Quanti Methoden

Basis Wissen Statistik - Quantitative Methoden

Basis Wissen Statistik - Quantitative Methoden


Paula Klein
Diese Lernkarten behandeln quantitative Methoden auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf statistische Konzepte wie Regression, Korrelation und Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Sie decken Themen wie das Bestimmtheitsmaß R², Regressionskoeffizienten, die Minimum-Quadrat-Methode und nicht-parametrische Tests ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Mathematik oder verwandter Fachgebiete, die ein tiefes Verständnis dieser Methoden benötigen, um Datenanalysen durchzuführen und statistische Zusammenhänge zu interpretieren.
Flashcards
103
Students
5
Language
German
Category
Maths
Level
University
Created / Updated
29.06.2016 / 03.09.2020

Flashcards

objektiv

unabhängig vom Standpunkt des Statistikherstellers,

Statistikhersteller muss austauschbar sein,

jeder der bestimmtes (gleiche) Verfahren anwendet - kommt zum selben Schluss

reliabel

verlässlich, frei von Zufallsfehleren 

- unter gleichen Rahmenbedingunge = gleiches Ergebnis

( - Maß für die Replizierbarkeit der Ergebnisse unter gleichen Bedingungen.)

valide

überkontextuell gültig

- Statsistik ist dann valide, wenn sie Gewicht für Aussage/ Theorie/ Feststellung hat

- Belastbarkeit der Operationalisierung - wird das gemessen, was gemessen werden soll (Rechentest zu nur + u. - soll etwas über alle Grundrechenarten aussagen = nicht valide)

- Belastbarkeit der Aussage/ Schlussfolgerung der Messung

=  Wie weit trifft zu das UV (X) die AV (Y) beeinflusst? 

signifikant

bedeutend

- Wahrscheinlichkeit, dass die Aussage der Statistik durch Zufall so zustande kommt, nur gering ist.

- Signifikanz deutet auf (möglichen) Zusammenhang zwischen Messgößen (UV & AV) hin

Deskriptive Statistik

- beschreibende / empirische Stat. 

- Zusammenfassung/ Ordnung von Beobachtungen

Definition: vorliegende Daten werden in geeigneter Weise beschrieben u. zusammengefasst

Werkzuege: Tabellen, Diagramme, Grafiken, Lage- und Streuungsparameter

Erkenntnisse: untersuchte Datensatz kann genau beschrieben werden. Verschiedene Variable können zu Kenngrößen/ Kennzahlen zusammengefasst werden

Diagramme

Definition: grafische Darstellung v. Daten/ Sachverhalten oder Informationen 

Arten: z.B. Streudiagramm, Liniendiagramm (Verbunden Punkte) , Stabdiagramm (Strich nach oben, je danach wie oft Wert vorhanden etc.), Säulendiagramm, Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Histogramm, Zeitreihe

 - ohne zusätzliche Textinformationen lesen beziehungsweise interpretieren

- nicht manipulativ 

Infografiken

Definition: visuelle Repräsentation von Gesamtzusammenhängen in einer Abbildung

Anwendung: in visuellen Medien = Printmedien u. Fernsehen. Bzw. Schul- und Lehrbüchern 

- durch einen erklärenden Text, der sich innerhalb der Abbildung befindet, ergänzt

- Bildelemente nicht ohne zusätzliche Erläuterung in Form eines Textbausteins verständlich 

- kann manipulativ wirken im gegensatz zum Diagramm

Explorative Statistik

- hypothesengenerierende Stat. 

Definition:  sucht systematisch mögliche Zusammenhänge (oder Unterschiede) zwischen Daten  (mittels deskriptiver Verfahren und induktiver Test-Methoden) 


Werkzeuge: interaktive statistische Grafik.


Erkenntisse: Ansatzpunkte für neue Hypothesen- die dann weiter mit der induktiven Statistik untersucht werden können.

