Qualitätsmanagement

Praktikumsvorbereitung, Begriffe

Praktikumsvorbereitung, Begriffe


Patrick Döding
Diese Lernkarten behandeln Grundlagen und Techniken des Qualitätsmanagements im Bereich Elektrotechnik auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Fehlerarten, Messmethoden, Signalverarbeitung und Qualitätsregelkarten ab, wobei verschiedene Messmethoden wie Ausschlag-, Differenz- und Kompensationsmethoden sowie digitale Messverfahren im Fokus stehen. Die Karteikarten eignen sich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Messung, Analyse und Verbesserung von Qualitätsparametern in elektrotechnischen Systemen beschäftigen.
Flashcards
76
Students
2
Language
German
Level
University
Created / Updated
04.04.2013 / 15.11.2017

Flashcards

Messfehler

Abweichung eines gemessenen Wertes vom realen Wert.

Systematischer Fehler

  • Fehler der sich beim mehrmaligen Messen nicht aufhebt
  • Falsche kalibrierung von Messgerät
  • elektrische oder magnetische Störfelder
  • treten immer mot gleichen Vorzeichen auf

zufällige Fehler

  • Fehler der sich bei mehrmaligen Messen aufhebt
  • Vorzeichen schwankt von + nach -

Standartabweichung

  • Wert aus der Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung
  • Kennzahl für die Schwankungsintensität einer Zeitreihe
  • Die Standardabweichung gibt an, wie weit die Beobachtungswerte von seinem Mittelwert (dem Durchschnitt der betrachteten Werte) abweicht
  • Eine niedrige Standardabweichung bedeutet für den Kursverlauf einer Aktie, das diese sehr gleichmäßig verläuft - und zwar unabhängig von aktuellen Markttrend.
  •  

Mittelwert

Stellt eine Zahl dar, die zwischen den kleinsten und größten Merkmalswert in einer statistischen Reihe liegt.

Messunsicherheit

  • Kennwert der mit dem Messergebnis angegeben wird
  • Durch Messung wird dem Messergebnis ein Bereich zugeordnet die der Messgröße durch die Messung zugeschrieben werden kann

Vertrauensbereich (Konfidenzintervall)

 

  • Bereich in dem mit hoher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert und die Standardabweichung liegen
  • Sagt etwas über die Präzision der Lageabschätzung eines Parameters aus
  • Bei Wiederholung eines Versuches ist das Konfidenzintervall, der Bereich in dem das Parameter mit hoher Wahrscheinlichkeit landet

Summenhäufigkeit

Die Summe der Merkmale die die gleichen Merkmalsausprägungen haben, oder eine obere Grenze nicht überschreiten.

Induktivsensor

Elektrischer Sensor der auf metallische Gegenstände reagiert.

Differentialtransformator

  • Einsatzgebiet in der Wegmessung
  • Für Weg-und Dehnungsmessungen an Maschinen
  • 1 Primärspule ; 2 Sekundärspulen
  • Ist der Weicheisenkern in Mittellage so ist die Anordnung symmetrisch und die Spannungen der Spulen heben sich auf

induktiver Messtaster

Ein mit Wechselspannung erregtes Spulensystem induziert in Abhängigkeit von der Lage des Kerns eine Wechselspannung in das Sekundärsystem

rückwirkungsfreie Erfassung

  • Das Messmittel hat keinen Einfluss auf die zu messende Größe
  • rückwirkungsfreie Messung nur mit idealer Stromquelle oder mit idealen Messgeräten möglich

Definition: Qualität

Latainisch: qualitas

"Beschaffenheit", "Eigenschaft"

Gesamtheut der Eigenschaften eines Produktes oder Dienstleistung die benötigt wird um Kunden nach geraumer Zeit zufrieden zu stellen

Prüfen

maßliches Prüfen (objektiv)

  • Messen 
  • Lehren

nicht maßliches Prüfen (subjektiv)

  • Sichtprüfung
  • Prüfen mit Sinnesorganen

 

Welche Eigenschaften oder Parameter können gemessen werden?

  1. Funktionelle Eigenschaften
  2. Mechanische und geometrische Parameter
  3. Chemische und Werkstoffparameter
  4. Elektrische Parameter (Isolation, Stoßspannung)
  5. Anschlussparameter (Infrarot, Schnittstelle)
  6. Sicherheitstechnische Parameter (Isolation, Lichtschutz, Sichtschutz)
  7. Zuverlässige Sicherheitsparameter (Langzeitlebigkeit)
  8. Ästhetische Parameter (Aussehen (Farben und Formen))
  9. Sonstige Gebrauchseigenschaften (Gifitgkeit, Schärfe (Peperoni))
  10. Klimatische Parameter 

Was ist ein Merkmal?

Eigenschaft die gemessen werden kann.

Beispiele für ein Merkmalswert

  • Haarfarbe
    • Braun, Rot, Schwarz
  • Intelligenz
  • Körpergröße

Quantitative Merkmale

Kardinalskalen (metrische Skala)

  • Intervallskala
  • Verhältnisskala
  • Absolutskala

Merkmale

Quantitative Merkmale

  • Gemessen, geschätzt, gezählt

Qualitative Merkmale

  • Zeichenkette
  •  

Toleranzband

delta i =Umgebung von µi

T = Toleranzband der µi

µi = Sollwert der i-ten Anforderung

µi+delta i = oberer Grenzwert der i-ten Anforderung

µi-delta i = unterer Grenzwert der i-ten Anforderung

Wie wird Qualität festgestellt?

