Spezielle Zoologie
fragen zur Vorlesung
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Nenne Merkmale der "Protista"
Synptomorphien:
- Organismus aus einer Zelle unterschiedlicher Größe (3µm - µ32m)
- Zellkompartimentierung durch Organellen : ER, Kern, Golgi
- Zellskelettelemente: Tubuline, Actine, Mikrotubuli, Aktinfilamente
- Bewegungsorganellen Pseudopodien, Flagnellen, Cilien
Nicht für alle Protisten, aber häufig:
- Organellen der Ernergiegewinnung (Endosymbionten-Hypothese)
- Transportsyteme durch Endo-, Exocytose mit Vakuolen, Zellmund, Zellafter, Osmoregulation durch kontraktile Vakuole
- Fortpflanzung via Kern- & Zellteilung
- asexuell ("Agamogamie"), dominante Form der F.
- seyuell (Gameto-, Auto-, Gamontogonie)
- Generationswechsel
Organelle =
membrangebundenes Zellkopmpartiment
Glycocalyx =
makromolekularer Belag der Plasmamembran aus Zuckermolekühlen & Proteinen, oft mit Faserstrucktur
Cytoskelett =
- Zellskelett
- ist ein Netzwerk von Proteinfasern in allen eukaryotischen Zellen
- bedingt die Zellform
- hält die Organellen in ihrer Posotion in der Zelle
- sorgt für Material- & Vesikeltransport in der Zelle
Mikrofilamente =
- Aktin/Myosin: G-F Aktion, Myosin- Formen
- Aktin assoziirte Proteine
- Funktion:
- Kontraktion quergestreifter Muskel
- Kontraktion glatter Muskel
- Nicht- Muskel Aktin: Mikrovilli, Lamellipodia, Flopodia, Migration
- Zell-Zell & Zell-Matrix Kontakte
Micotubuli =
- Tubulin/ Motorproteine (Kinesin, Dynein)
- Tubulin assoziirete Proteine
- Funktion:
- Versikel & Organellentransport, Axonaler Transport
- Spindelapparat
Intermediärfilamente =
- Zytokeratine
- Neurofilamente
- Vimentin, Desmin
- Lamine (Kern)
- Funktion:
- Mechanische Stabilität, Fixierung der Organlenne & des Kerns in der Zelle
- Zell-Zell Kontakte (Desmosomen) & Zell-Matrixkontakte (Hemidesmosomen)
welche Organellen dienen der Ernergiegewinnung?
Endosymbionten
- Mitichindrien
- seltener: Chloroplasten ( Photosynthese = Photoautotrophie)
Phagocytose =
Augnahme grob gelösten partikulären MAterials in die ZElle durch Einstülpung & Abschnürung der Zellmembran
Pinocytose =
Aufnahme fein gelöster (flüssiger) Stoffe in die Zelle durch Einstülpung & Abschnürung der Zellmembran
Nenne Transportsysteme
Endocytose = Nahrungsaufnahme, Cytostom (Zellmund)
Exocytose = Ausscheidung von Material aus einer Zelle durch Fusion eines Versikels mit der Zellmembran. z. T. über spezielle Zellregionen wie die Cytopyge ( Zellafter ) oder kontraktile Vakuole
kontraktile Vakuole = dient der Regulation des osmotischen Drucks in der Zelle
Generationswechsel =
regelmäßiger Wechsel von sich verschiedenen fortpflanzenden Generationen. Der G. kann mit einem Kernphasenwechsel (Änderung des Chromosomenbestandes) verbunden sein (heterophasisch) oder sich in ein und derselben Kernphase abspielen (homophasischer G.: Metagenese, Heterogonie)
Merkmale der Parabasalia
gehört zu Metamonada & Stamm Exavata
- Kinetid aus min. 4 Geißeln oder Vielfaches. Fkt.: Bewegungsorganellen
- Parabasalkörper (Golgi- Verikel mit assoziiertem Faserkomplex)
- Hydrogenosomen (assoz. mit Fehlen aerober Mitochondrien)
- Cryptopleuromitose
- Axialskelett: Pelta- Axostyl- Komplex
Cryptoleuromitose =
die Mitosespindel liegt außerhalb des Kerns. Die Centriolen als Attractophoren stehen fibrillär mit Basalkörpern in Verbindung.
