Quanti Methoden
Basis Wissen Statistik - Quantitative Methoden
Basis Wissen Statistik - Quantitative Methoden
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Flashcards
Kombinatorik
= Teilgebiet der Mathematik, das sich mit der Bestimmung der Zahl möglicher Anordnungen oder Auswahlen von
• unterscheidbaren oder nicht unterscheidbaren Objekten
• mit oder ohne Beachtung der Reihenfolge
Permutation
= Veränderung der Anordnung einer Menge durch Vertauschen ihrer Elemente.
- In Mathe = bijektive Selbstabbildung einer in der Regel endlichen Menge. Umgangssprachlich findet der Begriff bisweilen auch als Synonym für „Anordnung“ Verwendung.
Bsp.:
- „ANGSTBUDE“ entsteht aus „BUNDESTAG“ durch Permutation der Buchstaben (Anagramm).
- Das Mischen der Karten eines Kartenspiels = Permutation auf der Menge der Karten.
Die Anzahl der Permutationen von n verschiedenen Elementen ist n!. Das Ausrufezeichen steht für „Fakultät“.
Wie viele möglichkeiten gibt es Objekte unterschiedlich zu ordnen?
Eine Anordnung von n Elementen in einer bestimmten Reihenfolge heißt Permutation. Für die Anzahl P(n)der möglichen Permutationen gilt dann:
1. Alle n Elemente sind voneinander verschieden:
P(n) = n!
2.Unter den n Elementen befinden sich jeweils n1, n2, ... nk einander gleiche Elemente:
P ( n; n1, n2, ... nk) = \(x = {n! \over n_1! n_2! ... n_k!}\)
( ohne das x - Fehler!)
n1 + n2+ .... + nk = n und - k ist kleiner/ gleich n
Bsp. 6! = 6*5*4*3*2*1 = 720 Möglichkeiten, sechs unterscheidbare Objekte anzuordnen.
Urnenmodell ( Ziehungen mit u. ohne zurücklegen)
Bsp. Lotto:
Auswahl Möglichkeiten = 49*48*47*46*45*44 - weil immer eine Kugel rausgenommen wird u. nicht zurück gelegt wird
Reihenfolge der Ziehung ist für den Gewinn unerheblich !
Möglichkeiten der Permutationen = 6! = 6*5*4*3*2*1
Anzahl der Möglichleiten = (49*48*47*46*45*44) / (6*5*4*3*2*1) = 13 983 816
Binomialkoeffizient
Wenn aus n (z.B. 49)Objekten k (z.B. 6) ohne Zurücklegen und ohne Beachtung der Reihenfolge
ausgewählt werden sollen, so gibt es jeweils die Klasse der k ausgewählten Objekte und die Klasse der (n-k) nicht ausgewählten Objekte, in der es auf die Reihenfolge nicht ankommt.
\(\frac{n!}{k!(n-k)!} = \binom{n}{k}\)
- dabei Kürzen sich die Zahlen raus:
n = 6; k = 2
(6*5*4*3*2*1) / (2*1) (4*3*2*1) = 6*5 / (2*1)
Mehrstufige Zufallsexperiment u. Baumdiagramm
- Tür wechseln oder nicht?
Fall 1: Wechseln verliert!!! p(Kandidat auf Tür eins) = ⅓
Fall 2: Wechseln gewinnt!!! p(Kandidat auf Tür zwei) = ⅓
Fall 3: Wechseln gewinnt!!! p(Kandidat auf Tür drei) = ⅓
- Wechseln ist in 2/3 der Fälle günstiger
mehrstufiges Zufallsexperiment = mehreren nacheinander ablaufenden Zufallsexperimenten
Pfadregeln
Die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten längs bestimmter Pfade - Pfadregel möglich:
1.Die Wahrscheinlichkeiten längs eines Pfades werden multipliziert.
