Schäfer


R. M.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen regenerativer Energiequellen auf universitärem Niveau, mit Fokus auf Wasserkraft, Windenergie und Gezeitenkraft. Sie erklären die Nutzung von Energie, Wärme und Temperatur, sowie die Umwandlung und Regelung in verschiedenen Systemen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Elektrotechnik, die sich mit erneuerbaren Energien und deren technischen Aspekten vertraut machen möchten.
Flashcards
94
Students
1
Language
German
Level
University
Created / Updated
25.05.2016 / 19.08.2016

Flashcards

III.2 Absorption von Photonen

Erkläre äußeren und inneren Photoeffekt

Äußerer Photoeffekt

  • Hallwachs-Effekt
  • vollständiges Lösen von Elektronen vom Kern

Innerer Photoeffekt

  • Anheben von Elektronen auf höhere Energieniveaus
    -> Nutzung der Energie des ultravioletten, sichbaren und infraroten Lichts

III.3 Eigenschaften Nichtleiter, Leiter und Halbleiter

Nichtleiter / Isolatoren (Gummi, Keramik, Glas)

  • keine freie Valenzen
  • erst bei sehr hohen Temp., wenige Elektronen heben auf

Leiter (Metalle, Legierungen)

  • freie Valenzen
  • ständiger Elektronentransport möglich

Halbleiter (Silizium, Germanium)

  • bei tiefen Temp. im Prinzip Nichtleiter
  • Leitfähig bei Zufuhr von Energie druch Herauslösen von Elektronen aus ihren Bindungen (Eigenleitung)
  • Beeinflussung der Halbleitercharakteristik durch Fremdatome (Störstellen) in der Gitterstruktur (Dotierung)
  • wirksame Gitterstruktur durch Fremdatome mit einer vom Grundmaterial abweichenden Valenzenelektronenzahl

III.3.1 Eigenleitung*

Halbleiterkristall: bei tiefen Temp. keine beweglichen Ladungsträger. Durch Energiezufuhr werden Elektronen aus ihren Paarbindungen freigeschüttelt -> Leitungselektronen, die sich frei zwischen Atomrümpfen bewegen

Jedes freie Elektron hinterlässt in der ursprungl. Gitterbindung eine positive Ladung -> Loch (Elektronenlücke)

Loch wirkt anziehend auf in der Nähe befindlichen Leitungselektron -> Rekombination

elekt. Spannung führt zu:

  • Bewegung freier Elektronen in Richtung des Pluspols (Elektronenleitung)
  • Bewegung Löcher in Richtung des Minuspols der Spannungsquelle (Löcherleitung)
  • Elektrizitätsleitung, die sich aufgrund der Bildung von Elektron-Loch-Paaren ergibt -> Eigenleitung

III.3.3 Störstellenleitung und Dotierung*

gezielte Verunreinigungen können elektronen- bzw. löcherleitendens Silizium herstellen

  • p-Dotierung: Löcherleitung
    • Verunreinigung durch 3-wertigem Bor führt zu einem "fehlenden" Valenzelektron
  • n-Dotierung: Elektronenleitung
    • Verunreinigung durch 5-wertigem Phospor führt zu einem "überschüssigen" Valenzelektron

Dotierung führt zu Leitfähigkeitserhöhung

III.4 Funktionsprinzip Solarzelle***

 

  • Aufbau einer Solarzelle ist physikalisch vergleichbar mit dem einer Diode
  • Solarzellen sind aus dünnen Schichten Dotierungen aufgebaut (p-n-Übergang)
  • durch Diffusionsbewegungen entsteht an der Grenzfläche eine Verarmung von Löchern und Elektronen im Grundmaterial
    • Löcher aus p- in das n-Gebiet
    • Elektronen aus n- in das p-Gebiet
  • durch Konzentrationsausgleich baut sich elektrisches Feld auf (Raumladungszone), das der Bewegung der Ladunsträger entgegen gerichtet ist
  • -> Gleichgewichtszustand mit der Diffusionsspannung (=Leerlaufspannung der Solarzelle 0,6 V pro Zelle)
  •  

 

III.4 Bändermodell*

  • Bohr‘sche Atommodell: Elektronen umkreisen Atomkern auf definierten Bahnen
  • Jede Bahnen entspricht einem bestimmten Energieniveau
  • Jede Bahnen kann nur eine begrenzte Anzahl von Elektronen aufnehmen
  • Oberstes, vollständig gefülltes Band wird als Valenzband bezeichnet
  • Nächst höheres Band kann teilweise gefüllt oder vollständig leer sein und heißt Leitungsband
  • Energie von außen führt dazu, dass Elektron von einer Bahn auf nächst höhere Bahn angehoben wird 
  • Energieabstand zwischen den Bändern heißt Bandabstand
  • Raum zwischen Valenzband und Leitungsband, der nicht erlaubte Energiezustände enthält, heißt verbotene Zone

