Prüfungsvorbereitung Pas1B

Bio: Zellbiologie, Ernährung, Nervensystem, Genetik, Molekulargenetik, Herz, Atmung, Auge etc.

Bio: Zellbiologie, Ernährung, Nervensystem, Genetik, Molekulargenetik, Herz, Atmung, Auge etc.


F. G.
Diese Lernkarten decken grundlegende biologische Konzepte für die Mittelschule ab. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktion von Zellen, insbesondere tierischen Zellen, sowie auf die Verdauung und den Kreislaufsystem, einschließlich der Rolle von Blut und Wasser im Körper. Die Karteikarten erklären auch die Aufgaben verschiedener Gehirnteile und deren Bedeutung für Emotionen, Gedächtnis und andere lebenswichtige Funktionen. Sie sind ideal für Schüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten und ein besseres Verständnis der menschlichen Anatomie und Physiologie erlangen möchten.
Karten
92
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
20.02.2015 / 17.10.2024

Lernkarten

Die Resorption erläutern.

Damit Nährstoffe aus dem Darmlumen in das Körpergewebe gelangen können, müssen sie
zunächst die Wand des Verdauungskanals passieren. Diese Resorption findet grösstenteils im
Dünndarm statt. Je nach dem, um was für Nährstoffe es sich handelt, kann der Transport durch
die Epithelzellen aktiv oder passiv ablaufen. Die meisten Nährstoffe, darunter auch Glucose,
Aminosäuren, kleine Peptide und Vitamine werden von den Epithelzellen der Zotten aktiv
entgegen ihrem Konzentrationsgefälle aufgenommen. Der aktive Transport ermöglicht eine viel
stärkere Nährstoffresorption. Anschliessend durchdringen die Stoffe die Basalmembran der
Epithelzellen und werden von kleinen Blutgefässen (Kapillaren) resorbiert.
Im Dickdarm wird Wasser, welches in den Verdauungskanal gelangt ist, zurückgewonnen. Dies
geschieht passiv durch die Osmose. So kann 90% des Wassers wieder aufgenommen werden.

Den Bau der Dünndarmwand inkl. Zotte und Mikrovilli skizzieren und beschreiben.

Tiefe Falten im Inneren der Dünndarmwand tragen fingerähnliche Ausstülpungen, die
sogenannten Darmzotten. Diese Zotten tragen wiederum miskroskopisch kleine Ausstülpungen,
die sogenannten Mikrovilli.

Das Prinzip der Oberflächenvergrösserung im Zusammenhang mit der Verdauung erklären.

Die innere Oberfläche des Dünndarms beispielsweise kann bis zu 300m2 gross sein. Eine so
grosse Fläche entseht durch tiefe Falten und vielen mikroskopisch kleinen Ausstülpungen. Solche
Anpassungen in den Verdauungsorganen lässt die Gesamtkapazität der Nährstoffresorption stark
ansteigen.

Die Aufgabe der Leber übersichtlich darstellen (noch Zusatzunterlagen nötig) inkl.
homöostatische Regulation der Brennstoffe.

- Sie baut aus Glucose das unlösliche osmotisch inaktive Glykogen auf, speichert dieses und baut
es bei Bedarf wieder zur transportierbaren Glucose ab. Der Glykogenaufbau wird durch das
Hormon Insulin, der Abbau durch Adrenalin stimuliert.


- Baut Kohlenhydrate in Fette um und umgekehrt


- Baut überschüssige Aminosäuren ab werden zum Teil zur Synthese fehlender
(nichtessenzieller) Aminosäuren verwendet oder sonst als Harnstoff umgewandelt


- Baut alte Erythrocyten (rote Blutkörper) ab


- Wandelt giftige Stoffe in ungiftige um und gibt diese ins Blut oder in die Galle ab


- Speichert lipophile Stoffe wie die fettlöslichen Vitamine

Die Verdauung der Fette schildern und ihre Produkte angeben.