Nenne Beispielarten der Klasse Trichomonadida
Trichomonas Vaginalis Wirt: Mensch -> Kolpitis, Prostatitis, Urethritis (Weltweit)
Trichomonas gallonae Wirt: Hühnervögel -> Kropfseuche ( weltweit)
Trichomonas foetus Wirt: Rind -> Deckseuche (weltweit)
Klasse des Stamms Parabasalia
Merkmale der Kinetoplasten
gehört zu Discoba & Stamm Exavata
- Kinetoplast (DNA-reicher cristaeloser Abschnitt des einzigen langgestreckten Mitochindriums, der in der nähe des Basalapparates der Geißes(n) liegt)
- Zwei Geißel (Flagellen) als Bewegungsorganellen, von denen eine meistens reduziert ist.
Nenne eine Beispielart der Kinetoplastea
Trypanosoma brucei brucei Wirt: Pferd, Schwein, Rind, Nager -> Naganaseuche (Trop. Afrika) Überträger: Tsetse Fliege
Trypanosoma brucei gambienese/ rhodeseiense Wirt: Mensch, Schwein -> Schlafkrankheit (West- Ostafrika) -"-
Trypanosoma cruzi Wirt: Mensch, Haustiere, Wildtiere -> Chagas- Krankheit ( Südamerika) Ü: Wanzen
Merkmale der Apicomplexa
(Sporentierchen) gehört zu SAR (Alveolata) & Stamm Alveolata
- Obligatorisch parasitische Lebensformen = Endoparasiten
- Sporenstadium
- Morphologische Anpassung an parasitische Lebensweise: Apikalkomplex: Conois aus Mikrotubuli, Polringkomplex und Sekretionsorganellen (Rhoptrien), Mikronema
- äußere Membran ("Cortex" der Sporozoiten verstärkt: dreischichtige Pellikula, "Alveolata"
- Generationswechsel (oft mit Wirtswechsel) Gametogonie (Mikro- & Makrogamet) Sporogonie = ungeschlechtliche Vermehrung, Bildung von Sporen z.T. Schizogonie = ungeschlechtliche Vermehrung des Parasitne innerhalb eines Wirtes
- Alle vegetativen Stadien in der Haplophase
Nenne einen Vertreter der Apicomlexa
Ordnung Coccidia: Plasmodium Spec.
Toxoplasma gondii
Merkmale der Ciliophora
(Wimperntierchen) gehört zu SAR (Alveolata & Stamm Alveolata
- Relativ kurze Cilien, die in Büscheln oder Reihen angeordnet von Flagellen abstammen & der Fortbewegung & Nahrungsaufnahme dienen
- Kerndimorphismus (Mikro- & Makronucleus)
- Sexuelle Fortpflanzung durch Konjugation als Gamontogamie, Vermehrung durch Querteilung
- Komplizierte Zellorganellen wie Zellmund (Cytostom) & Zellafter (Cytopyge)
Ökologisch bedeutsam für dei selbstreinigung von Gewässern
Nenne Vertreter der Ciliophora
Balantidium coli - Kommensale z.B. im Dickdarm von SChweinen (AuchMenschen) der zu ruhrähnlichen Durchfällen führen kann - nach bakerieller Sekundärinfektion der Darmepithelien = Balantidose. Metzger & Landwirte besonders gefährdet
Paramecium caudatum ( Pantoffeltierchen) als Vertreter der Gewässer reinigenden Ciliaten & wichtigen Mikroprädatoren
Entodinium caudatum - ein Beispiel für wichtige Endosymbionten im Pansen der WIderkäuer. Bizarre Körperform
Merkmale der Amoebozoa
(Wechseltierchen) Gruppe der Eukaryoten
- Nackte Zellen (z.T. mit extracellulärer Hülle) mit Pseudopodien zur FOrtbewegung & Nahrungsaufnahme
- lappenförmig = Lobopodien
- dünne Plasmafäden = Filopodien
- Protoplasma ohne Mikrotubuli außer während der Mitose
- Vermehrung durch Zweiteilung
- Mitochondrien mit röhrenförmigen Cristae
Möglichkeiten der Entstehung der Vielzelligkeit von Tieren
Hypotesen: Entstehen aus
- Zellteilungskolonien mit gemeinsamer extrazellulärer Matrix z.B. Volvox
- Aggregationskolonien durch gerichtetes Zusammenwanderbn z.B. Schleimpilze (Amoebozoa)
- Zellteilung in einem vielkernigen Einzeller
Merkmale der Metazoa
(vielzellige Tiere) gehören zu Opisthokonata
- Vielzelligkeit mit Zellverbindungen (gap junctions..)
