Schadenskunde
Schadenskunde Werkstoffkunde
Schadenskunde Werkstoffkunde
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Lernkarten
Zeichne den schematischen Aufbau eines REM.
Beschreibe die Funtionsweise.
siehe Bild
Beschreibung
Der Elektronenstrahl wird in einer
Elektronenkanone erzeugt. Die Elektronen
werden von einer Glühkatode (Wolfram oder
z.B. LaB6) durch Glühemission (EdisonEffekt) emittiert.
Ihre Energie erhalten die Elektronen durch die
angelegte elektrische Spannung zwischen
Anode (pos.) und Kathode (neg.), die üblicherweise im Bereich von 1–30 kV liegt. Die
Energie des Elektronenstrahls wird in eV
(Elektronenvolt) angegeben; bei einer Beschleunigungsspannung von 10 kV ergibt sich
eine Energie von 10 keV. Der Wehneltzylinder
dient zur Fokussierung des Elektronenstrahls.
Die weitere Fokussierung des Elektronenstrahls erfolgt mit elektromagnetischen Linsen
(Kondensorlinse 1 und 2, Objektivlinse), die
aus einer stromdurchflossenen Spule und
einem ferromagnetischen Kern bestehen.
Die Brennweite dieser Linsen wird durch den
elektrischen Strom durch die Spule eingestellt.
Welche unterschiedlichen Abbildungsmöglichkeiten mit einem REM gibt es?
Beschreibe diese!
Abbildung mittels Sekundärelektronen (SE)
- niederenergetische Elektronen (max. 50 eV (Elektronenvolt)
- können mit Hilfe einer Saugspannung leicht zu einem Detektor gelenkt werden
- Aufgrund ihrer geringen Energie können sie nur aus dünnen Oberflächenschichten stammen, weshalb mit ihnen die beste Auflösung erzielt wird.
- Der Kontrast wird hauptsächlich bestimmt von der Oberflächentopographieder Probe.
- Untersuchung von Morphologischen Besonderheiten
Abbildung mittels Rückstreuelektronen (RE)
- höherenergetische Elektronen
- können bis zu 100% der Energie der Primärelektronen haben
- typische Kontrast ist der sogenannte „Materialkontrast“
- Ausbeute von RE hängt von der mittleren Kernladungszahl des untersuchten Probenbereichs ab
- Für Polymeruntersuchungen kann hiermit ein Füllstoff (z.B. Glasfasern, Talkum etc.) im Vergleich zur Matrix (z.B. PE, PP etc.)besser dargestellt werden.
Auf dem Bild zu sehen: Direkter Bildvergleich SE (a) - RE (b)
Was versteht man unter der Energiedispersiven Röntgenspektroskopie - EDX?
- chemisches Analysenverfahren, das Elemente von Bor bis Uran (Kernladungszahlen 5 bis 92) zu detektieren vermag
- qualitative als auch quantitative Analysen möglich.
- schnelle chemische Informationen einer Probenoberfläche
- EDX-Detektoren sind nahezu standardmäßig an Elektronenmikroskope geflanscht
- komfortable Auswahl des Probenbereichs (kleine Bezirke oder Punktmessungen
- es entsteht Röntgenbremsstrahlung als auch charakteristische Röntgenstrahlung, letztere ist maßgebend für die chemische Analyse.
Jedem chemischen Element entsprechen charakteristische Energiewerte der gemessenen Signale. Das
Ergebnis einer EDX-Untersuchung ist ein Spektrum, bei dem die Anzahl (Counts) der Signale (Röntgenquanten) in Abhängigkeit von der jeweiligen Energie (Elektronenvolt) angegeben wird. Je höher ein Peak
bei der jeweiligen Energie, desto mehr von dem entsprechenden Material ist in der Probe vorhanden.
Nenne mögliche Ursachen für Gewaltbrüche
- Beanspruchungsprofil > Eigenschaftsprofil
- Werkstoff hat nicht (mehr) die geforderten Festigkeitseigenschaften
⇒ Herstellungs- und/oder Produktionsfehler
⇒ Alterung (zeitliche Veränderung von Werkstoffeigenschaften)
- Lastannahmen und Werkstoffauswahl sind möglicher Weise nicht angemessen
- Mehrachsige äußere Belastungen und unerwartete Eigenspannungen sind oft nur schlecht bewertbar.
Gewaltbrüche entstehen durch mechanische Überbelastung bei mäßig schneller bis schlagartiger Beanspruchung.
Spröder Gewaltbruch
In der Schweißzone eines
Stahls (mit ~30 Gew.% Cr)
trat Spaltbruch auf. An der
Spaltfläche lassen sich die
verschiedenen federartig
orientierten Fortschrittsrichtungen innerhalb eines
Kornes anhand der durch
Streifen getrennten Bruchbahnen erkennen. Fortschrittsrichtung von unten
nach oben.