Da Fette in Wasser nicht löslich sind, sind besondere Anpassungen erforderlich. Im Dünndarm
verhindern Gallensalze, dass die Fetttröpfchen sich vereinigen und somit eine grössere
Oberfläche für die enzymatische Hydrolyse zu Fettsäuren und Monoglyceriden bestehen bleibt.
Nachdem Fettsäuren und Monoglyceriden in die Epithelzellen diffundiert sind, werden wieder Fette
(Triglyceride) gebildet. Diese bilden wiederum mit Phospholipiden, Cholesterin und Proteinen
wasserlösiche Kügelchen (Chylomikronen). Die Chylomikronen verlassen die Epithelzellen und
gelangen in das zentrale Lymphgefäss, von wo sie später in die grossen Venen gelangen.

Die Begriffe Blinddarm und Wurmfortsatz mit Hilfe einer Skizze erläutern und aufzeigen,
wozu bei Tieren der Blinddarm benötigt wird.

Der Blinddarm ist insbesondere bei Tieren, die pflanzliche Nahrung in grossen Mengen zu sich
nehmen, wichtig für die Vergärung des aufgenommenen Materials. Beim Menschen ist er im
Vergleich relativ klein. Der Wurmfortsatz, eine fingerförmige Fortsetzung des menschlichen
Blinddarms, spielt für die Immunabwehr eine untergeordnete Rolle und ist entbehrlich.

Ausführen, welche Funktion Bakterien im Dickdarm haben.

Im Dickdarm des Menschen gedeiht eine reichhaltige, grösstenteils harmlose, aber essenzielle
Bakterienflora. Im Darm leben die Bakterien (u.a. Escherichia coli, das beliebte Studienobjekt) von
nicht resorbiertem organischem Material. Als Nebenprodukte ihres Stoffwechsels geben viele
Darmbakterien unangenehm riechende Gase ab, welche zusammen mit Luft durch den
Darmausgang abgegeben werden. Manche Darmbakterien produzieren aber auch nützliche
Vitamine (Biotin, Vitamin K, B-Vitamine). Diese Substanzen gehen ins Blut über und ergänzen die
mit der Nahrung aufgenommenen Vitamine.

Erklären, was bei den vier Hauptschritten der Verwertung der Nahrung genau geschieht
und wie es geschieht.

Die Verarbeitung von Nahrung lässt sich in vier Stadien unterteilen: Nahrungsaufnahme,
Verdauung, Resorption und Ausscheidung. Das erste Stadium, die Aufnahme, ist das Fressen.
Tiere können ihre Nahrung in ganz unterschiedlicher flüssiger oder fester Form aufnehmen. Man
unterscheidet dabei vier unterschiedliche Mechanismen der Nahrungsaufnahme: Filtrierer sieben
kleine Nahrungsteilchen aus dem Wasser, Substratesser leben in oder auf ihrer Nahrungsquelle
und fressen sich durch deren Gewebe, Sauger saugen nährstoffreiche Flüssigkeiten aus einem
lebenden Wirt, Schlinger und Zerkleinerer nehmen relativ grosse, feste Nahrungsteile auf.
Bei der Verdauung wird die Nahrung zu kleinen Molekülen abgebaut, die der Organismus
resorbieren kann. Bei der chemischen Verdauung kehren Enzyme diesen Vorgang um: Sie
spalten Bindungen und lagern dabei Wasser an. Polysaccharide und Disaccaride werden in
einfache Zucker gesoalten; Proteine werden in Aminosäuren und Nucleinsäuren in Nucleotide
zerlegt. Aus Fetten werden Fettsäuren und andere Bestandteile freigesetzt. Dieser chemischen
Verdauung geht der mechanische Aufschluss voraus (Bsp. Kauen).
Bei der Resorption werden kleine Moleküle, wie Amniosäuren und einfache Zucker von den Zellen
des Tieres aufgenommen. Abgeschlossen wird der ganze Vorgang durch die Ausscheidung, bei
der unverdautes Material (Fäzes) den Enddarm schlussendlich verlässt.

Erläutern, wie sich der Darmtrakt bei Herbivoren angepasst hat und begründen, warum
diese Anpassung nötig ist.

