Sicherheitstechnik

Fragen zum Thema Sicherheitstechnik

Fragen zum Thema Sicherheitstechnik


S. R.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Sicherheitstechnik im universitären Kontext, mit Fokus auf Brandschutz, Gefahrenstoffe und Schutzmaßnahmen. Sie decken Themen wie die Kennzeichnung von Gefahrstoffen, Brandschutzbestimmungen, Explosionsgrenzen und Maßnahmen zur Minimierung von Gefährdungen ab. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachkräfte, die sich mit Sicherheitstechnik befassen, um Gefahren zu erkennen und wirksame Schutzstrategien zu entwickeln.
Cartes-fiches
86
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.08.2014 / 21.11.2023

Cartes-fiches

Vorraussetzung für Feuer

  • Oxidationsmittel (Sauerstoff, Luft,...)

  • Zündquelle

  • brennbares Material (ausreichende Menge)

  • alles zum gleichen Zeitpunkt und am gleichen Ort

Def Zündtemperatur

Zündtemperatur, Zündpunkt, niedrigste Temperatur einer heißen Oberfläche, an der sich ein Brennstoff-Luft-Gemisch optimaler Zusammensetzung gerade noch entzündet und ohne Wärmezufuhr selbstständig weiterbrennt. 

Def Mindestverbrennungstemperatur

 … ist die Temperatur, bei der die für das Unterhalten eines selbständigen Brennens notwendige Energie vorhanden ist. Die Verbrennung unterhält sich selbst, eine weitere Energiezufuhr von außen ist nicht notwendig.

Def Feuerwiderstandsdauer

 … ist die Mindestdauer in Minuten, während der ein Bauteil bei Prüfung nach genormten Prüfverfahren unter praxisechten Randbedingungen und unter einer bestimmten Temperaturbeanspruchung bestimmte festgelegte Anforderungen erfüllt, d.h. seine Funktion beibehält (z. Bsp. Tragfähigkeit, Raumabschluss).

Def Brandabschnitt

 … Bereich, der von benachbarten Bereichen brandschutztechnisch so getrennt ist, dass eine Brandübertragung nicht oder erst nach einer bestimmten Branddauer möglich ist. Die Trennung kann durch Schutzabstände, Bauteile oder brandschutztechnische Einrichtungen erfolgen.

Def Brandabschnitt (Bautechnischer Brandschutz)

 … ist der Brandabschnitt Teil eines Gebäude, de gegenüber anderen Teilen desselben Gebäudes durch raumabschließende Bauteile (Wände, Decken, Türen) getrennt ist, die eine bestimmte Feuerwiderstandsdauer aufweisen.

Def raumabschließende Bauteile

 … haben die Aufgabe, einen Brand für eine bestimmte Zeit auf ein Gebäude oder einen bestimmten Bereich eines Gebäudes (Brandabschnitt) zu begrenzen. Sie müssen bei einer Brandbeanspruchung ausreichend lang widerstandsfähig gegen strahlende Wärme und die Ausbreitung von Feuer oder Rauch sein.

Def Brandlast

 … ist das auf eine bestimmte Grundfläche bezogene Wärmepotenzial aller auf ihr vorhandenen brennbaren Stoffe.

Def Verbrennung

 … ist eine Oxidationsreaktion unter Abgabe von Wärme, insbesondere auch von Licht und flüchtigen Stoffen

Beispiele für Zündquellen

  • offene Flammen Brennerflamme

  • chem. Reaktionen Oxidationsreaktionen

  • el. Lichtbögen elektrisches Schweißen

  • el. Funken Kurzschlüsse

  • Licht und Wärmestrahlung Mikrowellenöfen

 

Brandverlauf und Phasen:

  • Brandentstehung (Zündung)

  • Ausbreitung im Raum (flash over)

  • volle Entwicklung im Raum/ Abschnitt

  • Brandübersprung (Etage zu Etage, Gebäude zu Gebäude)

  • Flächenbrand

  • Abklingen

Was bezeichnet der Begriff flash over?

