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Staatsexamen
Staatsexamen
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Lernkarten
Osteochondrom
(kartilaginäre Exostose) häufigster primär benigner Tumor: von Knorpelkappe bedeckter Tumor im Bereich der Metaphyse langer Röhrenknochen; Röntgen: Pilz- oder blumenkohlartige Vorwölbung
Osteoidosteom
Vorwiegend kortikaler kleiner Tumor (ca. 1cm) mit radiologisch zentraler Aufhellung (Nidus); Diaphyse langer Röhrenknochen (prox. Tibia) und Wirbelkörper; ASS-sensible Schmerzen,
Osteoblastom
wie Osteoidosteom, nur größer >1cm; Lokalisation meist Wirbelbögen
Osteoklastom
Riesenzelltumor vom Knochenmark ausgehend; Epiphyse langer Röhrenknochen, meist Kniegelenksnah; Röntgen: multizystische, osteolytische Läsion; Histo: mehrkernige Riesenzellen; En-bloc-Resektion, da mit steigendem Alter die Gefahr der malignen Entartung steigt.
Osteom
gutartiger rundlicher Knochentumor, meist Schädel, Nasennebenhählen, lange Röhrenknochen; keine Symptome, keine Therapie
Nicht-ossifizierendes Knochenfibrom
häufige, im Rahmen von Wachstumsstörungen entstehende tumorähnliche Raumforderung; Metaphysär, meist dstales Femur und distale Tibia; Röntgen: randständige Sklerose, lobulierte Binnenstruktur mit Aufhellung (Traubenkonfiguration); Erkrankung ist meist selbstlimitierend
Ossifizierendes Knochenfibrom
Fibröser Knochentumor, Unterkiefer (Erwachsene), Tibia bei Kindern <10Jahren (osteofibröse Dysplasie, Campanacci); Operative Entfernung
Juvenile Knochenzyste
Solitäre meist einkammerige Knochenzyste, Metaphyse langer Röhrenknochen (prox. Humerus, prox. Femur); Therapie: Ausräumung und Spongiosaauffüllung zur Verhinderung v. Spontanfrakturen; Alternativ Glucocorticoidinfiltration in die Zyste
Aneurysmatische Knochenzyste
Gutartige Zyste, die eher exzentrisch und in die Weichteile infiltrierend wächst, durch Bindegewebssepten getrennt und mit Blut gefüllt ist. V.a. lange Röhrenknochen und Wirbelsäule
Intraossäres Hämangiom
häufigster gutartiger Tumor der Wirbelsäule, speziell thorakal und lumbal; Röntgen: vertikel "gestreifte" Wirbelkörper, wabenartige, scharf begrenzte Läsion; meist keine Therapie notwendig
Röntgen Malignitätszeichen bei Knochentumoren
Osteolysen, unscharfe Begrenzung, Periostlamellierung, Spiculae (senkrecht zum Knochen wachsende Knochenstrahlen --> Sunburst-Phänomen), Codman-Dreieck (Periostsporn durch Abhebung des Periosts)
Osteosarkom
16-25 Jahre; erhöhte Inzidenz bei Retinoblastom; Lokalisation 60% kniegelenksnahe Metaphysen (dist. Femur, prox. Tibia); Histopatho: irreguläre netzartige Bildung von primitivem Faserknochen durch atypische polymorphe mesenchymale Zellen (Maschendrahtosteoid); Subtyp "Paraossales Osteosarkom": vom Periost ausgehender, ins Weichteilgewebe wachsender Tumor mit gestielter Verbindung zur Knochenoberfläche; Therapie: neoadjuvante Chemo und radikale Resektion. Das Osteosarkom ist strahlenresistent!
