Simulation 1 (Kapitel 1 & 2)

Lernkarteikarten zur Vorlesung "Simulation 1" bei Prof. Straßburger an der TU Ilmenau.

Lernkarteikarten zur Vorlesung "Simulation 1" bei Prof. Straßburger an der TU Ilmenau.


Robin Douglas
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Simulationen und Modelle im Bereich Informatik für die Mittelstufe. Sie konzentrieren sich auf die Grundlagen von Simulationen, einschließlich der Erstellung, Validierung und Verifikation von Modellen, sowie auf die Analyse von Systemen und die Bewertung von Ergebnisgrößen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Schüler und Studierende, die sich mit der Simulation von Prozessen und Systemen befassen, da sie wichtige Konzepte und Methoden erläutern und praktische Beispiele bereitstellen.
Cartes-fiches
64
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
28.05.2013 / 02.08.2019

Cartes-fiches

(Kapitel 1): Nennen Sie typische Fragestellungen an die Simulation im Produktionskontext!

  • Wird die neu geplante Fabrik die geplanten Produktionsziele erreichen?
  • Nach welcher Strategie sollen die Aufträge abgearbeitet werden?
  • Gibt es Einsparungsmöglichkeiten in der Produktion?
  • ...

(Kapitel 1): Definieren Sie den Begriff "Modell"

Ein Modell ist eine vereinfachende Nachbildung wesentlicher Strukturen und Funktionen komplizierter und komplexer Gebilde der Wirklichkeit, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen, deren Bewältigung am Original unmöglich oder unzweckmäßig ist.

(Kapitel 1): Welche wesentlichen Merkmale zeichnen Modelle aus?

  • Abbildung:
    Ein Modell ist immer ein (repräsentatives) Abbild eines Systems.
  • Abstraktion:
    Ein Modell erfasst nicht alle Eigenschaften des Originals, sondern nur solche, die dem Modellerschaffer bzw. dem Modellnutzer als zweckmäßig erschenen.
  • Modellzweck:
    Ein Modell wird vom Modellerschaffer bzw. Modellnutzer innerhalb einer bestimmten Zeitspanne und zu einem bestimmten Zweck eingesetzt.

(Kapitel 1): Was versteht man unter dem Begriff "(reales) System"?

Ein (reales) System ist die allgemeine Bezeichnung für das Untersuchungsobjekt zu dem man ein Modell baut und nutzt.

(Kapitel 1): Was ist ein dynamisches System?

Ein dynamisches System ist ein dynamisches System, das sich im Lauf der Zeit ändert. Es wird häufig auch als Prozess bezeichnet. Als Prozess wird aber auch die Folge der Veränderungen bezeichnet, welche sich in einem System ereignen.

(Kapitel 1): Nennen Sie sechs allgemeine Klassifikationsmöglichkeiten von Modellen!

Modelle können grundsätzlich in 6 Klassen eingeteilt werden:

  1. Geometrische Modelle:
    Geometrische Modelle sind dadurch gekennzeichnet, dass sie geometrische Ähnlichkeiten zum Original aufweisen.
  2. Physikalische Modelle:
    Phsysikalische Modelle nutzen pyhsikalische Effekte, die auch im Original auftreten.
  3. Biologische Modelle:
    Ein biologisches Modell ist ein Modell, welches mit dem Original biologisch verwandt oder ähnlich ist.
  4. Stoffliche Modelle:
    Stoffliche Modelle sind Modelle, in dem Stoffe benutzt werden, die auch im Original vorkommen.
  5. Strukturelle Modelle:
    Strukturelle Modelle weisen strukturelle Ähnlichkeiten zum Original auf, d.h. es gibt gleich benannte Komponenten und gleiche Relationen zwischen ihnen.
  6. Funktionelle Modelle:
    Ein Modell wird als funktionelles Modell klassifiziert, wenn seine Funktion, d.h. sein Input-Output-Verhalten, dem Original ähnlich ist.
     

(Kapitel 1): Wie können Modelle im mathematischen Sinn klassifiziert werden?

