Reverse Engineering TU Dresden

Lernkartei zur Lehrveranstaltung Reverse Engineering an der TU Dresden. Beinhaltet keine offiziellen Fragen!

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A. T.
Diese Lernkarten vertiefen Techniken und Methoden des Reverse Engineering, insbesondere die Digitalisierung von Objekten durch Punktewolken, 3D-Modellierung und Datenaufbereitung. Der Fokus liegt auf Verfahren wie Flächenrückführung, Registrierung und Filtermethoden sowie auf Schnittstellenformate und messtechnische Grundlagen wie Kamerakalibrierung und Auflösung. Studierende und Praktiker profitieren von diesem Wissen, um reale Objekte digital zu erfassen, weiterzuverarbeiten und in CAD-Systeme zu integrieren.
Karten
50
Lernende
12
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
18.07.2016 / 18.08.2026

Lernkarten

Welche Filtermethoden gibt es?

  • gleichmäßiges Sampling von Punkten = jeder n-te Punkt wird entfernt, zur Datenreduktion
  • Abstandsbedingtes Sampling von Punkten = Punkte, die im Umkreis eines Kugelradius liegen, werden entfernt, zur Datenreduktion
  • Ausreißer entfernen = Punkte, die von der Restpunktewolke einen bestimmten Betrag entfernt sind, werden gelöscht
  • Punkte glätten = weit entfernte Punkte werden zur Punktmenge „gezogen“

Welche Arten der Stetigkeit zwischen Teilbereichen gibt es?

C0 - stetig, positionsstetig, Class C
C1 - stetig, tangentenstetig, Class B
C2 - stetig, krümmungsstetig, Class A

Welche Methoden der Flächengenerierung gibt es?

  • Kurvengenerierung aus Punkten
    • Interpolation einer Splinekurve aus geordneten Punkten
    • Approximation (Best-Fit-Einpassung) eines Kreises, einer Ellipse, usw.
    • Schnittkurven aus Schnitten durch die Punktewolke
    • Kurven durch interaktive Selektion von Punkten aus der Punktewolke
  • Flächengenerierung aus (Rand- und/oder Zwischen)Kurven
    • UV-Parameterlinien (Kurvennetz) im Polyworks „Patchflächen“
    • Bewegungsflächen, Regelflächen, Ausrundungsflächen
  • Flächengenerierung aus Punkten (oder Dreiecken)
    • Interpolation einer Freiformfläche als bikubische Fläche aus Punkten (oder Dreiecken) und Randkurven (im Polyworks als „Nurbsflächen“)
    • Approximation (Best-Fit-Einpassung) eines Kegels, einer Kugel, eines Zylinders usw. (im Poyworks IMInspect, Merkmale erzeugen)

Die Methodik der Flächengenerierung muss dem Bestimmungszweck des Objektes angepasst werden. Welche Methoden gibt es?

  • Parametrische Rückführung
    • für analytisch einfach beschreibbare Elemente, wie ebene Bereiche, Kugel, Torus, Zylinder,… (Hypothesen sind erforderlich)
  • Kurvenbasierte Rückführung
    • Strömungsprofile, Designflächen,…Schnittkurven
  • Nicht parametrisierte Rückführung
    • = quasi wird ein Netzstrumpf über die Punktewolke gelegt
  • Oberflächenspline
    • = Voraussetzung ist ein monotones Kontrollpunktnetz, welches frei von Hinterschnitten ist

Welche Schritte sind erforderlich um von einem Bauteil zu einem 3D-Modell zugelangen?

(siehe Bild)

Erfasste Punkte müssen zur weiteren Verarbeitung in Flächen zurückgeführt werden. Worin liegen die Vor- und Nachteile diese Flächen durch Polynome zu beschreiben?

Vorteile:

  • im 3D-CAD änderbar
  • geringer Datenumfang
  • stetige und glatte Oberfläche

Nachteile:

  • hoher Zeitaufwand für die Generierung

Erfasste Punkte müssen zur weiteren Verarbeitung in Flächen zurückgeführt werden. Worin liegen die Vor- und Nachteile diese Flächen durch Dreiecke zu beschreiben?

Vorteile:

  • geteilgetreue Reproduzierbarkeit des Objekts
  • geringer Zeitaufwand für die Generierung

Nachteile:

  • im 3D-CAD kaum bzw. nicht änderbar
  • hoher Datenumfang

Welche Unterschiede gibt es zwischen der Approximation und Interpolation von Kurven?

Approximation: bezeichnet im mathematischen Sinn eine Näherung

Interpolation: Funktion wird in den Stützstellen exakt wiedergegeben und in den restlichen Punkten immerhin näherungsweise

 

Wie ist das prinzipielle Vorgehen bei der Überführung eines 3D-CAD Modells in eine VR-Umgebung?

  1. Festlegung Baugruppen im CAD und deren Kinematik
  2. Für Animation in VR-Umgebung – Export VRML
  3. Bei Baugruppen ist zu prüfen, ob beim Export die Struktur erhalten geblieben ist
  4. Farbgebung, Materialeigenschaften festlegen

Welche Verfahren der generativen Fertigung gibt es? Nenne 4 und zu jedem den eingesetzten Werkstoff!

(siehe Bild)

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