Ewing-Sarkom
5-15 Jahre, hochmaligner Tumor von undiferenzierten Mesenchymzellen des Knochenmarks ausgehend; Lokalisation: Diaphyse langer Röhrenknochen (v.a. Femur & Tibia); Röntgen: Zwiebelschalenartiges Abheben des Periosts; Therapie: neoadjuvante Chemo & radikale Resektion; Radiatio bei Inoperabilität oder mangelndem Ansprechen der Chemo
Chondrosarkom
Knorpelbildender Tumor; Erwachsenenalter; langsam infiltrierendes Wachstum; Lokalisation: Becken und prox. Femur, selten Rippen und prox. Humerus; Röntgen: Verkalkungen, Osteolysen (Mottenfraß), Durchbrechung der Kompakta mit Weichteilinfiltration; bogenförmige KM-Anreicherung im MRT; Histopatho: zelldichtes, atypisches, nodulär aufgebautes Knorpelgewebe mit Einschluss nekrotischer Knochenbälkchen; Therapie: nur radikale Resektion (strahlen- und chemotherapie nicht sicher wirksam)
Spondylolyse
Spalt in der Interartikularportion eines Wirbelbogens; Röntgen: Hündchenfigur
Spondylolisthesis
Wirbelkörper gleitet nach vorne (durch Spondylolyse); Hüftlendenstrecksteife
Spondyloptose
Komplikation einer Spondylolisthesis mit vollständigem Abkippen eines Wirbelkörpers
Pseudospondylolisthesis
Ventralverschiebung von Wirbelkörpern ohne Spaltbildungen in den Interartikularportionen, also ohne Spondylolyse, Ursächlich ist eine Bandscheibendestruktion und eine Lockerung der Zwischenwirbelgelenke
Sprungschanzenphänomen
Tastbare Stufe beim aufrecht stehenden Patienten im Bereich der lumbalen Dornfortsatzreihe bei zunehmender Spondylolisthesis. Sichtbar ist eine Zunahme der Lendenwirbellordose mit einer Verschiebung des Rumpfes nach ventral
Facettensyndrom
Reizung der kleinen Wirbelgelenke meist als Folge einer Arthrose (Spondylarthrose); Therapie: Vorübergehend Mieder, Schmerztherapie, intra- oder periartikuläre Applikation von Lokalanästhetikum + Glucocorticoid, TENS, Physio
Konus-Syndrom
Schädigung des Conus medullaris S3-S3 (LWK1); Reithosenanästhesie, Denervierte Blase, Stuhlentleerungsstörungen, Impotenz, Fehlender Analreflex
Reithosenanästhesie
Sensibilitätsausfall in den Dermatomen S3-S5. Betrifft die Region um den Anus, die Genitalien und die Innenseite der Oberschenkel und erinnert damit an den Besatz einer Reithose
Kauda-Syndrom
Schädigung der Cauda equina mit Fasern von L3-S5 (unterhalb LWK 2) meist durch große posteriormediale Bandscheibenvorfälle; schlaffe Parese der Beine, Versust des Achillessehnenreflexes, Reithosenanästhesie, Blasen- & Mastdarmentleerungsstörungen; Zusätzlich alle Symptome des Konus-Syndroms möglich --> Konus-Kauda-Syndrom
Bragard-Zeichen
wie Lasegue, nur wird das Bein dann wieder kurz unter Schmerzpunkt gesenkt, gehalten und eine schnelle Dorsalflexion des Fußes ausgeführt. Einschießender Schmerz mit Ausbreitung im geschädigten Areal der betroffenen Nervenwurzel --> Wurzelreizung der spinalen Nervenwurzeln L4-S1, Ischiadicus-Zeichen oder meningeale Reizung
Spondylosis deformans
Sammelbegriff für degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
Spondylophyten
Vermehrte Randzackenbildung an den Wirbelkörpern
