Qualitätssicherung Begrifflichkeiten

GLP, GMP, GCP, Audits, Reinigungsvalidierung etc

GLP, GMP, GCP, Audits, Reinigungsvalidierung etc


N. K.
Diese Lernkarten decken die Grundlagen der Qualitätssicherung im medizinischen Bereich auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Begriffe wie GMP, GLP, und OF, sowie Prozesse wie Qualifizierung, Änderungskontrolle und Risikobewertung. Die Karteikarten erklären auch die Unterschiede zwischen parametrischen und attributiven Prüfungen, sowie die Bedeutung von Six Sigma und OOS (Out of Specification). Sie sind besonders nützlich für Studierende und Fachkräfte in der Pharmazie und Medizin, die sich mit Qualitätssicherung und regulatorischen Anforderungen vertraut machen müssen.
Cartes-fiches
164
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.08.2016 / 04.02.2019

Cartes-fiches

Contergan: Wann, Auswirkung

1959, Auswirkung auf QS vorher nur Registrierung? danach klinische Prüfungen

Beispiele für Qualitätsmängel

- Verfärbung SS-haltiges Pulvers durch Metalle - Erweichung, Verformung und Verklebung von WKP, HKP: Einsiegelung leere Kapselhälfte - Tablette: Bruchfestigkeit ungenügend, Lackschicht schrumpft, Verfärbung Dragees - Suppositorien: Hohlraumbildung, Pulvernester

Zehnerregel der Fehlerkosten

Fehlerkosten steigen von Planung bis Kunde exponentiell an: Je früher Fehler gefunden wird, desto kostengünstiger ist dieser -> je früher Qualität eingehalten wird, desto besser

Zielsetzungen QS heutzutage

- Fehlervermeid. /Fehlerverhütung vor Fehlerentdeckung - kont. Verbesserung der Produkte und Dienstleistungen und techn. /org. Prozesse - Kontinuierliche Steigerung der Zufriedenheit der Interessenpartner (Kunde, Mitarbeiter, Lieferant etc.), ganzheitl. Ansatz für a. Bereiche

Was wird unter Arzneimittelsicherheit zusammengefasst?

Abgabesicherheit: Verschreibungspflicht, Apothekenpflicht etc. Informationssicherheit Gebrauchsinformation, Fachinformation etc Produktsicherheit Zulassungsverfahren, Qualitätssicherung

Qualität Definition nach DIN ISO 8402

Qualität ist die Gesamtheit von Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezüglich ihrer Eignung , festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen

Einflussfaktoren auf den Wandel des Begriffs Qualität

Konkurrenzdruck durch Internationalisierung der Märkte: Wandel vom Hersteller- zum Verbrauchermarkt, höhere gesetzliche Regelungsdichte, Wertewandel in der Gesellschaft: Sicherheit, Umwelt, Konsumentenorientierung, Produkt und Produktion werden immer komplexer

Qualitätsbegriff nach Siegwart/Overdak in Harvard-Manager 3(86

Qualität ist mehr als ein Erfüllungsgrad der Kundenbedürfnisse. Das bedeutet, dass nicht die Qualität eines Produktes, sondern die Gesamtleistung eines Unternehmens zu beachten ist

Evolution des Qualitätsbegriffs nach Zeit

- seit 1910: QK - seit 1930: QS - seit 1950: QM - seit 1990: TQM von Erfüllung von Spezifikationen und Produktorientierun zu Prozessdenken und Kundenorientierung

Qualitätskontrolle Definition nach EU-GMP

QK ist Teil der guten Herstellungspraxis, der sich mit Probennahme (definieren, wann wo Proben gezogen werden, damits gleichmäßig ist), Spezifikation (Grenze der Angabe bzgl. Messmethodenschwankung), Prüfung, Organisation, Dokumentation und Freigabe befasst

Was gewährleistet Qualitätskontrolle nach EU-GMP?

QK gewährleistet , dass notwendige Prüfungen durchgeführt werden, Materialien (auch Reagenzien), Geräte und Endprodukt erst freigegeben werden, wenn Qualität zufriedenstellend beurteilt wurde 

Wer ist für die QK verantwortlich?

Kontrollleiter (früher), heutzutage: Qualified Person (QP) -> haftet für die Freigabe

Qualitätssicherung beinhaltet

Produkte + Prozesse: Schwerpunkt techn. Bereiche, Kontrolle im Entwicklungs- und Herstellprozess, Qualitätsverbesserung durch Vorbeugung, Prozessregelung, beginnende Prozessorientierung, Statistische Stichprobenprüfung, Acceptable Quality Limits (AQL)

Qualitätsmanagement beinhaltet

Produkte + Prozesse + Unternehmen: - Mensch wird als wesentliche Einflussgröße auf QS erkannt, Einbeziehung aller Mitarbeiter (Selbstkontrolle, Empowerment), "Qualität kann nicht in Produkt hineingeprüft werden, sondern muss produziert werden"

Total Quality Management beinhaltet

Produkte + Prozesse + Unternehmen + Kundenbeziehung: -firmenübergreifendes Konzept über alle Geschäftsprozesse, integriert zusätzlich Sicherheit, Umwelt, Wirtschaftlichkeit und Kundenbedürfnisse , Management verantwortlich, hierarchieübergreifend, EFQM Modell

Gründung EFQM und Modell

European Foundation for Quality Management: 1988 gegründet, William Edwards Deming: Gründer des Konzepts, um 1940 rum, seit 70er/80er Jahre standard

Umfassendes Qualitätsmanagement (TQM) Definition

Firmenübergreifendes Qualitätskonzept, dass die Mitarbeit aller Beteiligten erfordert. Ist eine Unternehmensphilosophie, die viele Aspekte einschließt wie Qualität, Sicherheit, Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Kundenzufriedienheit, Nutzen für Gesellschaft und langfristiger Geschäftserfolg

Was besagt der §3 AMWHV

Jeder Hersteller muss funktionstüchtiges QM-System haben, die GMP entspricht & die aktive Einbindung der Geschäftsleitung & des Personals (mind 1x im Jahr Schulung, dokumentieren) vorsieht., mind. 1x jährlich Statement und Prüfung der Herstellungspraxis

Wer/Was beeinflusst die Qualität?

https://s3.amazonaws.com/classconnection/973/flashcards/10642973/jpg/android_image__11470300011949.jpg

Was beschreibt die DIN EN ISO 9000?