Pflanzen- und Allesfresser haben in der Regel im Verhältnis zur Körpergrösse einen längeren
Verdauungskanal als Fleischfresser. Pflanzliches Material ist wegen der darin enthaltenen
Zellwände schwerer verdaulich als Fleisch. In einem längeren Verdauungskanal stehen für die
Verdauung mehr Zeit und mehr Oberfläche zur Nährstoffresorption zur Verfügung.

Aufzeigen, wozu Bakterien im Verdauungstrakt nützlich sein können.

Im Verdauungstrakt können Symbosen, d.h. eine für beide Seiten nützliche Wechselbeziehung
zwischen zwei Arten, zu geeigneten Anpassungen führen. Mikroorganismen, u.a. auch Bakterien
tragen beispielsweise dazu bei, dass Pflanzenfesser ihre Nahrung besser verdauen können. Die
chemische Energie in der Ernährung von Pflanzenfressern stammt zu einem grossen Teil aus der
Cellulose pflanzlicher Zellwände. Jedoch besitzen die Tiere keine Enzyme, welche Cellulose
hydrolysieren können. Deshalb beherbergen solche Tiere in den Gärkammern (Blinddarm) des
Verdauungskanals eine Population symbiontischer Bakterien, welche die Enzyme für den Abbau
der Cellulose zu einfachen Zuckern besitzen. Durch diese Evolution hat sich das Spektrum der
Nahrungsquellen, die einem Tier zur Verfügung stehen, erweitert.

Nennen der vier Aufgaben des Blutkreislaufs.

- Transport (O2 und Nährstoffe zur Zielzelle, CO2 von der Zielzelle zu den Lungen-Alveolen
Abtransport von Abfallstoffen)
- Wärmehaushalt
- Blutgerinnung
- Abwehr

Aufzeigen, warum bei den meisten Tieren ein Kreislaufsystem nötig ist.

Ausser gewisse wirbellose Tiere, die ein Gastrovaskularsystem (bringt Zellen mit Umgebung direkt
in Kontakt) haben, besitzen alle sonstige Tiere ein offenes oder geschlossenes Kreislaufsystem.
Das Kreislaufsystem st nötig, damit alle Körperzellen mit Nährstoffen und O2 versorgt werden
können. Da die meisten Tiere viele Zellschichten besitzen, würde eine Diffusion durch die
Schichten viel zu lange dauern. Ein Kreislaufsystem verringert die Entfernungen, die Substanzen
diffundieren müssen, um in oder aus einer Zelle zu gelangen.

Die Grundkomponenten eines Kreislaufsystems nennen, die sowohl für den
geschlossenen, als auch für den offenen Kreislauf gelten.

Ein Kreislaufsystem besteht aus drei Grundkomponenten:
- zirkulierende Flüssigkeit
- verbundene Röhren, die ein System bilden
- Herz, muskulöse Pumpe


Im offenen Kreislaufsystem werden die Organe mit der zirkulierenden Flüssigkeit (Hämolymphe),
welche gleichzeitig auch die interstitielle Flüssigkeit ist, direkt umspült. Im geschlossenen
Kreislaufsystem strömt Blut ausschliesslich durch Gefässe und bleibt von der interstitiellen
Flüssigkeit getrennt. Zu einem Stoffaustausch kommt es zwischen Blut und interstitieller
Flüssigkeit sowie zwischen interstitieller Flüssigkeit und Körperzellen.

Nennen, bei welchen Tieren wir einen geschlossenen und bei welchen einen offenen
Kreislauf vorfinden, sowie die Vorteile eines geschlossenen Blutkreislaufes nennen.

Offenes Kreislaufsystem: Arthropoden (Gliederfüsser, z.B. Spinnen) und die meisten Mollusken
(Weichtiere, z.B. Schnecken)
Geschlossenes Kreislaufsystem: Anneliden (Gliedertiere, z.B. Regenwürmer), Cephalopoden
(Kopffüsser, z.B. Kraken), Wirbeltiere, z.B. Mensch
Vorteile eines geschlossenen Kreislaufsystem ist der hohe Blutdruck, der für eine effiziente
Versorgung grosser aktiver Tiere mit und Nährstoffen sorgt. Ebenso ist es gut geeignet, um die
Verteilung von Blut an verschiedene Organe zu regulieren.

