Prüfungsfragen
Elvane
Elvane
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Lernkarten
Was ist die Berlindefinition?
Einzig gültige Definition für ARDS
1. akuter Beginn nach auslösendem Ereignis – innert 7d
2. Immer bilaterale Infiltrate vorhanden
3. Kardiales Lungenödem ist ausgeschlossen
4. Einstufung mittels Horowitz Index – wenn über 40 kein ARDS
Ziel und Zweck des Absaugens
- Entfernung von Trachealsekret aus Trachea, Rachen, Tubus
- Freihalten der Atemwege
- Verbesserung der Oxygenation
- Vermeidung pulmonaler Komplikationen (VAP)
- Wohlbefinden fördern / Stress reduzieren
Komplikationen beim Absaugen
- Bradykardie, Rhythmusstörungen durch Auslösung Vagusreiz
- Sättigungsabfall
- Verletzungen
- Broncho- oder Laryngospasmus
- Angst, Dyspnoe
Ursachen einer Oxygenationsstörung
Globale alveoläre Hypoventilation – reduziertes AMV – Ventilationsstörung - Globalinsuffizienz
Reduzierte Gasaustauschfläche – ARDS, Atelektasen, Pneumonie, Lungenemphysem
Diffusionsstörung – Lungenödem, COPD, Verminderung der Kontaktzeit (Anämie)
Rechts-Links-Shunt – Alveolen sind nicht belüftet aber durchblutet Atelektasen, ARDS, Pneumothorax, kardiales Lungenödem
Störung Ventilation-Perfusionsverhältnis – Austausch der Atemgase abhängig von Ventilation, Perfusion, Diffusion – ARDS, Atelektasen, COPD…
Hypoxische Gasgemische – Kohlenmonoxidvergiftungen
Beatmungsmodi
Mandatorisch – Volumen- und Druckkontrolliert
Volumen – TV vorgegeben, konstanter Flow, Druck variabel
Druck – konstanter Druck, zeitgesteuerte Inspiration, Volumen variabel
Spontaner Beatmungsmodus (nicht mandatorisch)
Negative Auswirkungen der invasiven Beatmung und Massnahmen
VAP – Mund- und Tubuspflege
Mikroaspiration – korrekter Cuffdruck
Pulmonales Trauma (Vili) – korrekte Einstellung der Beatmung
Schädigung des Lungengewebes durch zu hohe O2-Konzentration (O2 Radikale)
Abnahme der Atemmuskulatur – schnelles Weaning
Abnahme der Diurese – schnelles Weaning
Exspirationszeit verlängern Vor- und Nachteil
Vorteil – Vermeidung von Autopeep
Nachteil – Kontaktzeit während Inspiration verkürzt
Symptome einer respiratorischen Erschöpfung
Tachypnoe >35/min (Leitsymptom)
Abnahme des Atemzugvolumens (vt)
Schaukelatmung / Paradoxe Atmung
Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Hypertonie, Tachykardie, Schwitzen, Unruhe
Dyspnoe und Zyanose (nicht obligat)
Symptome einer Hypoxie
- Angst, Unruhe, Verwirrtheit, Vigilanzminderung, Krampfanfall
- Zyanose (bei niedrigem Hb erst spät)
- Dyspnoe
- Tachykardie, Hypertonie – später Bradykardie und Hypotonie
- Herzrhythmusstörungen
- Anfänglich tiefes pCo2 aufgrund von Hyperventilation, dann steigendes
- pCo2, weil sich der Pat. erschöpft
- hypoxische, pulmonale Vasokonstriktion (Euler-Lijestrand Reflex)
5 wichtigste Einflussfaktoren auf Diffusion
1. Diffusionsfläche (geöffnete Alveolen)
2. Diffusionsstrecke (je dicker alveolokapilläre Membran, desto langsamer Diffusion – z.B. Lungenödem durch Flüssigkeit)
3. Partialdruckdifferenz (je grösser desto stärker der Gasaustausch (nimmt bei COPD, Sedierung ab – Hypoventilation – oder bei Höhenaufenthalt)
4. Gasart (Co2 diffundiert ca. 20x schneller als O2 – daher zuerst meist O2 Mangel vor Hyperkapnie)
5. Perfusion (V/Q-Verhältnis – bei Embolie, Shunt, Totraumventilation vermindert)
Ursachen einer Ventilationsstörung
Hyperventilation – Co2 sinkt (Delir, Fieber, Angst, Schmerzen…)
Hypoventilation – Co2 steigt (COPD, Opoide, OSAS)
Lungenparenchymversagen (Oxygenationsstörung) – Verlust an funktionellem
