PrSM_ZHAW

Strategisches Management

Strategisches Management


Yves Mauron
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über strategische Managementkonzepte für Unternehmen auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Unternehmensstrategie, Wertgenerierung, Portfolioveränderungen und Stakeholder-Analysen ab, wobei Grafiken und Beispiele die Konzepte veranschaulichen. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Manager, die ihre Fähigkeiten in strategischer Planung und Unternehmensführung vertiefen möchten.
Cartes-fiches
56
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
30.05.2014 / 30.06.2020

Cartes-fiches

 Welche fragen ergeben sich auf den verschiedenen Unternehmensebenen?

Siehe Bild

Corperate Governance 

Der Begriff Corperate Governance steht für ein Gesamtkonzept der Führung und Überwachung von Unternehmen. Er umfasst neben der Unternehmensverfassung auch weitere Aspekte, wie beispielsweise die Führungsorganisation oder die Gestaltung von Management-Anreizsystemen.

 Principle-Agent Beziehung

Zunehmende Trennung von Eigentümern und Management führt zu  Asymmetrie von Interessen und Informationen: 

  • Management = Auftragnehmer; wissen allein über ihre Ziele, Fähigkeiten, Abläufe Bescheid
  • Eigentümer = Auftraggeber; sind von vermittelten Informationen abhängig

Milderung des Konflikts kann nur erreicht werden, wenn die Zielerreichung der Manager mit der Zielerreichung der Shareholder verknüpft wird, etwa mit der Verknüpfung der Entlohnung mit der Entwicklung des Shareholder Values.

Weiter übernimmt der Aufsichtsrat (AG) die Funktion der Überwachung des Führungssystems. Er wird über die Handlungen der Manager informiert und durch ihn auch die Eigentümer der Unternehmung. Ziel ist es, dass sich Manager einem möglichst gut informierten Aufsichtsrat gegenübersehen.

Unterschied Vision, Mission, Ziele

1.1.1.1.1        Vision

Ein konkretes Zukunftsbild, welches beschreibt, was das Unternehmen langfristig erreichen möchte. Es soll motivierend und handlungsleitend auf das Unternehmen wirken. Zeitlich gesehen ist es nahe genug, dass man die Realisierbarkeit noch sehen kann, aber  fern genug, um die Begeisterung der Organisation für eine neue Wirklichkeit zu erwecken.  «Was werden wir sein?», «Wie wird es sein?»

1.1.1.1.2        Mission

Klärt, welche Rolle das Unternehmen in der Gesellschaft einnimmt, häufig auch als «Geschäftsauftrag» bezeichnet:   «Warum existieren wir?», «Wir sind...», «Was wir für wen und warum machen» 

1.1.1.1.3        Ziele

Konkretisiert das «Selbstverständnis des Unternehmens» und ermöglichen, die Leistungen eines Unternehmens und die Leistungen der im unternehmen Handelnden zu beurteilen. Dienen als  Orientierungsgrössen für die Strategie, die stärker als die Mission operationalisiert sind. Sie müssen mit dem obersten Unternehmensziel – der Maximierung des Unternehmswertes – in Verbindung stehen, vom Management des Unternehmens beeinflussbar und in ihrer Erreichung überprüfbar sein.

Framework zur Analyse der Makroumwelt

Pestel Analyse

Framework zur Analyse der Branchenumwelt

5 Forces Analyse Porter

Konkurrenten Analyse

Mit welchen Unternehmen stehen wir in direkter Konkurrenz?

Die Unternehmen, die in einer Branche miteinander in Wettbewerb stehen, können zu Gruppen zusammengefasst werden, die jeweils gleiche oder sehr ähnliche Strategien verfolgen.

 «Strategische Gruppen»

Mögliche strategische Merkmale zur Abgrenzung von strategischen Gruppen:

  • Tätigkeitsfokus (z.B. Breite der Produktpalette/ Dienstleistungsumfang, Art und Anzahl der Kundensegmente, geographische Marktabdeckung, Art und Anzahl von Vertriebswegen)
  • Gestaltung der Wertschöpfungskette (z.B. Grad der vertikalen Integration, Kostenposition, Rolle von Allianzen, Akquisitionen)
  • Angestrebtes Alleinstellungsmerkmal (z.B. Produktqualität, Technologie-vorsprung, Markenidentifikation, kundenindividuelle Leistungen, Preispolitik, Design, ….)
  • Verfolgte ökonomische Logik (z.B. Premiumpreise durch Differenzierung, tiefere Kosten durch Kostenvorteile)

Segmentierung

Siehe Bild

Segmentierungkriterien

B2B und B2C

Kano Modell

Siehe Grafik

Kritische Erfolgsfaktoren der Umweltanalyse

Das Ziel der strategischen Umwelt-Analyse ist es, jene Faktoren in der Umwelt des Unternehmens zu identifizieren, welche die Fähigkeiten zum Überleben und Florieren des Unternehmens bestimmen, das heisst die kritischen Erfolgsfaktoren.

Wie kann man Unternehmenserfolg generieren?

Siehe Grafik

Was sind Kernkompetenzen

Grafik

Wertekette Porter

Grafik

Typen von Benchmarking

Grafik

SWOT TOWS Analyse

Grafik

Generische Wettbewerb Strategien nach Porter

  • Welchen Umfang hat der Wettbewerb (branchenweit, segmentspezifisch)?
  • Wodurch werden gegenüber der Konkurrenz Vorteile erzielt (Differenzierung, niedrige Kosten)?

Was sind Skaleneffekte?

