Elvane

Diese Lernkarten decken medizinische Grundlagen zu Hämostase, Hämodynamik und Notfalltransfusionen ab, von Gerinnungsmechanismen über Blutdruckregulation bis zu Komplikationen wie TRALI oder Massentransfusionen. Zentrale Themen sind Ventrikelfunktion, Preload/Afterload, EKG-Interpretation und transfusionsassoziierte Risiken. Ideal für Medizinstudierende und Fachkräfte, die ihr Wissen zu kardiovaskulären und hämostaseologischen Notfällen vertiefen möchten.
Flashcards
176
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
18.09.2026 / 22.09.2026

Flashcards

Wie kann Fieber auf der IPS kontrolliert gesenkt werden? 

-Arctic Sun
-kühle Wickel
-Coldpacks
-kühlende Waschungen 

Wie lautet der Fachbegriff für Wärmeverlust nach Verdunstung? 

Evaporation.

Wie hoch ist der durchschnittliche Flüssigkeitsverlust durch Perspiratio insensibilis pro 24h? 

500-1000ml/24h

25kcal/kg Körpergewicht/Tag
z.B. Pat. 70kg; Energiebedarf liegt bei 1`750kcal/Tag.

Wie lautet die Faustregel für den Energiebedarf?

Wie kann der Kalorien-/Energiebedarf gemessen werden?

Direkte Kalorimetrie: sind technisch sehr aufwendig und teuer, so dass sie in der Regel nur zu experimentellen Zwecken durchgeführt werden.

Indirekter Kalorimetrie: Hierbei werden in der Exspirationsluft die O2- und CO2 Konzentration gemessen und über die Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe der Energieumsatz berechnet.

Nenne zwei Stoffwechselvorgänge der Flow-Phase:

-Massive Proteolyse (Eiweissabbau): Der Körper baut körpereigene Muskelproteine ab, um Aminosäuren für die Wundheilung, Immunabwehr und Energiegewinnung in der Leber bereitzustellen (führt zu akutem Muskelschwund).

-Gesteigerte Gluconeogenese (Zuckerneubildung): Die Leber bildet massiv neue Glucose aus Aminosäuren und Lactat. Da gleichzeitig eine hormonell bedingte Insulinresistenz vorliegt, führt dies zur typischen Stresshyperglykämie.

Wie ist die GCS-Punkteverteilung? 

Augenöffnen; 4 spontan, 3 auf Ansprache, 2 auf Schmerzreiz, 1 keine Reaktion
Verbale Reaktion: 5 orientiert, 4 desorientiert, 3 unpassende Worte, 2 unverständliche Laute, 1 keine Reaktion
Motorik: Aufforderungen befolgen, 5 gezielte Schmerzabwehr, 4 ungezielte Schmerzabwehr, 3 pathologische Beugung, 2 Streckreaktion, 1 keine Reaktion 

Nenne 5 Ziele der Pflegeforschung: 

-Qualitätssicherung & Evidenz
-Professionalisierung der Pflege
-Effizienz & Wirtschaftlichkeit
-Patientenzentrierung
-Arbeitsbediengungen & Berufsbild

Wie kann Clinical Assessment die Behandlungsqualität verbessern? Nenne 5 Aspekte: 

-Früherkennung von Verschlechterungen
-Strukturierte Beobachtung
-Bessere Kommunikation im Team
-Gezielte Interventionen
-Kontinuierliche Verlaufskontroll

Welche Vorteile hat ISBAR?

-strukturierte Übergabe
-klare und präzise Kommunikation
-wichtige Informationen werden weniger leicht vergessen
-bessere Kontinuität der Versorgung
-Förderung der Patientensicherheit

Wie lauten die die 8-R-Regeln

-richtiger Pat.
-richtiges Medikament
-richtige Dosierung
-richtige Applikationsart
-richtiger Zeitpunkt
-richtige Dokumentation
-richtige Indikation 
-richtige Wirkung/Kontrolle

Nenne 5 Transfusionskomplikationen: 

-Hämolytische Transfusionsreaktionen 
-Febrile nicht hämolytische Transfusionsreaktion
-Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz
-Transfusionsassoziierte zirkulatorische Überladung (Volumenüberladung)
-Allergische/Anaphylaktische Reaktion 

Nenne 5 Sicherheitsaspekte vor einer Transfusion: 

-Patientenidentität
-Kompatibilität Pat. - Produkt
-Aussehen/Unversehrheit
-Haltbarkeit
-Gültigkeit

Welche wichtigen Atemvolumina und Lungenkapazitäten gibt es? 

