Spezielle Zoologie

fragen zur Vorlesung

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Anika Barumann
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die spezialisierte Zoologie auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Merkmale, Funktionen und Vertreter verschiedener Tierstämme wie Metazoa, Arthropoda und Nematoda, sowie auf spezifische Organe und Fortpflanzungsmethoden. Besonders behandelt werden Wirte, Zellen und ökologische Bedeutungen. Ideal für Studierende der Biologie, die sich mit der Vielfalt und den Besonderheiten tierischer Lebensformen vertraut machen möchten.
Flashcards
50
Students
1
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
23.03.2014 / 04.05.2014

Lernkarten

Nenne Merkmale der  "Protista"

Synptomorphien:

  1. Organismus aus einer Zelle unterschiedlicher Größe (3µm - µ32m)
  2. Zellkompartimentierung durch Organellen : ER, Kern, Golgi
  3. Zellskelettelemente: Tubuline, Actine, Mikrotubuli, Aktinfilamente
  4. Bewegungsorganellen Pseudopodien, Flagnellen, Cilien

Nicht für alle Protisten, aber häufig:

  1. Organellen der Ernergiegewinnung (Endosymbionten-Hypothese)
  2. Transportsyteme durch Endo-, Exocytose mit Vakuolen, Zellmund, Zellafter, Osmoregulation durch kontraktile Vakuole
  3. Fortpflanzung via Kern- & Zellteilung
    1. asexuell ("Agamogamie"), dominante Form der F.
    2. seyuell (Gameto-, Auto-, Gamontogonie)
    3. Generationswechsel

Organelle =

membrangebundenes Zellkopmpartiment

Glycocalyx =

makromolekularer Belag der Plasmamembran aus Zuckermolekühlen & Proteinen, oft mit Faserstrucktur

Cytoskelett =

  • Zellskelett
  • ist ein Netzwerk von Proteinfasern in allen eukaryotischen Zellen
  • bedingt die Zellform
  • hält die Organellen in ihrer Posotion in der Zelle
  • sorgt für Material- & Vesikeltransport in der Zelle

Mikrofilamente =

  • Aktin/Myosin: G-F Aktion, Myosin- Formen
    • Aktin assoziirte Proteine
    • Funktion:
      • Kontraktion quergestreifter Muskel
      • Kontraktion glatter Muskel
      • Nicht- Muskel Aktin: Mikrovilli, Lamellipodia, Flopodia, Migration
      • Zell-Zell & Zell-Matrix Kontakte

Micotubuli =

  • Tubulin/ Motorproteine (Kinesin, Dynein)
    • Tubulin assoziirete Proteine
    • Funktion:
      • Versikel & Organellentransport, Axonaler Transport
      • Spindelapparat

Intermediärfilamente =

  • Zytokeratine
  • Neurofilamente
  • Vimentin, Desmin
  • Lamine (Kern)
  • Funktion:
    • Mechanische Stabilität, Fixierung der Organlenne & des Kerns in der Zelle
    • Zell-Zell Kontakte (Desmosomen) & Zell-Matrixkontakte (Hemidesmosomen)

welche Organellen dienen der Ernergiegewinnung?

Endosymbionten

  • Mitichindrien
  • seltener: Chloroplasten ( Photosynthese = Photoautotrophie)

Phagocytose =

Augnahme grob gelösten partikulären MAterials in die ZElle durch Einstülpung & Abschnürung der Zellmembran

Pinocytose =

Aufnahme fein gelöster (flüssiger) Stoffe in die Zelle durch Einstülpung & Abschnürung der Zellmembran

 Nenne Transportsysteme

Endocytose = Nahrungsaufnahme, Cytostom (Zellmund) 

Exocytose = Ausscheidung von Material aus einer Zelle durch Fusion eines Versikels mit der Zellmembran. z. T. über spezielle Zellregionen wie die Cytopyge ( Zellafter ) oder kontraktile Vakuole

kontraktile Vakuole = dient der Regulation des osmotischen Drucks in der Zelle

Generationswechsel =

regelmäßiger Wechsel von sich verschiedenen fortpflanzenden Generationen. Der G. kann mit einem Kernphasenwechsel (Änderung des Chromosomenbestandes) verbunden sein (heterophasisch) oder sich in ein und derselben Kernphase abspielen (homophasischer G.: Metagenese, Heterogonie)

Merkmale der Parabasalia

gehört zu Metamonada & Stamm Exavata

  1. Kinetid aus min. 4 Geißeln oder Vielfaches. Fkt.: Bewegungsorganellen
  2. Parabasalkörper (Golgi- Verikel mit assoziiertem Faserkomplex)
  3. Hydrogenosomen (assoz. mit Fehlen aerober Mitochondrien)
  4. Cryptopleuromitose
  5. Axialskelett: Pelta- Axostyl- Komplex

Cryptoleuromitose =

die Mitosespindel liegt außerhalb des Kerns. Die Centriolen als Attractophoren stehen fibrillär mit Basalkörpern in Verbindung.