Gewebe (Fläche) Oxygenierung schlecht
Atempumpversagen – Störung von Kraft und Antrieb der Atemmechanik – schlechte Elimination von Co2
Rechtsverschiebung der Sauerstoffbindungskurve
O2-Aufnahme gehemmt, Abgabe ins Gewebe dafür verbessert
z.B. bei resp. Azidose, Hyperkapnie, Fieber, hohes 2.3DPG (bindet an Hb – dadurch weniger O2-Affinität aber leichtere Abgabe)
Linksverschiebung der Sauerstoffbindungskurve
O2-Aufnahme verbessert, Abgabe ins Gewebe dafür gehemmt
z.B. bei Alkalose, Hypokapnie, Hypothermie, niedriges 2.3DPG (Fötus)
Resistance
1-3 mbar/l/s normal // Beatmung bis 9 mbar/l/s
Strömungswiderstand bei der Atmung
deltaP (Spitzendruck – Plateaudruck) / Flow
erhöht durch verschmutze Beatmungsfilter, kleinerer Tubus, Wasser in den Schläuchen, Sekretstau, Bronchospasmus, Schleimhautschwellung, Fremdkörper, Tumore, COPD, Emphysem
Compliance
70-100 ml/mbar normal stehend, 40-90 ml/mbar liegend
< 30 ml/mbar – signifikante Abnahme der Compliance
> 100 ml/mbar – abnorm elastische Lunge (z.B. Emphysem)
VT / (Pinsp-Peep) = Compliance
Vermindert durch Parenchymschädigung (ARDS, Pneumonie), Surfactant Funktionsstörung (Aspiration, alveoläres Lungenödem), Volumenverminderung (Pneumothorax, Zwerchfellhochstand, Pleuraerguss), Thoraxveränderungen (Rippenserienfraktur)
Surfactant System
setzt in den Alveolen die Oberflächenspannung herab und verhindert so dass Kollabieren der Alveolen in der Exspiration, Unterstützt die mukoziliäre Clearance, aktiviert die Alveolarmakrophagen und reguliert den Flüssigkeitsaustausch zwischen Lungenkapillaren und Interstitium
Restriktive Lungenerkrankungen
Problem bei der Inspiration – steife / eingeschränkte Lunge
Fibrose, Rippenserienfraktur, Pleuraerguss, Atelektasen, Adipositas, Skoliose, Neuromuskuläre Erkrankungen (Myasthenia gravis)
Obstruktive Lungenerkrankungen
Problem bei der Exspiration – erhöhte Resistance beim Ausatmen
COPD, Asthma, Bronchiektasen, Emphysem
PEEP
positiv endexspiratorischer Druck – Druck der am Ende der Exspiration in der
Lunge verbleibt
- verhindert Alveolarkollaps
- beugt Atelektasen vor
- Unterstützt Spontanatmung – Atemarbeit wird reduziert
- Gasaustauschfläche wird erhöht
Nebenwirkungen PEEP
- erhöhter intrathorakaler Druck (verminderter Rückstrom zum Herz – Vorlast rechten Ventrikel sinkt, Nachlast steigt)
- Abfall des HMV
- Abnahme der Organperfusion
- Anstieg intrakranieller Druck
AZV (VT)
6-8ml pro kg IBW (ideal body weight)
Volumen, welches in einem Atemzug aufgenommen wird
Permissive Hyperkapnie
tolerierter Anstieg des pCo2 unter Berücksichtigung des PH-Werts (meist
>7.22) mit dem Ziel beatmungsassoziierte Lungenschäden zu vermeiden
Kohlenmonoxid und Pulsoxymetrie
Kohlenmonoxid bindet mit hoher Affinität an Hb – Carboxyhämoglobin (CoHb) – Pulsoxy kann CoHb nicht von normalem Hb unterscheiden
und zeigt fälschlicherweise eine hohe O2-Sättigung an, obwohl das Blut hypoxisch ist
Tubuslage nach Intubation kontrollieren Gründe
zu hoch – Lunge wird nicht belüftet – Luft geht in den Magen, Cuff schliesst nicht richtig ab
zu tief – Tubus liegt meist im rechten Hauptbronchus (anatomisch höher gelegen) – einseitige Belüftung
Definition Diffusion
Ausgleich von Konzentrationsunterschieden in Flüssigkeit oder Gas
Stoffe, von Ort höherer Konzentration gehen zu Ort tieferer Konzentration
Ziel ist ein Konzentrationsausgleich zu schaffen
Definition Osmose
Übergang des Lösungsmittel einer Lösung durch eine semipermeable Haut
in den benachbarten Flüssigkeitsraum, die Flüssigkeit fliesst von Ort niedriger