Definition flash over

...Rauchgasdurchzündung

  • durch Wärmestrahlung des Feuers/ Brandes Erhitzen der umliegenden Materialien

  • Aussondern von Gasen

  • Sammeln der Gase unter der Decke

  • wenn unter Explosionsgrenze erreicht und genügend Sauerstoff vorhanden Durchzündung

Brandklassen:

 … sind eine Klassifizierung der Brände nach therm. brennenden Stoffen EN2 (Europe Norm) A,B,C,D,F

Welche Brandklassen können mit welchen Löscher gelöscht werden?

siehe Tabelle

Brandverlauf

  • am Anfang sehr kleiner Brandherd

  • T(Brand)<650°C Feuer kann gelöscht werden

  • T(Brand)>650°C Entflammen auch scher entflammbarer Stoffe

  • Feuer/ Brand breitet sich schlagartig aus (im ganzen Raum) flash over

  • durch Brand wird der Luft Sauerstoff entzogen (Sogeffekt)

  • durch hohe Temperaturen – Fensterscheiben brechen (implodieren)

  • Brand wird beschleunigt

  • Löschen nur bis 1-3min möglich

  • in den ersten 5min der Brandbekämpfung kann man mehr erreichen als in den nachfolgenden 5 Stunden

Hauptbestandteile und Wirkungsweise eines Feuerlöschers

  • Löschmittelbehälter

  • Treibgasflasche

  • Auslöseeinrichtung

  • Betätigungseinrichtung

  • Steigrohr

Was sollte man beim Löschen eines Feuers beachten?

Bild

Schema Rauchmelder

bild

Gibt es absolute Sicherheit?

  • NEIN – erreichbar ist allenfalls mehr Sicherheit (nach dem Stand der Technik1)

  • Fehler möglichst vermeiden

  • sich mit Geräten und Systemen vor möglichen Gefahrenquellen schützen

 

  • Fazit: Restrisiko ist unvermeidbar (Irren ist menschlich), führt zum Fehlverhalten

  • wer eine Technik einsetzt muss deshalb ihren Nutzen gegen das Restrisiko abschätzen

Def Brandschutz

...sind alle Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes oder der Ausbreitung von Feuer/ Brand (Brandausbreitung) vorbeugen und bei einem Brand die Rettung von Mensch und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten ermöglichen.

Ziel Brandschutz

  • Schutz von Leben und Gesundheit

  • Schutz der Sachwerte der Nachbarn und des Eigentums

  • Einteilung der Brandschutzmaßnahmen in vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz

  • Ziel: Verhinderung von Brandausdehnung (z. Bsp. durch Bau von widerstandsfähigen Wänden,...)

Welche 2 Subthemen hat Vorbeugender Brandschutz?

Baulicher/- und Anlagentechnischer Brandschutz

Aspekte vom baulichen Brandschutz

 Brandmeldeanlagen

Löschanlagen

Brandverhalten von Bauteilen

Brandwände

haustechn. Einrichtungen

Brandabschnitte

Fläche für Feuerwehr

Rauch- und Wärme-abzugsanlagen  

Aspekte vom Anlagentechnischen (betrieblichen) Brandschutz

 Reduzierung von Brandlasten

Vermeidung von Zündquellen

Verwendung von vorschriftsmäßigen Betriebsmitteln

Kontrollen

Standfestigkeit der Konsstruktion

hinreichende Gebäudeabstände

Welche 2 Subthemen hat abwehrender Brandschutz`?

Organisatorischer-/ Öffentlicher Brandschutz

Aspekte organisatorischer Brandschutz

 Alarmplan

Einsatzplan

Gefahrenabwehrplan

Feuererlaubnis-scheine

Brandschutzordnung

Unterweisung

Betriebsanweisung

Aspekte öffentlicher Brandschutz

 Feuerwehren/ „Stärke“

Bekämpfung von Bränden

Rettung, Bergung

Löschwasserversorgung

Löschgeräte

Ausbildung von Mitarbeitern

geeignete Zugänge für Feuerwehr  

allgemeiner vorbeugender branschutz

  • Standortwahl

  • Bildung von Brandabschnitten

  • Löschanlagen

  • Verhinderung der Brandentstehung

  • Maßnahmen gegen Brandausbreitung

  • Möglichkeiten der Rettung von Mensch und Tier

  • Wasserversorgung

allgemein abwehrender brandschutz

  • Gefahr des Brandes: Freisetzung von Energie und gefährlichen Stoffen, örtliche

  • Gegebenheiten

  • Löschmittel

  • Löschwasserversorgung und -förderung

  • Feuerwehrfahrzeuge

  • Feuerwehrausrüstung

faktroren von brandrisiko

  • Art und Menge der brennbaren Stoffen

  • Art der Lagerung von brennbaren Stoffen

  • Stoffeigenschaften: Zünd- und Brennfähigkeit (gelagerte Stoffe, für den Bau verwendete Stoffe)

