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Flashcards
Fünf Perspektiven der Qualität nach Garvin (min. 3)
-Transzendente Sichtweise - Qualität ist eine subjektive Erfahrung hinsichtlich einzigartiger Eigenschaften Q kann weder gemessen noch konkretisiert werden (vgl. Schönheit)
-Produktbezogene Sichtweise - Erfüllung festgelegten Anforderungen
-Kundenbezogene Sichtweise - Leistungen entsprechend der Kundenerwartung
-Wertbezogene Sichtweise - Optimal ausbalanciertes Kosten/ Nutzen Verhältnis
-Fertigungsbezogene Sichtweise - Minimale Streuungen im Fertigungsprozess und dadurch Erfüllung von Zeichnungsangaben, Vereinbarungen und Normen
Def. Qualitätwissenschaft
Sammeln von Erfahrungen, Systematisieren von Erkenntnissen sowie das Suchen von Gesetzmäßigkeiten und methodischen Vorgehensweisen sowie das Definieren von einheitlichen Begriffen auf dem Gebiet der Qualität (Quelle: Gesellschaft für Qualitätwissenschaft)
Qualität zwischen Wissenschaft und Kunst
-Wissenschaft - Nachprüfbare Untersuchung von Tatbeständen und systematische Beschreibung. (Theorie, Empirie und Kommunikation)
-Kunst - Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung oder Intuition und gegründet und auf die
Schaffung eines Werks gerichtet ist.
Phasen der Qualitätsentwicklung
-Qualitätskontrolle ca. 1880-1980
-Qualitätssicherung ca. 1920-2007
-Qualitätsmanagement ca. 1950-Zukunft
-Organisationsentwicklung ca. 1980-Zukunft
(Reifegrad nimmt nach unten hin zu)
Def. Qualitätssicherung
Sicherstellen, dass Produkte und Dienstleistungen entsprechend den Anforderungen erstellt werden.
-Qualitätsplanung, -lenkung, -verbesserung
Def. Qualitätsmanagement
Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zur Leitung und Entwicklung einer Organisation in Hinblick auf die Erfüllung der Qualitätsanforderungen.
-Qualitätspolitik
-Managementbewertung
-Organisationsentwicklung
Aufbau Qualitätsplanung
Ablaufplanung -> Risikomanagement -> Prüfplanung
Ablaufplanung Diagramme
Block-, Prozessdiagramm, Tabellenablaufplan, Sonderformen
Nutzen Ablaufdiagramm
-Verbesserte Kommunikation
-Vorbereitung des Risikomanagements
-Vorbereitung der Prüfplanung
-Unterstützung der ständigen Verbesserung
Tabellenablaufplan
-für Produktionsprozesse geeignet
-Ausgewogenes Verhältnis von Bearbeitung und Lagerung /Transport
-Geeignet für Prozessanalysen, da leicht weitere Daten in die Tabelle eingetragen werden können.
Def. Risikomanagement (RM)
-Ein Risiko ist die Möglichkeit des Eintretens eines Ereignisses mit negativen Auswirkungen.
-Ein Risiko wird um so höher bewertet, je größer die Eintretenswahrscheinlichkeit und je bedeutender die Auswikungen sind.
-RM ist eine Führungsaufgabe, bei der Risiken identifiziert, analysiert und bewertet werden.
-RM umfasst:
- Kriterien, nach denen die Risiken eingestuft und bewertet werden,
- Methoden der Risikoermittlung, der Verantwortlichkeiten,
- vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung von negativen Auswirkungen.
- Verantwortlichkeiten für das RM.
Vorgehensweise bei einer Risikoanalyse
deduktive Methode:
- Ermitteln der Wahrscheinlichkeit des Eintretens möglicher Ereignisse (Bsp.: FBA)
induktive Methode:
- Ermitteln möglicher Fehlfunktionen eines Produktes oder eines Prozesses (Bsp.: FMEA)
Ziele der FMEA (min. 4)
-Steigerung der Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit von Produkten und Prozessen.
-Reduzierung von Garantiekosten
-Entlastung im Produkthaftungsfall
-kürzere Entwicklungszeit
-wirtschaftliche Fertigung ung Montage
-Zielgerichtete Kommunikation
-Aufbau einer Wissensbasis
Arten der FMEA
Produkt-FMEA:
- Untersucht das Design von Systemen, Baugruppen und Bauteile hinsichtlich des Risikos aufgrund der Nicht-Erfüllung der Produktfunktionen
Prozess-FMEA:
- Untersucht Fertigungs- und Montageprozesse hinsichtlich des Risikos der Nicht-Einhaltung der Spezifikationen
Voraussetzungen der FMEA
-Unterstützung durch die Leitung
-Einbeziehen von Experten aus verschiedenen Funktionen
-Fähigkeit in Teams zu arbeiten
-offene Kommunikation
fünf Schritte zur Erstellung der FMEA
-Strukturanalyse
-Funktionsanalyse
-Fehleranalyse
-Analyse der Vermeidung- und Entdeckungsmaßnahmen
-Systemverbesserung
Merkmale einer FMEA (A, B, E)
Auftreten:
- Bewertet wird ein Fehler mit je einer zugehörigen Ursache. (Auftretenshäufigkeit der Fehlerursache entscheidend!)