Induktive Statistik

- schließende/ Inferenzstatistik 

- Verallgemeinerung von Beobachtungen (Signifikanz) 

- Bestimmung von Wahrscheinlichkeiten mit denen Aussagen für die Grundgesamtheit gelten

Definition: leitet aus den Daten einer Stichprobe Eigenschaften einer Grundgesamtheit ab.

Werkzeuge: Wahrscheinlichkeitstheorie, Schätzverfahren, Testverfahren

Erkenntisse: Zusammenhänge und Aussagen über die Stichprobe können auf die Grundgesamtheit verallgemeinert werden.

Grundgesamtheit und Untersuchungseinheit

Die Grundgesamtheit bezeichnen wir mit Ω. ( z.B. Schüler der Klasse 7c)

Die Untersuchungseinheit ( auch Element, Objekt, Individum) bezeichnen wir mit ω. (z.B.Max H. )

Die Grundgesamtheit Ω ist die Menge ihrer Elemente ω.

Zufallsstichprobe

- Eine aus der Grundgesamtheit Ω nach dem Zufallsprinzip herausgegriffene Teilmenge mit n Elementen ω heißt Zufallsstichprobe vom Umfang n


- Die Auswahl der Elemente muss wahllos und unabhängig voneinander geschehen, d.h. alle ω ∈ Ω müssen die gleiche Chance haben ausgewählt zu werden. 

--> ω ∈ Ω  = ω (klein Omega) sind Eltemente ( Teile) von Ω (Omega)


- Die beobachteten Merkmalswerte (Ausprägungen) x1,x2,x3,...,xn der n Elemente ω sind Realisierungen  = Stichprobenwerte xi = x1, x2...xn

Absolute Häufigkeit

Absolute Häufigkeit ni = Anzahl der in Stichprobe vorkommenden gleichen Merkmalsausprägung.

D.h. kommt der Stichprobenwert xi genau ni-mal in der Stichprobe vor so heißt diese Zahl ni absolute Häufigkeit des Stichprobenwertes xi (i = 1, 2, 3, ...,k mit \(k \leq n\)).

Relative Häufigkeiten

Dividiert man die absolute Häufigkeit ni durch die Anzahl der Stichprobenwerte so erhält man die relative Häufigkeit hi :
wobei gilt: hi = ni/ n


0 < hi ≤1 und \(\displaystyle\sum_{i=1}^{k} h_i\) = h1 + h2 + ...+ hk = 1 

hi liegt zwischen 0 u. 1  u. alle hi (relativen Häufigkeiten addiert ergeben 1
 

Häufigkeitsfunktion f (x)

Die Verteilung der einzelnen Stichprobenwerte xi in einer geordneten Stichprobe vom Umfang n mit k = verschiedenen Werten x1, x2, x3 läßt sich durch die Häufigkeitsfunktion beschreiben. 
 

Merkmale und Ausprägungen

An Untersuchungseinheiten/ Probanden (ω) werden Merkmale(Xn) und deren Ausprägungen (xn) erhoben.

Merkmal X1 = Anzahl der Verweise

Ausprägung x des Merkmals X = 1;  Man schreiben: Anzahl der Verweise(Max H.) = 1
Oder allgemein: X(ω) = x  [also X(Max Huber) = 1]

Zu einer Untersuchungseinheit kann es viele Merkmale geben. -  Bsp. X1 = „Anzahl Verweise“, X2 = „Fach“, X3= „Alter“ usw

Schreibweise: X(ω) = ( X1 (ω), X2 (ω), X3 (ω)) also X(Max Huber) = ( 1, Mathematik, 13)

Nominal skaliertes Merkmal

- Ausprägungen = Namen

- Verschiedenheit

- keine Rangfolge, keine gleich großen Abstände zwischen den Messpunkten, kein Nullpunkt

- geringster Informationsgehalt

- Transformierbarkeit 

entweder X (ω1) = X (ω2) oder X (ω1) ≠ X (ω2)

Lage- u. Streuungsmaße: Modus/ Modalwert u. Range/ Spannweite


Bsp.: Namen, GEschlecht, Nationalität, Steuerklassen, Autotypen usw.

