Sicherheit am Arbeitsplatz
01 PM 07 Abwendung von Gefahren
01 PM 07 Abwendung von Gefahren
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Lernkarten
Sterilisation:
Abtöten aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen und deren Dauerformen in Stoffen, Zubereitungen oder an Gegenständen bzw. Instrumenten.
Umgang und Aufbereitung von Medizinprodukten:
- Medizinprodukte in geschlossenen Schränken aufbewahren
- First in - first out Prinzip
- Behandlungsindikator beachten
- Produkte erst unmittelbar vor der Anwendung öffnen
Desinfektionsmittel und ihr Wirkungsbereich:
Anwendung:
- Händedesinfektion, Hautdesinfektion
- Flächen- und Raumdesinfektion
- Geräte- und Instrumentendesinfektion
- Wäschedesinfektion
Personale Hygiene:
- Vermeiden von undangenehmen Gerüchen, Mundgeruch, Schweissgeruch, Aufdringliche Duftstoffe
- Kleidervorschriften der Institution anwenden
- Regelmässige Körperhygiene pflegen
- Kein hängender Schmuck
Allgemeine Grundästze = Medikamente:
- Medikamente nur mit geschwaschenen Händen richten und verteilen ( Medikamente möglichst nicht anfassen)
- Medikamente nicht im Voraus aus der Einzelverpackung / dem Blister herausnehmen
- Die Medikamente immer in der Originalverpckung belassen, nie umpacken.
- Das Richten der Medikamente erfordert Ruhe und Konzentration
- Der Arbeitsplatz muss sauber sein
- Den offenen Medikamentenschrank nie unbeaufsichtig lassen, den Giftschrank immer abschliessen
- Tropfen, Brausetabletten erst unmittelbar vor dem Verteilen zubereiten => Verdampfen
- Diejenige, welche die Medikamente kontrolliert, sollte diese auch verteilen
- Keine Medikamente für den Eigengebrauch entnehmen
- Fehler bei der Verabreichung sofort dem Arzt melden, danach CIRS
Medikamente werden beim Richten 3x kontrolliert:
1. Beim Griff nach dem Medikament
2. Bei der Entnahme
3. Beim Zurückstellen
6 - R - Regeln
- Richten Pat.
- Richtiges Medikament
- Richtige Dosierung und Konzentration
- Richtige Applikationsart
- Richtiger Zeitpunkt
- Richtige Dokumentation
Beim Verabreichen der Medikamente erstreckt sich der Verantwortungsbereich der Pflege auch auf die:
- korrekte Medikamentenabgabe und Information ( immer den Namen des Pat. laut nennen, den Pat. ansprechen)
Beim Verabreichen der Medikamente...
- Einnahme des Medikamentes
- Beobachtung auf Wirkung und Nebenwirkung
- Dokumentation über die Verabreichung und mögliche Probleme
Was muss die Arztverordnung beinhalten?
1. Den vollstnädnigen Medikamentennamen
2. Die Arzneiform ( tbl.drg.kps.supp etc.)
3. Die Applikationsart ( p.o.s.c etc)
4. Die Dosierung ( mg.ml.) Konzentration
5. Den Zeitinterval (3x1,1-1-1 etc.)
6. Fix oder in Reserve
7. Gemäss Spitalinternen Richtlinien immer schriftlich auf ein Verordnungsblatt
8. Telefnoische Verordnungen nur in Ausnahmefällen (Später vom Arzt unterzeichnen lassen)
Achtung nur vollständige Verordnungen akzeptieren!!
Warum sind diese Grundsätze zu beachten?
Gemäss Studien würden in der Schweiz jährlich 1200 Menschen im Rahmen der Spitalbehandlung sterben, davon 40% wegen falscher Medikation.
- Zulassung neuer Medikamente und kaum bekannter Namen von Generika, die in immer kürzeren Zeiträumen in den Handel kommen
- Ähnlich aussehende Verpackungen und Kennzeichnungen / Beschriftungen
- Ähnliche klinische Verwendung von Medikamenten
- Ähnliche Konzentrationen und Dosierungen
- Unterschiedliche Konzentrationsangaben auf Verpackung und Einzelampulle (z.B. Konzentrationsangaben pro 1 ml; Inhalt des Vials 10ml)
- Leicht verwechselbare Packungsbeschriftungen für das gleiche Medikament in unterschiedlichen Dosierungen
- Verwechselbare Anordnung von Beschriftungen
- Fehlende Kennzeichnung für Hochrisikomedikamente
- Unübersichtliche und / oder keine separate Aufbewahrung von Hochrisikiomedikamenten