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Staatsexamen

Staatsexamen

Katja Dannenberg
Lernen

Katja Dannenberg
Diese Lernkarten decken medizinische Themen auf Universitätsniveau ab, mit einem Fokus auf Syndrome, Frakturen, Therapien und anatomische Strukturen wie das Bein und den Arm. Sie enthalten detaillierte Informationen zu neurologischen Erkrankungen, Tumoren, Nervenläsionen und diagnostischen Verfahren wie dem Tensilon-Test. Medizinstudierende und Ärzte profitieren von diesem umfassenden Überblick, um ihr Verständnis von Krankheitsbildern und Behandlungsmethoden zu vertiefen.
Karten
410
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.08.2014 / 19.03.2021

Lernkarten

Osteochondrom

(kartilaginäre Exostose) häufigster primär benigner Tumor: von Knorpelkappe bedeckter Tumor im Bereich der Metaphyse langer Röhrenknochen; Röntgen: Pilz- oder blumenkohlartige Vorwölbung

Osteoidosteom

Vorwiegend kortikaler kleiner Tumor (ca. 1cm) mit radiologisch zentraler Aufhellung (Nidus); Diaphyse langer Röhrenknochen (prox. Tibia) und Wirbelkörper; ASS-sensible Schmerzen,

Osteoblastom

wie Osteoidosteom, nur größer >1cm; Lokalisation meist Wirbelbögen

Osteoklastom

Riesenzelltumor vom Knochenmark ausgehend; Epiphyse langer Röhrenknochen, meist Kniegelenksnah; Röntgen: multizystische, osteolytische Läsion; Histo: mehrkernige Riesenzellen; En-bloc-Resektion, da mit steigendem Alter die Gefahr der malignen Entartung steigt.

Osteom

gutartiger rundlicher Knochentumor, meist Schädel, Nasennebenhählen, lange Röhrenknochen; keine Symptome, keine Therapie

Nicht-ossifizierendes Knochenfibrom

häufige, im Rahmen von Wachstumsstörungen entstehende tumorähnliche Raumforderung; Metaphysär, meist dstales Femur und distale Tibia; Röntgen: randständige Sklerose, lobulierte Binnenstruktur mit Aufhellung (Traubenkonfiguration); Erkrankung ist meist selbstlimitierend

Ossifizierendes Knochenfibrom

Fibröser Knochentumor, Unterkiefer (Erwachsene), Tibia bei Kindern <10Jahren (osteofibröse Dysplasie, Campanacci); Operative Entfernung

Juvenile Knochenzyste

Solitäre meist einkammerige Knochenzyste, Metaphyse langer Röhrenknochen (prox. Humerus, prox. Femur); Therapie: Ausräumung und Spongiosaauffüllung zur Verhinderung v. Spontanfrakturen; Alternativ Glucocorticoidinfiltration in die Zyste

Aneurysmatische Knochenzyste

Gutartige Zyste, die eher exzentrisch und in die Weichteile infiltrierend wächst, durch Bindegewebssepten getrennt und mit Blut gefüllt ist. V.a. lange Röhrenknochen und Wirbelsäule

Intraossäres Hämangiom

häufigster gutartiger Tumor der Wirbelsäule, speziell thorakal und lumbal; Röntgen: vertikel "gestreifte" Wirbelkörper, wabenartige, scharf begrenzte Läsion; meist keine Therapie notwendig

Röntgen Malignitätszeichen bei Knochentumoren

Osteolysen, unscharfe Begrenzung, Periostlamellierung, Spiculae (senkrecht zum Knochen wachsende Knochenstrahlen --> Sunburst-Phänomen), Codman-Dreieck (Periostsporn durch Abhebung des Periosts)

Osteosarkom

16-25 Jahre; erhöhte Inzidenz bei Retinoblastom; Lokalisation 60% kniegelenksnahe Metaphysen (dist. Femur, prox. Tibia); Histopatho: irreguläre netzartige Bildung von primitivem Faserknochen durch atypische polymorphe mesenchymale Zellen (Maschendrahtosteoid); Subtyp "Paraossales Osteosarkom": vom Periost ausgehender, ins Weichteilgewebe wachsender Tumor mit gestielter Verbindung zur Knochenoberfläche; Therapie: neoadjuvante Chemo und radikale Resektion. Das Osteosarkom ist strahlenresistent!