2.Führen mehrere Pfade zum gleichen Endergebnis, so addieren sich ihre Wahrscheinlichkeiten
Regeln für Wahrscheinlichkeiten
(1) Für das unmögliche Ereignis ∅ gilt: P(∅) = 0
(2) Für das zum Ereignis A kömplementäre Ereignis A gilt: P(A) = 1− P(A)
(3) Additionssatz für zwei beliebige Ereignisse A und B: P(A∪ B) = P(A)+ P(B)− P(A∩ B)
Folgerung: Additionssatz für sich gegenseitig auschließende Ereignisse A und B:
P(A∪ B) = P(A)+ P(B) , da A∩ B = ∅
Wahrscheinlichkeitsaxiome - nach Kolmogoroff
1. Axiom: 0 ≤ P(A) ≤ 1
2. Axiom: Für das sichere Ereignis Ω gilt: P(Ω) = 1
3. Axiom: Für sich paarweise gegenseitig ausschließende Ereignisse A1, A2, A3, ... gilt:
P(A1∪A2∪A3∪...) = P(A1) + P(A2)+ P(A3)+...
In der Praxis gilt: hn(A) eines Ereignisses A strebt bei immer grosser werdendem n gegen P(A).
Bedingte Wahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit P(A|B) für das Eintreten des Ereignisses A unter der Bedingung(Voraussetzung), dass das Ereignis B bereits eingetreten ist, beträgt:
P(A | B) = P(A ∩ B) /P(B) mit P(A) ≠ 0
P(A | B) = Bedingung
P(A ∩ B) = A und B treten gleichzeitig ein
Gesprochen: Bedingte Wahrscheinlichkeit von A unter der Bedingung B
Bsp: Würfel
A: Augenzahl „6“
B: gerade Augenzahl B = { 2, 4, 6 } (Bedingung)
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit eine „6“ zu erhalten wenn bereits bekannt ist, das die gewürfelte Augenzahl gerade ist?
A∩B = 6 ⇒ P(A∩B)=1∕6 und P(B) = 1∕2
P(A | B) = A∩ B / B = 1/3 oder P(A | B) = P(A∩ B) / P(B) =(1/6) / (1/2) = 2/6 = 1/3
2
= 2
6
= 1
3
Stochastisch unabhängige Ereignisse
Ist das Eintreten eines Ereignisses B unabhängig davon, ob das Ereignis A bereits eingetreten ist
oder nicht und umgekehrt, so heißen die Ereignisse stochastisch unabhängig.
Es gilt dann: P(A∩ B) = P(A) ⋅P(B)
Herleitung:
P(A | B) = P(A∩ B) / P(B) ⇒ P(B)P(A | B) = P(A∩ B)
wenn P(A) von Bedingung B unabhängig ist folgt:
P(A | B) = P(A)⇒P(B)P(A) = P(A∩ B)
deshalb ist folgende Definition naheliegend:
P(A∩ B) = P(A) ⋅P(B)⇔stochastisch unabhängig
Eine Münze wird zweimal geworfen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit erhalten wir zunächst „Zahl“ und dann „Wappen“?
A: Zahl beim 1. Wurf ⇒ P(A) = 1/2
B: Wappen beim 2. Wurf ⇒ P(B) = 1/2
Die beiden Ereignisse sind unabhängig voneinander.
⇒ die Wahrscheinlichkeit P für A∩B d.h. zunächst „Zahl“ und dann „Wappen“ beträgt:
P(A∩B) = P(A)⋅P(B) = 1/2 ⋅1/2 = 1/4
Zufallsvariable
Definition: Eine Zufallsvariable X ist
➡eine Funktion, die jedem Elementarereignis ω aus der Ergebnismenge Ω genau eine reelle
Zahl X(ω) zuordnet.
➡Sie heißt diskret, wenn sie endlich viele oder abzählbar unendlich viele Werte annehmen kann.
➡Sie heißt stetig wenn sie jeden Wert aus einem Intervall annehmen kann.
