös (oder selten nach Impfungen) auftritt. Schwer von MS abzugrenzen, doch die ADEM verläuft monophasisch und die Symptome bilden sich meist nach Glucocorticoid-Stoßtherapie über 3-5 Tage bis 4 Wochen zurück

MS-Schubtherapie

1. Wahl: Glukokortikoid-Hochdosistherapie für 3-5 Tage (Methylprednisolon 500-1000mg/d i.v. oder p.o.) bei schlechtem Ansprechen --> Ausdehnung der Glukokortikosteroid-Therapie auf 10 Tage in höherer Dosis (bis 5 x 2000mg), orales Ausschleichen der Medikation + PPI + niedermolekulares Heparin; 2. Wahl: Plasmapherese

N. radialis Lähmung proximal

 Axilla oder auf Höhe des Humerusschaftes (Parkbanklähmung): Fallhand; Sensibilitätsstörungen radiale Handrückenseite; mögliche Parese des M. triceps brachii (Streckung Ellbogen micht möglich)

N. radialis Lähmung distal

Handgelenk oder der Supinatorloge = Supinatorlogen-Syndrom = Interosseus-posterior-Syndrom: nur der motorische Ramus profundus ist betroffen; Streckung der Finger nicht möglich; Sensibilität o.p.B.

Froment-Zeichen

N. ulnaris-Lähmung: Patient kann den Daumen aufgrund der Parese des M. adductor pollicis nicht adduzieren und flektiert daher im Daumenendglied beim Festhalten eines Blattes zwischen Daumen und Zeigefinger

Jeanne-Zeichen

N. ulnaris-Lähmung: Hyperextension im Daumengrundgelenk; Durch Ausfall des M. adductor pollicis und Überwiegen des M. extensor pollicis longus sowie des M. abductor pollicis

N. ulnaris-Läsion proximal

im Sulcus nervi ulnaris: Krallenhand, ulnare Sensibilitätsstörungen (Palmar: Kleinfinger und ulnare Seite des Ringfingers; Dorsal: Kleinfinger, Ringfinger, ulnare Seite Mittelfinger) , Nach etwa drei Monaten: Atrophie der Mm. interossei (besonders im Spatium I) und Hypothenaratrophie, Mm. interossei dorsales: Bewirken z.B. eine Spreizung der Finger im Grundgelenk 

mittlere N. ulnaris-Läsion 

Guyon-Loge: Sensibilität wie bei proximaler Läsion mit Ausnahme der Hypothenarregion; sonst wie proximale Nervenläsion

N. ulnaris-Läsion distal

Hohlhand: Sympotome der proximalen Nervenläsion ohne Sensibilitätsausfälle

N. medianus Läsion proximal

Oberarm und Ellenbeuge: Schwurhand, Daumen nicht mehr opponierbar, Pronationsschwäche, Thenaratrophie, Sensibilitätsstörung an radialer Handinnenfläche und dorsalen Fingerkuppen von Daumen, Zeige-, Mittel und radialem Ringfinger

Interosseus anterior Syndrom

Kiloh-Nevin-Syndrom; distale Schädigung im Bereich des Handgelenks: Reine Läsion des motorischen N. interosseus antebrachii anterior; Ausfall des M. flexor digitorum profundus von Finger II (und evtl. III) und des M. flexor pollicis longus, die an den Endgliedern ansetzen → Fehlende Beugung der Endglieder von Daumen und Zeigefinger; keine Sensibilitätsausfälle; Pinch-Sign

N. axillaris Läsion

C5/C6: Sensibilitätsausfall der proximalen Oberarmaußenseite (sensibler Hautast: N. cutaneus brachii lateralis superior), Parese der Armabduktion → Motorischer Ausfall des M. deltoideus und des M. teres minor

Neurapraxie

Temporäre Funktionsuntüchtigkeit eines Nerven bspw. aufgrund einer Kompression; Axon und umgebende Strukturen erhalten; gute Prognose