Konzentration des gelösten Stoffs zum Ort hoher Konzentration
Ziel ebenfalls Konzentrationsausgleich
First Pass Effekt
Blut vom Magen-Darm-Trakt gelangt durch die Pfortader in die Leber, bevor es in den Kreislauf gelangt. Ein Teil des Wirkstoffs von z.B. Medikamenten wird hier eliminiert, bevor er wirken kann – Der Effekt ist von der Leberfunktion abhängig und Teil der Biotransformation
Ceiling Effekt
Arzneistoff zeigt trotz Dosissteigerung keine Wirkung
- tritt ein, wenn der Wirkstoff die maximal mögliche Anzahl an Rezeptoren zur
Wirkung bereits besetzt hat – das Maximum der Wirkung ist erreicht und kann nicht mehr gesteigert werden – führt nur zu mehr Nebenwirkungen
ist unabhängig von der Dauer der Wirkstoffgabe (also keine Toleranzentwicklung)
Bioverfügbarkeit
Geschwindigkeit und Ausmass, wie ein Stoff dem Körper zur Verfügung gestellt wird
Kumulation
Ansammlung des Stoffes im Körper, wird mehr zugeführt, als ausgeschieden so steigt die Konzentration und es besteht die Gefahr einer Intoxikation
Clearance
Eliminationsgeschwindigkeit eines Stoffes aus dem Organismus – Mass dafür, wie effizient die Ausscheidung ist
Metabolisierung
Biotransformation – Umwandlung des Stoffs in Stoffwechselprodukte,
hauptsächlich in der Leber, viele Medikamente werden erst durch den Umbau in der Leber überhaupt wirksam
Was bedeutet der Begriff VVI?
Definition: Der VVI-Schrittmacher ist ein Bedarfsschrittmacher, der den rechten Ventrikel überwacht und bei Bedarf stimuliert.
Funktionsweise:
Keine eigene Kammeraktion: Schrittmacher gibt einen elektrischen Impuls ab.
Ausreichende Eigenaktivität: Schrittmacher wird gehemmt (inhibiert) und bleibt inaktiv.
Indikation:
Vor allem chronisches Vorhofflimmern mit langsamer Kammerfrequenz (Bradykardie).
In bestimmten Fällen intermittierender AV-Block bei selten notwendiger Stimulation.
Nachteil:
Keine koordinierte Vorhof-Kammer-Aktivität → Gefahr eines Schrittmachersyndroms.
Häufige rechtsventrikuläre Stimulation kann die Herzfunktion beeinträchtigen.
Merksatz
VVI = Ventrikel stimulieren – Ventrikel wahrnehmen – bei Eigenaktivität inhibieren.
Was wird als Notfallblut verabreicht?
Blutgruppe 0 Rh-negativ Massentransfusion
Was kann Blutgruppe B im Plasma enthalten?
Blutgruppe B hat das Antigen B, aber Antikörper A im Plasma.
Kompatibilität:
A: A oder 0
B: B oder 0
AB: A,B, AB, 0
0: 0
AB: Universalempfänger
0: Universalspender
Wie lange ist die max. dauer eines EK?
60-120 min
Wie kann man eine metabolische Azidose differenzieren?
Anionenlücke «positiv» (Additionsazidosen=+Säure)
-Ketoazidose: DM, Alkohol
-Laktatazidose: Schock, Urämie, Leberversagen, Intoxikationen (NSAR, Alkohol)
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Anionenlücke«negativ»
▪ (Subtraktionsazidosen=Basenverlust
▪ Retentionsazidosen=Säurenretention)
- Diarrhoe
- Fistel (Pankreas, Dünndarm)-
- Renal-tubuläre Azidose
- Niereninsuffizienz
- NaCl 0.9% (Infusion)
Nebenwirkungen von Cordarone beschreiben
-Betablocker-Wirkung”= Bradykardie, Hypotonie
-Pro-Arrhythmie (3-5%)
-Hepatotoxizität
-Hypo-/ Hyperthyreose
-Interstitielle Pneumopathie
-Dermatose (Sonnenschutz), graues Kolorit
-Kornea Ablagerungen
Behandlung Ventilationsstörung
-Ursachen beheben, wenn möglich
-NIV
- angepasste Lagerung Sitzposition mit Freilagerung der Arme
-Tachypnoe führt zu kleinen TV, deshalb: Angst nehmen, Schmerzen behandeln, Massnahmen zur Stressreduktion
Wie wird N. facialis überprüft
-Zähne zeigen
-Stirn runzeln
-Backen aufblasen
-Augenbrauen hochziehen