Sicherheit am Arbeitsplatz
01 PM 07 Abwendung von Gefahren
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Definition Hygiene:
Die Hygiene ist Teil der medizinschen Wissenschaft und Praxis, die Lehre von der Förderung und Erhaltung der Gesundheit und von der Verhütung von Krankheiten. Sie befasst sich mit belebten und unbelebten Faktoren, die auf die Gesundheit n fördernder oder shädigender Weise einwirken.
Definition von Epidemiologie:
- Die Lehre von der Verteilung der Gesundheitsumstände und ihrer Determinanten sowie der damit zusammenhängenden Ereignisse und Umständer in der Bevölkerung.
- zwei Funktionen leiten sich daraus ab:
1. Die Beschreibung, also die Lehre von der Verteilung von Krankheiten
2. Die Erklärung, also die Lehre von den Determinanten, Ursachen von Krankheiten.
Verbreitung von Krankheiten:
Endemie:
- Das ständige Vorhandensein einer Krankheit in einem bestimmten Landstrich, bzw. das regelmässige Wiederauftreten einer Krankheit.
Verbreitung von Krankheiten:
Epidemie:
- Das massenhafte Aufrtreten von Erkrankungen ähnlicher Art innerhalb einer Bevölkerung oder einer Region in einem begrenzten Zeitraum.
Verbreitung von Krankheiten:
Pandemie:
- Bezeichnet eine weltweite Epidemie.
Prävalenz:
Die Prävalenz (Krankenbestand) ist die Zahl der erkrankten Personen innerhalb einer Bevölerung zu einem bestimmten Zeitpunkt, getelt durh die Anzahl der Gesamtbevölkerung zu diesem Zeitpunkt.
Prävalenz Definition:
Krankenbestand
Inzidenz: Definition
Neuerkrankungen
Inzidenz:
Die Inzidenz (Neuerkrankungen) einer Erkrankung ist als die Anzahl neuer Krankheitsfälle, die in einem bestimmten Zeitraum auftreten, bezogen auf die Bevölkerung die unter dem Erkrankungsrisiko steht.
- Die Inzidenzrate repräsentiert die Stärke der Morbidität in der Population bzw. sie ist ein Mass für das Erkrankungsrisiko.
Welche Krankheitserreger gibt es?
- Bakterien
- Viren
- Pilze
- Parasiten
- Prionen
Kontamination:
Nachweis einzelner, nicht proliferierender Keime
Kolonisation:
Keimvermehrung ohne Infektion, Dauerbesiedlung der Haut und Schleimhaut mit Mikroorganismen.
Infektion:
Krankheitserreger dringen in den Körper ein und vermehren sich und lösen eine Abwehrreaktion im Körper aus.
Übertragungswege:
Direkte Übertragung:
ohne Zwischenträger
Übertragungswege:
Tröpfcheninfektion:
Einatmen infizierter Speicheltröpfchen.
Übertragungswege:
Kontakt-/Schmierinfektion:
- Haut
- Schleimhaut
- Blut
- Sekrete
Übertragungswege:
Vertikale Infektion:
- diaplanzentar: Über die Plazenta
- konnatal: angeboren
Übertragungswege:
Indirekte Übertragung:
über Zwischenträger
Übertragungswege:
unbelebte Träger:
- Vehicle-borne: Tiere
- Wasser
- Nahrungsmittel
- kontaminierte Instrumente
- Air-Borne: Luft
- Stäube
- Aerosole
Übertragungswege:
- belebte Träger:
- Vector-borne:
- Insekten-/Spinnentiere
- Wirbeltiere
Einflussfaktoren:
Patient:
- Alter
- Ernährungszustand
- Grunderkrankung
- geschwächtes Immunsystem
- Verletzung der Körperintegrität
Einflussfaktoren
Mikroorganismen:
- Virulenz
- Überlebensmechanismus
- Resistenz
Einflussfaktoren:
Behandlung:
- invasive Massnahmen
- immunsuppressive Therapie
- parenterale Ernährung
Einflussfaktoren
Umgebung:
- Medizinisches Personal
- andere Pat.
- medizinische Geräte
- Wasser
- Oberflächen
- Lebensmittel
- Luft
Günstige Bedingungen für Mikroorganismen:
- Feuchtigkeit
- Wärme (ideal 37. Grad) - ungünstig sind Hitze und Kälte
- Nahrung / Nährboden (Abfall, Schmtz, Staub etc.)
- Dunkelheit
- Sauerstoff, die meisten Mikroorganismen brauche O2 (Aerobier). Es gibt auch solche, die sich unter Ausschluss des O2 vermehren( Anaerobier)
Nosokomiale Infekton:
Als nosokomiale Infekton werden Infekte bezeichnet, die sich ein Pat. währent der Hospitalisation, während dem Aufenthalt im Pflegeheim oder in einer ambulanten Einrichtung zusätzlich zur Grunderkrankung zuzieht, und zwar durch institutionseigene Erreger.
Massnahmen zur Vermeidung nosokomialer Infektionen:
- Konsequente Durchführung der Händedesinfektion
- Restriktive Andwendung aller Massnahmen, die mit einer Durchbrechung der Haut oder Schleimhaut verbunden sind.