Nenne Beispielarten der Klasse Trichomonadida

Trichomonas Vaginalis Wirt: Mensch -> Kolpitis, Prostatitis, Urethritis (Weltweit)

Trichomonas gallonae Wirt: Hühnervögel -> Kropfseuche ( weltweit)

Trichomonas foetus Wirt: Rind -> Deckseuche (weltweit)

Klasse des Stamms Parabasalia

Merkmale der Kinetoplasten

gehört zu Discoba & Stamm Exavata

  1. Kinetoplast (DNA-reicher cristaeloser Abschnitt des einzigen langgestreckten Mitochindriums, der in der nähe des Basalapparates der Geißes(n) liegt)
  2. Zwei Geißel (Flagellen) als Bewegungsorganellen, von denen eine meistens reduziert ist.

 

Nenne eine Beispielart der Kinetoplastea

Trypanosoma brucei brucei Wirt: Pferd, Schwein, Rind, Nager -> Naganaseuche (Trop. Afrika) Überträger: Tsetse Fliege

Trypanosoma brucei gambienese/ rhodeseiense Wirt: Mensch, Schwein -> Schlafkrankheit (West- Ostafrika) -"-

Trypanosoma cruzi Wirt: Mensch, Haustiere, Wildtiere -> Chagas- Krankheit ( Südamerika) Ü: Wanzen

Merkmale der Apicomplexa

(Sporentierchen) gehört zu SAR (Alveolata) & Stamm Alveolata

  1. Obligatorisch parasitische Lebensformen = Endoparasiten
  2. Sporenstadium
  3. Morphologische Anpassung an parasitische Lebensweise: Apikalkomplex: Conois aus Mikrotubuli, Polringkomplex und Sekretionsorganellen (Rhoptrien), Mikronema
  4. äußere Membran ("Cortex" der Sporozoiten verstärkt: dreischichtige Pellikula, "Alveolata"
  5. Generationswechsel (oft mit Wirtswechsel) Gametogonie (Mikro- & Makrogamet) Sporogonie = ungeschlechtliche Vermehrung, Bildung von Sporen z.T. Schizogonie = ungeschlechtliche Vermehrung des Parasitne innerhalb eines Wirtes
  6. Alle vegetativen Stadien in der Haplophase

Nenne einen Vertreter der Apicomlexa

Ordnung Coccidia: Plasmodium Spec.

Toxoplasma gondii

Merkmale der Ciliophora

(Wimperntierchen) gehört zu SAR (Alveolata & Stamm Alveolata

  1. Relativ kurze Cilien, die in Büscheln oder Reihen angeordnet von Flagellen abstammen & der Fortbewegung & Nahrungsaufnahme dienen
  2. Kerndimorphismus (Mikro- & Makronucleus)
  3. Sexuelle Fortpflanzung durch Konjugation als Gamontogamie, Vermehrung durch Querteilung
  4. Komplizierte Zellorganellen wie Zellmund (Cytostom) & Zellafter (Cytopyge)

Ökologisch bedeutsam für dei selbstreinigung von Gewässern

Nenne Vertreter der Ciliophora

Balantidium coli - Kommensale z.B. im Dickdarm von SChweinen (AuchMenschen) der zu ruhrähnlichen Durchfällen führen kann - nach bakerieller Sekundärinfektion der Darmepithelien = Balantidose. Metzger & Landwirte besonders gefährdet

Paramecium caudatum ( Pantoffeltierchen) als Vertreter der Gewässer reinigenden Ciliaten & wichtigen Mikroprädatoren

Entodinium caudatum - ein Beispiel für wichtige Endosymbionten im Pansen der WIderkäuer. Bizarre Körperform

