Stex 2
Staatsexamen
Staatsexamen
-
- 1 / 410
-
Cartes-fiches
Epley-Manöver
benigner parokysmaler Lagerungsschwindel: Der Patient sitzt auf einer Liege, wird in Rückenlage gebracht und soll in dieser den Kopf nach hinten hängen lassen. Aus dieser Position heraus werden Kopf und Rumpf zur gesunden Seite gedreht und der Körper anschließend wieder aufgesetzt → 80-100%ige Erfolgsrate
Samter Trias
Asthma bronchiale, Analgetikaintoleranz und Polyposis nasi et sinuum
Carhart-Senke
Eine Schwerhörigkeit mit reduzierter Hörschwelle für Knochen- und Luftleitung mit sogenannter Carhart-Senke in der Knochenleitung bei 2000 Hertz ist pathognomonisch für die Otosklerose.
Blepharospasmus
unwillkürliche, krampfartige Kontraktion des M. orbicularis oculi
Chemosis
Bindehautschwellung
Epiphora
Tränenträufeln
Hyphäma
Blutansammlung in der Vorderkammer (Raum zwischen Iris und Kornea)
Hypopyon
Eiteransammlung in der Vorderkammer (Raum zwischen Iris und Kornea)
Kolobom
Spaltbildung
Limbus corneae
Grenze zwischen Konjunktiva und Cornea
Metamorphopsie
Verzerrtsehen
Phthisis bulbi
Schrumpfung des Bulbus
Symblepharon
Verwachsung der konjunktivalen und tarsalen Bindehaut
Synechie
Verwachsung der Iris mit benachbarten Strukturen
Trichiasis
Schleifen der Wimpern auf der Hornhaut
Kornea
"Fenster des Auges": ca. 43dpt und damit stärkster Anteil an der Gesamtbrechkraft des Auges. Besteht aus 5 Schichten (von außen nach innen): Hornhautepithel, Bowman-Membran, Hornhautstroma, Descement-Membran, Hornhautendothel.
Retina
9 Schichten (von außen nach innen): Pigmentepithel, Fortsätze Photorezeptoren --> 1. Neuron (120 Millionen Stäbchen, 6 Millionen Zapfen), äußere Grenzschicht, äußere Körnerschicht (Zellkerne der Photorezeptoren), äußere plexiforme Schicht --> 2. Neuron, innere Körnerschicht (Zellkerne der bipolaren Zellen), innere prexiforme Schicht --> 3. Neuron, Zellkerne der Ganglienzellen, Nervenfaserschicht
Farb- & Dämmerungssehen
Zapfen: Farbsehen --> Opsine (Photopigmente) für Blau-, Grün- und Rotzapfen. In der Fovea centralis gibt es nur Zapfen, keine Stäbchen; Stäbchen: Dämmerungssehen --> Photopigment Rhodopsin ist 500-mal lichtempfindlicher als das der Zapfen. Für die Synthese von Rhodopson braucht man Vit. A
Hordeolum
Gerstenkorn; internum: Entzündung Meibon-Drüse (häufig), externum: Entzündung Zeis- oder Moll-Drüse; Staph aureus
Chalazion
Hagelkorn; Verlegung des Ausführungsgangs einer Meibom- oder Zeisdrüse; derber, nicht verschieblicher, schmerzloser Knoten
Trachom
"ägyptische Körnerkrankheit"; immer beidseitige Konjunktivitis durch Chlamydia trachomatis (A-C); weltweit häufigste Augenerkrankung und zweithäufigste Erblindungsursache
Paratrachom
"Schwimmbadkonjuktivitis"; durch Chlamydia trachomatis (D-K);
Todd`sche Parese
postiktale Lähmung des betroffenen Gebietes nach fokaler Epilepsie bei Frontallappenepilepsie
physiologischer Hirndruck
5-15 mmHg (entsprechen 60-200 mmH2O)
Epiduralhämatom
arterielle Blutung (A. meningea media); symptomfreies Intervall; bikonvexe hyperdense Raumforderung im cCT
Subduralhämatom
langsam progredienter Verlauf; sichelförmige zu Beginn hyperdens, im Verlauf hypodense Raumforderung entlang der Kalotte im cCT;
Subarachnoidalblutung
meist Ruptur eines Aneurysmas des Circulus arteriosus Willisi oder Ruptur eines arteriovenösen Angioms; Vernichtungskopfschmerz; Einblutung in Liquorraum; Klinische Einteilung nach Hunt und Hess
Hakim-Trias
bei Normaldruck-Hydrozephalus: Demenz, Inkontinenz, breitbasige, kleinschrittige Gangstörung (magnetischer Gang)
Bielschowsky-Phänomen
Bei Ausfall des M. obliquus superior als Folge einer N. trochlearis-Lähmung kommt es zu schräg stehenden vertikalen Doppelbildern v.a. beim Blick nach nasal unten (Lesen); bei Kopfneigung zum geschädigten Muskel weicht der Bulbus nach innen oben ab, daher neigen die Patienten den Kopf kompensatorisch zur Gegenseite (Bielschowsky-Phänomen)