III.5 Drei Typen von Solarzellen

  1. Monokristalline: n=bis 15%
    1. geringer Flächenbedarf
    2. homogenes Äußeres
  2. Polykristalline: n= 10-14,5%
    1. unregelmäßige Struktu der Zellen
    2. Marktanteil 40%
  3. Dünnschichtzellen (amorph, CIS, CdTe): 7-10%
    1. großer Flächenbedarf
    2. gute Erträge auch bei diffuser Sonne
    3. günstige Produktion

III.5 Kennlinienfelder*

Gibt es Probleme bei zu hoher Sonneneinstrahlung?

  • wie bei allen Halbleiter: Spannung-Leistung-Kennlinie
    • Abhängigkeit von
      • Umgebungstemp.
      • Energieeinstrahlung
  • Maximum Power Point (MPP)
  • MPP für höhere Temp. kommt niedriege Spannung
    -> Wirkungsgrad der Zelle nimmt ab (auch bei konst. Einstrahlung)
  • für guten n
    • aufwendige Regeleinrichtungen zur Nachführung des MPP
    • Anpassung der Spannung 
  • Stromstärke ist direkt proportional zur Beleuchtungsstärke
  • Bei Erwärmung sinkt die Spannung der Solarzelle

III.6 Verluste einer Solarzelle*

Wie viel verfügbarer elekt. Energie bleibt prozentual von 100% eingestrahlter Sonnenenergie erhalten?

optische und elektr. Verluste

III.6 Wirkungsgrade von Solarzellen*

Ist die vollständige Photonenenergie umsetzbar?

  • nur ein Teil Photonenenergie kann in elekt. Energie umwandeln
  • Leistungsstarke Photonen bewirken zwar eine Ladungstrennung, aber überschüssige Energie in Wärme umgesetzt
  • Leistungsschwache Photonen können keine Ladungstrennung auslösen - vollständige Umwandlung in Wärme
  • n praktisch 10-19%

III.6 Wirkungsgrade von Solarzellen 

Ursachen für Verminderung

  • Ursachen:
    • Gitterfehler
    • Kristallverunreinigungen
    • solare Erwärmung der Solarzelle (Sommer und Wüste)
    • witterungsabhängigkeit (Wolken: 5-25% der max. möglichen)

III.6.1 Wirkungsgradoptimierung von Solarzellen*

min. 3/5 nennen

  1. höchste Reinheit
  2. höchste kristallografische Qualität
  3. Neue Materialien
    1. durch andere Materialien (zb Galliumarsenid) kann n gesteigert werden, aber trotzdem <50%
  4. Tandem- oder Stapelzellen
    1. für breiteres Strahlungsspektrum unterschiedliche Halbleitermaterialien mit Eignung für verschiedene Spektralbereiche, übereinander angeordnet
  5. Konzentratorzellen
    1. Verwendung von Spiegel- und Linsensys. -> höhere Lichtintensität mit Nachführung der Sonne
  6. Antireflexschicht
    1. Oberflächenstrukturierung zur Verminderung von Reflexionsverlusten
    2. Zelloberfläche in Pyramidenstruktur -> einfallendes Licht mehrfach auf Oberfläche
  7. MIS-Inversionsschicht-Zellen
    1. innere elektr. Feld nicht durch p-n-Übergang, sondern durch Übergang dünnen Oxidschicht zu einem Halbleiter

III.7 Anwendung der Photovoltaik

MW-Bereich

MW-Bereich: Inselanlagen vs. Netzgekoppelte PVKraftwerke
jeweils mit und ohne Speicher

  • dezentrale Anlagen
    • kundeneigene Anlagen mit Leistungen bis zu 10kW
    • Eigenversorgung; Überschuss-Strom ins Netz; Fehlbedarf aus Netz
  • zentrale Anlagen
    • EVU-eigene Anlagen mit Leistungen > 100 kW
    • Einspeisung ins Mittel-oder Hochspannungsnetz

 

III.7 Bestandteile einer netzgekoppelten PV-Anlage

  • Bindeglied: Solargenerator und Wechselstromnetz
  • Funktionen und Aufgaben:
    • Umwandlung von Gleichstrom (DC) in Wechsel (AC)
    • Arbeitspunktanpassung Wechselrichter/Solargenerator
    • Datenerfassung und Signalisierung
    • Schutzeinrichtungen (zB. Netzüberwachung)