  • Vektor der harten und weichen Anforderung
  • Vektor der gemessenen Größen und weichen Merkmalen 
  • Vektoren zusammenführen (epsilon)
  • Resultierenden Vektor bewerten
  • Bewerteten Vektor mit einer Referenzgröße vergleichen
  • Entscheidung ob i.O. oder n.i.O.

Qualitätsregelkreis

  • Q-Planung
  • Q-Lenkung
  • Q-Sicherung

Wann werden Produkte aus der Fertigung geprüft?

  • Wareneingang
  • In der Produktionslinie
  • Prüfung am Bandende

Wofür steht die 10er Regel?

Erfahrungsregel aus dem Qualitätsmanagement, dass die Kosten der Fehlerverhütung bzw. der Fehlerbehebung in jeder Phase um den Faktor 10 steigen

Welche Bausteine liegen im QRK vor?

  1. Q-Planung
  2. Q-Lenkung
  3. Q-Sicherung

Welche Größen treten QRK auf?

  • Störgrößen am Eingang
  • Störgrößen im Prozess

Welcher Inhalt ist in einem QM-Handbuch?

  1. Firmenportrait
  2. Verbindlichkeitserklärung
  3. Prozessmodell mit bez. der Prozesse
  4. Anwendungsbereich
  5. Begriffsverzeichnis
  6. QMS im Bezug auf Dokumente und Unterlagen
  7. Verantwortung der Leitung
  8. Management der Ressourcen
  9. Produktentstehungsprozess
  10. Messung, Analyse und Verbesserung

Wofür wird das QM-Handbuch verwendet?

  • Durch die klare Beschreibung der Abläufe werden diese für jeden Mitarbeiter bessern einsehbar
    • erhöhung der Motivation
  • Bei der Handbucherstellung werden Prozesse auf ihre Wirksamkeit überprüft
  • das Handbuch kann bei der Schulung neuer Mitarbeiter nützlich sein
  • Durch die Beschreibung des QM-Systems kann das Handbuch beim Kunden Vertrauen in die Qualitätsfähigkeit wecken

QMS-Methoden in der Entwicklung

  1. QFD - Quality-Function-Deployment
    • Qualitätsfunktiondarstellung
  2. TRIZ
    • Theorie zur Lösung erfinderischer Probleme
  3. FMEA
    • Fehler-Möglichkeiten-Einfluss-Analyse
  4. FTA
    • Fault-Tree-Analysis
    • Fehlerbaumanalyse

Wofür steht SPC und was hat es zu bedeuten?

  • Statistical-process-controll
  • Null-Fehler-Strategie
  • Auswertung mittels Stichproben

Vergleichen Sie SE & KM

  • Bei KM sind Entwicklungsphasen gestaffelt
  • Alles nacheinander
  • Bei SE sind die Phasen übergreifen parallel
  • Somit ist bei SE ein vorzeitiger Serienstart erreichbar

Vorteile von SE

  • Entwicklungszeit wird verkürzt
  • spätere Produktionsänderungen werden vermieden
  • Abstimmung zwischen Produktion und Entwicklung wird verbessert
  • schnellere Fehlerbeseitigung
  • schnellere Fehlererkennung
  • niedrigere Kosten

Vorgehensweise bei FMEA

  1. Systemauswahl (System wird ausgewählt)
  2. System wird in Teilsysteme (TS) zerlegt
  3. Funktionen werden TS zugeordnet
  4. Fehleranalyse
    • Fehler werden auf einem Notitzblatt festgehalten
    • zu jedem Fehler werden Folgen und Ursachen aufgeschrieben
    • somit kann nun eine dreifache Bewertung betreffend der Wahrscheinlichkeit erfolgen
  5. Risikobewertung RPZ = B x A x E
    • Risikoprioritätszahl
    • B = Bedeutung des Fehlers für den Kunden
    • A = Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers
    • E = Wahrscheinlichkeit seiner NICHTENTDECKUNG vor dem Ausliefern des Produktes
  6. Jede Größe kann zwischen 1 (klein) und 10 (groß) schwanken
  7. Produkt der Wahrscheinlichkeiten ist die Risikoprioritätszahl

7 Q-Werkzeuge

  1. Fehlersammelliste
  2. Balkendiagramm / Histogramm
  3. Summenverteilung
  4. Pareto-Diagramm
  5. Korrelationsdiagramm
  6. Qualitätsregelkarte
  7. Ursachen-Wirkungsdiagramm
    • Ishakawa-Diagramm
    • Fischgrätendiagramm

Berechnen Sie die relative Häufigkeit, Klassenbreite und Spannweite

  • R=Spannweite
  • dj = Klassenbreite
  • hj = relative Häufigkeit

Was beschreibt das Bestimmtheitsmaß?

  • Ist ein Maß für den linearen Zusammenhang zwischen zweier Messreihen (x;y)
  • R²
  • Schwankt zwischen 1 und 0
  • bei 1 liegen alle Wertepaare auf einer Geraden

Wie wird eine konstante Streuung im Korrelationsdiagramm noch genannt?

Homohedastische Streuung

Wie wird eine zunehmende Streunung noch genannt?

Heterodastische Streuung

Um welche Werte können die Messungen in einer Qualitätsregelkarte beispielhaft Streuen?

  1. Mittelwert
  2. Streuung

Welche 5 Ursachen werden in dem Ishakawa-Diagramm genannt?

  1. Mensch
  2. Maschine
  3. Material
  4. Mitwelt (Umwelt)
  5. Methode

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