Ordinal skaliertes Merkmal

- Ausprägungen sind Namen, die sich anordnen lassen. 

- Verschiedenheit, Rangfolge

- keine gleich großen Abstände zwischen den Messpunkten, kein exis?erender Nullpunkt

entweder X (ω1) ≤ X (ω2) oder X (ω1) ≥ X (ω2)

- Lage- u. Streuungsmaße: Median u. Interquartilsabstand

Bsp.:Uni-Ranking, Bundesligatabelle, Schulnoten, Klassen im Flugzeug, Schadstoffklassen 

Intervall skaliert

- kardinal / metrisch

- Seine Ausprägungen sind Maße

- Verschiedenheit, Rangfolge, gleich große, Abstände zwischen den Messpunkten

- kein Nullpunkt

X (ω1) − X (ω2)

Lage- u, Streungsmaße: Mittelwert & Variation, Varianz, Standardabweichung

z.B. Temperatur in Celsius oder Fahrenheit, IQ-Test

proportional skalierte Merkmale

- kardinal/ Metrisch

- Seine Ausprägungen sind Maße

- Verschiedenheit, Rangfolge, gleich große Abstände zwischen den Messpunkten & Nullpunkt

- höchster Informationsgehalt

X (ω2)= n * X (ω1)

Lage- u. Streungsmaße: Mittelwert & Variation, Varianz, Standardabweichung

z.B. Masse, Zeit, Temperatur in Kelvin, Länge, Einkommen

Merkmale

Ein Merkmal X ist eine Abbildung von Ω in eine Menge M : X : Ω→ M mit X (ω) = x ∈ X(Ω) ( = Ausprägungen x ist ein Element von Merkmalen X der Grundgesamtheit  Ω)

Wenn die Wertemenge X(Ω)={X(ω) | ω ∈ Ω}

- eine Menge ohne weitere Struktur ist, so ist X ein nominales Merkmal.

- Ist X(Ω) eine geordnete Menge, so ist X ein ordinales Merkmal

-  Ist X(Ω)⊂ IRk und übernimmt X(Ω) die euklidische Metrik, so ist X ein k-dimensionales quantitatives oder kardinales Merkmal ( X(Ω)⊂ IRk = im Raum unserer Anschauung, euklidische Metrik = gleiche/ proportionale abstände

 

Parameter

• In der Statistik fassen aggregierende Parameter oder Maßzahlen die wesentlichen Eigenschaften
einer Häufigkeitsverteilung,
z. B. einer längeren Reihe von Messdaten, oder einer Wahrscheinlichkeitsverteilung zusammen.


• Einige Parameter der deskriptiven Statistik entsprechen den Momenten von Zufallsvariablen.

• Wir unterscheiden Lage- und Streuparameter

Lagemaße

-  geben Auskune über die zentrale Tendenz in Variablen

Alle Definitionen von Lageparametern zielen darauf ab, die Lage der Ausprägungen xi in Bezug auf die Messskala zu beschreiben und zu einer einzelnen Zahl(zentrale Tendenz) zusammenzufassen.

In der deskriptiven Statistik nutzt man als Lageparameter:
• Arithmetisches Mittel
• Geometrisches Mittel
• Harmonisches Mittel
• Quantile: Median, Quartile, Dezile, Perzentile
• Modus = häfigster wert 

Streuungsmaß - Streuungsparameter

- Zeigen das Ausmaß der Unterschiedlichkeit der Werte an

In der deskriptiven Statistik beschreibt man die
Streuung mit:
• Standardabweichung
• Spannweite
• Quantilsabstände
• Mittlerer Quartilsabstand
• empirische Varianz

Modus

Der Modus oder Modalwert ist
• bei einer empirischen Häufigkeitsverteilung der häufigste Wert,
• bei einer diskreten Zufallsvariable die Ausprägung mit der größten Wahrscheinlichkeit und
• bei einer stetigen Zufallsvariable die Maximumstelle der Dichtefunktion.