Merkmale der Amoebozoa

(Wechseltierchen) Gruppe der Eukaryoten

  1. Nackte Zellen (z.T. mit extracellulärer Hülle) mit Pseudopodien zur FOrtbewegung & Nahrungsaufnahme
    •  lappenförmig = Lobopodien
    • dünne Plasmafäden = Filopodien
  2. Protoplasma ohne Mikrotubuli außer während der Mitose
  3. Vermehrung durch Zweiteilung
  4. Mitochondrien mit röhrenförmigen Cristae

Möglichkeiten der Entstehung der Vielzelligkeit von Tieren

Hypotesen: Entstehen aus

  • Zellteilungskolonien mit gemeinsamer extrazellulärer Matrix z.B. Volvox
  • Aggregationskolonien durch gerichtetes Zusammenwanderbn z.B. Schleimpilze (Amoebozoa)
  • Zellteilung in einem vielkernigen Einzeller

Merkmale der Metazoa

(vielzellige Tiere) gehören zu Opisthokonata

  1. Vielzelligkeit mit Zellverbindungen (gap junctions..)
  2. Trennung in Körper- (=Soma) & Fortpflanzungszellen
  3. omnipotente Zellen
  4. Differenzierung in unterschiedliche somatische Zelltypen
  5. Besitz von extrazellulärer Matrix aus Proteinen wie Kollagen & Elastin, die in ein Gel aus Polysaccariden & Proteoglykanen eingebettet sind
  6. diploide Körperzellen, haploide Geschlechtszellen (Gameten)
  7. Eientwicklung (Oogenese) mit Bildung einer befruchtungsfähigen Eizelle & drei Polkörperchen an Stelle dreier Eizellen
  8. Ontogenese aus einer Zygote (befruchteten Eizelle) durch mitotische Teilung = Furchung, Bildung der Bastula ( Blasenkeim)

Was ist Epithelgewebe

  • beinhaltet Epithelien & Drüsen ( Drüsen bilden Sekrete)
  • haben keine Gefäße
  • bilden eine Schutzschicht, die Durchlässigkeit reguliert
  • Zellen sind oft polar

Funktion von Epithelien

  • Physischer Schutz (Austrocknung, Verletzung,..)
  • Kontrolle der Durchlässigkeit
  • Resorption (Damepithel)
  • Gasaustausch (Lunge, Haut)
  • Bewegung von Substanzen  (Flimmerepithel)
  • Reizaufnahme (Sinnesepithel)

Erhalt der Epithelien durch:

  • Zelladhäsionsmolekühle
  • Zellverbindungen:
    • tight junctions
    • Desmosomen
    • gap junctions

Merkmale der Cnidaria

(Nesseltiere) gehört zum Unterreich Metazoa 

  1. Dreischichtige Körperwand um einen zentralen Hohlraum -Gastrovascularraum (Ort extrazellulärer Verdauung & Verteilersystem für Nährstoffe & Abbauprodukte)
  2. einschichtige Ektodermis & Entodermis = 2 Keimschichten
  3. Mesogloea (primär azelluläre gallenartige Matrix)

Wichtiges zur Ernährung & Verdauung der Cnidaria

  • C. sind carnivor, so konsumieren Hydra & Korallen Plankton, einige der Seeanemonen sogar kl. Fische
  • benutzen Tentakel um Beute zu fangen & diese in den Mund zu schieben
  • Nahrung wird im Gastrovaskularraum durch Sekretionen von Drüsenzellen extrazellulär verdaut
  • dieser Raum besitzt eine Öffnung zur Nahrungsaufnahme & Eliminierung der Reststoffe

WIchtiges zu Atmung, Stofftransport & Exkretion von Cnidaria

Nesseltiere haben Organe, die diese Funktionen ausüben. O.a. Prozesse finden durch Diffusion in den Zellen statt.