Fosten-Kennedy-Syndrom
Ipsilaterale Atrophie des N. opticus; kontralaterale Stauungspapille; meist durch mediales Keilbein-Meningeom
Sinus-Cavernosus-Syndrom
Schädigung aller Strukturen die durch den Sinus Cavernosus laufen: - Alle Hirnnerven für die Okulomotorik: N. oculomotorius (III), N. trochlearis (IV), N. abducens (VI) -N. ophthalmicus (V1) und N. maxillaris (V2) aus dem N. trigeminus (V)
Kleinhirnbrückenbinkel-Syndrom
Neurinom des N. vestibularis (Vestibularisschwannom);
Schädigung von:
N. vestibucochlearis (VIII), N. trigeminus (V), N. facialis (VII),
Abduzensparese, Blickrichtungsnystagmus, ipsilaterale zerebellare Ataxie
Foramen-Jugulare-Syndrom
Schädigung von N. glossopharyngeus (IX), N. vagus (X) und N. accessorius (XI)
Brown-Séquard-Syndrom
inkomplettes, halbseitiges Querschnittssyndrom;
kontralateral: keine Schmerz- oder Temperaturempfindung;
Ipsilateral: segmental komplett aufgehobene Sensibilität und schlaffe Parese,
unterhalb der Läsion Spastische Parese, keine Tiefensensibilität, Vibrationsempfinden
Syringomyelie
Liquorabflussstörung --> Bildung einer Höhle im Rückenmark --> Nervenkomprimierung meist zervikal oder thorakal; meist Männer um das 30. Lebensjahr betroffen
Arteria spinalis anterior-Syndrom
inkomplettes ventrales Querschnittssyndrom mit Ischämie des ventralen und seitlichen Rückenmarks aufgrund einer Minderdurchblutung der A. spinalis anterior; Leitsymptom ist eine plötzliche, innerhalb einer Stunde entstehende schlaffe Paraparese beider Beine, die oft einer radikulären Parästhesie folgt; Im Verlauf spastische Parese, beidseits dissoziierte Sensibilitätsstörungen unterhalb der Läsion, Blasenlähmung mit Harn- evtl. Stuhlverhalt
Arteria radicularis magna Syndrom
Maximalvariante des A. spinalis anterior Syndroms;
Verschluss der kaliberstarken A. radicularis magna (auch Adamkiewicz-Arterie), die der Aorta in Höhe Th 9-12 entspringt und das lumbale Rückenmark versorgt (führt Blut der A. spinalis anterior in dieser Region zu);
meist bei Aortendissektion oder OPs in dieser Region; Klinik: motorische Beinlähmung, Störung der protopathischen Sensibilität sowie (bei hinterer Beteiligung) der epikritischen Sensibilität → Inkomplettes bis komplettes Querschnittssyndrom
Medulloblastom
hochmaligner Hirntumor aus embryonalem, neuroektodermalem Gewebe;
sehr häufig im Kindesalter (20-25% der kindlichen Hirntumoren);
wächst vom Dach des 4. Ventrikel ins Kleinhirn;
Klinik: Erbrechen, Rumpfataxie, bds. Stauungspapille;
Diagnostik: MRT des gesamten Spinalkanals (Abtropfmetastasen), im MRT in 79-80% Zystenbildung, postoperativ LP; Histo: Rosettenförmige Anordnung kleinster Tumorzellen (Homer-Wright-Rosetten);
Therapie: OP, ab 4. Lebensjahr zusätzlich Ganzachsenbestrahlung, evtl. Erhaltungschemo;
WHO-Grad IV; Prognose: 10-Jahres Überleben bei adäquater Therapie 40-60%, häufig ZNS-Metastasen, selten Fernmetastasen
Ependymom
benigner Tumor aus Ependymzellen der Hirnventrikel;
Kinder- junge Erwachsene;
Lokalisation zu 2/3 im 4. Ventrikel;
Klinik: Dauerkopfschmerz (Verschlusshydrozephalus);
Diagnostik: CT des gesamten Liquorraums, LP (Abtropfmetastasen), Histo: Echte ependymale Rosetten und perivaskuläre Pseudorosetten;
Therapie: Resektion, Radiatio;
WHO-Grad I-III
Kraniopharyngeom
Harmatom ausgehend von der Rathke-Tasche (Hypophyse);
Kinder/ Jugendliche;
Lokalisation: Intra- oder suprasellär, keine Metastasen;
Klinik: Kopfschmerzen, Gesichtsfeldausfälle (bitemporale Hemianopsie) Hypophyseninsuffizienz (Wachstumsverzögerung, Diabetes insipidus,..);
Diagnostik: Krümelige Verkalkung, Histo: feste Kapsel, mehrfach zystisch gekammert;
Therapie: Resektion, ggf. Hormonsubstitution;
WHO-Grad I; Prognose: häufig Rezidive