Psychologie
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Lernkarten
25. Was verstehen Psychologen unter Angst vor der Angst?
Die Menschen befürchten in einen Panikzustand zu geraten, wenn sie sich die Situation nur vorstellen. Und so kann es zum Vermeidungsverhalten führen.
"Angst ist die Kluft zwischen dem Jetzt und dem Später. Wenn du im Jetzt bist, kannst du keine Angst haben.."
Erkläre die wichtigsten Punkte der Stresstheorie nach Lazarus anhand eines geeigneten Beispiels.
Er glaubt nicht, dass ein Reiz oder eine Situation Stress auslöst, sondern die anschliessende subjektiven kognitiven Bewertungsprozesse im Individuum. Er war damit ein wichtiger Vertreter der kognitiven Psychologie.
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Eine anstehende Prüfung kann als Bedrohung (negativer Stress, Distress) oder als eine Herausforderung (positiver Stress oder Eustress) erlebt werden.
Wie reagiert unser Körper auf Stresssituationen? Nenne mindestens vier körperliche Symptome auf akuten Stress.
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Puls, Blutdruck erhöhen sich
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Muskelspannung
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Bronchien erweitern sich
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Pupillen erweitern sich
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erhöhtes Schwitzen
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Gänsehaut
Nenne min. drei Folgen von chronischem Stress
Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkei
Kopf- und Rückenschmerzen
Störung der Verdauung
Libidoverlust
Zyklusstörungen
Impotenz
Welchen Kriterien muss ein gut formuliertes Ziel genügen?
Spezifisch
Messbar
Attraktiv
Realistisch
T Zeit angepasst
30. Ein jugendlicher Patient, der bisher gerne und aus eigener Initiative zur Ergotherapie gegangen ist, bekommt nach einiger Zeit Geld von seinen Eltern für jede absolvierte Sitzung. Sie wollen ihn damit für sein Engagement belohnen. Wie ist dieses Verhalten vor dem Hintergrund eurer Kenntnisse der Motivationspsychologie zu bewerten?
Die Eltern haben die intrinsische Motivation zerstört. Das heisst, der jugendliche Patient der bisher gerne aus eigener Initiative in die Ergotherapie gekommen ist, bekommt plötzlich extrinsische Belohnung. Dadurch wird sein Verhalten fast nur durch äussere Anreize (Anweisungen, Belohnungen) gesteuert. Dadurch sinkt die innere Beteiligung, das Gefühl der Selbstbestimmung wir unterminiert. Die Selbstmotivierungsfunktion, die für das Erleben sorgt, dass die Freude der Tätigkeit selbst entspringt wird ausser Kraft gesetzt.
Intrinsische Motivation: Jemand macht eine Aufgabe/Aktivität aus eigenem Willen
Extrinsische Motivation: Das Verhalten dieser Person ist von Aussen geleitet. Ausgehend auf konkrete Vorteile oder Belohnungen von aussen.
!!Intrinsische Motivation kann durch extrinsische Belohnung zerstört werden!!
Unter welchen Bedingungen sind Menschen maximal motiviert eine Tätigkeit in Angriff zu nehmen? Beantworte diese Frage anhand von dir bekannten Konzepten aus der Motivationspsychologie.
1. Ein Anreiz muss vorhanden sein das Ziel zu erreichen (Wert der Belohnung)
2. Das Ziel muss realistisch sein (Erfolgswahrschenlichkeit)
3. beeinflusst wird unsere Motivation durch unseren Charakterzügen (träge, vital..)
4. und von unsrer Rollenwahrnehmung (gehört das in meinen Kompetenzbereich?)
Welche zwei Bedingungen müssen gegeben zu sein, damit wir von Motivation sprechen können?
Durch Motivation wird Verhalten in Bewegung gesetzt.
Wenn ich Hunger habe bin ich getrieben Bsp. Brot aufzutreiben, auch wenn ich dafür ins Lebensmittelgeschäft gehen muss.
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Wert der Belohnung
- Erfolgswahrscheinlichkeit
1. ein Anreiz das Ziel zu erreichen muss vorhanden sein (Wert der Belohnung)
2. Ziel muss realistisch sein (Erfolgswahrscheinlichkeit)
3. beeinflusst wird unsere Motivation durch unsere Charakterzüge (träge, vital....)
4. und von unserer Rollenwahrnehmung (gehört das in meinen Kompetenzbereich?)
