pstrm_HS2013

Principles of Strategic Management Keine Garantie auf Korrektheit und Vollständigkeit

Principles of Strategic Management Keine Garantie auf Korrektheit und Vollständigkeit


Dominik Andres
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte und Strategien der Betriebswirtschaftslehre auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Erklärung von Begriffen wie Zukunftsgeschäfte, Wachstumsgeschäfte und Kerngeschäft, sowie auf die Berechnung finanzieller Kennzahlen wie NOPAT, ROCE und WACC. Zudem werden Diversifikationsstrategien und Wettbewerbsstrategien nach Porter behandelt. Diese Lernkarten sind ideal für Studierende, die sich auf Prüfungen im Bereich Strategisches Management vorbereiten und ein tiefes Verständnis für betriebswirtschaftliche Konzepte und deren Anwendung erlangen möchten.
Karten
46
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
29.12.2013 / 22.09.2015

Lernkarten

Die drei Unternehmensebenen

  • Unternehmensstrategie
  • Geschäftsfeldstrategie
  • Funktionsstrategie

Aufgabe der Unternehmensstrategie

  • In welchen Geschäften sind wir tätig?
  • Konzentration auf Kerngeschäfte?
  • Aufgabe von Randgeschäften?
  • Aufbau neuer Geschäfte?

 

Aufgabe der Geschäftsfeldstrategie

  • Wie erzielen wir Wettbewerbsvorteile?
  • Differenzierung oder Kostenfokus?

Aufgabe der Funktionsstrategie

  • Marketing / Vertrieb
  • Produktion
  • Logistik
  • F&E
  • Einkauf
  • Personal
  • IT & Finance

Erklären Sie die Principal-Agent Problematik

Principal = Auftaggeber, Agent = Auftragnehmer.

  • Der Agent hat i.d.R. einen Informationsvorsprung
  • Durch Zielsetzungs-Bonussystem wird die Gefahr verringert

Erklären Sie den Begriff "market based view of strategy"

  • Identifikation der Chancen in der Umwelt
  • Anpassung der Ressourcen und Fähikeiten
  • Nutzung bestehender Chancen

Erklären Sie den Begriff "resource based view of strategy"

  • Identifikation, Entwicklung und systematische Nutzung von ausserordentlichen Ressourcen und Fähigkeiten des Unternehmen
  • Schaffung und Nutzung neuer Chancen

Erklären Sie den Begriff "strategic fit"

  • gehört zur market based view of strategy
  • Anpassung der strategischen Fähigkeiten an die Chancen der Umwelt

Erklären Sie den Begriff "strategic stretch"

  • gehört zu resource based view of strategy
  • Wirksamer Einsatz der strategischen Fähigkeiten zur Schaffung neuer Chancen

welches sind die TOWS-Normstrategien

  1. SO-Strategien
  2. ST-Strategien
  3. WO-Strategien
  4. WT-Strategien

Charakterisieren Sie "SO-Strategien"

  • Wahrnehmnung der Chancen unter Einsatz der Stärken
  • Expansionen / Investitionen
  • Nutzung von Trends durch vorhanden Ressourcen

Charakterisieren Sie "ST-Strategien"

  • Stärken ausnutzen, um Risiken Umweltrisiken auszugleichen
  • Nutzung von Beziehungen, um Umweltbedingungen zu beeinflussen

Charakterisieren Sie "WO-Strategien"

  • Abbau von Unternehmensschwächen, um Chancen zu nutzen
  • Beispielsweise Abbau eigener Bürokratie (Schwäche), um reaktionsschneller zu sein und Chancen des Marktes nutzen zu können

Charakterisieren Sie "WT-Strategien"

  • Schwächen abbauen, um Risiko zu reduzieren
  • Desinvestitionsstrategien

welche generischen Wettbewerbsstrategien nach Porter gibt es?

  • Kostenführerschaft
    branchenweit, Standardprodukt
  • Kostenfokus
    segmentspezifisch, preiselastisch
  • Differenzierung
    branchenweit, Leistung, Qualität, Einzigartigkeit
  • Differenzierungsfokus
    segmentspezifisch, spezifische Bedürfnisse, preisunelastisch

Wie kann die Unternehmenszentrale Einfluss auf die SGEs nehmen?

  • Stand-Alone Influence
  • Linkage Influence
  • central functions and services
  • corporate development

Erklären Sie den Begriff "Stand-Alone Influence"

  • Die SGE arbeitet autonom
  • Einflussnahme der Zentrale direkt in vertikaler Richtung
  • Die Zentrale nimmt gezielt Einfluss, das Spektrum der Einflussnahme ist sehr gross
    • Allgemeine Zielvorgaben
    • Einstellen von Führungspersonal
    • Eingreifen in die Geschäftsprozesse

Erklären Sie den Begriff "Linkage Influence"

  • Zentrale schafft kooperationen zwischen SGEs
  • Synergiepotentiale zwischen SGEs schaffen
  • sparen von redundanten Ressourcen
  • komplementäre Ressourcen gemeinsam nutzen
  • Einflussnahme der Zentrale in indirekter horizontaler Richtung

Erklären Sie den Begriff "central functions and services"

  • Einfluss der Zentrale direkt in vertikaler Richtung
  • SGE beziehen Ressourcen bei der Zentrale
    • erhöhen der economies of scale

Erklären Sie den Begriff "corporate development"

  • Zentrale führ Akquisitionen und Desinvestitionen durch und ist für die Gründung von Allianzen verantwortlich.
  • Die Zentrale greift aktiv ein, in dem SGEs aufgebrochen und neu organisiert werden

Erklären Sie den Begriff "parenting advantage"

Eine strategische Geschäftseinheit muss im eigenen Unternehmen  und durch Einflussnahme der Zentrale einen höheren Unternehmenswert generieren, als wenn diese SGE in einer anderen Unternehmung angegliedert wäre.