IV.1.1 Entstehung des Windes

  • Lufthülle der Erde ist Gasgemisch (78% Stickstoff, 21% Sauerstoff)
  • Windkraft ist indirekte Nutzung de Sonnenenergie
  • Erwärmung der Luftmassen in der Atmosphäre
  • Dichte- und Druckgradienten entstehen durch Sonneneinstrahlung, die die Luft regioinal unterschiedlich erwärmt
    -> Wind ist Ausgleichsströmung der Luft zw. Regionen unterschiedlichen Luftdrucks
  • großräumige Ausgleichsströmungen zw. Äquator und den Polen durch Strahlungsüberangebot am Äquator
  • Beeinflussunug der Windsysteme durch Coriolis-Kraft 

IV.1.2 Coriolis-Kraft

  • eine Schein- bzw. Trägheitskraft
  • Bsp. wenn Person auf Karussell, dann zusätzlich zur Zentrifugalkraft eine seitwärts gerichtete Kraft
  • Corioliskraft verantwortlich, dass Luftmassen um Hochdruckgebiete auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn und Tiefdruck gg. Uhrzeigersinn bewegen

IV.1.3 Warum Wind?

  • lokale Windsys. aufgrund Topographie
    • Berg-Tal (Tunel-Effekt oder Hügel-Effekt)
    • Land-See
    • Windströmungen sind Träger kinetischer Energie
      • beinhaltet zwar auch potentielle, aber nur Ek tech. umsetzbar
    • aufgrund Wasseroberfläche Wind praktisch ungebremst
      • Land tagübser stärker erwärmt
      • Land nachtsüber kühlt schneller ab
    • aufgrund Oberflächenreibung nimmt Windgeschwindkeiten zum Boden hin ab
      • Lee: Wind abgekehrte Seite, Windschatten
      • Luv: Wind zugekehrte

IV.1.4 Lee- und Luv-Läufer

Lee-Läufer: (alle neueren Anlagen sind Luv)

  • Windrichtungsnachführung nötig
  • geringerer Abstand zw. Rotor und Turm
  • Hauptvorteil: Ausweichgung des Windschatten hinter dem Turm
  • Lärmemission und Leistungsschwankungen (bedingt durch verwirbelte Strömungen im Turnschatten)

IV.1.5 Schalenkreuzanemometer

  • üblichste Sensor, um Windgeschwindkeiten zu messen
  • Widerstandsprinzip

IV.1.6 Standortwahl für Windkraftlanlagen

Anhand welcher Hilfe?

  • meteorologische Daten der 30 Jahren in From e. Windrose
  • Nutzung von Beschleunigungseffekte (Tunnel und Hügel)
  • Großstädte: Rauhigkeitsklasse (4), Energieindex (13%) -> Meer (0), (100)

IV.2 Mögliche Energienutzung dur WKA

  • Massestrom vor und hinter der WKA konstant
  • dem Wind entnommene Leistung kann aus der Differenz ader Windgeschwi. bestimmt werden
  • Windgeschw. in  Höhe der Windturbine ergibt sich zu: v=1/2(v1+v2)
  • Differenz der kin. Energie vor und hinter dem Windrad pro Zeiteinheit
    • v2/v1=1/3
  • max ausnutzbare Leistung des (theo.) Windes: 
    • Leistungsbeiwert nach Betz: 0,593
  • gute Anlagen heute bei 0,5

IV.3.1 Energieumwandlung

  • Umwandlung kin. Energie in Rotationsenergie:
    • Widerstandsprinzip (cw=Widerstandskoeffizient: Maß Luftwiderstand eines Körpers - je geringer desto geringer)
      • Stromlinienkörper
      • max. Leistungsbeiwert = 0,193, deswegen heute kaum Anwendung)
      • langsamläufer und funkt. bei niedrigen Windgeschw.
    • Auftriebsprinzip
  • Umwandlung Rotationsenergie in elekt. Energie im Generator

IV.3.2 Auftriebsprinzip

  • auch Tragflügelprinzip
  • Fläche Oberseite des Flügels größer als Unterseite
    • Luft an Oberseite muss schneller bewegen als an Unterseite
    • dadurch an Unterseite ein Überdruckbereich und an Oberseite Unterdruckbereich
  • Projektionsfläche: t*r
    • Rotorspanntiefe t
    • Rotorradius r
  • auch beim Auftriebsläufer gibt es Widerstandskraft
    • jedoch ist solche kleiner (FA>FW)
    • Gleitzahl= Fa/Fw -> gute bis 400
    • je größer Gleitzahl, desto geringer Luftwiderstandverluste -> schneller das Blatt -> höherer Wirkungsgrad

IV.3.3 Anströmgeschw.