Welche Prozesse ein QM-Sstem erfassen soll, hilft beim Aufbau und bei der Verbesserung des firmeneigenen QM-Systems 1987: erste Ausgabe der Norm 1994: Überarbeitung (komplett), 2005 Neufassung-> aktuellste, alle Begriffe hier definiiert

Was beschreibt die DIN EN ISO 9001?

Anforderung an ein QM System

Was beschreibt die DIN EN ISO 9004?

Effizienz des QM-Systems, Festlegung der TQM

8 Prinzipien des QM

Prozessorientierung, kont. Verbesserung, Kundenorient., Verantwortlichkeit der Führung (Empowerment), Einbeziehung des Menschen, Systemorient. d. Managementansatzes, sachliche Entscheidungsfindung -> schriftliches Niederlegen & Begründung hierfür, Lieferantenbeziehungen zum gegens. Nutzen

Was beschreibt die DIN EN ISO Norm 19011

Auditierung von QM- und Umweltmanagementsystemen, Überwachung von solchen Systemen von außen kein Rechtscharakter! Freiwillig!

Implementierung von QM-Systemen: Geschäftsleitung, Führungskräfte und Mitarbeiter

Geschäftsleitung: Entscheidung für QM, schriftlich darlegen, Verantwortung, Bereitstellung Ressourcen - Führungskräfte: Struktur QM erarbeiten, ggf. externe Berater, - Mitarbeiter: informieren (letzte Stufe)

Während der Implementierung des QM-Systems, was muss dauerhaft getan werden?

- Implementierung : Definieren, Sichten, Bewerten, Überarbeiten, Komplettieren, Erstellen, Implementierung mit Schulungen (verstanden durch Unterschrift darlegen), - dauerhaft: System-Weiterentwicklung

EMA: Sitz, Direktor

European Medicines Agency, bis 2009 EMEA, Direktor seit 2011: Guido Rasi

Zentrale Dienste der EMA:

EudraCT: sammeln aller klinischen Studien der EU, Eudravigilance: sämtliche AM-NW nach Zulassung EU, EudraPharm: sammelt Fachinfo und Packungsbeilagen (öffentlich zugänglich), EudraGMP: alle Pharmauntern., die eine Einfuhrerlaubnis unter GMP haben

Aufgaben der Bfarm

Zulassung & Registrierung von AS, AM-Sicherheit -> Sammlung aller NW nach Zulassung, Bundesopiumstelle -> direkter Kontakt bei BtM-Rezepten, Medizinprodukte

Sitz und Gründung der Bfarm

Gründung: 01.07.1975 Sitz: Berlin selbstständig, ist Bundesoberbehörde, aber unterliegt dem Gesundheitsministerium Direktor: Karl Broich

FDA: Gründung, Sitz, Direktor

1931 Sitz: Washington Direktor: Stephen Ostroff ca. 9000 Angestellte, alle Mediziner, Pharmazeuten, Chemiker etc

Inoffizielle GxP Bezeichnungen: "Fakes"

GRP: Good regulatory Practice, GDP Good Documentation Practice, GAP, Good Analytical Practices

Was bedeutet "Nach anerkannten Regeln von Wissenschaft und Technik"

gelten als allgemein anerkannt, wenn: in Theorie und Praxis von Mehrzahl von Fachleuten anerkannt sind, dh. einer Mehrzahl von AM-Herstellern bekannt und als richtig anerkannt sind

Was ist unter Good Laboratory Practices (GLP) zu verstehen?

Betrifft Organisation und Bedingungen unter denen nichtklinische Gesundheits- und Umweltverträglichkeitsstudien ( Präklinik ) geplant, durchgeführt, überwacht, niedergeschrieben, archiviert und berichtet werden -> Report an Behörden

Ziele der GLP

- Prüfdaten für Zulassung, - gegenseitige Anerkennung der Studien - Tierschutz

Beispiele, die unter GLP fallen

Laborexperimente, Tiermodelle, toxikologische Tierexperimente, etc. (-> pharmakologische-toxikologische Prüfinstitute)

Verantwortlichkeiten GLP: Bundesregierung

BfR: OECD- Dokumente zur GLP auf deutsch Bundesregierung: Gesundheitsministerium und Bundesmin. für Umwelt wg. Ökotoxikologie, Landwirtschaftsmin. wg. Insektizidenauswirkung etc. -> gesetzlicher Rahmen

Verantwortlichkeiten GLP: GLP-Bundesstelle (GLP-Bst):

Sitz bei BfR, sammeln Länderdaten, austausch mit Ausland

Verantwortlichkeiten GLP: Leitstelle GLP

eine pro Bundesland, ausführende und überwachende Behörde, in Deutschland insgesamt 80 Inspektoren

GCP Definition

betrifft Organisation und Bedingungen unter denen klinische Studien geplant, durchgeführt, überwacht, nieder-geschrieben, archiviert und berichtet werden

Étudier