Es gibt im Wesentlichen 7 Klassen von Modellen:

  1. Stochastische Modelle:
    Wenn im Modell (und im Original) zufällige Einflüsse und Komponenten auftreten und z.B. Zufallsgeneratoren benutzt werden, um die im Original vorkommenden Zufallseinflüsse nachzubilden.
  2. Deterministische Modelle:
    Sind Modelle, in denen es keine zufallsabhängigen Einflüsse gibt.
  3. Statische Modelle:
    In einem statischen Modell treten keine zeitabhängigen Änderungen auf.
  4. Dynamische Modelle:
    Dynamische Modelle unterliegen zeitabhängigen Veränderungen.
  5. Kontinuierliche bzw. stetige Modelle:
    Ein Modell wird als kontinuierliches Modell bezeichnet, wenn alle in ihm auftretenden Größen stetige Funktionen der Zeit sind und keine sprunghaften Wert- oder Zustandsänderungen auftreten.
  6. Diskrete Modelle:
    Diskrete Modelle sind Modelle, in denen sprunghafte Wert- oder Zustandsänderungen auftreten (bezieht sich auf den Zeitpunkt der Änderungen).
  7. Kombinierte Modelle:
    Ein Modell wird als kombiniertes Modell bezeichnet, wenn es darin sprunghafte Wert- oder Zustandsänderungen und darüber hinaus nichtlineare, durch Differentialgleichungen abbildbare zeitabhängige Prozesse gibt.
     

(Kapitel 1): Nach welchen Kriterien können Modelle klassifiziert werden?

  • Nach Art der Abbildung
  • Nach Art der Zustandsübergänge

(Kapitel 1): Was versteht man unter einem mathematischen Modell?

Ein mathematisches Modell eines Systems oder eines im System ablaufenden Prozesses ist die Gesamtheit formaler Beziehungen, die den Zusammenhang der Zustandsvariablen mit anderen Systemparametern, den Anfangsbedingungen und Eingangsgrößen des Systems oder des Prozesses beschreiben.

(Kapitel 1): Was versteht man unter einem analytischen Modell?

Das mathematische Modell eines Systems heißt analytisches Modell, wenn es die Zusammenhänge zwischen den Zustandsvariablen, Parametern, Anfangsbedingungen und Eingangsinformationen des Systems in Form analytischer, d.h. funktionaler Ausdrücke (= in Form von Gleichungen) beschreibt.

(Kapitel 1): Was versteht man unter einem algorithmischen Modell?

Das mathematische Modell eines Systems oder eines Prozesses heißt algorithmisches Modell, wenn es den originalen Prozessverlauf im System in Form struktur- und zeitgerechter Wertveränderung der einzelnen Zustandsvariablen mittels elementarer Operationen und Bedingungen in algorithmischer Verknüpfung widerspiegelt.

(Kapitel 1): Welche Schritte sind für eine saubere und wissenschaftliche Modellierung nötig?

Es sind 8 Schritte nötig, um eine saubere und korrekte Modellierung des Originals zu erhalten:

  1. Bestimmung der Aufgabenstellung für die Modellnutzung
  2. Schaffung oder Auswahl eines Modells für ein Originalsystem
  3. Prüfung und Sicherung der Übereinstimmung des Modells mit der Aufgabenstellung (=> Verifikation)
  4. Beobachtung des Originalsystems mit dem Ziel der Gewinnung von Beobachtungswerten, die in das Modell als Eingangsdaten order Parameterwerte einzubeziehen sind
  5. Die Überprüfung der Übereinstimmung von Modell und Original bezüglich der gestellten Aufgabe (=> Validierung)
  6. Untersuchungen, Berechnungen und Experimente am Modell mit dem Ziel des Erkenntnisgewinns
  7. Übertragung der Erkenntnisse auf das Original
  8. Überprüfung der Gültigkeit der modellbezogenen Erkenntnisse für das Original

(Kapitel 1): Definieren Sie den Begriff "Simulation" nach VDI-Richtline!

Die Simulation ist die Nachbildung eines Systems mit seinen dynamischen Prozesses in einem experimentierfähigen Modell, um zu Erkenntnissen zu gelangen, die auf die Wirklichkeit übertragbar sind.

(Kapitel 1): Was versteht man unter einem Simulationsmodell?

Simulationsmodelle sind dynamische Modelle, die in der Regel durch Computerprogramme realisiert sind. Während eines Simulationslaufs werden Zustandsänderungen in einer zeitlichen Reihenfolge nachgebildet, die dem Zeit- und Prozessablauf des Originals entspricht.