Ewing-Sarkom

5-15 Jahre, hochmaligner Tumor von undiferenzierten Mesenchymzellen des Knochenmarks ausgehend; Lokalisation: Diaphyse langer Röhrenknochen (v.a. Femur & Tibia); Röntgen: Zwiebelschalenartiges Abheben des Periosts; Therapie: neoadjuvante Chemo & radikale Resektion; Radiatio bei Inoperabilität oder mangelndem Ansprechen der Chemo

Chondrosarkom

Knorpelbildender Tumor; Erwachsenenalter; langsam infiltrierendes Wachstum; Lokalisation: Becken und prox. Femur, selten Rippen und prox. Humerus; Röntgen: Verkalkungen, Osteolysen (Mottenfraß), Durchbrechung der Kompakta mit Weichteilinfiltration; bogenförmige KM-Anreicherung im MRT; Histopatho: zelldichtes, atypisches, nodulär aufgebautes Knorpelgewebe mit Einschluss nekrotischer Knochenbälkchen; Therapie: nur radikale Resektion (strahlen- und chemotherapie nicht sicher wirksam)

Spondylolyse

Spalt in der Interartikularportion eines Wirbelbogens; Röntgen: Hündchenfigur

Spondylolisthesis

Wirbelkörper gleitet nach vorne (durch Spondylolyse); Hüftlendenstrecksteife

Spondyloptose

Komplikation einer Spondylolisthesis mit vollständigem Abkippen eines Wirbelkörpers

Pseudospondylolisthesis

Ventralverschiebung von Wirbelkörpern ohne Spaltbildungen in den Interartikularportionen, also ohne Spondylolyse, Ursächlich ist eine Bandscheibendestruktion und eine Lockerung der Zwischenwirbelgelenke

Sprungschanzenphänomen

Tastbare Stufe beim aufrecht stehenden Patienten im Bereich der lumbalen Dornfortsatzreihe bei zunehmender Spondylolisthesis. Sichtbar ist eine Zunahme der Lendenwirbellordose mit einer Verschiebung des Rumpfes nach ventral

Facettensyndrom

Reizung der kleinen Wirbelgelenke meist als Folge einer Arthrose (Spondylarthrose); Therapie: Vorübergehend Mieder, Schmerztherapie, intra- oder periartikuläre Applikation von Lokalanästhetikum + Glucocorticoid, TENS, Physio

Konus-Syndrom

Schädigung des Conus medullaris S3-S3 (LWK1); Reithosenanästhesie, Denervierte Blase, Stuhlentleerungsstörungen, Impotenz, Fehlender Analreflex

Reithosenanästhesie

Sensibilitätsausfall in den Dermatomen S3-S5. Betrifft die Region um den Anus, die Genitalien und die Innenseite der Oberschenkel und erinnert damit an den Besatz einer Reithose

Kauda-Syndrom

Schädigung der Cauda equina mit Fasern von L3-S5 (unterhalb LWK 2) meist durch große posteriormediale Bandscheibenvorfälle; schlaffe Parese der Beine, Versust des Achillessehnenreflexes, Reithosenanästhesie, Blasen- & Mastdarmentleerungsstörungen; Zusätzlich alle Symptome des Konus-Syndroms möglich --> Konus-Kauda-Syndrom

Bragard-Zeichen

wie Lasegue, nur wird das Bein dann wieder kurz unter Schmerzpunkt gesenkt, gehalten und eine schnelle Dorsalflexion des Fußes ausgeführt. Einschießender Schmerz mit Ausbreitung im geschädigten Areal der betroffenen Nervenwurzel --> Wurzelreizung der spinalen Nervenwurzeln L4-S1, Ischiadicus-Zeichen oder meningeale Reizung

Spondylosis deformans

Sammelbegriff für degenerative Veränderungen der Wirbelsäule

Spondylophyten

Vermehrte Randzackenbildung an den Wirbelkörpern

C3/C4-Syndrom

Kennmuskel: Teile des Zwerchfells; Dermatom: Schulter-Halsbereich;