C3/C4-Syndrom
Kennmuskel: Teile des Zwerchfells; Dermatom: Schulter-Halsbereich;
C5-Syndrom
Kennmuskel: M. deltoideus, M. biceps brachii; Dermatom: Seitliche Schulter; Reflex: Bizepssehnenreflex (BSR)
C6-Syndrom
Kennmuskel: M. biceps brachii, M. brachioradialis (Armbeugung geschwächt); Dermatom: oberhalb lateraler Ellenbogen, radialer Unterarm zum Daumen und radiale Seite des Zeigefingers; Reflex: BSR und Radiusperiostreflex
C7-Syndrom
Kennmuskel: M. triceps brachii, M. pronator teres, Thenarmuskulatur; Dermatom: Palmar --> Finger II-IV (II ulnare Hälfte, III ganz, IV radiale Hälfte), Dorsal --> Mittlerer Unterarm bis Finger II-IV (wie palmar); Reflex: Trizepssehnenreflex (TSR)
C8-Syndrom
Kennmuskel: Kleine Handmuskeln; Dermatom: Dorsaler Unterarm bis Dorsal- und Palmarfläche der Finger IV (ulnare Hälfte) und V; Reflex: Trömner, TSR
L4-Syndrom
Kennmuskel: M. quadriceps femoris (Kniestreckung geschwächt); Dermatom: distale Oberschenkelaußenseite über Patella bis Unterschenkelinnenseite; Reflex: Patellarsehnenreflex (PSR)
L5-Syndrom
Kennmuskel: M. extensor hallucis longus, M. extensor digitorum brevis (Hackengang, Fuß- & Großzehenhebung geschwächt); Dermatom: Dorsolateraler Oberschenkel, Außenseite Knie, ventraler Unterschenkel, Fußrücken, Großzehe; Reflex: Tibialis posterior Reflex (TPR)
S1-Syndrom
Kennmuskel: Mm. peronei, M. triceps surae (Fußsenkung & Zehengang geschwächt); Dermatom: Rückseite Ober- & Unterschenkel bis zum lateralen Fußrand, 3.-5. Zehe; Reflex: Achillessehnenreflex (ASR)
Cobb-Winkel
Röntgen bei Skoliose, Messung der seitlichen Krümmung in a.p.-Aufnahme, je nach Cobb-Winkel Therapieoptionen: Cobb-Winkel <20°: Krankengymnastik; Cobb-Winkel 20-50°: Krankengymnastik & Korsett, Cobb-Winkel >50° oder schnell progrediente Skoliose: OP
idiopathische Skoliose, Klinik, Diagnostik
Klinik: Vorbeugetest: Thorakale Rotation (Rippenbuckel), Lumbale Rotation (Lendenwulst), Asymmetrie; Rippenbuckel und Lendenwulst liegen immer auf der konvexen Seite der Deformität; Diagnostik: Röntgen, Messung der seitlichen Krümmung nach Cobb, Schätzung der Rotation nach Nash & Moe; Beurteilung der Skelettreife anhand der lateralen Ossifikation der Darmbeinkammapophyse nach Risser; Bending-Aufnahmen der Wirbelsäule zur Beurteilung der Flexibilität der Krümmungen
Morbus Ledderhose
Analog zur Dupuytren-Kontraktur der Hand eineKontraktur am Fuß mit Knoten- & Strangbildung der Plantaraponeurose
Induratio penis plastica
Vernarbung der Tunica albuginea mit Ausbildung von fibrotischen Plaques --> Schmerzhafte Penisverkrümmung meist nach dorsal bei Erektion
Häufigste Luxation des Menschen?
Vordere Schulterluxation: 50% aller Luxationan sind Schultergelenkluxationen, 80% der Schulterluxationen sind ventrale Schulterluxationen: Luxatio anterior/subcorasoidea
Hill-Sachs-Läsion
Dorso-laterale Impressionsläsion am Humeruskopf bei vorderer Schulterluxation, tastbar als Hill-Sachs-Delle; MRT-Diagnostik indiziert zum Ausschluss einer Verletzung von Knorpel- oder Kapselgewebe; erhöhtes Rezidivrisiko zu Luxationen