Verteilungsfunktion einer Zufallsvariablen
Definition: Die Verteilungsfunktion F(x) einer Zufallsvariablen X ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Zufallsvariable einen Wert annimmt, der höchstens gleich einem vorgegebenen Zahlenwert x ist:
F(x) = P(X ≤ x)
Hinweis: Vergleiche Idee Summenhäufigkeitsfunktion F(t)
Binomialverteilung
Beispiel: Ein Korb enthält N Bälle, davon sind M rot und N − M grün. Die Wahrscheinlichkeit, einen
roten Ball zu ziehen, ist also p = M / N. Es werden einzeln und nacheinander insgesamt n Bälle
entnommen, untersucht und wieder zurückgelegt.N=7
M=3
N-M=7-3=4
p = M / N =3/7=0,43=43%
Insgesamt gibt es \(N^n\) Möglichkeiten für die Auswahl der Bälle, die Fee zieht n mal aus N
Bällen. Beispiel: N=7 und n=10 daraus folgt 710=282475249 Möglichkeiten
In \( \binom{n}{k}\)Mk (N −M )n-k Fällen werden rote Bälle
ausgewählt. Beispiel: N (Bälle)=7, M (rote Bälle/ Teil Menge) =3, n (Ziehungen) =10,k=5
daraus folgt: Anzahl der Möglichkeiten
\( \binom{10}{5}\)35(7 − 3)10-5 =(10 ⋅ 9⋅8 ⋅7⋅6)/ (5⋅4 ⋅3⋅2⋅1) 35 * 45 = 62705664
\( \binom{10}{5} = \frac{10!}{5!(10-5)!} \)
für n = 10 u. N = 7
p = Anzahl der günstigen Ereignisse/ Anzahl der möglichen Ereignisse
p =62705664 / 710= 62705664 /282475249 = 0,22 = 22%
p(k) =wahrscheinlichkeit das k eintritt
repräsentative Stichprobe
- nötig für die Induktive Statistik (die von Stichprobe auf Population/GG schließen will)
- Stichproben, die hinsichtlich möglichst vieler Merkmale & Merkmalskombinationen der
Population gleichen
- weiter müssen alle Elemente/ Merkmalsträger die gleiche wahrscheinlichkeit haben ausgewählt zu werden für die Stichprobe
Teilbereiche Induktiver Statistik
1. Parameterschätzung (Punkt- und Intervallschätzung)
- In welchem Bereich liegen die in Stichprobe ermittelten Parameter in GG?
2. Signifikanztest (statistische Hypothesenprüfung)
Existieren die in Stichprobe ermittelten Zusammenhänge/Unterschiede auch in GG?
-denn mathematische Grundlage der induktiven Statistik = Wahrscheinlichkeitstheorie:
Typischerweise werden die vorhandenen Daten einer Stichprobe als Realisationen von
stochastisch unabhängigen Zufallsvariablen interpretiert (H0) so dass wahrscheinlichkeitstheoretische Methoden zur Untersuchung des stochastischen Verhaltens der Beobachtungen anwendbar sind.
Hypothesentest
Forschungshypothesen (H1): - Vermutungen über den Untersuchungsgegenstand
1. Zusammenhangshypothesen: Je höher Interesse an politischen Nachrichten umso länger ist Nutzungsdauer von Nachrichtenwebseiten.
2. Unterschiedshypothesen: Männer nutzen politische Nachrichtenseiten länger als Frauen.
Statistische Hypothesen:
- Null- (H0) und Alternativhypothese (H1 = Forschungshypothese)
H1: Zeitungsleser unterscheiden sich von Nichtlesern in ihrem politischen Interesse.
H0: Zeitungsleser & –nichtleser unterscheiden sich nicht hinsichtlich politischen Interesses.
Hypothesentest
- Zentrales Instrument zur Prüfung von Hypothesen: Signifikanztests
= Mathematische Tests, die über die Gültigkeit und Ungültigkeit von Hypothesen entscheiden
Grundprinzip: Ermittlung der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Ergebnis (H1) auereten kann, wenn
eigentlich H0 in der Grundgesamtheit zutrifft (α-Fehler).