Kennwerte von Häufigkeiten/einfachen Verteilungen:

„häufigster Wert“
- es kann mehrere Modalwerte geben
- einsetzbar ab nominalem Skalenniveau (nominal, ordinal) – kaum gebräuchlich bei metrischem 

Median

- teilt eine Liste von Werten in zwei Hälften gleicher Größe

- mind. Ordnialniveau nötig


• Alle Werte werden (aufsteigend) geordnet, nach größe
• Wenn die Anzahl der Werte ungerade ist, ist die mittlere Zahl der Median.
• Wenn die Anzahl der Werte gerade ist, wird der Median meist als Mittelwert der beiden mittleren Zahlen definiert, die dann Unter- und Obermedian heißen.
• Eine wichtige Eigenschaft des Medians ist Robustheit gegen Ausreißer.

In einer Reihe von statistischen Beobachtungen ergibt sich der Rang einer einzelnen Beobachtung x1...xi...xn als ihre Position i, wenn alle Beobachtungswerte der Größe nach geordnet und durch- nummeriert werden x(1)...x(i)...x(n).Der Median einer geordneten Stichprobe von Messwerten x(1)...x(i)...x(n) ist dann
also:

Für ungerades n: \(\tilde{X}\)= x(ni+1/2) - dabei ist 

Für gerades n: \(\tilde{X}\) = 1/ 2 [ x(ni/2) +x (ni/2 +1)] 

Arithmetisches Mittel

- „Durchschnig“ aller Ausprägungen einer Variable
- Summe aller Messwerte N dividiert durch die Anzahl der Messwerte
- Voraussetzung: mindestens Intervallskalenniveau
- Nachteil: anfällig für Ausreißer und Extremwerte

= der als Quotient aus der (dividiert)  Summe aller beobachteten Werte xi und der Anzahl n der Werte definiert ist:

\(\bar{X}\)= \(x ={1\over n} \displaystyle\sum_{i=1}^{n} x_i = {x_1 + x_2+... +x_n \over n}\)
Summe aller Werte - Mittelwert = 0

empirische Varianz

- berücksichgt alle Messwerte
- nur für metrische Daten
- Varianz steigt bei zunehmender Abweichung aller Werte vom Mittelwert
Varianz = Summe der quadrierten Abweichungen aller Messwerte vom arithmetrischen Mittel,
dividiert durch die Anzahl aller Messwerte

Die Stichprobenvarianz oder empirische Varianz ist ein Maß für die Streuung von Daten in der (deskriptiven) Statistik.

\(x = {1 \over n - 1} \displaystyle\sum_{i=1}^{n} {(x_i - \bar{a})^2}\)

Durchschnigliche quadrierte Abweichung aller Werte vom Mittelwert. Wegen dem Quadrieren hat die Varianz eine andere Dimension als die Ausgangswerte

Standardabweichung

Die Stichprobenstandardabweichung oder empirische Standardabweichung ist die Wurzel aus der Stichprobenvarianz und hat die gleiche Maßeinheit wie die Beobachtungsdaten.

= positive Wurzel aus der Varianz
- Durchschnigliche, absolute Abweichung der Messwerte vom Mittelwert
- Indikator für die Breite einer Normalverteilung

s² = \(\sqrt{s^2}\)

Maß für die Streuung um den Mittelwert besitzt die gleiche Dimension wie die Ausgangswerte

Spannweite / Range 

Die Spannweite ist das einfachste Streuungsmaß und berechnet sich einfach als Distanz zwischen dem größten und dem kleinsten Messwert:

R = xmax - xmin
R ist aufgrund der Tatsache, dass, unabhängig von der Stichprobengröße, nur zwei Werte (die so genannten Extremwerte) berücksichtigt werden, nicht robust gegenüber Ausreißern.