C5-Syndrom

Kennmuskel: M. deltoideus, M. biceps brachii; Dermatom: Seitliche Schulter; Reflex: Bizepssehnenreflex (BSR)

C6-Syndrom

Kennmuskel: M. biceps brachii, M. brachioradialis (Armbeugung geschwächt); Dermatom: oberhalb lateraler Ellenbogen, radialer Unterarm zum Daumen und radiale Seite des Zeigefingers; Reflex: BSR und Radiusperiostreflex

C7-Syndrom

Kennmuskel: M. triceps brachii, M. pronator teres, Thenarmuskulatur; Dermatom: Palmar --> Finger II-IV (II ulnare Hälfte, III ganz, IV radiale Hälfte), Dorsal --> Mittlerer Unterarm bis Finger II-IV (wie palmar); Reflex: Trizepssehnenreflex (TSR)

C8-Syndrom

Kennmuskel: Kleine Handmuskeln; Dermatom: Dorsaler Unterarm bis Dorsal- und Palmarfläche der Finger IV (ulnare Hälfte) und V; Reflex: Trömner, TSR

L4-Syndrom

Kennmuskel: M. quadriceps femoris (Kniestreckung geschwächt); Dermatom: distale Oberschenkelaußenseite über Patella bis Unterschenkelinnenseite; Reflex: Patellarsehnenreflex (PSR)

L5-Syndrom

Kennmuskel: M. extensor hallucis longus, M. extensor digitorum brevis (Hackengang, Fuß- & Großzehenhebung geschwächt); Dermatom: Dorsolateraler Oberschenkel, Außenseite Knie, ventraler Unterschenkel, Fußrücken, Großzehe; Reflex: Tibialis posterior Reflex (TPR)

S1-Syndrom

Kennmuskel: Mm. peronei, M. triceps surae (Fußsenkung & Zehengang geschwächt); Dermatom: Rückseite Ober- & Unterschenkel bis zum lateralen Fußrand, 3.-5. Zehe; Reflex: Achillessehnenreflex (ASR)

Cobb-Winkel

Röntgen bei Skoliose, Messung der seitlichen Krümmung in a.p.-Aufnahme, je nach Cobb-Winkel Therapieoptionen: Cobb-Winkel <20°: Krankengymnastik; Cobb-Winkel 20-50°: Krankengymnastik & Korsett, Cobb-Winkel >50° oder schnell progrediente Skoliose: OP

idiopathische Skoliose, Klinik, Diagnostik

Klinik: Vorbeugetest: Thorakale Rotation (Rippenbuckel), Lumbale Rotation (Lendenwulst), Asymmetrie; Rippenbuckel und Lendenwulst liegen immer auf der konvexen Seite der Deformität; Diagnostik: Röntgen, Messung der seitlichen Krümmung nach Cobb, Schätzung der Rotation nach Nash & Moe; Beurteilung der Skelettreife anhand der lateralen Ossifikation der Darmbeinkammapophyse nach Risser; Bending-Aufnahmen der Wirbelsäule zur Beurteilung der Flexibilität der Krümmungen

Morbus Ledderhose

Analog zur Dupuytren-Kontraktur der Hand eineKontraktur am Fuß mit Knoten- & Strangbildung der Plantaraponeurose

Induratio penis plastica

Vernarbung der Tunica albuginea mit Ausbildung von fibrotischen Plaques --> Schmerzhafte Penisverkrümmung meist nach dorsal bei Erektion

Häufigste Luxation des Menschen?

Vordere Schulterluxation: 50% aller Luxationan sind Schultergelenkluxationen, 80% der Schulterluxationen sind ventrale Schulterluxationen: Luxatio anterior/subcorasoidea

Hill-Sachs-Läsion

Dorso-laterale Impressionsläsion am Humeruskopf bei vorderer Schulterluxation, tastbar als Hill-Sachs-Delle; MRT-Diagnostik indiziert zum Ausschluss einer Verletzung von Knorpel- oder Kapselgewebe; erhöhtes Rezidivrisiko zu Luxationen

Étudier