- Trennung in Körper- (=Soma) & Fortpflanzungszellen
- omnipotente Zellen
- Differenzierung in unterschiedliche somatische Zelltypen
- Besitz von extrazellulärer Matrix aus Proteinen wie Kollagen & Elastin, die in ein Gel aus Polysaccariden & Proteoglykanen eingebettet sind
- diploide Körperzellen, haploide Geschlechtszellen (Gameten)
- Eientwicklung (Oogenese) mit Bildung einer befruchtungsfähigen Eizelle & drei Polkörperchen an Stelle dreier Eizellen
- Ontogenese aus einer Zygote (befruchteten Eizelle) durch mitotische Teilung = Furchung, Bildung der Bastula ( Blasenkeim)
Was ist Epithelgewebe
- beinhaltet Epithelien & Drüsen ( Drüsen bilden Sekrete)
- haben keine Gefäße
- bilden eine Schutzschicht, die Durchlässigkeit reguliert
- Zellen sind oft polar
Funktion von Epithelien
- Physischer Schutz (Austrocknung, Verletzung,..)
- Kontrolle der Durchlässigkeit
- Resorption (Damepithel)
- Gasaustausch (Lunge, Haut)
- Bewegung von Substanzen (Flimmerepithel)
- Reizaufnahme (Sinnesepithel)
Erhalt der Epithelien durch:
- Zelladhäsionsmolekühle
- Zellverbindungen:
- tight junctions
- Desmosomen
- gap junctions
Merkmale der Cnidaria
(Nesseltiere) gehört zum Unterreich Metazoa
- Dreischichtige Körperwand um einen zentralen Hohlraum -Gastrovascularraum (Ort extrazellulärer Verdauung & Verteilersystem für Nährstoffe & Abbauprodukte)
- einschichtige Ektodermis & Entodermis = 2 Keimschichten
- Mesogloea (primär azelluläre gallenartige Matrix)
Wichtiges zur Ernährung & Verdauung der Cnidaria
- C. sind carnivor, so konsumieren Hydra & Korallen Plankton, einige der Seeanemonen sogar kl. Fische
- benutzen Tentakel um Beute zu fangen & diese in den Mund zu schieben
- Nahrung wird im Gastrovaskularraum durch Sekretionen von Drüsenzellen extrazellulär verdaut
- dieser Raum besitzt eine Öffnung zur Nahrungsaufnahme & Eliminierung der Reststoffe
WIchtiges zu Atmung, Stofftransport & Exkretion von Cnidaria
Nesseltiere haben Organe, die diese Funktionen ausüben. O.a. Prozesse finden durch Diffusion in den Zellen statt.