Welche Diversifikationsstrategien gibt es?

  • fokussierte Diversifikation
  • relationale Diversifikation
  • konglomerate Diversifikation

Erklären Sie den Begriff "fokussierte Diversifikation"

Unternehmen bearbeitet eine kleine Anzahl von
Geschäftsfeldern, die sowohl hinsichtlich ihrer Produkte und der zu bearbeitenden Märkte als auch hinsichtlich ihrer internen Leistungsprozesse sehr ähnlich sind.

Bsp. Ein Bäcker beliefert künftig nicht nur Restaurants mit Gipfeli, sonder künftig auch Tankstellenshops mit Sandwiches.

Erklären Sie den Begriff "relationale Diversifikation in horizontaler Richtung"

Geschäftsfelder umfassen unterschiedliche Produkte und Märkte und erfordern unterschiedliche Leistungsprozesse. Die Anforderungen an die Führung der Geschäftsfelder sind aber sehr ähnlich.

Horizontal: Geschäftsfelder, die auf der gleichen
Wertschöpfungsstufe agieren (Bsp.: Metro-Konzern mit versch. Handelskanälen)

Erklären Sie den Begriff "relationale Diversifikation in vertikaler Richtung"

Geschäftsfelder umfassen unterschiedliche Produkte und Märkte und erfordern unterschiedliche Leistungsprozesse. Die Anforderungen an die Führung der Geschäftsfelder sind aber sehr ähnlich.

Vertikal: Geschäftsfelder, die entlang der Wertschöpfungskette als (vorgelagerte) Lieferanten oder (nachgelagerte) Abnehmer unmittelbar miteinander in Beziehung stehen (Bsp.: Bertelsmann-Konzern – vom Druck über Verlag zu Buchhandel)

Erklären Sie den Begriff "konglomerate Diversifikation"

Geschäftsfelder unterscheiden sich bezüglich Produkten und bedienten Märkten und hinsichtlich ihrer Leistungsprozesse deutlich oder sogar vollständig voneinander. Sie stellen auf Grund unterschiedlicher wirtschaftlicher Umfelder auch
unterschiedliche Anforderungen an die Führung (Bsp.:
General Electrics)

Welches sind die fünf Elemente der Strategie nach Hambrick / Frederikon?

  1. Arenen
  2. Differenzierungsfaktoren
  3. Methoden
  4. Zeit
  5. Ökonomische Logik

Nach Hambrick/Frederikson

Arenen / Wo sind wir aktiv?

Beinhaltet was genau?

  • Produktkategorien
  • Marktsegmente
  • Geografische Gebiete
  • Kernfähigkeiten, -technologien
  • Wertschöpfungsebenen, -aktivitäten

Nach Hambrick/Frederikson

Differenzierungsfaktoren / Wie gewinnen wir Kunden?

Beinhaltet was genau?

  • Image
  • Kundenausrichtung (Customization)
  • Produktqualität (zB Verlässlichkeit)
  • Preis
  • Design

Nach Hambrick/Frederikson

Methoden / Wie kommen wir dorthin?

Beinhaltet was genau?

  • Interne Entwicklung
  • Lizenzen, Franchising
  • Joint Venture
  • Akquisition, Fusion

Nach Hambrick/Frederikson

Zeit / In welchen Schritten und wie schnell gehen wir vor?

Beinhaltet was genau?

  • Geschwindigkeit
  • Sequenzen

Nach Hambrick/Frederikson

Ökonomische Logik / Wie verdienen wir Geld?

Beinhaltet was genau?

  • tiefere Kosten durch Skaleneffekte
  • tiefere Kosten durch Verbundeffekte und Multiplikationsvorteile
  • höhere Preise durch besseren Service
  • höhere Preise durch bessere Produkte

Welche Perspektiven gibt es auf der Balanced Score Card?

  1. Finanzperspektive
  2. Kundenperspektive
  3. Prozessperspektive
  4. Lern & Entwicklungsperspektive

Vorteile im Wettbewerb werden durch eine gute  ________ und eine gute  _______ erreicht

  1. Marktposition
  2. Ressourcenbasis

Wie berechnet man den Economic Value Added (EVA)

  1. EVA = NOPAT - Kosten des Capital Employed
  2. (ROCE - WACC) x Capital Employed

 

Tipp: Variante 2 ist einfacher.

Wie berechne man die operative Gewinnmarge?

operative Gewinnmarge = EBITDA / Umsatz *100

Wie berechnet man die Kapitalrendite (ROCE)?

ROCE = NOPAT / (Aktiven -kurzfristigesFremdkapital) *100

Wie berechnet man den NOPAT?

Der NOPAT entspricht dem Gewinn ohne Zinsen und Abschreibungen abzüglich der Steuern.

NOPAT = EBITDA - Steuern

Gewichtete Kapitalkosten WACC

Die Berechnung ist ziemlich komplex, hofft einfach, dass der WACC vorgegeben ist.

Wie berechnet man den Value Spread

Value Spread = ROCE - WACC

ein Value Spread von >0 bedeutet, dass sich der Kapitaleinsatz lohnt.

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