- Zusammenhänge, Unterschiede, etc. gelten als signifikant, wenn sie sich nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit zufällig ergeben haben können
- da absolute Sicherheit nie möglich ist -> Einigung auf eine nötige Maximalwahrscheinlichkeit
(=Signifikanzniveau) für Fehlentscheidungen („Irrtumswahrscheinlichkeit“)
Wissenschaftliche Konvention:
- Stichprobenergebnisse sind statistisch verlässlich, wenn α < 5 % (.05) bzw. 1 % (.01)
- p ≤ .05 (= maximal 5 % Irrtumswahrscheinlichkeit)
p = Irrtumswahrscheinlichkeit = das man sich irrt wenn man die H0 verwirft u. die H1 annimmt u. sagt Zusammenhang ist nicht durch Zufall entstanden
Fehler 1. Art bei Hypothesentest (Signifikanztest)
• Ein Fehler 1. Art besteht darin, eine Nullhypothese zurückzuweisen, obwohl sie wahr ist (beruhend auf falschpositiven Ergebnissen).
• oder α-Fehler. Mathematisch formuliert bezeichnet er die Wahrscheinlichkeit, dass die so genannte Null- bzw. Ausgangshypothese "H0" abgelehnt wird, obwohl sie richtig ist.
• Die Wahrscheinlichkeit, einen Fehler 1. Art zu machen, falls die Nullhypothese richtig ist, wird bei der Berechnung von Signifikanzen als Irrtumswahrscheinlichkeit bezeichnet. (legt man selbst fest - mind. 5% kann aber auch gerinder sein)
Fehler 2. Art beim Hypothesentest (Signifikanztest) - Beta-Fehler
• Fehler 2. Art wird beim statistischen Testen der Fehler bezeichnet, den man begeht, wenn man die Nullhypothese (H0) beibehält, obwohl die Alternativhypothese (H1) gilt.
• auch β-Fehler (Beta-Fehler) und Falsch-negativ-Entscheidung.
• Im Gegensatz zum Fehler 1. Art, der eintritt, wenn H0 fälschlicherweise abgelehnt wird, lässt sich die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 2. Art meist nicht berechnen.
Varianz von Zufallsvariablen
- Varianz σ2 (Mü) einer Zufallsvariable X ist ein Streuungsmaß von X =Maß für die Abweichung einer Zufallsvariable von ihrem Erwartungswert E[X].
- misst Streuung der Werte relativ zum Erwartungswert, dabei werden die Quadrate der Abweichungen entsprechend ihrer Wahrscheinlichkeit gewichtet.
- Dichten anders wenn Erwartungswert zwar gleiche aber unterschiedlichen Varianzen.
- geringere Varianz= Schmaler/ spitzer Kurve
- höhere Varianz = Breiterer Kurve
Satz von Moivre-Laplace
Nach dem Satz von Moivre-Laplace konvergiert die Binomialverteilung für n→∞und Wahrscheinlichkeiten 0 < p < 1 gegen die Normalverteilung. Ist Xn eine binomialverteilte Zufallsvariable mit Parameter n, dann gilt:
- soll mir sagen, je kleiner die Abstände zwischen Werten ( bzw. je größer n und je kleiner p wird), um so mehr wird die Verteilung zur Kurve bzw. zur Normalverteilung.
np(1-p)>9 d.h. ab 20 Fällen ist statistik möglich
Normalverteilung
- die Binominaldichte geht in Normalverteilung über
• oder Gauß-Verteilung = wichtiger Typ kontinuierlicher Wahrscheinlichkeitsverteilungen.
• IWahrscheinlichkeitsdichte = Gauß-Funktion, Gauß-Kurve, Gauß-Glocke o.Glockenkurve
• Viele natur-, wirtschafts- und ingenieurswissenschaftliche Vorgänge lassen sich durch die Normalverteilung entweder exakt oder wenigstens in sehr guter Näherung beschreiben
(vor allem Prozesse, die in mehreren Faktoren unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen wirken).
F(t )=P(X ≤ t ) = \( \int_{\infty}^x \mathrm{}\) f(t )dt (- unendlichkeit, minus fehlt)
Zentraler Grenzwertsatz
- zeigt den mathematischen Hintergrund zur Normalverteilung
Der zentrale Grenzwertsatz besagt, dass eine Summe von n unabhängigen, identisch verteilten Zufallsvariablen im Grenzwert n →∞ normalverteilt ist.