Formel und Zerlegung + Schnellaufzahl

VA=wurzel aus v^2+u^2

  • V = Windgeschw.
  • U = Umfangsgeschw.
  • Schnelllaufzahl lambda = u/v
    • zw. 6-10 am höchster Leistungsbeiwert
    • erreichen 2- und 3-Blatt-Rotoren
    • 3-Blatt laufen optisch ruhiger und geringere mech. Belastung
    • allgemein bei mech. Belastung bei ungerader Zahl geringer

Resultierende Kraft Fr aus vektorieller Addition von Fa und Fw
Fr=Fw+Fa

  • Zerlegung von Fr in Tangentialkomponente Frt und Axialkomponente Fra
    • Frt: verursacht Drehung des Rotors
    • Fra: Schubkraft

IV.3.4 Die Winkel

  • Anstellwinkel alpha: Auftriebs- und Widerstandsbeiwert stark von davon abhängig
  • ca. alpha < 10°
  • Blatteinstellwinkel (Pitch-Winkel) zur Leistungsregulierung genutzt

IV.4 Arten der Windenergieanlagen

WEA mit horizontaler und vertikaler Achse

  • vertikale Achse: schlechte Leistungsausbeute und schlechtes Anlaufverhalten
    • aber dafür keine nachführung nötig
  • horizontale Achse:
    • bis 7,5 MW Leistung
    • Rotorblätter, Rotornabe, Rotorbremse und Blattverstellmechanismus
    • Generator und Getriebe
    • Windmesssystem, Windnachführung (Azimutverstellung, Giermotoren)
    • Gondel, Turm und Fundament
    • Elektr. Schaltanlage, Transformator, Regelung und Netzanschluss
    • Nachführung bei wechselnder Windrichtung erforderlich (Azimut)
    • Leistungssteuerung durch Verdrehen der Rotorblätter (Pitch)
    • durch Änderung des Anstellwinkels konstante Drehzahl mögl.

IV.4. Aufbau Windrad: Rotor und Getriebe

Bremse

IV.5 Allgemein

Investkosten, Leistungsertrag

  • Investkosten: 70% Anlagekosten
  • innerhalb 20 Jahre um 100fache gesteigert (ca. 6000 kW Nettleistung)
    • 2008: Rotordurchmesser: 126m und Nabehöhe: 135m
  • Betriebsbereiche:
    • Stillstand (keine Regelung)
    • Erreichung Nennpunkt (keine Regelung)
    • Erzeugung konst. Leistung (Regelung)
    • zu hohe Windgeschw. (Regelung)
  • Regelungen müssen getroffen werde, damit Generator nicht überlastet wird.
    • Stall und Pitch-Regelung

IV.5.2 Stall-Regelung

  • Leistungsbegrenzung durch Strömungsabriss
  • Abriss der Strömung am Rotorblatt (Stall) bei hohen Geschw. (v>14 m/s)
    -> Design -> Erzeugung von Turbulenzen am Rotorblatt (abgewandten Rotorblattseite)
  • Strömungsabriss verringert Auftriebskraft auf das Rotorblatt und erhöht entsprechend Widerstandskraft
    -> Rotorblatt wird langsamer

IV.5.3 Pitch-Regelung

  • Blatteinstellwinkel-Regelung für größere WEA
  • Regulierung des Blatteinstellwinkels im Breich 0°-30°
    -> Regulierung der Auftriebskraft eines Rotorblattes
  • Leistungsbeiwert steigt mit Anstellwinkel alpha
    (kleiner Anstellwinkel -> neidrige Auftriebskraft -> kleine Leistung) 
  • Bei Pitch von 90° (Fahnenstellung) steht Anlage still
  • Pitch als Primärsbremssystem, nur noch Notbremse erforderlich

IV.6 Allgemein

  • Gravity Foundation, Monopile, Tripod, Jacket, Tripile depending on water depth
  • Umspannwerk BorWin
    • Bauzeit: 26 Monate
    • Zugang nur 6 Wochen
  • Leerrohrverlegung auf Norderney
    • Zukunftsplanung aber auch Kapitalbindung

