Sexualhormone
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Lernkarten
Estrogenrezeptorantagonisten/ Estrogenrezeptormodulatoren (SERM) Beispiele
• Clomifen
• Toremifen
• Tamoxifen
• Raloxifen (SERM)
• Lasofoxifen (SERM)
• Bazedoxifen (SERM)
• Fulvestrant
Indikation von Antiestrogenen
• neben geringer estrogener Wirkung hptsl. antiestrogene Wirkung
• Indikation:
-bei Störungen der Eierstockfunktionen
- Therapie des Mammakarzinoms
- (Osteoporose (nur Raloxifen))
- zur Auslösung der Ovulation bei Frauen mit Kinderwunsch
Wirkmechanismus SERM
• SERMs vermitteln wie Estrogene ihre Wirkungen über Estrogenrezeptoren
• wirken allerdings nur im Knochen und beim Lipidstoffwechsel, nicht jedoch in der Brust und dem Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) (Gewebsspezifische Wirkung)
• selektive Wirkung: SERM-Bindung führt zu veränderten Tertiärstruktur des ER
-> Bindingsaffinität zu ERE im Promotor des Zielgens herabsetzt:
=> Verminderte Aktivität der zelltypspezifischen Coaktivatoren oder Corepressoren.
Welches strukturelle Merkmal ist bei Antiestrogenen mit Stilbestrol-Struktur entscheidend?
Die Hydroxylierung, und wenn sie nicht vorhanden ist wird die Wirkung vermutlich erst nach Hydroxylierung im Körper entfaltet
Was ist die Besonderheit an Fulvestrant?
Er ist der EINZIGE volle Antagonist am Estrogenrezeptor
Fulvestrant: WM, Indikation, Applikation, NW, PPB
einziger REINER Estrogenrezeptor-Antagonist
• einziger reiner Estrogenrezeptorantagonist, keine estrogene Wirkungen!
• Down-Regulation der Estrogenrezeptoren
• zur Behandlung des Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen
• Applikation: 1 mal/Monat i.m. Injektion (verankert sich in Fettgewebe -> Depot)
• CAVE: Osteoporose-Risiko! ( da auch im Knochen Antagonisten)
• hohe Plasmaproteinbindung
Gestagen-Antagonist, Indikation
Mifepriston, Abtreibungspille
Gestagene: Testosteron-Derivate Beispiele
• Desogestrel
• Dienogest
• Etonogestrel
• Gestoden
• Levonorgestrel
• Lynestrenol
• Megestrol
• Norethisteronacetat
• Norgestrel
• Norgestimat
Gestagen: Progesteron und Abkömmlinge Beispiele
• Progesteron
• Chlormadinon
• Drospirenon
• Dydrogesteron
• Hydroxyprogesteroncapronat
• Medrogeston
• Medroxyprogesteronacetat
Indikation von Gestagen-Derivaten
- drohender Abort
- Dysmenorrhöe (Menstruationsbeschwerden)
- Zyklusanomalien
- Kontrazeption
strukturelle Änderungen am Progesteron (Progesteron-Derivate) und deren Auswirkungen
1. Methylierung an C6 oder an C17:
2. Chlorierung an C6:
3. 17α-Hydroxygruppe und Veresterung
4. Einführung einer Doppelbindung an C6,7
5. Änderung der Stereochemie an C10
• Veränderungen am Progesteron-Gerüst führen zu oraler Wirksamkeit. Beispiele: Dydrogesteron und Medrogeston
• Einführung einer 17α-Hydroxy-Gruppe und deren Veresterung verlängert die orale und parenterale Wirkungsdauer. Beispiele: Hydroxyprogesteroncapronat und Medroxyprogesteronacetat
• 19-Nortestosterone haben hohe,orale Wirksamkeit
Hydroxyprogesteroncaproat
Gestagen: Progesteron-Derivat
Einführung einer Caproxy-Gruppe (Depot-Präparat)
• Modifikationen führen zu verlängerter Wirksamkeit (oral und parenteral)
• Ind:Therapie hormonabhängiger Tumoren (da Gestagen gegen Estrogen wirkt), als Kontrazeptivum, Behandlung von Zyklusstörungen, Testung der Ovarialfunktion, Endometriose-Therapie Hormonsubstitution in den Wechseljahren.
Medroxyprogesteronacetat: Strukturveränderung, Indikation
Gestagen: Progesteron-Derivat
Einführung einer Acetoxy-Gruppe (Depot-Präparat)
• Modifikationen führen zu verlängerter Wirksamkeit (oral und parenteral)
• Ind:Therapie hormonabhängiger Tumoren (da Gestagen gegen Estrogen wirkt), als Kontrazeptivum, Behandlung von Zyklusstörungen, Testung der Ovarialfunktion, Endometriose-Therapie Hormonsubstitution in den Wechseljahren.
Megestrolacetat: strukturelle Veränderung, Indikation
Gestagene: Progesteron-Derivate
• Modifikation: Dehydrierung und Methylierung, Acetoylierung
• Ind.: palliative Behandlung von Neoplasien der Mamma und des Endometriums
Chlormadinonacetat Chlor ist bioisoster zu Megestrolacetat Methyl
Bei Mammakarzinom:
• Ausübung eines direkten, östrogenunabhängigen, wachstumshemmenden Effekts auf die Zelle.
• hohe Affinität zu Progesteron-Rezeptoren, zu Androgen- und Glucocortikoid-Rezeptoren eine deutliche Affinität.
• Reduktion der hypophysären FSH-Sekretion und damit der Östrogen-Synthese im Ovar bzw. der Androgen-Synthese im Hoden.
• Aufhebung des wachstumsstimulierenden Effekts von Östrogenen bei hormonrezeptorpositiven Zelllinien.
• Reduktion des hypophysären LH-Gehalts sowie der Sekretion des Hormons.
Gemeinsamkeit In Pos. 3 Sauerstoff-freie Gestagene
sind Prodrugs, müssen erst an Pos. 3 zu Ketonen oxidiert werden um zu wirken
Die heute zur Verfügung stehenden, peroral anwendbaren Gestagene leiten sich ab aus welchen Untergruppen?
HWZ
• Progesteron-Derivaten
•17α-Hydroxyprogesteron
• 19-Nortestosteron-Derivaten
Dominierend bei Kontrazeptiva: 19-Nortestosteron-Derivate
HWZ der 19-Nortestosteron-Derivate ist relativ lang
Starke Bindung an Serumproteine