D. h. dass man Zufallsvariablen dann als normalverteilt ansehen kann, wenn sie durch Überlagerung einer großen Zahl von Einflüssen entstehen, wobei jede einzelne Einflussgröße einen im Verhältnis zur Gesamtsumme unbedeutenden Beitrag liefert.
Parameterschätzungen
Die Zufallsvariable X genüge einer Wahrscheinlichkeits-Verteilung mit der vom Typ her bekannten Verteilung F(x), deren Parameter jedoch unbekannt sind.
Mit Hilfe der Parameterschätzungen möchte man nun den unbekannten Parameter näherungsweise bestimmen(„Punktschätzung“) und Konfidenz- oder
Vertrauensintervalle angeben, in denen der unbekannte Parameter mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit vermutet werden darf („Intervallschätzung“).
Eigenschaften von Schätzfunktionen
Schätzfunktionen werden als „optimal“ angesehen wenn sie folgende Eigenschaften besitzen:
• erwartungstreu d.h. ihr Parameter ist gleich dem zu schätzenden wahren Parameter
• konsistent (passend) d.h. sie konvergiert mit zunehmenden Stichprobenumfang n gegen den wahren Parameter (je größer N umso besser)
• effizient (wirksam) d.h. es gibt bei gleichem Stichprobenumfang n keine andere erwartungstreuere Schätzfunktion
Schätzung von Erwartungswert und Varianz
Voraussetzung: die Zufallvariablen X1, X2, ..., Xn genügen alle der gleichen Verteilung mit dem Erwartungswert μ und der Varianz σ2
• Schätzfunktionen für den Erwartungswert & Varianz sind erwartungstreu & konsistent, die
Schätzfunktion für den Erwartungswert ist auch effizient
• Sind alle Zufallsvariablen Xi außerdem noch normalverteilt so ist auch die Schätzfunktion für den Erwartungswert - normalverteilte Zufallsgrösse für die gilt:
E(\(\bar{X}\)) = μ und Var(\(\bar{X}\)) = σ2/ n
Dies gilt näherungsweise auch für beliebig verteilte Zufallsvariablen.
Erwartungswert = Mittelwert
Varianz = theoretische Varianz - aber Standardabweichung ist auch nötig
Konfidenz- oder Vertrauensintervalle
• ermöglichen Aussagen über Genauigkeit 6 Zuverlässigkeit von Parameterschätzungen.
• Mit vorgegebenen Wahrscheinlichkeit γ lässt sich aus konkreten Stichprobe Konfidenzintervall bestimmen, in dem wahre aber unbekannte Wert des Parameters vermutet wird.
• Die vorgegebene Wahrscheinlichkeit γ wird als Vertrauens-niveau bezeichnet. Die Grösse α = 1- γ heißt Irrtumswahrscheinlichkeit.
• Verschiedene Stichproben führen zu verschiedenen Vertrauensintervallen.
• Vor der Durchführung der Stichprobe besteht die Wahrscheinlichkeit γ = 1- α, ein Intervall zu erhalten, das den unbekannten Parameter überdeckt. Nach Durchführung darf man darauf vertrauen, dass nach einer Vielzahl von durchgeführten Stichproben der wahre Parameter innerhalb des Vertrauensintervalls liegt.
• Der wahre Wert des Parameters muss also nicht im Vertrauensintervall liegen- kann auch ausserhalb liegen mit Wahrscheinlichkeit α = 1- γ - dann Falschaussage ( Fehler 1.Art)
• In der Praxis übliche Werte für γ sind 0,95 = 95% oder 0,99 = 99%.
- Je grösser γ, umso breiter ist das Vertrauensintervall und umso unschärfer ist die Aussage.