Bedeutung:
- Bewertung aller möglichen Auswirkungen eines Fehlers von Lieferung, über Produktion bis Kunde
Entdeckung:
- Bewertung der Entdeckungswahrscheinlichkeit des Fehlers oder seiner Ursache
Def. Lenkungsstrategie
Summe aller Maßnahmen, die notwendig sind, um einen Prozess bezüglich der Produkt- und Prozessmerkmale innerhalb der Eingriffsgrenzen zu halten
Lenkungsmethoden
-Visuelle Inspektion
-100% Prüfung
-Automatisierte Prüfung
-statistische Prozesslenkung
-Laborfreigabe
Reaktionsplan
-Einstellen der Prozessparameter
-Aussondern verdächtiger Produkte
-Werkzeugwechsel
-Säubern der Anlage
-Informations des Meisters/Vorarbeiters
Def.: Wahrscheinlichkeitsverteilung
beschreibt, mit welchen Wahrscheinlichkeiten die Zufallsvariable ihre möglichen Werte annimmt
Normalverteilung
-wichtigste stetige Wahrscheinlichkeitsverteilung (Glockenkurve)
-Entsteht durch Überlagerung einer großen Zahl von unabhängigen Einflüssen
Standardabweichung
Maß für die Streuung der Werte einer Zufallsvariable um ihren Erwartungswert
Mittelwert
Wert eines Mermals, der die allgemeine Lage der betrachteten Verteilung charakterisiert.
zufällige Streuungsursache
-beeinflusst die Streuungsbreite
-eine dem Prozess dauerhaft innewohnende Quelle einer Prozesssteuerung
-ist eine Prozess zufälligen Streuungsursachen ausgesetzt, ist die Streuung innerhalb statistisch festgelegter Grenzen vorhersagbar
spezielle Streuungsursache
-beeinflusst den Mittelwert
-entsteht aufgrund spezifischer Umstände, die nicht ständig vorhanden sind
-Größe der Streuung in einem Prozess mit speziellen Streuungsursachen ist zeitabhängig nicht vorhersagbar
Aufbau Qualitätslenkung
-Messsystemstudien
-Prozessstudien
-Prozesslenkung
Vorraussetzung für statistische Prozesslenkung
-Produkt- und Prozessmerkmal müssen messbar sein.
-Der Prozess ist beherrscht. (Verteilungsparameter der Prozessmerkmale ändern sich praktisch nicht oder nur in
bekannter Weise oder in bekannten Grenzen)
-Der Prozess ist fähig. (Prozessstreuung der Merkmale ist klein im Vergleich zur Toleranz)
typische Verteilungsformen beherrschter Prozesse
-Normalverteilung
-schiefe Verteilung (logarithmisch normalverteilt)
-nicht stationäre Verteilung (Trendprozess, nicht stationäre Mittelwerte)
verschiedene Fähigkeitsindikatoren
- Die Formel ist für alle Indikatoren gleich. Die Art der Stichprobenauswahl und die Berechnung der Streuung unterscheiden sich.
- Cm und Pp Die Prozessstreuung wird auf der Basis aller einzelnen Prüfergebnisse berechnet.
- Cp für stabile Prozesse (keine Mittelwertänderung) Die Prozessstreuung wird auf der Basis der Streuungen der Stichproben berechnet.
- Index K bedeutet kritisch; „K“ – Indikatoren berücksichtigen die Lage des Mittelwerts.
Prozesslenkung
-erfüllt der Prozess die Voraussetzungen der statistischen Prozesslenkung, so kann er mit Hilfe einer Regelkarte gelenkt werden
-dem Prozess werden regelmäßig Prüfmuster entnommen und geprüft
-Verteilungsparameter, die sich aus Prüfergebnissen ergeben, werden in die Regelkarte eingetragen
-Überschreiten die Werte bestimmte Eingriffsgrenzen oder ergeben signifikante Muster, muss eingegriffen werden
-die in Prozessstudie ermittelte Verteilungsform ist nun nicht mehr gegeben
-Prozess wird korrigiert, noch vor der Produktion von Ausschuss
Genauigkeit
gliedert sich in:
- Richtigkeit
- systematische Abweichung vom wahren Wert (Bias)
- Abweichung im zeitlichen Verlauf (Stabilität)
- Abweichungen aufgrund verschiedener Einstellungen innerhalb des Arbeitsbereichs des Messmittels (Linearität)
- Präzision
- Vergleichpräzision
- Wiederholpräzision
Aufbau Qualitätsverbesserung
-Korrekturmaßahmen
-Vorbeugemaßnahmen
-Verbesserungsmaßnahmen
Problemlösungsprozess
Probleme beschreiben > Ursachen analysieren > Analyseergebnisse bestätigen > Korrekturmaßnahmen einführen >Wirksamkeit überprüfen > Erkenntnisse verallgemeinern
Korrekturmaßnahmen
-Maßnahmen zur Korrektur von Abweichungen
-Ein einmal festgelegter und eingeführter Standard wird wieder hergestellt
ständige Verbesserung
-bezeichnet die Steigerung von Wirksamkeit (Kundenzufriedenheit, Qualität, Termintreue) und Effizienz (Ressourcenverbrauch, Ausbeute, Durchlaufzeit) eines Prozesses
Def. Qualitätsverbesserung
-jede Abweichung vom Zielwert bedeutet einen Verlust
-Verlust entsteht nicht erst ab der Toleranzgrenze
Ausprägungen einer Qualitätsverbesserung
-Minimieren des Merkmals (je weniger desto besser)
-Maximieren DES Merkmals (je mehr desto besser)
-erreichen eines Sollwertes =Verringern der Streuung
Ablauf einer Prozessverbesserung
Deming Zyklus
-Plan: Plane eine kleine Veränderung oder ein Experiment
-Do: Führe Veränderung oder Experiment durch
-Check/Study: Überprüfe Ergebnisse, Anpassungen nötig?
-Act: Setze Veränderungen in großem Maßstab um
Werkzeuge der ständigen Verbesserung
-Entscheidungsfindung und Arbeiten in Gruppen
-Ideenfindung
-Visualisierung und Datenaufbereitung
-Problemlösung