Sexualhormone

Sexualhormone

Sexualhormone


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Sexualhormone und deren Derivate, insbesondere Progesteron und Testosteron, sowie deren Wirkungen, Indikationen und strukturellen Modifikationen. Sie decken die Verwendung von Hormonen in der Behandlung von Erkrankungen wie Prostatakarzinom, Mammakarzinom und Zyklusstörungen ab und sind besonders für Medizinstudierende und Fachpersonal an Universitäten geeignet. Die Karteikarten behandeln auch die Eigenschaften von Anabolika und Gestagenen, einschließlich ihrer therapeutischen Anwendungen und Nebenwirkungen.
Karten
101
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
29.07.2016 / 16.03.2019

Lernkarten

Welche Sexualhormon-Klassen gibt es?

– Estrogene

– Antiestrogene

– Androgene

– Antiandrogene

– Anabolika

– Gestagene

– Antigestagene

Natürliche (endogene) Sexualhormone: Estrogene

Estradiol, Estriol, Estron

Natürliche (endogene) Sexualhormone: Gestagene

Progesteron

Natürliche (endogene) Sexualhormone: Androgen

Testosteron, Dihydrotestosteron

Signaltransduktion nukleärer Rezeptoren

Wofür sind PR, AR und ERα,β, GR, MR

Konformationen der Ligandenbindungsdomäne nukleärer Rezeptoren

Molekularer Mechanismus des ER, wenn kein Ligand dran gebunden ist

ohne Ligand bindet der ER Co-Repressoren und rekrutiert Histondesacetylase: acetylierte Histone werden desacetyliert und damit wird das Chromatin kompakt: DNA-Polymerase hat keinen Zugang zur DNA: keine Transkription!

Molekularer Mechanismus des ER, wenn der Ligand dran gebunden ist

mit Ligand bindet der ER Co-Aktivatoren und rekrutiert Histonacetyltransferase: Histone werden acetyliert und damit wird das Chromatin geöffnet: DNA-Polymerase hat Zugang zur DNA: Transkription!

Steroid-Grundstruktur: STEX

Derivate des Cyclo-pentano-perhydro-phenanthrens (Gonan): 3 Sechser- und 1-Fünfring

Zählweise merken!

Gruppe von Triterpenen

• Corticoide (Glucoc., Mineraloc.)

• herzwirksame Gylcoside

• Gallensäuren

• Sexualhormone

Estran

Androstan

Pregnan

Biosynthese für Sexualhormone aus Cholesterol

Progesteron

• schlechte Absorption

• rasche hepatische Metabolisierung => geringe orale Bioverfügbarkeit, nur parenteral

=> chemische Profilierung für p.o. Applikation (ungeeignet)

Testosteron

19 CH3 ist SEHR wichtig

bei Mann 20 nM im Blut
in Frau 1-3 nM
=> nur 3% => in pikomolar in Zelle wirksam > hoch wirksam

• 10% des Serum-Testosterons frei, 90% Protein-gebunden

• nur 3% des Serum-Testosterons diffundieren frei in das Cytoplasma

Wirkmechanismus der Estrogene

Regelkreis Estrogene

Menstrueller Zyklus

Estrogenwirkungen

• fördern Wachstum der weiblichen Sexualorgane

• prägen sekundäre weibl. Geschlechtsmerkmale

• induzieren Schluss der Epiphysenfugen in der Pubertät

• verschiedene Funktionen im menstruellen Cyclus

• vergrößern die subkutanen Fettdepots

• beeinflussen die Fettverteilung

• verringern das Wachstum und Talgproduktion der Talgdrüsen

• erhöhen die Calciumresorption und die Calciumeinlagerung in den Knochen
• verringern den peripheren Widerstand

Auswirkungen des Knock-out von Steroid-Rezeptoren

• k.o. von Estrogen-, Progesteron- und Testosteron-Rezeptoren: nicht letal, Geschlechtsausbildung nicht beeinträchtigt
• k.o. des Progesteron-Rezeptors: normale Entwicklung, Unfruchtbarkeit (nur weibliche Mäuse), Ovulation, Gelbkörperbildung und Brustdrüsenentwicklung gestört
• k.o. des Estrogen-Rezeptors: lebensfähige Tiere, Unfruchtbarkeit (beide Geschlechter), kleinere Hoden, Follikelentwicklung ist gestört, Bildung hämorrhagischer cystischer Ovarien

Indikationen für Estrogene

• Substitutionstherapie zwischen 8.-19. Tag

• Ovarialinsuffizienz

• Amenorrhoe, Dysmenorrhoe

• klimakterische Ausfallerscheinungen

• Altersveränderungen (senile Vaginitis)

• Kombination mit Gestagene als orale Kontrazeptiva

• Abstillen (primär: Laktationshemmung sekundär: Laktationsunterdrückung)
• Osteoporoseprophylaxe

sterische Struktur Estradiol, Estriol und Estron, physikalisch-chemische Eigenschaften

Biogenese des Estradiols aus Testosteron

Estradiol: Löslichkeit, Resorption, Metabolisierung, 

• geringe Löslichkeit

• schlechte Absorption

• ausgeprägte sowie rasche Metabolisierung (starker First-passEffekt)
->  Hohe Dosierung (Leberbelastung)

-> chemische Profilierung

->  first-pass-Effekt durch parenterale Gabe umgangen

Estradiolbenzoat

Sexualhormon: Estrogen-Derivat

Wirkungsverlängerung durch Veresterung an Pos. 3 (Benzoesäure).
Erst nach Spaltung durch intrazelluläre unspezifische Esterasen ensteht die freie Wirkform des Estradiols

Estradiolvalerat

Sexualhormon: Estrogen-Derivat

Wirkungsverlängerung durch Veresterung an Pos. 17 (Valeriansäure).
Erst nach Spaltung durch intrazelluläre unspezifische Esterasen ensteht die freie Wirkform des Estradiols

Metabolismus des Estradiols

Ethinylestradiol

• OH-Gruppe bleibt nach Einführung des Ethinylrestes beta-ständig

• Ethinylrest verhindert die Oxidation zum Keton (Hemmt Cyp)

• Neben der verbesserten Stabilität ist auch die Absorption verbessert

Mestranol

Wie Ethinylestradiol, nur dass die OH Gruppe methyliert ist

Equilin

Equin: konjugiertes Estrogen

Equilenin

Equin: konjugiertes Estrogen

Fosfestrol

Prodrug von Diethylstilbestrol

Diethylstilbestrol

Antiestrogen (Stilbestrol-Typ)

(E-Isomer)

• östrogene Wirkung

• z.A. bei Prostatakarzinom (mutagen bei Töchtern der behandelnden Mütter)

Strukturvergleich Estradiol, Diethylstilbestrol und Genistein

Aus welchen Pflanzen stammen Phytoestrogene, wie nennt man die sonst?

Pflanzliche Isoflavone
(Phytoestrogene):

• Soja

• Rotklee

• Traubensilberkerze

Genistein

Isoflavon: Phytoestrogen

Welche Klassen an Antiestrogenen gibt es?

  • Aromataseinhibitoren
  • Estrogenrezeptorantagonisten/ Estrogenrezeptormodulatoren (SERM)

Aromataseinhibitoren Beispiele

• Aminogluthetimid

• Anastrozol

• Letrozol

• Formestan

• Exemestan

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