Verteilungsfunktion F (t) 

Die Summe der relativen Häufigkeiten aller Stichprobenwerte, die kleiner oder gleich t sind,
heißt Summenhäufigkeitsfunktion F(t) der Stichprobe:

F (t) = \(\displaystyle\sum_{x_i\leq t}f(x_i) \)

Definition: Seien h1...hk die relativen Häufigkeiten der reellen Merkmalsausprägungen x1...xk einer Stichprobe ω1...ωk vom Umfang n . Dann heißt die durch 

F (t) = \(\)

für alle t ∈ IR definierte Funktion die Empirische Verteilungsfunktion (zur Stichprobe).

Wertebereich [0, 1]

- kumulierte Häufigkeiten sind wichtig

- zwischen den Punkten sind Lücken, nur waagerechte Striche, da monoton steigende

Empirische Quantile

teilen die Daten einer Messreihe prozentual in zwei Teile, sodass p*100% der Daten links vom
Quantil und (1-p)*100% der Daten rechts vom Quantil liegen.
Angenommen die Messdaten sind geordnet in Form einer Rangliste gegeben. Die Formel für die Berechnung eines p-Quantils ist dann:

p = ein Anteilswert; 

Bsp. Median hat p-WErt von o,5

Q1 - p = o,25 - p* 100 = 25%

Quartilsabstand

(lat. „Viertelwerte“) sind die Quantile Q.25, Q.50 (=Median) und Q.75, die auch als Q1 („unteres
Quartil“), Q2 („mittleres Quartil“) und Q3 („oberes
Quartil“) bezeichnet werden.


- (engl. interquartile range) bezeichnet die Differenz zwischen dem oberen und
dem unteren Quartil, also Q.75 − Q.25 und umfasst daher 50 % der Verteilung. Q3 - Q1

- wird als Streuungsmaß verwendet.

Boxplot

- ein Diagramm, der verschiedene Maße (zentralen
Tendenz, Streuung und Schiefe) in einem Diagramm zusammenfasst.


- Als „Whisker“, „Fühler“ oder "Antenne" werden die horizontalen/ vertikalen Linien bezeichnet.

- Die Länge der Whisker beträgt maximal das 1,5-fache des Quartilsabstands (1,5×IQR) und wird
immer durch einen Wert aus den Daten bestimmt.

- Werte, die über dieser Grenze liegen, werden separat in das Diagramm eingetragen
und als Ausreißer bezeichnet.

Gut für:

- Fehlerkennung bei metrischen Variablen mit vielen Ausprägungen durch Boxplot
- schnelle Übersicht über die Verteilung der Werte einer S?chprobe
- Vergleich von Verteilungen mehrerer (Teil-)Stichproben
- Hinweise auf mögliche Ausreißer und unplausible Werte in der Stichprobe

mögliche Werte: 

- Extremwert= mehr als 3fache Interquar?lsabstand vom 75% Perzentil ( Stern)

- Ausreißer: mehr als 1,5facher Interquar?lsabstand vom 75% Perzentil (Punkt) 

- Größter „nicht extremer Wert“ (bis 1,5facher Interquartilsabstand vom 75% Perzentil)

- Interquartilsabstand = 50% aller Werte liegen innerhalb  dieses Bereiches (median)

- Kleinster „nicht extremer Wert“ (bis zu 1,5facher Interquartilsabstand vom 25 % Perzentil

- Extremwerte werden mit Fallnummer beschriftet, damit auffindbar in Datensatz

 

Wahrscheinlichkeitstheorie

 oder -rechnung = Teilgebiet der Mathematik, das aus der Formalisierung der Modellierung und der Untersuchung von Zufallsgeschehen hervorgegangen ist.

mit mathematischen Statistik, die anhand von Beobachtungen zufälliger Vorgänge Aussagen über das zugrundeliegende Modell trifft, bildet sie das mathematische Teilgebiet der Stochastik.

zentralen Objekte = zufällige Ereignisse, Zufallsvariable und stochastische Prozesse.