Zusammenhang der Weiterentwicklung des Herzens mit der Endothermie aufzeigen.

Es wird unterschieden zwischen dem einfachen und dem doppelten Kreislaufsystem. Das
doppelte Kreislaufsystem kommt bei Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugern vor. Die beiden
Kreisläufe im doppelten Kreislauf dienen der Versorgung unterschiedlicher Gewebe. Die rechte
Herzhälfte führt den Kapillarnetzen der gasaustauschenden Gewebe sauerstoffarmes Blut zu; dort
kommt es zu einer Nettobewegung von Sauerstoff ins Blut und Kohlendioxid aus dem Blut
(Lungenkreislauf). Das sauerstoffreiche Blut gelangt in die linke Herzhälfte. Diese Herzseite treibt
das Blut in die Kapillarnetze von Organen und Geweben im ganzen Körper und schlussendlich
wieder in die rechte Herzseite (Körperkreislauf). Im Laufe der Zeit hatte es gewisse Anpassungen
im doppelten Kreislaufsystem gegeben.

Ein starkes vierkammeriges Herz ist eine Schlüsselanpassung an die endotherme Lebensweise,
wie sie für Säuger und Menschen typisch ist. Endotherme brauchen etwa zehnmal so viel Energie
wie gleich grosse Ektotherme; daher muss ihr Kreislaufsystem etwa zehnmal so viel Nährstoffe
und Sauerstoff zu den Gewebn bringen. Dieser intensive Stoffaustausch wird durch die beiden
getrennten Kreisläufe, den Lungen- und den Körperkreislau, sowie durch ein kräftiges Herz
ermöglicht, das die nötigen Blutmengen pumpt.

An einem Schema oder Modell die Teile des Herzens und die zu und wegführenden Gefässe
benennen.

Siehe Grafik

Herzkreislaufsystem

siehe Grafik

Bau und Aufgaben von Arterien, Venen und Kapillaren nennen und aufzeigen, wie das Blut
in Arterien und Venen bewegt wird.

Die Blutgefässe enthalten einen zentralen Hohlraum, der mit Endothel ausgekleidet ist, einem
einschichtigen Plattenepithel. Die glatte Oberfläche des Epithels minimiert den
Strömungswiderstand.
Sowohl bei den Arterien wie auch bei den Venen ist das Endothel von zwei Gewebeschichten
umgeben: Äussere Schicht mit elastischen Fasern und mittlere Schicht mit glatter Muskulatur.
Arterienwände sind jedoch bedeutend dicker als die der Venen. Dadurch sind die Arterien
muskulöser und können besser das Blut unter hohem Druck aus dem Herzen aufnehmen. Dieser
hohe Blutdruck wird bei der Entspannung (Diastole) zwischen zwei Kontraktionen durch die
Rückstellkraft (siehe Lernziel Nr. 8) aufrechterhalten. Auf die glatte Muskulatur der Arterien wirken
Signale des autonomen Nervensystems sowie Hormone, wodurch die Durchblutung verschiedener
Körperregionen reguliert wird.
Die dünnerwändigen Venen führen das Blut mit geringerer Geschwindigkeit und geringerem Druck
zum Herz zurück. Klappen in den Venen sorgen für einen unidirektionalen Blutfluss.
Kapillaren sind die kleinsten Blutgefässe. Sie haben sehr dünne Wände (fast gleich gross wie
Erythrocyten), welche den Austausch von Substanzen zwischen dem Blut in den Kapillaren und
der interstitiellen Flüssigkeit erleichtert. Da die Gesamtquerschnittfläche in den Kapillarbetten viel
grösser ist als in den Arterien entsteht ein Rückgang der Strömungsgeschwindigkeit. Der
langsame Blutfluss lässt genügend Zeit für einen Stoffaustausch.

Mechanismus erklären, warum das Blut im Kreislauf nie still steht und erläutern, warum
dies wichtig ist.

