Raumplanung

Geographie

Geographie


M. M.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Raumplanung in der Schweiz, geeignet für Mittelschüler. Sie behandeln die Aufgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden, die Instrumente der Raumplanung sowie die vier Stossrichtungen: städtische Räume ordnen, ländliche Räume stärken, Natur- und Landschaftsraum schonen und die Schweiz in Europa einbinden. Die Karteikarten eignen sich für Schüler, die sich mit den Zielen und Herausforderungen der Raumplanung vertraut machen möchten.
Karten
12
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
03.02.2016 / 17.11.2020

Lernkarten

Wie lautet der Auftrag der Raumplanung?

Grundauftrag: Besteht darin, die gegensätzlichen Ansprüche an den Lebensraum so aufeinander abzustimmen, dass der knappe Boden haushälterisch genutzt wird und eine geordnete Besiedlung (Trennung Bauzone und Nichtbauzone) des Raums entsteht.

Was bedeutet Raumplanung?

Raumplanung bedeutet, mit dem knappen Boden sorgsam, haushälterisch und nachhaltig umzugehen und eine Raumstruktur zu schaffen und zu erhalten, in der es sich

angenehm wohnen, effizient wirtschaften und erholsam die Freizeit verbringen lässt.

Welche vier Stossrichtungen hat die Schweizer Raumplanung?

1. Städtische Räume ordnen

2. Ländliche Räume stärken

3. Natur- und Landschaftsraum schonen

4. Die Schweiz in Europa einbinden

Ein Ziel der Schweizer Raumplanung ist es, die städtischen Räume zu ordnen. Was bedeutet das?

  • Der Verstädterung des Mittellandes entgegenzuwirken bzw. die Agglomerationen zu begrenzen.

  • Das Bestehende pflegen und optimieren.

  • Raum- und Kosten sparend sollen die städtischen Siedlungen weiterentwickelt und erneuert werden.

  • Entwicklung nach innen.

Bsp: Die Effizienz des gesamten Verkehrssystems der Agglomerationen steigern. Leistungsfähigkeit regionaler Bahnen erhöhen und die Anbindungen an die Städte verbessern; als Ergänzung für die Feinerschliessung Stadtbahn und Busse.

Ein Ziel der Schweizer Raumplanung ist es, ländliche Räume zu stärken. Was bedeutet das?

  • Der ländliche Raum dient der Gewährleistung der Grundversorgung.

  • Eigenständigkeit erhalten.

  • Pflegend agieren im Mittelland und Jura reicht.

Wohn- und Wirtschaftsraum im Alpenraum erhalten. (Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit peripherer Räume und  Finanzausgleiche und Subventionen)

Ein Ziel der Schweizer Raumplanung ist es, Natur- und Landschaftsraum zu schonen. Was bedeutet das?

  • Die Naturlandschaft soll gezielt vor der Neuverbauung geschützt

  • werden.

  • Nutzungsvielfalt des ländlichen Raums

Erhaltung der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt

Ein Ziel der Schweizer Raumplanung ist es, Die Schweiz in Europa einzubinden. Was bedeutet das?

  • Kantone oder Gemeinden sind keine genügend grosse Einheiten, um die Herausforderungen für wirtschaftliche Standortentscheide, Verkehrsplanung oder Umweltfragen alleine zu lösen. -> Den Blick nach aussen richten.

  • Langfristig muss es darum gehen, die politischen Handlungsräume mit den wirtschaftlichen

  • Aktionsräumen in Einklang zu bringen.

  • Somit hat die CH, ihren Beitrag zur europäischen Raumordnung zu leisten.

Zusammenarbeit in Grenzregionen.

Wo liegt der Unterschied zwischen der Naturlandschaft und der Kulturlandschaft?

Naturlandschaft:

Die ursprüngliche Form der Landschaft, wie sie ohne Einwirkung des Menschen an einem Ort existiert (z.B. Urwald).

 

Kulturlandschaft:

Entsteht durch die vorwiegend landwirtschaftlichen Eingriffe des Menschen. In der Schweiz sind dies z.B. Weidelandschaften, Rebbaugebiete, z.T. auch traditionelle Bauernhaustypen (Freilichtmuseum Ballenberg).

Welche Instrumente hat die Schweiz zur Realisierung der Raumplanung?

  • Bund, Kantone und Gemeinden teilen sich die Verantwortung (hierarchische Steuerung).

  • Der Bund bestimmt die groben Stossrichtungen in Konzepten und Sachplänen.

  • Diesen gesetzlichen Rahmenbedingungen folgend, erlassen die Kantone Richtpläne, sie koordinieren raumwirksame Tätigkeiten.

  • Die Gemeinden ordnen ihre Gebiet im Nutzungsplan den verschiedenen Nutzungen zu.

    Nutzungsansprüche: Die gesetzliche Grundlage dafür ist das

Bundesgesetz über die RP, welches einen haushälterischen Umgang mit dem knappen Gut „Boden“ vorsieht.

Welche Aufgabe hat der Bund in der Raumplanung?

Konzepte und Sachpläne:

  • Planungsgrundsätze

  • Planungsinstrumente

Ist dem Raumplanungsgesetz verpflichtet.

 

Förderung/Koordination Raumplanung der Kantone (Genehmigung kantonale Richtpläne, Kontrolle, dass Raumplanung nicht den Anliegen des Bundes zuwiederläuft)

Welche Aufgabe hat der Kanton in der Raumplanung?

Kantonaler Richtplan:

Leitbild und Führungsinstrument der Regierung für die räumliche Entwicklung (Siedlungsentwicklung nach innen.)

• Erlass eines Planungs- und Baugesetztes

• Voraussetzungen des Bauens, Gestaltung der Bauten

• Ansonsten grosse kantonale Unterschiede, wo keine Definitionen auf Bundesebene herrschen

• Nachteil: Gleicher Begriff, unterschiedliche Bedeutung

• Vorteil: Autonomie bewirkt, dass räumliche und kulturelle Besonderheiten berücksichtigt sind.

Welche Aufgabe hat die gemeinde in der Raumplanung?

Nutzungsplanung / Zonenplanung:

  • Festlegung konkrete Nutzung (Erarbeitung Verkehrsrichtplan als Grundlage ).

  • Zonenplan muss RPG entsprechen.

  • Erlassen eine Bau- und Zonenordnung.

Sind für die Baubewilligungen zuständig.

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