Lernkarten

Isa S_
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Lernende 2 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 10.11.2014 / 27.01.2015
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Was versteht man in der Bindungstheorie unter Bindungsverhalten? Nenne min. drei Beispiele.

Bindungsverhalten: Verhaltenssystem, (Emotionen, Motivation und Verhalten), das beim Wunsch nach Nähe oder in "Alarmsituationen" aktiviert wird. Bsp.: Lächeln, schreien, festklammern, Zur-Mutter-Krabbeln, Such der Bezugsperson.

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Wie unterscheiden sich Kinder mit sicherer und unsicher-vermeidender Bindung, wenn die Mutter (als Bindungsperson) nach kurzer Trennung wieder zum Kind dazu stößt? Wie lässt sich diese Fragestellung wissenschaftlich untersuchen?

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Emotionen sind über drei wesentliche Komponenten beschreibbar. Welche Komponenten sind gemeint? Beschreibe eine beliebige Emotion anhand dieser Komponenten.

Körperliche Empfindungen: Gefühle, die ich subjektiv erfahre, gehen mit einem charakteristischen körperlichen Reaktionsmuster einher:

  • Schwitzen, Muskelspannung, Verkrampfung, Veränderung der Pupillen, Zittern etc.

 

Psychische Komponenten: Subjektive Erfahrungen, seelische Befindlichkeit, z.B. ich fühle mich gut/traurig/ärgerlich/zornig/glücklich

- Gefühle können angenehm oder unangenehm sein. Dies ist massgeblich durch unsere kognitive Interpretation von physiologischen Empfindungen

  • Angst empfinden und heftig verliebt sein gehen mit ähnlichen körperlichen Veränderungen einher.

 

Ausdruckskomponenten:

Über den Ausdruck von Gefühlen zeigen wir den anderen auch immer etwas über uns in unserer Beziehung zum Interaktionspartner mit.

(Beeinflussung von Verhalten:)

Gefühle bereiten unseren Körper sehr effizient auf bestimmte Handlungen vor. (Leistung, Flucht, Kampf)

  • gesteigerte Reaktions- und Leistungsfähigkeit

    • Lähmung, Verleiten zu Passivität

    • Erhöhen Wahrscheinlichkeit für Annäherungs- und Vermeidungsverhalten

Eine gute Note kann zum Lernen motivieren, zu viel Angst führt zu Stress und Blockaden.

  • Gefühle haben Motivationsfunktion

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20. Warum halten Psychotherapeuten Menschen mit einer Angststörung – wie zum Beispiel einer sozialen Phobie – davon ab, die gefürchtete Situation zu vermeiden?

Erwartungsangst wird durch Vermeidungsverhalten aufrechterhalten. Indem wir angstvolle Situationen meiden können wir nicht dir korrigierende Erfahrung machen, dass diese Situation keine Bedrohung für uns ist.

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Beschreibe den Teufelskreis der Angst anhand eines Beispiels.

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Die Person geht ins Kaufhaus, es hat viele Menschen und stickige Luft. Das Herz fängt plötzlich an wie wild zu pochen, der Person wird es warm, die Symptome werden als Bedrohung für einen Herzinfarkt wahrgenommen. Die Angst entsteht und der Körper reagiert mit Anspannung und Schweissausbrüchen. Die Angst um den Herzinfarkt wird noch grösser und der Teufelskreis der Angst schaukelt sich auf. Der betroffene ist in diesem Teufelskreis gefangen und das kann zu einer Panikattacke führen.

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Grenze die Begriffe Angst, Furcht und Phobie voneinander ab.

Angst: unspezifisches globales Gefühl der Bedrohung. Die generalisierte Angst (GAS) ist gekennzeichnet durch auf die Zukunft bezogene existenzielle Sorgen (Geld, Tod, Krankheit..).

Furcht: ist bezogen auf ein bestimmtes Objekt. Sehen wir plötzlich einen Bären vor uns stehen. Das ist ein genetisch vererbtes charakteristisches körperliches Reaktionsmuster. Dies Hilft und schnell und effizient zu reagieren.

Phobie: eine extreme (pathologische, unangemessene) Furcht vor spezifischen Objekten oder Situationen. Bsp. Extreme Furch vor Spinnen.

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Ein Mann hat große Schwierigkeiten in sozialen Situation. Wenn er vor Menschen etwas sagen muss oder will, reagiert sein Körper heftig mit Schweißausbrüchen, einem rasendem Puls und Panik. Er fürchtet durch andere negativ bewertet oder ausgelacht zu werden, weil er etwas Peinliches sagen könnte. Er geht nur noch sehr ungern aus dem Haus und fehlt immer häufiger bei der Arbeit. Er reagiert nicht einmal mehr auf die Anrufe seiner Freunde. Seine Frau möchte ihm das Leben einfacher machen und rät ihm, ganz daheim zu bleiben. Ihr Einkommen würde schließlich für beide reichen. Wie ist dieser Rat vor dem Hintergrund eures psychologischen Wissens über die Behandlung von Ängsten zu bewerten? Was würdet ihr dem Patienten in eurer Praxis raten?

Es ist wichtig, dass der Mann wieder Kontakt aufnimmt zu seinen Mitmenschen. Wenn er es nicht macht werden seine Ängste und Befürchtungen immer grösser und so wird er immer isolierter. Für den Moment wird es ihm besser gehen aber in Zukunft werden sich die Ängste noch steigern.

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24. Ein Patient mit einer Spinnen-Phobie möchte auf keinen Fall in der Therapie mit einer Spinne – und sei sie aus Plastik – konfrontiert werden. Er glaubt, seine Panikreaktion würde so stark sein, dass er keine Luft mehr kriegen und schließlich sterben könnte. Was könnt ihr dem Patienten auf seine Befürchtungen – vor dem Hintergrund eures psychologischen Wissens – sagen?

Die Panikattacke wird sich nicht so weit steigern, bis er keine Luft mehr kriegt. Die Symptome erreichen ihren Höhepunkt und flachen dann wieder ab. Es ist wichtig (wenn der Patient daran arbeiten möchte) sie mit der Spinne zu konfrontieren. Denn so kann er seine Ängste abbaue.. Je mehr er die Situation meidet umso grösser/stärker werden seine Ängste.