Der Blutkreislauf wird ständig durch die Kontraktion (Systole) und Entspannung (Diastole) des
Herzens aufrechterhalten. Dabei wird der Herzschlag im Herz selbst reguliert, ohne ein Signal vom
Nervensystem zu erhalten. Die Schlagfrequenz wird vom Sinusknoten koordiniert. Der
Sinusknoten generiert elektrische Impulse, die sich rasch im Herzgewebe ausbreiten und so die
Kontraktion erzeugen. Durch die Kontraktion entsteht ein erhöhter Druck in den Ventrikel und
somit wird ein Blutdruck aufgebaut. Wie alle Flüssigkeiten fliesst das Blut schliesslich von
Bereichen höheren Drucks zu Bereichen niedrigeren Drucks. Weil das Herz aber nur während der
Systole Blut in die Gefässe drückt, käme der Blutstrom bei jeder Diastole kurz zum Stillstand,
wenn die Arterien starre Röhren wären. Der kontinuierliche und relativ gleichmässige Blutstrom ist
das Resultat der Windkesselfunktion der elastischen Arterien. Wenn das Herz Blut in die Aorta
presst, wird diese dank der Elastizität ihrer Wand gedehnt und nimmt dadurch einen Teil des
ausgeworfenen Bluts auf. Bei der Kammerdiastole zieht sie sich wieder zusammen und stösst das
gespeicherte Blut weiter. Dadurch dehnt sich der nächste Gefässabschnitt usw.
Ein Kreislaufstillstand kann entstehen, wenn das Herz aufhört zu schlagen. Dies darf aber auf
keinen Fall passieren, da sonst wichtige Organe nicht mehr genügend Nährstoffe und Sauerstoff
erhalten. Besonders problematisch wird das für das Gehirn. Nach nur wenigen Minuten
Sauerstoffmangel sterben die ersten Hirnzellen ab.

Aufgaben des Lymphsystems nennen.

Das Lymphsystem sorgt einerseits für eine adäquate Flüssigkeitsverteilung im Körper indem die
verlorene Flüssigkeit und Proteine via Lymphsystem ins venöse Blut zurückkehren. Anderseits
spielt es eine wichtige Rolle für die körpereigene Abwehr. Inn jedem Lymphknoten sitzen weisse
Blutkörperchen, welche sich im Falle einer Infektion stark vermehren. Somit besitzen die
Lymphknoten eine Filter- und Überwachungsfunktion.

Aufzeigen, was das Lymphsystem vom Blutsystem unterscheidet.

Täglich treten aus dem Blutkreislauf etwa 20 Liter Flüssigkeit durch die dünnen Wände der
feinsten Blutgefäße, der Kapillaren, in das umliegende Gewebe aus. Diese Flüssigkeit wird als
Lymphe oder Gewebsflüssigkeit bezeichnet. Sie versorgt die Gewebe mit Nährstoffen und
Sauerstoff und nimmt Abfallstoffe und Kohlendioxid auf. Danach tritt der größte Teil der
Gewebsflüssigkeit (etwa 18 Liter) wieder in die Blutkapillaren ein. Die restlichen zwei Liter
Gewebsflüssigkeit dringen tiefer in die Gewebsspalten, versorgen auch entferntere Bereiche und
werden schließlich vom lymphatischen System aufgenommen. Die Zusammensetzung der
Lymphe entspricht der Zusammensetzung des Blutes ohne Blutkörperchen (Erythrocyten) und nur
kleine Proteine. Im Gegenteil zur Blutzusammensetzung kann die Zusammensetzung der Lymphe
variieren.

Die Hauptkomponenten des Blutes nennen.

Bestandteile Plasma
Bestandteile Zele

Funktion Plasma
Funktion Zelle

Siehe Grafik

Bau der Blutkörperchen in Zusammenhang bringen mit ihren Aufgaben.

Erythrozyten (rote Blutzellen) sind die häufigsten Blutzellen. Sie sind im Zentrum dünner als am
Rand. Diese Struktur ermöglicht einen schnelleren Gasaustausch durch Diffusion. Des Weiteren
sind sie kernlos, damit es mehr Raum für Hämoglobinmoleküle (bindet bis zu vier
Sauerstoffmoleküle) hat. Erythrozyten haben auch keine Mitochondrien. Sie erzeugen ATP durch
anaeroben Stoffwechsel, wodurch mehr Sauerstoff transportiert werden kann.