Intervall liegt zwischen den INtervallgeren Cu = Untere Grenze u. Co = obere Grenze
zum Vergleich zweier Funktionen/ TAbellen/ Stichproben mit selben Mittelwert, aber wenn Standardabweichung unteschiedlich ist - andere Werte
Normierung
Zwei Glockenkurven mit dem gleichen σ (Standardabweichung?) , aber unterschiedlichen μ (MÜ - Erwartungswert) haben gleich aussehende Graphen, die jedoch auf der x -Achse um die Differenz der μ -Werte zueinander verschoben sind. Jede Normalverteilung lässt sich mit Hilfe der linearen Substitution: z = t − μ/ σ
auf folgende Form bringen von der sich zeigen lasst, das die Fläche unter ihr 1 entspricht:
Transformation zur Standardnormalverteilung Φ
Eine Normalverteilung mit beliebigen μ und und σ der Verteilungsfunktion F(x) hat die nachfolgende Beziehung zur N(0,1)-Verteilung: F(x) = Φ *[( x−μ) /σ]
Geometrisch betrachtet entspricht die durchgeführte Substitution einer flächentreuen Transformation der Glockenkurve N(μ;σ) zur Glockenkurve N(0;1).
Tabelle:
Aus der Tabelle kann die Wahrscheinlichkeit für die Standardnormalverteilung
ermittelt werden.
- Aufgrund des Zusammenhanges Φ(−z) = −Φ(z) sind hier nur positiven Werte zu finden.
- z bis zum Zehntel in linken Randzeile der Tabelle & das Hundertstel findet sich in Kopfzeile
Für z ≥ 4 gilt Φ(z) ≈1
Beispiel - Konfidenzintervall
1.) Wahl ein bestimmtes Vertrauensniveau γ (Iübliche werte für γ sind 0,95 oder 0,99)
2.) Berechnung der Konstanten c aus der Bedingung P(-c≤T≤c) = γ für die t-Verteilung mit f = n - 1 Freiheitsgraden genügenden. (für symetische Intervalle)
T = (X(strich) − μ) / (S / Wurzel ( n) ⇒ P(−c ≤ T ≤ c) = 2T (c)−1 = 0,95 ⇒2T (c) = 1,95⇒T (c) = 0,975 aus Tabelle folgt: c = 2,131
- Aus Tabelle für T-Verteilung ablesen - dafür nötig:
Freiheitsgrade/ d.F = n -1 (in den Zeilen);
Vertraunesniveau γ = 0,95 (in den Spalten, ein-o. beidseitig, je nach Hypothese)
3.) Berechnung des Mittelwerts und der Varianz:
Mittelwert ( 1/n * (Summe aller werte); Varianz (1/ n-1) * (Summe jedes Wert - Mittelwert )²
4.) In Formel einsetzten:
\(\bar{x}- c*(\frac {s} {\sqrt{n}})≤ μ ≤ x +c*(\frac {s} {\sqrt{n}})\)
\(\bar{x}\)= Mittelwert; s = Standardabweichung (Wurzel v. S²); n = Anzahl; c = Wert aus Tabelle
Bsp. 96,08 ≤ μ ≤107,92
Parametrische Tests:
Bei Parametertests interessieren konkrete Werte wie Varianz oder Mittelwert
Nicht-parametrische Tests:
Bei parameterfreien Tests wird der Typ der Zufallsverteilung überprüft
Der „t-Test“
- für den Erwartungswert einer normalverteilten Stichprobe
- Voraussetzung - AV muss:
- Intervallskalenniveau haben (rechnet mit Mittelwerten), Normalverteilt sein, N = mind. 30
- DER BEGRIFF: gibts eig. nicht = beliebigen Hypothesentest mit t-verteilter Testprüfgröße
- DIE AUFGABE: Hypothesen über Erwartungswerte einer oder zweier normalverteilter Grundgesamtheiten getestet
Test für den unbekannten Erwartungswert μ einer Normalverteilung bei unbekannter Varianz σ2
X sei eine normalverteilte Zufallsvariable mit unbekannter Varianz σ2. Es soll geprüft werden, ob der ebenfalls unbekannte Mittelwert μ dem speziellen Wert μ0 (H0) entspricht.
- Auf Basis Zufallsstichprobe x1,x2,..,xn vom Umfang n soll die Nullhypothese μ=μ0 getestet werden.