Nenne Gewebe und Gewebetypen bei Tieren
- Gewebe sind:
- Verbände spezieller Zellen & Zellproduckte, die bestimmte Funktionen ausüben
- 4 Gewebetypen:
- Epithelgewebe
- Bindegewebe
- Muskelgewebe
- Nervengewebe
Merkmale der Plathelmionthes
(Plattwürmer) ein Stamm der Metazoa
- Triblastie = drei Keimblätter
- Echte Organe
- Bilateralsymetrie & cranialer Körperpol = Cephalisation
- gerichtete Fortbewegung
Organ =
sind spezifische Gewebe, die definierte Funktionen im Organismus ausüben. Sie gehen auf eine Eigene Organanlage zurück und durchlaufen eine spezifische Entwickulng (Organogenese)
Nenne Vertreter der Saugwürmer
= unterklase der Klasse Neodermata und des Stammes Plathelminthes
- Pärchenegel schistosoma heamatorium Wirt: Mensch Z.wirt: Schnecken -> Bilhariose (weltweit)
- Gr. Leberegel Fasclola hepatica Wirt: Wiederkäuer Z.wirt: Schnecken -> Leberfäule
- Kl. Leberegel Dicrocoelium dendriticum Wirt Schafe Z.wirt: 1. Landschnecke 2. Ameise
Nenner Vertreter der Bandwürmer
Cestoda ist Unterklasse der Klasse Neodermata & des Stamms Plathelminthes
- Fischbandwurm Diphyllobotrium latum Wirt: Mensch, Raubtiere Z.wirt: 1.Ruderfußkrebs 2. Fisch ->Diphyllob.-Anämie (Ostasien)
- Schweinebandwurm Taenta sollum Wirt: Mensch Z.wirt: Schwein -> Taeniose, Infektion
- Rinderbandwurm Taenia saginata Wirt: Mensch Z.wirt: Rind
- Hundebandwurm Echinococcus granulosus Wirt: Hund & Fehlwirt Mensch Z.wirt: Pferde, Rinder, Schafe, Schweine
- Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis Wirt: Fuchs, Katze, Hund Fehlwirt Mensch Z.wirt: Mäuse -> Gefährtlister wurmparasit des Menschen
Merkmale der Annelida
Ringelwürmer Stamm der Metazoa
- Metamerie (metamere Körpergliederung - Huatmuskelschlauch als Körperwand)
- Coelom = paarige Coelomkammern
- Metanephridien als Exkretionsorgane (paaring je Segment)
- Strickleiternevensystem (zentralisiert mit paarigen Ganglien pro Segment & Oberschlundganglion im Kopflappen)
- mit ß-Chitin besetzte Borsten an Parapodien (außnahme Egel)
- Verdauungssystem: Darmkanal mit Mund, Pharynx (Schlund), Oesophagus, Muskelmagen, Mittel- & ENddarm mit after
- Atmung: Kiemen an Parapodien & Hautatmung
- Blutgefäßsystem, geschlossen mit ventralen &dorsalen Hautgefäß durch segmentale Ringgefäße verbunden, kontraktile Abschnitte
- Fortpflanzung: getrenntgeschlechtlich/ Zwitter, unterschiedliche Segmente tragen männl. bzw. weibl. Geschelchtsorgane
Metamerie =
Aufbau des Körpers aus hintereinanderliegenden Abschnitten (=Segmente =Metamere), die in ihrer Organisation übereinstimmen
Parapodium =
seitliche, segmental angeordnete Fortsätze aus einem dorsalen & ventralen Lappen, die Borsten tragen & als Extremitäten der Fortbewegung dienen. Sie können auch Kiemen besitzen.
Nenne beipiele der Annelida
- Stamm Annelida
- Unterstamm: Errantia
- Klasse Myzostomida (u.a)
- Unterstamm: Sedentaria
- Klasse Arenicolida
- Klasse Clitellata (Gürtelwürmer)
- Unterklasse Oligochaeta (Wenigborster)
- Art: Lumbricus terrestis (Tauwurm/Regenwurm)
- Art: Eisenia foetida (Mistwurm)
- Unterklassse Hirudinea (Blutegel)
- Art: Piscicola spec. (Fischegel)
- Unterklasse Oligochaeta (Wenigborster)
- Unterstamm: Errantia
Ökonomische Bedeutung des "Regenwurms"
Einer der Wichtigsten Bodenverbesserer
- Streuzersetzung
- Bodenstruckturverbesserung
- Bodendurchmischung
- Bodendurchlüftung
- Bodenbefeuchtung (Erhöhung der Wasserkapazität)
- Humusbildung (Ton-Humus-Komplexe im Darm)
- Verbesserung der Nährstoffverfühgbarkeit für Pflanzen
- Neutralisierung des pH-Werts des Bodens
- Nahrungsquelle fpr Amphibien, Echsen, VÖgel & Säuger