Leukozyten haben die Funktion, Infektionen zu bekämpfen. Einige sind phagocytotisch und
verschlingen und verdauen Mikroorganismen wie auch Überreste körpereigner Zellen. Leukozyten
sind auch ausserhalb des Kreislaufsystems zu finden. Sie patrouillieren durch die interstitielle
Flüssigkeit und das lymphatische System.


Thrombocyten (Blutplättchen) sind kernlos und entstehen durch die Abschnürung aus
Megakaryozyten (Zellbruchstücke). Blutplättchen setzten Blutgerinnungsfaktoren frei.

In wenigen Schritten erklären, wie die Blutgerinnung funktioniert.

Eine Verletzung der Gefässwand führt zur Freisetzung von Proteinen, welche Thrombozyten
anlocken. Dadurch wird einen Koagulationsprozess in Gang gesetzt, bei dem Blutbestandteile in
feste Gerinnsel umgewandelt werden. Fibrinogen zirkuliert im Blut. Bei der Blutgerinnung wird
Fibrinogen in seine aktive Form, Fibrin, umgewandelt und verklebt die Wunde endgültig.

Zwei Beispiele von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nennen und kurz die Ursachen und Folgen
umreissen.

Arteriosklerose ist eine Arterienverhärtung infolge einer Ansammlung von fetthaltigen
Ablagerungen (Plaque). Mit zunehmendem Plaquewachstum verdickt und versteift sich die
Arterienwand und das Arterienlumen wird immer kleiner, bis die Durchblutung vollständig blockiert
wird. Folgeprobleme können z.B. Herzinfarkt (Herzstillstand) oder Schlaganfall (Absterben von
Nervengewebe im Gehirn) sein.

Erklären, was wir unter Innerer und Äusserer Atmung verstehen.

Äussere Atmung: Aufnahme von Sauerstoff aus der Umgebung und Abgabe von Kohlendioxid in die Umgebung.

Inner Atmung (Zellatmung): Die Zellatmung findet in den Mitochondrien statt, wo energiereiche Stoffe 
(zB. Traubenzucker) zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut werden und daraus ATP aufgebaut wird.

Voraussetzungen an eine respiratorische Oberfläche nennen.

Die respiratorische Oberfläche ist der Teil eines Tieres, an dem der Gasaustausch stattfindet. Die respiratorische Oberfläche muss gross und dünn sein, denn der Austausch von Sauerstoff und CO2 findet ausschliesslich durch Diffusion statt. Zudem muss die respiratorische Oberfläche ständig feucht sein, damit der Sauerstoff aus der Luft oder dem Wasser gelöst werden kann.

Erklären, warum für Landtiere Kiemen ungeeignet sind.

Kiemen sind für Landtiere ungeeignet weil eine ausgedehnte feuchte Membranfläche, die der Luftströmung direkt ausgesetzt ist, zu viel Wasser durch Verdunstung verlieren würde. Zudem würden die dünnen Filamente der Kiemen ohne die Unterstützung von Wasser zusammenkleben und kollabieren

Bau und Funktion der Atmungssysteme von Tieren in Anpassung an verschiedene Lebensräume
kurz umreissen.

Kiemen (wasserlebende Tiere):

Kiemen sind Ausfaltungen der Körperoberfläche, die von Wasser umspült werden. Die Lage der Kiemen am Körper kann sich je nach Tiergruppe stark unterscheiden. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass die Kiemen eine deutlich grössere Gesamtoberfläche haben, als die Körperoberfläche. Um das Partialdruckgefälle von O2 und CO2 aufrechtzuerhalten, muss sich das Wasser ständig über die Kiemen bewegen (Ventilation). Um diese Bewegung des Wassers noch zu verstärken bewegen die Lebewesen ihre Kiemen oder saugen Wasser an. Um dem Wasser möglichst viel Sauerstoff zu entziehen fliesst das Blut in den Kapillaren in einer Fischkieme in die entgegengesetzte Richtung als das Wasser (Gegenstromaustausch). Dadurch existiert auf der ganzen Länge der Kapillaren ein Partialdruckgefälle und dem Wasser wird ca. 80% des in ihm gelösten Sauerstoffs entzogen.