Nenne Gewebe und Gewebetypen bei Tieren

  • Gewebe sind:
    • Verbände spezieller Zellen & Zellproduckte, die bestimmte Funktionen ausüben
  • 4 Gewebetypen:
    • Epithelgewebe
    • Bindegewebe
    • Muskelgewebe
    • Nervengewebe

Merkmale der Plathelmionthes

(Plattwürmer) ein Stamm der Metazoa

  1. Triblastie = drei Keimblätter
  2. Echte Organe
  3. Bilateralsymetrie & cranialer Körperpol = Cephalisation
  4. gerichtete Fortbewegung

Organ =

sind spezifische Gewebe, die definierte Funktionen im Organismus ausüben. Sie gehen auf eine Eigene Organanlage zurück und durchlaufen eine spezifische Entwickulng (Organogenese)

Nenne Vertreter der Saugwürmer

= unterklase der Klasse Neodermata und des Stammes Plathelminthes

  • Pärchenegel schistosoma heamatorium Wirt: Mensch Z.wirt: Schnecken -> Bilhariose (weltweit)
  • Gr. Leberegel Fasclola hepatica Wirt: Wiederkäuer Z.wirt: Schnecken -> Leberfäule
  • Kl. Leberegel Dicrocoelium dendriticum Wirt Schafe Z.wirt: 1. Landschnecke 2. Ameise

Nenner Vertreter der Bandwürmer

Cestoda ist Unterklasse der Klasse Neodermata & des Stamms Plathelminthes

  • Fischbandwurm Diphyllobotrium latum Wirt: Mensch, Raubtiere Z.wirt: 1.Ruderfußkrebs 2. Fisch ->Diphyllob.-Anämie (Ostasien)
  • Schweinebandwurm Taenta sollum Wirt: Mensch Z.wirt: Schwein -> Taeniose, Infektion
  • Rinderbandwurm Taenia saginata Wirt: Mensch Z.wirt: Rind 
  • Hundebandwurm Echinococcus granulosus Wirt: Hund & Fehlwirt Mensch Z.wirt: Pferde, Rinder, Schafe, Schweine
  • Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis Wirt: Fuchs, Katze, Hund Fehlwirt Mensch Z.wirt: Mäuse -> Gefährtlister wurmparasit des Menschen

Merkmale der Annelida

Ringelwürmer Stamm der Metazoa

  1. Metamerie (metamere Körpergliederung - Huatmuskelschlauch als Körperwand)
  2. Coelom = paarige Coelomkammern
  3. Metanephridien als Exkretionsorgane (paaring je Segment)
  4. Strickleiternevensystem (zentralisiert mit paarigen Ganglien pro Segment & Oberschlundganglion im Kopflappen)
  5. mit ß-Chitin besetzte Borsten an Parapodien (außnahme Egel)
  6. Verdauungssystem: Darmkanal mit Mund, Pharynx (Schlund), Oesophagus, Muskelmagen, Mittel- & ENddarm mit after
  7. Atmung: Kiemen an Parapodien & Hautatmung
  8. Blutgefäßsystem, geschlossen mit ventralen &dorsalen Hautgefäß durch segmentale Ringgefäße verbunden, kontraktile Abschnitte
  9. Fortpflanzung: getrenntgeschlechtlich/ Zwitter, unterschiedliche Segmente tragen männl. bzw. weibl. Geschelchtsorgane

Metamerie =

Aufbau des Körpers aus hintereinanderliegenden Abschnitten (=Segmente =Metamere), die in ihrer Organisation übereinstimmen

Parapodium =

seitliche, segmental angeordnete Fortsätze aus einem dorsalen & ventralen Lappen, die Borsten tragen & als Extremitäten der Fortbewegung dienen. Sie können auch Kiemen besitzen.

Nenne beipiele der Annelida

  • Stamm Annelida
    • Unterstamm: Errantia
      • Klasse Myzostomida (u.a)
    • Unterstamm: Sedentaria
      • Klasse Arenicolida
      • Klasse Clitellata (Gürtelwürmer)
        • Unterklasse Oligochaeta (Wenigborster)
          • Art: Lumbricus terrestis (Tauwurm/Regenwurm)
          • Art: Eisenia foetida (Mistwurm)
        • Unterklassse Hirudinea (Blutegel)
          • Art: Piscicola spec. (Fischegel)

Ökonomische Bedeutung des "Regenwurms"

Einer der Wichtigsten Bodenverbesserer

  • Streuzersetzung
  • Bodenstruckturverbesserung
  • Bodendurchmischung
  • Bodendurchlüftung
  • Bodenbefeuchtung (Erhöhung der Wasserkapazität)
  • Humusbildung (Ton-Humus-Komplexe im Darm)
  • Verbesserung der Nährstoffverfühgbarkeit für Pflanzen
  • Neutralisierung des pH-Werts des Bodens
  • Nahrungsquelle fpr Amphibien, Echsen, VÖgel & Säuger

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