-AZV/TV= Atemzugvolumen
-IRV= Inspiratorisches Reservevolumen
-ERV= exspiratorisches Reservevolumen
-RV= Residualvolumen
-VC= Vitalkapazität
-FRC= funktionelle Residualkapazität
-TLC= totale Lungenkapazität

Welche Wirkung haben Alpha 1, Beta 1 und Beta 2 Rezeptoren

A1 – Vasokonstriktion z.B. Noradrenalin


B1 – positiv in allen Tropien (,Inotropie ,Chronotropie, Bathmotropie , Dromotropie)  wirkt zu 80% am Herzen,
Zunahme von Herzrhythmusstörungen und Anstieg des O2 -Verbrauchs z.B. Adrenalin, Dobutamin (Bilol Antagonist B1 -Selektiv)


B2 – Bronchodilatation z.B. Salbutamol, Adrenalin

AV Blöcke unterscheiden

1. Grades: verlängerte PQ-Zeit >0.2s, immer gleich lang
2. Grades Mobitz 1: (Wenkebach) PQ-Zeit wird immer länger und länger, bis QRS danach ausfällt, dann wieder kurz, länger
länger…
2. Grades Mobitz 2: (Mobitz) mehr P als QRS, PQ-Zeit gleich
3. Grades: regelmässiges P, regelmässige QRS, jedoch unabhängig
Voneinander, P manchmal hinter QRS versteckt – Kammer (breit) oder AV-
Ersatzrhythmus

Unterscheide VES / SVES / Salven

VES: im Ventrikel entstehende Extrasystole, breiter, frühzeitiger QRS,
gefährlicher als SVES


SVES: im Vorhof entstehende Extrasystole, schmaler, frühzeitiger QRS


Salven: mehrere Extrasystolen hintereinander

Merkmal vom Vorhofflimmern

Kein klar ersichtliches P, Flimmerwellen, unregelmässiger Rhythmus

Merkmale vom Vorhofflattern

Kein klar ersichtliches P, sägezahnartige Wellen, regelmässig oder unregelmässig, typische Frequenz 200-300/min, oft 2:1, 3:1 Überleitung im
AV-Knoten – somit nur noch ca. 150/min – geht meist schnell in ein VHFLI Über

Nenne mir Lebensbedrohliche Rhythmusstörungen

- Kammerflimmern (Flimmerwellen, kein Auswurf)
- Kammerflattern (Sägezähne, kein Auswurf)
- Kammertachykardie (mehr als 5 Salven hintereinander)
- Asystolie
- Torsade de Pointes (Sonderform Kammerflimmern – grösser und kleiner werdende Flimmerwellen, "rotierend")
- extreme Bradykardien
- PEA (pulslose elektrische Aktivität / weak action)

Was ist ein Sinoatrialer Block / Sinusstillstand ?

Block: Sinus bildet Impuls, Erregung wird nicht immer über Vorhöfe weitergeleitet, Strom bleibt stecken – P würde sich in Pause durchzirkeln
lassen


Stillstand: Sinus schläft ein, bildet keinen Reiz (kein P), wacht wieder auf
oft andere HF, P lässt sich nicht durchzirkeln

Erläutere ST Hebung / ST Senkung / Signifikantes Q

Hebung: Hinweis auf Läsion, akuter Herzinfarkt Stadium 1 und 2 (STEMI)
Senkung: Hinweis auf Ischämie, Hypoxie, Herzinfarkt Stadium 2 und 3
Signifikantes Q: Hinweis auf Nekrose, Herzinfarkt Stadium 3

1-Kanal EKG Interpretation

Herzfrequenz und Grundrhythmus (Blickdiagnose)

EKG Ableitung STEMI erkennen

Vorderwand: V2 bis V4 (AVL, I und II)
Seitenwand: V5 und V6
Septum: V1 bis V3
Hinterwand: spiegelverkehrt V1 und V2 (II, AVF, III)

Schenkelblock erkennen

rechts V1, V2 und V3
Links V5 und V6

Erläutere Linke Koronararterie / A. coronaria sinistra (LCA / ACS)

Teilt sich in RIVA und RCX (Ramus interventricularis anterior und Ramus circumflexus) – versorgt linken Ventrikel, Vorderwand des rechten Ventrikels
und grössten Teil des Septums

Rechte Koronararterie / A. coronaria dextra (RCA / RCD)