Tracheensystem (Insekten):

Das Tracheensystem ist eine Form einer nach innen verlagerten respiratorischen Oberfläche. Das Tracheensystem besteht aus Luftröhren, die sich im ganzen Körper verzweigen. Die feinsten Verzweigungen dieses Systems führen bis nahe an fast jede Zelle heran, wo der Gasaustausch durch Diffusion über das feuchte Epithel erfolgt. Dadurch können Insekten Sauerstoff und CO2 ohne Unterstützung eines Kreislaufsystems transportieren (Die Gase diffundieren direkt vom Tracheensystem in die Zellen und umgekehrt). Wie bei den wasserlebenden Tieren verstärken viele Insekten den Gasaustausch durch Ventilation. Einige drücken durch rhytmische Körperbewegungen Luft in ihr Tracheensystem, bei anderen wird durch das Kontrahieren und Entspannen der Flugmuskulatur schnell Luft durch das Tracheensystem gepumpt.

Andere:

-Schwämmen: Alle Zellen liegen so nahe an der Aussenwelt, dass Gase in alle Zellen diffundieren können.
-Regenwurm: Die Haut dient als Atmungsorgan.

Vergleichen des Hormonsystems mit dem Nervensystem


                                                            Nervensystem                                            Hormonsystem
Transportweg                                   Neuronen                                                                 Blutbahnen
Transportmedium                           Elektrische Impulse (Neurotransmitter)              Hormone
Geschwindigkeit                            schnell                                                                       langsam
Wirkungsdauer                                kurz                                                                            lange
Anwendung                                     Schmerz, Bewegung, Sensorik                            Wachstum, Verdauung,

Erklären, warum sich ein Nervensystem entwickelt hat.

Weil es die Überlebenschancen der Organismen steigerte.

Nennen der drei Hauptaufgaben des Nervensystems.

Das Nervensystem arbeitet nach dem Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe Prinzip. Die Aufgaben sind:
- Sensorik. Signale aufnehmen
- Integration. Signale der Sensoren auswerten und Reaktion auslösen
- Output. Entsprechende Reaktion ausführen

Aufzeigen, wie ein Reflexbogen funktioniert und wozu Interneurone da sind.

Als Reflexbogen wird der Vorgang bezeichnet, der bei motorischen Reaktionen geschieht, auf die das
Gehirn keinen Einfluss hat – unwillkürlich sind. Beispiel: Hand auf Herdplatte. 1: Schmerzsensoren
auf der Hand melden (zu) grosse Hitze (Schmerzen) 2: Information wird noch im Rückenmark von
Interneuronen interpretiert 3: Rückenmark sendet autonom Befehl an Muskeln, sich zu
kontrahieren. Die Interneurone haben die Aufgaben, viele verschiedene Neurone zu verknüpfen
und so die Interpretation von Signalen zu übernehmen.

Bau und Funktion von Gliazellen erklären.

Da Neurone hoch spezialisiert sind, haben sie die Fähigkeit verloren, selbständig zu überleben. Die
verloren gegangen Funktionen übernehmen die Gliazellen. Weitere Aufgaben sind die elektrische
Isolierung der Axone, Ausbildung der Blut-Hirn-Schranke und Stützung der Neurone.
Schwann-Zellen: Bilden im PNS die Myelinscheide (Isolationsschicht)
Oligodendrocyten: Bilden im ZNS die Myelinscheide (Isolationsschicht)
Astrocyten: Bilden die Blut-Hirn-Schranke aus, Stützen Neurone
Radialglia: Stammzellen, zuständig für Bildung von Neuronen in Embryonalphase.

Bau eines Neurons auswendig aufzeichnen, beschriften und die Funktion der einzelnen Strukturen
nennen.

