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Staatsexamen
Staatsexamen
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Flashcards
Myastenia Gravis
Autoantikörper gegen den postsynaptischen Acetylcholin-Rezeptor (ACh-R) oder rezeptorassoziierte Proteine der motorischen Endplatte; unnatürliche Ermüdbarkeit der Muskulatur; oft einhergehend mit Thymom: Sekundärfollikel und B-Lymphozyten sind in einigen Fällen nachweisbar; Serologie: Azetylcholinrezeptor-Antikörper (85% bei generalisierter MG udn 100% bei gleichzeitigem Thymom); Anti-spezifischer Muskelrezeptor Tyrosin-Kinase-Antikörper (MuSK) (positiv bei 40% der klassisch "seronegativen" MG); Anti-quergestreifte Muskel-Antikörper (positiv bei 30% der MG-Fälle, bei 80% der MG + Thymom-Fälle); Außerdem Anti-Titin oder Anti-Ryanodin-Antikörper; EMG: Bei repetitiver Stimulation eines peripheren Nervs zeigt sich eine Abnahme der Reizantwort der muskulären Aktionspotentialamplitude "Dekrement"; Therapie: Thymektomie, Primär immunsuppressiv nach Eskalationsschema bei generalisierter Myasthenie: Glukokortikoide & Azathioprin (=Basistherapie), Plasmapherese/Immunglobuline mit vorheriger i.v.-Gabe Acetylcholinesterase-Hemmer Pyridostigmin 1mg (Mestinon®) oder Neostigmin (0,25mg) bei Myasthener Krise; CAVE Cholinerge Krise (durch Pyridostigmin-Überdosierung): Atropin und Beatmung
Lambert-Eaton-Syndrom
Antikörper gegen präsynaptische, spannungsabhängige Kalzium-Kanäle; rumpfnahe und beinbetonte Muskelschwäche, Probleme beim Treppensteigen; Reflexe können abgeschwächt sein, bei Anstrengung nimmt Muskelkraft zu, vegetative Symptome: Mundtrockenheit, Obstipation, orthostatische Dysregulation; EMG: nach initialem Dekrement eine Zunahme der Aktionspotentialamplituden bei repetitiver Reizung (sog. Fazilitierung); in 2/3 der Fälle als paraneoplastisches Syndrom eines kleinzelligen Bronchialkarzinoms
Gowers-Zeichen
Aufrichtung des Patienten durch Abstützen am Körper (Muskeldystrophie)
Stiff-Man-Syndrom
Antikörper gegen Glutamat-Decarboxylase in 60-90% der Fälle oder gegen Amphiphysin (in paraneoplastischen Fällen); (Die Glutamat-Decarboxylase ist verantwortlich für die neuronale Synthese von GABA) Generalisierte Tonuserhöhung der Skelettmuskulatur, Triggerung durch äußere und innere Stimuli, plötzlich auftretende schmerzhafte Spasmen;
Meige Syndrom
segmentale Dystomie: Blepharospasmus in Kombination mit oromandibulärer Dystonie
Segawa-Krankheit
L-dopa-sensitive Dystonie: Mädchen im 1. Lebesjahrzehnt mit Gangstörungen, auch durch zunehmende Flexions- und Innenrotationsstellung der Füße, starke Symptomschwankungen im Tagesverlauf, Dystonie nimmt im Laufe des Lebens zu; gutes Ansprechen auf L-Dopa
Erb-Chacot-Krankheit
Spastische Spinalparalyse: nicht-entzündliche, neurodegenerative Erkrankung mit Untergang der Pyramidenbahn und des Gyrus praecentralis. Es kommt zu spastischen Paresen, Hohlfußbildung, Dysarthrie und kognitiven Störungen. Die Erkrankung wird meist autosomal dominant vererbt und kann nicht kurativ behandelt werden, weist aber in den meisten Fällen nur einen langsam progredienten Verlauf auf.
Definition Spastik
Eine Spastik zeigt sich in einem gesteigerten, geschwindigkeitsabhängigen Dehnungswiderstand der Skelettmuskulatur;
Hounsfield-Einheiten
Einteilung der Graustufen in der CT-Diagnostik; Luft besitzt definitionsgemäß −1000 Hounsfield-Einheiten (= schwarz), Wasser 0 Hounsfield-Einheiten, Knochen können je nach Beschaffenheit ca. 1000-1500 HE (= weiß) erreichen
Intravenöse Kontrastmittelgabe
jodhaltige Substanzen; Arterielle Phase: Ca. 20 Sekunden nach intravenöser Injektion erreicht das Kontrastmittel die großen arteriellen Gefäße und macht diese strahlenundurchlässiger. Venöse Phase: Ca. 70 Sekunden nach Injektion erreicht das Kontrastmittel die venösen Gefäße des Körperkreislaufs
Kernig-Zeichen
Die Prüfung des Kernig-Zeichens kann auf zwei Arten erfolgen. Bei Methode (A) erfolgt ein passives Anheben des gestreckten Beins im Hüftgelenk. Sobald Schmerzen auftreten, wird reflektorisch das Bein im Kniegelenk gebeugt. Alternativ (B) kann das Kernig-Zeichen geprüft werden, indem das Bein durch den Untersucher im Hüft- und Kniegelenk rechtwinklig gebeugt wird. Bei der anschließenden Streckung des Beins im Kniegelenk kommt es zur Wurzeldehnung bzw. meningealen Dehnung, was ggf. zu Schmerzen und einer Abwehrspannung gegen die Streckung führen kann.
Tumorstadien Nierenzellkarzinom
T1: Tumor begrenzt auf Niere, Tumorgröße <7cm (T1a: <4cm; T1b 4-7cm)
T2: Tumor begrenzt auf Niere, Tumorgröße > 7cm (T2a 7-10cm; T2b >10cm)
T3: Perirenale- oder Gefäßinfiltration, jedoch innerhalb Gerota-Faszie und ohne ipsilateralen Nebennierenbefall
T4: Infiltration über Gerosa-Faszie hinaus oder ipsilateraler Nebennierenbefall
Tumoren der ableitenden Harnwege