Merkmale oder Eigenschaften des Originals werden im Modell durch Modellparameter oder Modellvariablen dargestellt.

Im Original ablaufende Prozesse werden durch Algorithmen repräsentiert.

(Kapitel 1): Erläutern Sie den Unterschied zwischen der kontinuierlichen Simulation und der diskreten Simulation!

Kontinuierliche Simulation:

Bei der kontinuierlichen Simulation werden stetige Prozesse abgebildet. Dabei werden Differentialgleichungen zur Darstellung der Gesetzmäßigkeiten, die dem Prozess zugrunde liegen, genutzt.

Diskrete Simulation:

Bei der diskreten Simulation werden nach statistisch oder zufällig bemessenen Zeitintervallen bestimmte Ereignisse ausgelöst, die den nächsten Systemzustand bestimmen.

(Kapitel 2): Welche Eigenschaften haben Simulationsmodelle?

Simulationsmodelle beschreiben ein reales System durch Werte von Zustandsvariablen. Die möglichen Realisierung der Zustandsvariablen bilden einen n-dimensionalen Zustandsraum.

(Kapitel 2): Erläutern Sie die Begriffe Zustandsvariablen, Zustandswerte und Systemzustand!

Zustandsvariablen sind dynamische Merkmale, die das Wesen und den inneren Zustand eines Systems beschreiben. Die Werte einer Zustandsvariablen zu einem Zeitpunkt t heißen Zustandswerte. Der Systemzustand wird durch die Realisierung aller Zustandswerte zum Zeitpunkt t beschrieben.

(Kapitel 2): Erläutern Sie das bedienungstheoretische Grundkonzept!

Die Bedienungstheorie ist die "Mathematik der Warteschlangen" (engl. queueing theory). Ein Bedienungssystem besteht immer aus ein oder mehren Bedienungskanälen (Servern), die von den eintreffenden Forderungen (z.B. Kunden) in Anspruch genommen.

In der Regel zufällige Ankunfts- und Bedienzeiten resultieren in zufälligen Wartezeiten für die Kunden und zufällige Stillstandzeiten für die Server.

=> Bedienungstheorie liefert die theoretische Basis für sehr viele Problemstellungen, die mit der diskreten Simulation gelöst werden.

(Kapitel 2): Nennen Sie typische Beispiele der Bedienungstheorie!

  • Kunden im Supermarkt
  • Kunden in einer Bank
  • Check-In am Flughafen
  • Telefongespräche in einer Leitung
  • Computerjobs auf einem Server
  • Reparaturaufträge in einer Werkstatt
  • ...

(Kapitel 2): Durch welche Merkmale wird ein Problem der Bedienungstheorie i.d.R. beschrieben?

Ein Problem der Bedienungstheorie wird durch folgende Merkmale beschrieben:

  • Kunden- bzw. Forderungsstrom
    • Zwischenankunftszeiten
    • (Un-)geduldige Kunden
    • Kundentypen
    • Einzelkunden oder Blöcke
  • Bedienungsanlage
    • Systemkapazität
    • Anzahl der Server
    • Anordnung der Server
    • Wartedisziplin (FCFS, LCFS, RSS oder Prioritäten?)
    • Einzel- oder Parallelservice
    • Bedienungszeiten der Server

(Kapitel 2): Erläutern Sie die Kurzschreibweise für einfache Bediensysteme!

Einfache Bediensysteme werden durch folgende Kurzschreibweise beschrieben: A/B/X/Y/Z

Dabei beschreibt

  • A die Verteilung der unabhängigen Zwischenankunftszeiten
  • B die Verteilung der unabhängigen Bedienzeiten
  • X die Anzahl der parallelen Server
  • Y die Systemkapazität (Standardannahme: Y = ∞)
  • Z die Wartedisziplin (Standardannahme: Z = FCFS)

Beispiel: M/M/1 ist ein Bedienmodell mit einem Server, einem exponentialverteilen Forderungsstrom und einer exponentialverteilten Bedienzeit.

(Kapitel 2): Welche Werte können A und B in der Kurzschreibweise für Bediensysteme annehmen?

  • M: Exponentialverteilung (Markov Eigenschaft)
  • D: deterministisch
  • Ek: Erlangverteilung
  • Hk: Mischung von Exponentialverteilungen
  • G: beliebige Verteilung

(Kapitel 2): Welche Grundformen der diskreten Simulation gibt es?