Axonotmesis

Axonale Kontinuitätsunterbrechung bei erhaltenem Perineurium und Epineurium; Aussicht auf Regeneration, weil der proximale Nerventeil entlang der erhaltenen Hüllstrukturen neu einsprossen und mit 1mm/Tag in Richtung des Zielorgans wachsen kann

Neurotmesis

Komplette neuronale Kontinuitätsverletzung mit durchtrenntem Hüllgewebe; chirurgische Versorgung notwendig

Waller Degeneration

Bezeichnung für die aufwendigen Um- und Abbauvorgänge des distalen Teils eines durchtrennten Nervens; dabei wird das Axon und dei Myelinscheide abgebaut, das Epineurium und Perineurium bleiben erhalten

Neurom

knotige, gutartige Verdickung , die sich an einer nervalen Defektstelle ausbilden kann

N. suprascapularis Läsion

M. infraspinatus udn M. supraspinatus; Eingeschränkte Adduktion, Abduktion und Außenrotation sowie erhöhte Rotatorenmanschetteninstabilität

N. thoracodorsalis Läsion

M. latissimus dorsi und M. teres major: M. latissimus dorsi: Reduziertes Zurückziehen, eingeschränkte Senkung des erhobenen Arms sowie reduzierte Innenrotation des Arms. M. teres major: Eingeschränkte Innenrotation, eingeschränkte Retroversion und verminderte Adduktion des Armes

N. thoracicus longus Läsion

(Rucksack); M. serratus anterior: Scapula alata mit Medialstellung des Schulterblatts und eingeschränkter Elevation des Armes über die Horizontale

N. dorsalis scapulae Läsion

M. rhomboideus major, M. rhomboideus minor und M. levator scapulae: Scapula alata mit Lateralstellung des Schulterblatts

N. phrenicus Läsion

C3, C4, C5: Relaxatio diaphragmatica (Zwerchfellhochstand)

Bell-Phänomen

Fazialisparese: Beim Versuch die Augen zu schließen, wird durch die physiologische Aufwärtsbewegung des Augapfels bei Lidschluss das Weiß der Sklera sichtbar

Hunter-Glossitis

Vitamin B12-Mangel führt zu einer Atrophie der Zungenschleimhaut, die sich klinisch glatt-rot und brennend darstellt.

Schilling-Test

Vitamin B12-Resorptionstest: Hierfür wird dem Patienten oral radioaktiv markiertes Vitamin B12 verabreicht, nachdem zuvor nicht-markiertes Vitamin B12 intramuskulär appliziert worden ist, um die Bindungsstellen in der Leber und im Knochenmark zu sättigen. Die enterale Resorptionsleistung kann über die Ausscheidung im 24-Stunden-Sammelurin gemessen werden. Bei einer Resorptionsstörung (z.B. durch Intrinsic-Factor-Mangel oder Malabsorption im terminalen Ileum) ist die Vitamin-B12-Ausscheidung im Harn vermindert.

Miller Fisher-Syndrom

Variante des Guillain-Barré-Syndroms, die insbesondere die Hirnnerven schädigt; Trias: Ophthalmoplegie, Ataxie und Areflexie; Nachweis von Autoantikörpern gegen das Gangliosid GQ1b im Blut; Therapie: IgG

chronisch inflammatorisch demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)

chronische Form des Guillain-Barré-Syndroms; Persistenz der Symptomatik > 2 Monate; Autoantikörper gegen GM1-Ganglioside; Therapie: Glukokortikoide, Azathioprin, Cyclophosphamid, ggf. Plasmapherese oder Immunglobuline

Guillain-Barré-Syndrom

eine durch Autoantikörper verursachte, akute, entzündliche und demyelinisierende Polyneuropathie mit aufsteigenden symmetrischen Lähmungen; Autoantikörper gegen Myelin und Ganglioside (GM1 - 3) vorhanden; "Landry-Paralyse" wenn Atemmuskulatur betroffen ist; Liquor: Zytoalbuminäre Dissoziation: Starke Vermehrung des Gesamteiweißes im Liquor ohne Zellvermehrung; ENG: Verlangsamung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) aufgrund der Demyelinisierung, Verlängerung der F-Wellen-Latenz; EMG: Denervierungszeichen oder pathologische Spontanaktivität; EKG: Einschränkung der respiratorischen Herzfrequenzvariabilität; Therapie: Immunglobuline hochdosiert; Plasmapherese