Teilt sich in RIVP und PLA (Ramus interventricularus posterior und Posterolateralast) – versorgt den rechten Vorhof, die infero-posterioren
Anteile des linken Ventrikels und des Septums, sowie den rechten Ventrikel

Indikationen für einen transdermalen / transvenösen SM

Transdermal: symptomatische Bradykardien, keine Flachlagerung möglich zur Einlage eines transvenösen – nur zur Überbrückung mit Analgosedation


Transvenös: symptomatische Bradykardien, externes Pacing unzumutbar /nicht möglich → Notfallmodus VVI (Pacing im Ventrikel, Sensing im Ventrikel,Inhibiting)

Ursachen erhöhter oder gesenkter ZVD

Normwert 3-5mmHg.

Erhöht: Lungenembolie, biventrikuläre HI, COPD Gold IV, ARDS, Beatmung


Gesenkt: Volumenverlust, Schock, Dehydratation, Verbrennungen

Herzinsuffizienz Definition

Missverhältnis zwischen Herzleistung und des hämodynamischen Bedarfs des Organismus – das Herz ist nicht mehr in der Lage das Blut, welches erforderlich wäre weiter zu pumpen – Unterversorgung der Organe mit O2

Wirkung und Nebenwirkung Cordarone, Adenosin, Atropin

Cordarone: W – Kaliumkanalblocker, wird zur Behandlung von Tachykardien Eingesetzt, durch Blockierung des Kaliumkanals wird Repolarisation verlängert, das Aktionspotential verzögert sich und die HF sinkt (negativ Chronotrop)
NW – Bradykardie, Hypotonie, Hepatotoxizität, Hypo-/Hyperthyerose


Adenosin: W – Bindet an Adenosinrezeptor und löst kurzzeitig eine AV Blockierung aus, Herzschlag verlangsamt sich, hilft zur Durchbrechung einer
z.B. Reentrytachykardie oder Diagnostizierung anderer tachykarden Rhythmusstörungen
NW – Asystolie wird als unangenehm empfunden, ev. REA, Hypotonie, Bronchospasmus


Atropin: W – stimuliert den AV-Knoten und erhöht die HF, kann nicht bei AV Block angewendet werden
NW – Tachykardie, Mundtrockenheit, Sehstörungen

Drücke im Herzen

Rechtes Atrium: 3-5 mmHg
Rechter Ventrikel: 25/3 mmHg
Pulmonal Vene: 25/12 mmHg
Linkes Atrium: 10-12 mmHg
Linker Ventrikel: 120/10 mmHg
Aorta: 120/80 mmHg

SM Frequenzen Sinus, AV, Kammer

Sinus: 60-100/min (primär)
AV: 40-60/min (sekundär)
Kammer: 20-40/min (tertiär – Breitkomplex

Wesentliche Parameter des myokardialen O2-Bedarfs

- Wandspannung des Myokards
- Kontraktilität
- Preload und Afterload

Windkesselfunktion

In der Diastole werden ca. 50% des SV in der Aorta gespeichert und durch passive Rückstellung weitergegeben, somit ist der Blutkreislauf in dieser Zeit nicht starr, sondern fliesst trotzdem weiter – kontinuierlicher Blutfluss Gewährleistet – auch wichtig für Koronardurchblutung

Frank Starling Mechanimsus

Die Anpassung der Kontraktilität an die Füllung des Herzens – wenn der Preload steigt, steigert sich auch die Kontraktilität des Herzens, wenn der Vorhof jedoch überlastet / überdehnt wird mit Volumen (zu hoher Preload) sinkt die Kontraktilität wieder und das SV nimmt ab
- Preload senken (Diuretika, Nitrate)
- Inotropie erhöhen (Dobutamin, Digoxin)
- Afterload optimieren (ACE-Hemmer, AT1 Rezeptorblocker)
- Herzfrequenz optimieren (Betablocker, Cordarone)

Normwert und Zusammensetzung des Schlagvolumens

70-100ml/Schlag – Preload + Afterload + Inotropie

Normwert und Zusammensetzung des Herzminutenvolumens

4.5-6.5l/min – SV x HF (Chronotropie)

Wie wird der Blutdruck beeinflusst?

SV x peripherer Widerstand (U = R x I)

Definition Preload und Afterload

Preload: Füllungsvolumen der Herzkammern am Ende der Diastole


Afterload: Widerstand im am Ventrikel angrenzenden Gefäss (Pulmonalvene oder Aorta), gegen den der Ventrikel während der Systole anpumpen muss

Study