Sportpädagogik VL 13
Kinder und Jugendliche im Hochleistungssport: Eine Sportpädagogische Kritik
Kinder und Jugendliche im Hochleistungssport: Eine Sportpädagogische Kritik
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Cartes-fiches
Wirksamkeit des Programms
Weisen die Talente eine positive sportliche Leistungsentwicklung auf?
Viele Talente aus Sek-I schaffen Sprung in die Nationalkader Konnten die Talente ihre schulischen Leistungen aufrechterhalten?
Schulische Leistungen (objektives Kriterium: Schulnoten) können in der Mehrzahl der Fälle gehalten werden
Keine Unterschiede in der allg. schulischen Leistungsfähigkeit (subj. Kriterium) zwischen Vergleichsgruppe und Talenten
Konnten die Talente die Belastung durch den Sport bewältigen?
Psychische Befindlichkeit in den untersuchten Lebensbereichen (Schule, Training, Familie, Freizeit) gleichbleibend positiv
Auch bei Talenten mit einem sehr hohen Trainingsumfang (> 20h/Woche) positive Werte
Abbrecher zeigen einige Auffälligkeiten in bestimmten Lebensbereichen
Trainerrolle
• Schutz der körperlichen Unversehrtheit der jungen Sportler
• Unterstützung der (Sport-) Entwicklung der Heranwachsenden
• Spannungsfeld zwischen Pädagoge und Trainer
Umgang mit Druck der Eltern
• Druck auf Athletinnen (zu)häufig spürbar!
-> ausserordentlicher Elternabend, Einmischung ins Trainerwesen,...
• Wettbewerb unter Eltern
• „Meine Mutter bezahlt dich, also trainiere mich!“
Koordination Schule-Hochleistungssport
Ab gewisser Leistungsstufe => Sportschule
Schriftliche Verpflichtung des Athleten zu trainieren
— Eigene Überzeugung und Wille des Athleten
Sehr tiefe Drop-out Rate in dieser Leistungsstufe
Fazit
• Eltern wie Trainer sollten Bedingungen schaffen, die für das Kind anregend und vielfältig sind
• Dies bedingt die Koordination zwischen sozialer, schulischer und familiärer Umgebung
Erzieherische Herausforderungen für Trainer und Eltern
1.Unterstützung
2.Balance Schule – Hochleistungssport
3.Persönliche Motivation
4.Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kindes
5.Interessenkonflikt: Leistungssport – Freizeit
Pädagogische Folgerungen
> das Interesse an der sportlichen Höchstleistung muss dem Interesse an der Gesamtentwicklung des Kindes untergeordnet bleiben
> es soll genügend Freiraum für die Entwicklung anderer Interessen vorhanden sein (z.B. soziale Beziehungen)
> Kinder müssen vor ehrgeizigen Eltern, Trainern, Funktionären und dem Druck öffentlicher Erwartungen bewahrt werden
> das Kind soll im Hochleistungssport zu selbstständigem Handeln hingeführt werden
Was heisst „kindgemässer“(Hochleistungs-) Sport?
• Kindheit und pädagogischer Schonraum
-> Fürsorge
-> Unbelastet mit Potential: für eine bessere Welt
• Fazit: Kindzentrierung
Konsequenzen: Kindgemässer Hochleistungssport
> späte Spezialisierung
> Freiräume gewährleisten (soziale Kontakte)
> humaner Sport (Regeln differenzieren, Doping, Gesundheitsrisiken minimieren)
> entwicklungsgemäss soll der Sport sein
Konsequenzen: Kindgemässer Hochleistungssport
Kinder und Jugendliche werden von Erwachsenen angeleitet und begleitet...
> Menschenbild - Erziehungsziele
> Lebenslauforientierung
> Drop-out als Variante des Hochleistungssports...
> Commitments: Verträge mit Jugendlichen wichtig