  • Kennzeichnung der Stoffe wichtig

  • Lüftungs- und Ventilkanäle: Entwicklung von Rauch und giftigen Gasen im Brandfall

  • Minimierung der Ausbreitung – werden Räume durch Brandwände verstärkt (Brandklassen A,B)

  • Feuerbeständigkeit F>90min (muss mindestens 90min aushalten)

  • automatische Feuerlöschanlagen – Kohlenstoffdioxid (30%) „schonende Anlage“

  • Handfeuerlöscher

    • auf Schaumbasis Natriumcarbonat und Schwefelsäure reagieren zu Natriumsulfat, Kohlenstoffdioxid und Wasser

    • mit Kohlenstoffdioxid max. 1. Minute

    • mit Düse 1 Brandstelle, 2 Ventilkanäle

 

betriebliche Maßnahmen in Verbindung mit Bränden

  • Verbote

  • Gebote

  • Warnungen

  • Hinweise

  • Maßnahmen gegen Brandstiftung

Störfallverordnung – Risikoanalyse prüfen von:

  • mechanisches Versagen, Statik

  • Versagen von Maschinen prüfen

  • Ausfall von Energie (pneumatische) Hilfsenergie

  • Störung von Wärmezu- oder -abfuhr

  • Vorkommen von Leckagen/ Verstopfungen

  • innerbetriebliche Transportunfälle

  • Bedienfehler

  • unzureichende Unterweisung

  • Gefahren von benachbarten Anlagen

Verhalten im Brandfall

  • keine Hektik – Ruhe bewahren

  • Einschätzung der Brandgefahr – 112 Feuerwehr

  • gefährdete Personen warnen

  • Hilflose mitnehmen

  • Löschversuch unternehmen

  • Türen schließen (Luftdicht)

 

zweck der störfallverordnung

  • Verhütung von Bränden und vorbeugende Begrenzung von Brandherden

  • dauerhafte technische Brandschutzanlage

vermeidung und beherrschung von bränden

  • Schadensfeuer vorbeugendeim Brandfall die Rettung von Personen ermöglichen

  • Brandausbreitung verhindern

  • Sachschäden möglichst gering halten

  • wirksame Brandbkämpfung sicherstellen

  • Umweltschäden vermeiden

brandschutzbestimmungen sind notwendig

  • Landesbauordnung

  • Verordnungen

    • Garagenverordnung

    • Druckbehälterverordnung

    • Verordnung über brennbare Flüssigkeiten

  • Richtlinien

    • Heizbehälter-Richtlinie

  • anerkannte Regeln

    • DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen

    • DIN 14675 Feuermelder und Alarmeinrichtungen

    • DIN 14092 Brandschutzordnung

 


 

Warum deutlich höhere Anzahl an Unfällen in Universitätslaboren?

mangelnde Routine (unerfahrenes Personal)

Stand der Sicherheitstechnik (auflagen Gesetze)

direkter Kontakt mit Gefahrstoffe

Automatisierungsgrad

innovative Prozesse

schwierige Risikobewertung

flexibel eingesetzte Komponenten

Sicherheit hindert Forschungsarbeit

Gefahr

Zustand/ ereignis bei dem nicht vertretbares Risiko besteht

 

Gefährdung

Schädigende Energie (Einflüsse), die zu Gesundheitsschäden führen können

 

Gefährdigungsminimierung:

Arbeitsschutzgesetze(Pflicht vom Arbeitgeber)

Prozess „Gefährdungsbeurteilung“

Ermittlung GefährdungenBewertung

Ableitungen Schutzmaßnahmen

Umsetzung Schutzmaßnahmen

Prüfung Wirksamkeit

Dokumentieren

Étudier