Progressive Bulbärparalyse

meist bei ALS oder Polymyelitis; Degeneration der Hirnnervenkerne (vor allem von N. trigeminus (V.), N. facialis (VII.), N. vagus (X.), N. hypoglossus (XII.)); unheilbar

Spinale Muskelatrophie hereditär

Typ I (Werdning-Hoffmann): infantile Form; symmetrische atrophische Paresen (Floppy infant) erst am Beckengürtel, später Fazialisparesen; stark progredient zu Paresen der Intercostalmuskulatur; Prognose Lebenserwartung 1,5 Jahre; Typ II: intermediäre Form, wie Typ I nur nicht so stark progredient; Lebenserwartung 30 Jahre; Typ III (Kugelberg-Welander): juvenile Form; 2.-18. Lebensjahr, symmetrische atrophische Paresen , v.a. Becken und untere Extremität "Watschelgang", später auch obere Extremität, direkt neuropathisch: Muskelfazikulationen, Prognose: Lebenserwartung kaum eingeschränkt; Typ IV: adulte Form, Manifestation > 30. Lebensjahr, wie Typ III nur langsamer progredient sodass die Lebenserwartung praktisch nicht eingeschränkt ist

Kennedy-Syndrom

Spinobulbäre Muskelatrophie; X-chromosomale, rezessive Vererbung; Klinik: Infertilität (Hodenatrophie, Gynäkomastie), Degeneration des 2. Motoneurons --> Muskelatrophie (Denervierungszeichen) proximaler Extremitätenabschnitte, des Schultergürtels und der Zungen- & Schlundmuskulatur; Charakteristisch sind Atrophien des M. temporalis, der Zunge und der vom N. facialis versorgten Muskulatur, was zu Dysarthrie und Dysphagie führt; Haltetremor

Spinale Muskelatrophie sporadisch

Typ Duchenne-Aran: häufigste SMA; Manifestation um das 30. Lebensjahr; Zunächst atrophische Paresen der Handmuskulatur (Krallenhand), dann langsame Ausbreitung von distal nach proximal zur Schulter, Lebenserwartung nicht eingeschränkt; Typ Vulpian-Bernhardt: Manifestation ab dem 40. Lebensjahr; Initial Schultergürtel betroffen, normale Lebenserwartung; Peronealtyp: Beginn an der Unterschenkel- und Fußmuskulatur, normale Lebenserwartung

ALS

Charakteristisch: Zeitgleiches Auftreten von Zeichen der Degeneration des 1. (spastische Paresen) UND des 2. Motoneurons (schlaffe, atrophische Paresen); Frühsymptome: Muskelschwäche, Muskelfrämpfe, Schluckstörungen, Sensibilität erst noch intakt, Faszikulationen, Fibrillationen, atrophische Paresen (Handmuskeln, Schulter oder Waden); Verlaufsymptome: Ausbreitung auf die gesamte Muskulatur, Zunahme Sensibilitätsausfälle, Blasen- & Mastdarmfunktion bleiben erhalten; 

Oppermann-Stadien Myastenia gravis

I. Okuläre Form (nur Ptosis und Diplopie), II a. Milde generalisierte Form, IIb. Mittelschwere generalisierte Form ohne Atemmuskelbeteiligung, III. Akute und rapid progressive Form mit Befall der Atemmuskulatur binnen 6 Monate IV. Chronische schwere Form

Simpson-Test

Myastenia Gravis: bei Aufwärtsblick wird eine Ptosis provoziert

Tensilon-Test

Myastenia Gravis: Verbesserung der Symptomatik nach Verabreichung eines kurzwirksamen Acetylcholinesterase-Hemmers (z.B. Edrophoniumchlorid i.v.) 

Étudier