Vergehensweise Test
Generelles Vorgehen bei der Konstruktion eines Tests:
1.Aufstellen/ betrachten einer Nullhypothese H0 und ihrer Alternativhypothese H1
Voraussetzungen
- Skalenniveau der Variablen prüfen (UV nominal; AV metrisch)
- Normalverteilung prüfen ( Modus = Median = Mittel, Schiefe & Kurtosis)
- Homogenität der Varianzen prüfen ( In SPSS)
2.Bestimmung des kritischen Bereiches K zum Signifikanzniveau α, das vor Realisation der Stichprobe feststehen muss. Der kritische Bereich wird aus den unter der Nullhypothese nur mit geringer Wahrscheinlichkeit auftretenden Werten der Teststatistik gebildet.
3.Berechnung der Testgröße oder Teststatistik T aus der Stichprobe
4.Treffen der Testentscheidung
Vorgehen Tests : Schritt 1
Formulierung der H0 u. H1:
- Für Stichprobe aus normalverteilten GG mit unbekanntem Erwartungswert μ & unbekannter Standardabweichung σ soll die
Nullhypothese H0:μ = μ0 - (mit einem festen vermuteten Wert μ0) gegen
Alternative H1:μ ≠ μ0 getestet werden.
Vorgehen Tests: Schritt 2 - Test und Prüfvariable
Berechnung des kritischen Wertes c aus der Bedingung P(-c≤T≤c) = γ für die t-Verteilung
mit f = n - 1 Freiheitsgraden genügenden Zufallsvariablen.
T = (\(\bar{x}\) − μ) /S / \(\sqrt{n}\) ⇒ P(−c ≤ T ≤ c)H0 = 1−α (z.B. 1-0,95=0,05 - kritischer Bereich = 5%)
• Bestimmung des kritischen Bereiches K zum Signifikanzniveau α.
• Signifikanzniveau α=5% d.h. wir akzeptieren 5% Fehlentscheidungen
• Für das 0,95-Quantil der t-Verteilung mit 10 − 1 = 9 Freiheitsgraden findet man mit Hilfe einer t-Tabelle oder eines Computerprogramms den Wert t(0,95;9) = 1,833.
Vorgehen Tests: 3.Schritt: Berechnung der Testgröße
Berechnung des Mittelwerts ( \(\bar{X}\) )und der Standartabweichung (S) der vorgegebenen konkreten
Stichprobe x1,x2,...,xn sowie des Test- und Prüfwertes der Testvariablen T:
\(T = {\bar{X} - μ \over S / \sqrt {n}}\)
μ = Erwartetungswert; in Aufgabenstellung gegeben
Vorgehen Tests: Schritt 4: Das Vertrauensintervall
Verschiede Testverfahren
(UV - Nominal)
Chi² : AV nominal/ Kategorial - Vergleich beobachten mit erwarteten Häufigkeiten)
U-Test : AV mind. ordninal und UV 2Gruppen
H-Test: AV mind. ordninal und UV > 2Gruppen
T-Test: AV mind. intervall und UV 2 Gruppen
F-Test/ Varianzanalyse: AV mind. intervall und UV > 2 Gruppen
T-Test bei einer Stichprobe
- Vergleich eines bekannten Mittelwertes mit dem einer Stichprobe.
Es gibt eine Gruppe, die mit einem bekannten Mittelwert verglichen wird:
- Entspricht das Durchschnittsalter der Studenten heute dem der Studenten im Jahr 2000?
T-Test bei abhängigen Stichproben
Vergleich der Migelwerte zweier abhängiger Stichproben (Eheleute, ELtern u. Kinder, Leute die selben Test mehrmals machen)
Es gibt eine Gruppe mit zwei unterschiedlichen Konditionen
- Bewertet der Spiegel die Berichterstagung zweier Themen unterschiedlich?
- Fällt Bewertung der Spannung einer Gruppe über Scream 1 anders aus als über Scream 2?
T-Test bei unabhängigen Stichproben
Vergleich der Mittelwerte zweier unabhängiger Stichproben
Es gibt zwei unterschiedliche Gruppen, mit unterschiedlichen Konditionen
- Stellt der Spiegel die Berichterstagung positiver dar als der Focus?
- Fällt Bewertung von Spannung höher bei Gruppe 1 (Scream 1 gesehen) oder bei Gruppe 2
(Scream 1 gesehen) aus?