  • Taktsimulation
  • Ereignissimulation

(Kapitel 2): Was versteht man unter Taktsimulation?

Wächst die Simulationszeit bei jedem Sprung um denselben Wert, so spricht man von Taktsimulation bzw. Zeitfolgesimulation.

  • Es werden Zeitpunkte mit gleichem Abstand betrachtet
  • Nur zu diesen Zeitpunkten wird berechnet, wie sich die Modelldaten verändern

(Kapitel 2): Charakterisieren Sie Problemstellungen, für deren Lösungen man auf die Taktsimulation zurückgreifen kann!

Die Taktsimulation wird eingesetzt wenn es im Original eine dominierende, prozessbestimmende Taktung gibt oder wenn nichtlineare stetige (kontinuierliche) Prozesse durch einfache Näherungsverfahren zu lösen sind.

(Kapitel 2): Welche Vorteile hat die Taktsimulation?

  • Algorithmen sind relativ leicht zu entwerfen und zu implementieren
  • Ergebnisse lassen sich relativ leicht in einer Animation darstellen

(Kapitel 2): Welche Nachteile hat die Taktsimulation?

  • Veränderungen am Systemzustand werden nur am Ende eines Taktes berücksichtigt. Veränderungen dazwischen können bei großen Takten nicht erfasst werden
  • Sind Takte zu klein, kann es vorkommen, dass keine Veränderungen am Systemzustand erfolgt sind (sog. Leertakte), der Zustand am Ende eines Taktes wird aber trotzdem berechnet (=> Rechenzeit)
  • Kurzer Takt führt zwar zu genaueren Ergebnissen, erhöht jedoch die Rechenzeit

(Kapitel 2): Beschreiben Sie die algorithmischen Grundlagen der Taktsimulation!

Initialisiere die Zeit t zu 0

Initialisiere die andere Statusvariablen

WHILE NOT EndeBedingung DO:

Berechne den Systemzustand am Ende des Taktes

Aufzeichnen benötigter Variablen

Berechne EndeBedingung

Erhöhe die Zeit t

END WHILE

(Kapitel 2): Was versteht man unter Ereignissimulation?

Bei der Ereignissimulation (auch diskrete ereignisgesteuerte Simulation genannt) wird die Simulationszeit bei jedem Sprung auf den Zeitpunkt des nächsten Ereignisses eingestellt. Dabei wird unter einem Ereignis die sprunghafte Änderung des Wertes einer Variablen verstanden. Die Begriffe Ereignis und Zustandsänderung sind daher synonym.

(Kapitel 3): Was ist eine Weltsicht in der Simulation?

In der diskreten Simulation wird von verschiedenen Modellierungsansätzen - sog. Weltsichten - gesprochen. Dabei definiert eine Weltsicht, wie ein Simulationsmodell aufgebaut bzw. modelliert wird.

(Kapitel 3): Welche gängigen Weltsichten gibt es?

  • Ereignisorientierte Weltsicht
  • Aktivitätsorientierte Weltsicht
  • Prozessorientierte Weltsicht

(Kapitel 3): Erläutern Sie das Grundprinzip der ereignisorientierten Weltsicht!

Ereignisse ändern den Status eines Modells, indem sie Veränderungen an den Statusvariablen durchführen. Dabei werden verscheidene Ereignistypen zur Modellierung typischer "Aktionen" definiert, die im Modell bzw. realen System auftreten können. Der Zustand bleibt zwischen zwei Ereignissen unverändert.

Gleiche Ereignisse können in Eventtypen zusammengefasst werden. Dabei enthält jeder Ereignistyp Anweisungen zur Durchführung der Veränderungen. Typischerweise treten mehrere Instanzen von einem Eventtyp in einer Simulation auf. Die Verwaltung der Events und Startzeiten geschieht in sog. "Event Notices". Die Verwaltung aller Ereigniseinträge geschieht in einer Ereignisliste, die aufsteigend nach den Ereigniszeitpunkten geordnet ist.

(Kapitel 3): Erläutern Sie den prinzipiellen Ablauf der ereignisorientierten Simulation!