IV.6.1 Offshore

Vor und Nachteile

  • Nord- und Ostsee durch hohe Windgeschw. und geringe Meerestiefe
  • +hohe Volllaststunden (=3400h / WKon: 1700h / PV: 1000h von mögl. 8760)
  • +konstante hohe mittlere Wingeschw. (20% höher als an Land)
  • +weniger Turbulenzen
  • +Aufstellplätze ohne Beschränkungen (Optik, Schall, Straßen, Städte)

 

  • robustere Konstruktion erforderlich (Salzwasser, Schiffkollision)
  • Höhere Errichtungs und Wartungskosten
  • Erschwerter Zugang bei schlechter See
  • schwierigere Netzanbindung
  •  

V. Alternativen

  • Itaipu (Paraguay 14GW) und Drei-Schluchten-Kraftwerk  (Nennleistung 22,5 GW)
  • Strom-Boje: ist eine Kleinstkraftwerk im Flusslauf
    • mit Generator im Unterwasserbereich der Boje
  •  

V.1.1 Wasserdargebot

  • Wasserkraft ist dargebotabhängig
    -> Schwankungen innerhalb eines Jahres und verschiedener Jahre
  • Charakterisierung des Fließverhaltens
    • Abfluss Q (Volumenstrom des Wassers)
    • Pegelstand W (Höhe der Wasseroberfläche)
  • Definition: Wassermenge pro Zeiteinheit, die ein Wasserlauf an einem bestimmten Punkt führt
  • Wasserdargebot abhängig von Art und Größe des Einzugsgebiets und von zeitlicher Verteilung der Niederschläge sowie dem Schmelzwasseraufkommen
  • Durch Mittelung Abflussdauerlinien mehrerer Jahre erhält man die "Abflussdauerlinie für da Regeljahr"

V.1.2 Kraftwerksfallhöhe

  • Höhenunterschied: Ober und Unterwasserspiegel des Stauwerks
  • Errichtung durch:
    • Aufstauung des Oberwassers
    • Absenkung des Unterwassers
    • Umleitung des Wassers
  • aufgrund Reibungsverlusten etc. ist Nutzfallhöhe kleiner Kraftwerksfallhöhe

V.1 Dargebot des Wasser: Entstehung

  • Sonneneinstrahlung bewirkt natürl. Wasserkreislauf, in dem ca. 22% der insgesamt auf die Erde eingestrahlten Energie umgesetzt wird
  • Mit Verdunstung verleiht Sonne dem mit der Luft aufsteigenden Wasserdampf potentielle Energie
    -> Wasserdampftransport -> Niederschlag
  • ohne tech. Nutzung wird potentielle Energie des Wasser in den Wasserläufen durch Erosionswirkung im Flussbett und durch Wirbelwirkung "aufgezehrt"
  • Energiegehalt abhängig von: Volumen und Höhe
  • ca 25% technisch nutzbar
  • in Europa ausgeschöpft, aber weltweit noch unerschlossene Potentiale

V.2.2 Wasserturbinen

  • Früher: Nutzung ober- und unterschlächteiger Wasserräder
  • Nutzung potentieller Energie: m*g*h
  • Heute: Strömungsmaschinen
    • gerichtete Geschwin. in den "Leitschaufeln"
    • Abagabe Energie durch Änderung der Geschwin. (Betrag und Richtung) an die "Laufschaufeln"
    • + hoher Wirkungsgrad
    • + hohe Drehzahl
    • + große Leistung

V.2.2.1.1 Kaplanturbine

  • vollbeaufschlagte Überdruckturbine
  • mit axialer Zuströmungsrichtung des Wassers ins Laufrad
  • Flügelzahl abhängig von auszunutzenden Fallhöhe: 3-8
  • bis 25m Fallhöhe
  • bei stark schwankender Wasserführung zum Teil bis ca. 100m
  • Sonderform: Propellerturbine (nicht anpassungsfähig)

V.2.2.1.2 Rohrturbine

  • entwickelt aus Kaplanturbine
  • horizontaler Einbau zur Vermeidung der Umlenkverluste
  • platzsparend -> landschaftliche Einpassung
  • niedriege Fallhöhen als Kaplanturbine

V.2.2.2 Francisturbine

  • vollbeaufschlagte Überdruckturbine
  • Wasser strömt am Laufradumfang gleichmäßig mit radialer Zuströmungsrichtung des Wassers in das Laufrad
  • Typen von Francisturbinen
    • Langsamläufer: kleine Wassermengen bei großen Gefällen
    • Normalläufer
    • Schnellläufer: große Wassermengen bei kleinen Gefällen
  • Einsatzbereich: 50-800m
  • kann auch als Pumpe arbeiten

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