Dendriten: Reize empfangen
Zellkörper: Reize empfangen, Enthält Organellen
Axonhügel: Ursprung des Axons. Summation (Modellierung) von Signalen
Axon: Signale weiterleiten, kann bis zu 1 Meter lang werden.
Synaptische Endigungen: Enden des Axons (Verzweigt sich am Schluss mehrfach), Ort der Synapse

Erklären, wie sich eine normale Zelle von einer Nervenzelle unterscheidet.

Eine Nervenzelle ist hoch spezialisiert. Siehe 6. für den Bau.

Aufzeigen, wie ein Aktionspotential entsteht und wie es im Axon weitergeleitet wird.

Das Membranpotenzial einer Nervenzelle, wenn sie „ruht“ nennt sich Ruhepotenzial und liegt bei etwa
-70mV. Es kommt durch den aktiven Transport von K+ in die Zelle rein und Na+ raus zustande. Einige
Kaliumkanäle bleiben offen, weshalb eine Nettodiffusion von K+ aus der Zelle raus erfolgt und so die
elektrische Spannung in der Zelle tiefer wird als aussen.
Kommt ein Reiz, werden spannungsgesteuerte Na+ Kanäle geöffnet, was zur Folge hat, dass Na+
reinströmt und sich die Potenziale angleichen (=Depolarisation). Bei -50mV liegt der Schwellenwert.
Wenn dieser erreicht wird, werden schlagartig alle Na+-Kanäle geöffnet und das Potenzial erhöht
(depolarisiert) sich auf einen Wert von ca. +35mV. Kurz darauf werden die Na+-Kanäle blockiert und die
K+-Kanäle geöffnet, was eine Hyperpolarisation zur Folge hat (das Zellinnere wird wieder negativer).
Erst jetzt werden die Na+-Kanäle geschlossen.
Durch Wiederholung dieses Vorgangs wird der Reiz weitergeleitet. Da sich das Potenzial nach diesem
Vorgang kurz „erholen“ muss um das Ruhepotenzial herzustellen, kann der Reiz nur in eine Richtung
wandern. Die Erholungszeit wird Refraktärzeit genannt.
Siehe 1419: Super Grafik

Beschreiben, wo wir Synapsen finden und angeben, wozu sie da sind.

Synapsen befinden sich an den Enden von Axonen (synaptische Endigungen). Ihre Aufgabe ist die
Weiterleitung von Reizen, wozu sie Aktionspotenziale in Neurotransmitter „umwandeln“. Dabei
verbinden sie Neuronen untereinander, aber auch direkt an andere Zell-Typen (z.B. Muskel)

Den Bau und die Funktionsweise einer chemischen Synapse mit Hilfe einer Skizze erläutern.

Aktionspotenzial kommt an den synaptischen Endigung an
und bringt die synaptischen Vesikel dazu, den Inhalt (die
Neurotransmitter) mittels Exocytose in den synaptischen
Spalt auszuschütten. Dort binden die Neurotransmitter an
Ionenkanäle und öffnen sie. Dadurch wird in der
postsynaptischen Zelle ein elektrisches Potenzial aufgebaut.
Die Übertragung endet, wenn die Neurotransmitter
wegdiffundiert oder abgebaut worden sind.

Die Bedeutung der Rezeptoren, von erregenden und hemmenden Synapsen und vom Axonhügel
aufzeigen.

Rezeptor ist in der Synapse der Teil des Ionenkanals, an dem der Neurotransmitter bindet. Es gibt aber
auch solche, die durch Bindung eines Transmitters geöffnet werden und dann eigene Transmitter
weiterleiten (Second Messenger). Diese haben dann häufig einen langanhaltenden Effekt.


Nicht alle Neurotransmitter lösen jedoch ein AP aus. Es gibt solche, die Erregend wirken (EPSPs), also
die Zelle depolarisiseren, und solche die Hemmend wirken (IPSPs), die Zelle hyperpolarisieren.
Die wenigsten EPSPs können selbst ein Aktionspotenzial auslösen. Erst durch Summation
(zeitlich oder örtlich, z.B. EPSP+EPSP oder IPSP+EPSP+EPSP+EPSP) wird dann ein AP im
Axonhügel verursacht.

Étudier