Skizziere die Bedürfnispyramide nach Maslow. Welche Bedeutung hat diese Pyramide innerhalb der Motivationspsychologie?
Die Bedürfnisse auf den höheren Stufen werden erst "aktiviert", wenn die unteren Grundbedürfnisse befriedigt werden. " Erst kommt das Fressen, dann die Moral"
Ein Bedürfnis ist ein physischer oder psychischer Mangelzustand.
Es muss ein Anreiz da sein, dass ich meine Grundbedürfnisse stillen möchte (beginnt bei Lust auf Leben bis zur Selbstverwirklichung)
Auf die Selbstverwirklichung des Patienten hinarbeiten. Schauen, welches dieser Bedürfnisse ist nicht gestillt.
SMART-Ziele
Spezifisch
Messbar
Attraktiv
Realistisch
Zeit angepasst
Primäre Bedürfnisse: Hunger, Durst, Sauerstoff, Schlaf
Sekundäre Bedürfnisse: Geltung, Macht, Besitz, Geld
Was ist ein psychologisches Konstrukt? Nenne ein Beispiel und stelle dar, wie man es messen könnte.
Konstrukt: ein abstraktes Konzept, das wir messen möchten (Liebe, Aggression, Depression, Intelligenz, Frustration, etc.) Wir können ein Konstrukt nur indirekt und unvollständig messen durch unsere genau, definierten Verhaltensweisen.
Aggression = rot werden, laut werden , Schimpfwörter, etc. und wir können nicht voraussetzen, dass jeder das Gleiche darunter versteht.
Nenne vier Kriterien, anhand derer sich die Qualität naturwissenschaftlicher Forschung bewerten lässt.
Gütekriterien:
Operationalisierung: Das Konstrukt muss genau definiert werden.
Validität: Ein Forscher beobachtet bzw. misst auch tatsächlich das was er zu beobachten bzw. messen angibt.
Reliabilität: Ein Forscher beobachtet, bzw. misst das, was er zu beobachten bzw. messen angibt, genau und exakt.
Objektivität: Eine Untersuchung ist in ihrer Durchführung, Auswertung und Interpretation unabhängig von der Person des Forschers.
Warum benutzt die psychologische Forschung die statistische Methode? Verdeutliche diese Frage anhand eines Beispiels.
Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsrechnungen können Aussagen darüber gemacht werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit, die in unserer Stichprobe beobachtbaren Phänomene auf die Gesamtpopulation verallgemeinerbar sind.
- Die Statistik erlaub uns Aussagen darüber zu machen, ob gefundene Ergebnisse zufällig oder systematisch zustande gekommen sind.
--> Im Schnitt ist jeder Schweizer 8.5 Tage im Jahr krank; kein Mensch ist genau 8.5 Tage krank.
Statistische Ergebnisse erlauben streng genommen keine Rückschlüsse auf den Einzelfall.
Was versteht man unter einem Menschenbild?
Ein Set von zusammenhängenden Grundannahmen, darüber wie der Mensch beschaffen ist. Ein Bild von den Menschen (-Gruppen) wo wir für wahr halten. Die Annahmen sind von philosophischer Natur und damit nicht nachweisbar.
Bsp.: Der Mensch ist faul, der Mensch ist im Kern gut/schlecht, alle Italiener sind dich etc.
Wie lässt sich Psychologie definieren?
Psyche = die Seele
Logos = Die Lehre, die Wissenschaft
Wörtlich übersetzt--> die Wissenschaft von der Seele
Begriff Seele ist wissenschaftlich nicht fassbar, daher:
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Wissenschaft im Seelenleben (äussert sich im Verhalten und Erleben)
!Gegenstand der Psychologie ist das wissenschaftliche beschreiben, erklären, verstehen, voraussagen und verändern menschlichen Verhaltens und Erlebens!
Was sind die Unterschiede zwischen Erleben und Verhalten?
Verhalten=Objektiv(wird durch Fremdbeobachtung erschlossen)
das Verhalten was von Aussen=Mimik/Gestik beobachtet werden kann. (Körperbewegung, beobachtbare Aktivitäten; jemand meldet sich und wird rot. redet schnell etc.
Erleben = Subjektiv (wird durch Selbstbeobachtung erschlossen) Gefühle, Bedürfnisse, Gedanken
Gesamtheit alles nicht beobachtbaren Vorgänge, das was der Mensch an sich selbst wahrnehmen kann. (Denkabläufe, Erinnern, Träume, jemand fühlt sein Herz rasen, fühlt sich schwindelig)