- Restriktiver Einsatz von Therapien, die zu einer Beeinträchtigung der Immunabwehr des Pat. führen
- Restriktiver, gezielter Einsatz von Antibiotika, um Resistenzentwicklung zu verhindern
- Korrekte Aufbereitung von Medizinprodukten
- Angemessene Anwendung von Massnahmen der Desinfektion und Sterilisation
Organisation und krankenhausinterne Strukturen:
- Die Hygienekommission
- Hygienebeauftragte
- Krankenhaushygieniker
Standarthygienemassnahmen:
Das Ziel der Standardmassnahmen ist:
- Die Übertragung von Krankheitserregern von Pat. zu Pat. zu verhindern und damit nosokomialen Infektionen vorzubeugen
- Personal und Besucher von Infektionserregern zu schützen
- Standardmassnahmen werden vom Personal bei allen Pat. und in allen Bereichen eingehalten.
Spezifische Massnahmen bei bekanntem Erreger:
- Isolation von Pat. bei bestimmten Erregern um eine Übertragung von Krankheitserregern auf Personal und Pat. zu verhindern.
- Massnahmen sind im Hygieneplan der Institution festgelegt.
Die Elemente der Händehygiene:
- Hände waschen
- Hände desinfizieren
- Hände pflegen und schützen
Händewaschen:
Wann:
- Bei Arbeitsbeginn und -ende
- Vor dem Umgang mit Lebensmittel
- Vor und nach der Essenspause
- Bei sichtbarer Verschmutzung
- Nach der Toilette
Wie:
- Hände anfeuchten
- Mit normaler Flüssigseife Hände und Handgelenke gut einreiben
- Gründlich mit Wasser spülen
- Mit Papiertuch trocknen
Beachte:
- Wasserhahn mit gebrauchten Papier schliessen
- Beim Händewaschen werden häufig die gleichen Stellen vergessen wie bei der Desinfektion
- Desinfizierende Seife werden nur in speziellen Bereichen verwendet
Händedesinfektion:
Wann:
- Vor Pat. Kontakt
- Vor asebtischen Tätigkeiten
- Nach Kontakt mit potentiell infektiösem Material
- Nach Pat. Kontakt
- Nach Kontakt mit der direkten Pat. Umgebung
- Vor und nach Gebrauch von Handschuhen
Wie:
Die trockene Hohlhand mit alkoholischem Händedesinfektionsmittel füllen. Beide Hände und Handgelenke gut einreiben bis die Haut trocken ist.
Beachte:
Händedesinfektion nicht auf nasse oder schmutzte Hände geben. Bei der Desinfektion werden häufig vergessen: Daumen, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und die Handfurchen in der Handinnenseite.
Handschuhe:
Wann:
- Bei allen kontaminationsträchtigen Arbeiten
- Im Umgabg mit therapeutischen Cremes
- Bei Feucht- und Nassarbeiten
- Im Umgabg mit Lösungsmitteln oder allergisierenden Stoffen
Wie:
- Richtige Grösse wählen
- Nur kurz und gezielt tragen
- Nach ablegen der Handschuhe hygienische Hände Desinfektion durchführen
- Kontaminationsfreies ausziehen
Beachte:
- Ausziehen resp. wecheln der Handschuhe
- ist nötig zwischen den einzelnen Pat. und nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten
Händepflege:
Damit die Haut nicht durch häufiges Waschen oder Desinfizieren geschädigt wird, sollte auf regelmässige Anwendung von Hautschutzmizzel und auf eine konsequente Handpflege geachtet werden.
Kontakt mit Körperflüssigkeiten:
Blut, Körpersekrete und Extrete, Speichel, Trännenflüssigkeit etc. können Keime enthalten, deshalb werden bei möglichen Kontakt Handschuhe, wenn nötig auch Überschürzen oder Masken / Schutzbrillen getragen.
Antiseptik:
- bezeichnet alle Massnahmen zur Verminderung der Keimzahl von infektiösen Keimen an lebenden Geweben und damit zur Verhinderung einer Infektion z.B. durch Desinfektion mit Bioziden.
- Hautantiseptik vor Injektionen mit alkoholischem Antiseptikum.
- Mit Octenisept oder PVP lod bei Wunden.
Asepsis:
- Gesamtheit aller Massnahmen zur Vermeidung von Kontamination und Infektion.
- Die Asepsis ist auf Körperoberflächen jedoch kaum zu erreichen, da die Haut oder Schleimhaut nicht sterilisiert werden kann.
- Non-Touch-Technik
- Einrichtung des Arbeitsplatzes: Drei Flächentechnik = Sterile Flcähe
Reinigung:
Entfernen unerwünschter Substanzen von Oberflächen bzw. aus Stoffen und Stoffgemischen, teilweise Reduktion von Mikroorganismen.
Desinfektion:
Reduktion von vegetativen Mikroorganismen ( Bakterien, Pilze etc.) auf Flächen oder Gegenständen, sodass von diesen keine Infektion mehr ausgehen kann.