Die ereignisorientierte Weltsicht wird in 3 Schritten simuliert:

  1. Timing Routine (loop)
    1. Auswahl des ersten Eintrags aus der Ereignisliste
    2. Setzen der Simulationsuhr auf den Ereigniszeitpunkt des ausgewählten Eintrags
    3. Ausführen der Ereignisroutine
    4. Vernichtung des Ereigniseintrags
  2. Initialisierung
    Mindestens ein Eintrag in der Ereignisliste
  3. Ende
    Die Ereignisliste ist leer oder eine andere Abbruchbedingung ist erfüllt

(Kapitel 3): Was versteht man unter dem Begriff "Entitäten"?

Zur Beschreibung von Modellkomponenten werden sog. Entitäten eingeführt. Eine Entität ist somit eine konzeptuelle Modellkomponente, die mit anderen Modellkomponenten interagiert. Entitäten werden hauptsächlich zur Beschreibung physischer Komponenten (z.B. Kunden im Geschäft) und zur Beschreibung virtueller Komponenten (z.B. Aufträge in der Fertigung) verwendet.

Dabei werden die klassichen Zustandsvariablen durch Attribute der Entitäten ersetzt.

(Kapitel 3): Wie können Entitäten klassifiziert werden?

Entitäten können nach folgenden Kriterien klassifiziert werden:

  • Zeitliche Existenz
    • Temporäre Entitäten (z.B. Kunden in einem Supermarkt)
    • Permanente Entitäten (z.B. Kassen in einem Supermarkt)
  • Verhalten
    • Aktive Entitäten (beeinflussen direkt das Verhalten oder Attribute anderer Entitäten)
    • Passive Entitäten (führen selbst keine Aktion aus)

(Kapitel 3): Erläutern Sie das Grundprinzip der aktivitätsorientierten Simulation!

Ziel der aktivitätsorientierten Simulation ist es, die Beschreibung der Dynamik in den Modell stärker an den Entitäten auszurichten.

Grund für die Dynamik in Modellen:

  • Interaktionen der Entitäten über die Zeit
  • Entität befindet sich in einem definierten Zustand (z.B. Warten am Schalter)
  • Änderungen des Zustands nur möglich, wenn Bedingungen erfüllt sind (z.B. Berater ist frei, kein anderer Kunde vor ihm)
  • Entität befindet sich in einem anderen definierten Zustand 2 (z.B. Gespräch mit dem Berater)
  • Änderungen des Zustands wenn ich definierter Zeitpunkt erreicht

 

(Kapitel 3): Welche Eventtypen gibt es in der aktivitätsorientierten Simulation?

  • Conditional Events (Bedingte Ereignise)
    • Kann nur eintreten, wenn bestimmte Bedingung erfüllt
    • korrespondiert häufig mit dem Start von Interaktionen zwischen Entitäten
  • Scheduled Events (Geplantes Ereignis)
    • Tritt nach einem fest definierten Zeitpunkt ein
    • korrespondiert häufig mit dem Ende einer Interaktion
    • ist nicht von anderen Bedingungen abhängig

(Kapitel 3): Was versteht man unter einer Aktivität?

Eine Aktivität ist eine Interaktion zwischen verschiedenen Entitäten über eine definierte Zeit. Eine Aktivität beginnt mit einem conditional event und endet mit einem schedulded event. Die Zeitspanne zwischen Start und Ende wird als Actvity Duration bezeichnet.

(Kapitel 3): Erläutern Sie die prozessorientierte Weltsicht am Beispiel von SLX!

Ein Modell besteht in der prozessorientierten Weltsicht aus einer dynamischen Menge an interagierenden aktiven und passiven Objekten. Die Objekte besitzen jeweils einen Zustand in Form lokaler Daten (sog. Zustandsattribute).

Aktive Objekte haben ein eigenes Verhalten, welches über Logiken repräsentiert wird (z.B. Kunden in einer Bank). Passive Objekte werden von aktiven Objekten benutzt und haben keine ausführbare Verhaltenslogik (z.B. Parkplatz vor dem Supermarkt).

(Kapitel 3): Welche Arten der Verzögerung gibt es in SLX?

  • Schedulded Delays
    • Geplante zeitliche Verzögerung
    • Bsp: Bedienzeit am Schalter
    • SLX-Befehlt: "advance_x_Zeiteinheiten"
  • State based Delays
    • Verzögerung aufgrund einer logischen Bedingung
    • Bsp: Warten bis Bankschalter frei
    • SLX-Befehl: "wait unitl logischer_Ausdruck"

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