Zufallsexperiment

In der Wahrscheinlichkeitstheorie bezeichnet ein Zufallsexperiment (auch Zufallsvorgang) grob
gesprochen einen Versuchsaufbau mit „zufälligem“ Ausgang. Er ermöglicht eine Serie von Durchführungen, also gleichwertigen und voneinander unabhängigen Versuchen.


Als Versuch versteht man hier einen Vorgang, der ein nicht vorhersagbares, erfassbares Ergebnis zur Folge hat, zum Beispiel das Werfen einer Münze oder eines Spielwürfels.

nötige Eigenschaften:
• Alle möglichen Ergebnisse des Experiments sind vorab bekannt ( Würfel zahlen 1-6 würfeln)
• Das Ergebnis eines einzelnen Experiments kann nicht vorhergesagt werden (Zufälligkeit).
• Das Experiment kann unter identischen Bedingungen beliebig oft wiederholt werden.

Elementarereignis / Ereignisse u. Ereignisraum

= die möglichen sich gegenseitig ausschließenden Ergebnisse eines Zufallsexperiments
➡Symbolische Schreibweise: ω1,ω2,ω3,...
• Die Menge aller Elementarereignisse heißt Ergebnismenge des Zufallsexperiments.
➡Symbolische Schreibweise: Ω = {ω1,ω2,ω3,...}

• Alle möglichen Ergebnisse (Versuchsausgänge) eines Zufallsexperiments werden als Ereignisse bezeichnet. Ein Ereignis A ist daher immer eine Teilmenge der Ergebnismenge Ω.

• Die Menge aller Ereignisse heißt Ereignisraum Σ. Der Ereignisraum enthält also alle
Teilmengen der Ergebnismenge Ω und enthält somit auch Ω und die leere Menge

Bsp.: 

- Zufallsvorgang: 1x Würfeln. Ω = {1, 2, 3, 4, 5, 6}.
- Zufallsvorgang: Augenfarbe der nächsten Person, die bei ne Casting Ω = {blau, grün, braun}

- Ereignisraum Würfel Σ - [1;6]

Verknüpfung von Ereignissen

A∪B - Entweder tritt A ein oder B oder A und B

A∩B - A und B treten gleichzeitig auf 

Ā - A tritt nicht ein 

Laplace - Experiment 

- liegt vor, wenn alle m Elementarereignisse ω1,ω2,...,ωm die gleiche Wahrscheinlichkeit p=1/m besitzen. Für ein beliebiges Ereignis A gilt dann:

P(A) = (Anzahl der für A günstigen Fälle) / m  - m = Anzahl der möglich Fälle von A

 

Absolute und relative Häufigkeiten in Zufallsexperimenten 

Definition: Ein Zufallsexperiment wird n-mal durchgeführt, dabei tritt das Ereignis A genau n(A)-mal
ein. Dann heißt n(A) die absolute und hn(A)= n(A)/n die relative Häufigkeit des Ereignisses A.

Gesetz der großen Zahlen

Erfahrungsgemäß gilt: Wird die Anzahl n der Versuche laufend vergrößert, so stabilisiert sich im allgemeinen die relative Häufigkeit hn(A) eines Ereignisses A und schwankt immer weniger um einen Wert h(A). 
• Beispiel: „ Wurf eines homogenen Würfels“ n = 100

-> gehäufiger gewürfelt wird um so gleich mäßiger werden die Zahlen, denn bei geringeren Würfen, kann es extremere Schwankungen geben ( n = 6, 3x 2 gewürfelt, 1x 3 u. 1x 5, bei n = 100 - eher gleiche Ergebnisse)

Study