  • Skaleneffekte beschreiben Vorteile, die durch die unterschiedliche Grösse von Unternehmen hervorgerufen werden.
  • Sie kommen darin zum Ausdruck, dass die Stückkosten mit zunehmender Produktions- und Absatzmenge sinken.
  • Wenn ein Unternehmen seine Produktions- und Absatzmenge in einer Periode ausweitet – also grösser wird -, so ermöglicht ihm dies, seine gegebenen Kapazitäten besser auszulasten. Dadurch verteilen sich die Fixkosten, z.B. für Maschinen und Anlagen, auf eine grössere Stückzahl – es kommt zu einem Fixkostendegressionseffekt, wodurch die Kosten pro Stück sinken.
  • Skaleneffekte führen dazu, dass grössere Unternehmen (zu einem bestimmten Zeitpunkt) Kostenvorteile gegenüber kleineren Konkurrenten haben.
  • Ein grosses Unternehmen, das in einem Markt eine grosse Fertigungskapazität aufbaut, in dem bisher vor allem kleine Anbieter präsent waren, kann dort sofort zum Kostenführer werden. Allerdings ist der Aufbau grosser Kapazitäten nur dann sinnvoll, wenn für die hergestellten Produkte auch ein Absatzmarkt existiert.

Was sind Verbundeffekte?

  • Verbundeffekte werden durch die besondere Gestalt von Unternehmen beeinflusst. Man meint damit v.a., wie breit (oder eng) die Produktpalette und die regionale Ausdehnung des Unternehmens sind.
  • Produktorientierte Verbundeffekte entstehen, wenn ein Unternehmen gleichzeitig mehrere Produkte auf einem Markt anbietet.
  • Regionale Verbundeffekte resultieren daraus, dass ein Produkt gleichzeitig in mehreren Regionen vermarktet wird.
  • Verbundeffekte führen dazu, dass unter sonst gleichen Bedingungen die Kosten des Angebots von zwei (oder mehr) Produkten in einem Unternehmen niedriger sind als die Kosten des Angebots dieser Produkte in zwei (oder mehr) getrennten Unternehmen.
  • Als Hauptanknüpfungspunkte für Verbundeffekte gelten dabei die Bereiche Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertrieb. So kann z.B. die Platzierung mehrerer Produkte unter einer gemeinsamen Marke zu einem verringerten Werbeaufwand pro Produktart beitragen, Forschungs-ergebnisse können für unterschiedliche Produkte oder Prozesse verwendet werden, und Distributionskosten sinken bezogen auf ein Stück, wenn mehrere Produkte versandt werden.
  • Kosten, die auch anfallen, wenn nur eine Produktart angeboten wird, können also auf mehrere Produktarten verteilt werden. Ähnliches gilt für das Angebot eines Produkts in mehreren Regionen.
  • Wenn solche Verbundeffekte auftreten, besitzen die Unternehmen, die die betroffenen Produkte (Regionen) im Verbund herstellen (bedienen), einen Kostenvorteil gegenüber ihren spezialisierten Konkurrenten. 

Was sind Erfahrungseffekte?

  • Erfahrungseffekte beruhen auf dem sog. Erfahrungskurvenkonzept.
  • Dieses geht auf die lerntheoretische Erkenntnis zurück, dass einem Menschen die wiederholte Ausübung einer bestimmten Tätigkeit zunehmend leichter fällt. Auch bei Entwicklungs-, Produktions- und Vermarktungsaktivitäten in Unternehmen können derartige Lernvorgänge auftreten. Mit jeder zusätzlich produzierten und abgesetzten Produkteinheit erreichen Unternehmen einen Zuwachs an Wissen und Erfahrung, der sich in einer effizienteren Leistungserbringung niederschlagen kann, was wiederum zu sinkenden Stückkosten führt.
  • Vor diesem Hintergrund postuliert das Konzept der Erfahrungskurve einen Zusammenhang zwischen der kumulierten Produktions- und Absatzmenge eines bestimmten Produkts – diese gilt als Massgrösse der Erfahrung – und den Stückkosten. 

Die Unternehmensberatungsfirma Boston Consulting Group hat in den 1960/70er Jahren in auf Basis mehrerer Studien ein einfaches “Gesetz der Erfahrungskurve” formuliert: Mit jeder Verdoppelung der produzierten Menge eines Standardprodukts über die Zeit sinken die Stückkosten eines Unternehmens (inflationsbereinigt) um durchschnittlich 20-30%.

Produktinnovation

Neue Sachen machen, die besser sind. Das Richtige machen (Effektiv) (Beispiel Boeing)

  • Produktinnovationen erlauben es dem/den Kunden, neue Zwecke zu erfüllen oder vorhandene Zwecke auf eine völlig neue oder wesentlich bessere Weise zu erfüllen.
  • Im Zentrum der Produktinnovation steht die Effektivität. Leistung ⇑  basiert primär auf dem Einsatz verbesserter oder neuer Produkttechnologien.
  • Von Produkttechnologie ist die Rede, wenn der Fokus auf das Zustandekommen einer Technologiewirkung gelegt wird.
  • Erfolgsaussichten der Produktinnovation sind nicht allzu vielversprechend.
    • Von 100 F+E Projekten, sind 43 technisch nicht realisierbar, 26 Projekte finden keine Anwendung und von den 31 verbleibenden sind nur 12 ökonomisch erfolgreich.

Prozessinnovation

Sachen besser machen (Schneller, günstiger Effizient).

  • Prozessinnovationen sind neuartige Faktorkombinationen, durch die die Produktion eines bestimmten Gutes kostengünstiger, qualitativ hochwertiger, sicherer oder schneller erfolgen kann. Ziel ist die Steigerung der Effizienz.
  • Die Effizienzsteigerung ist das Resultat neuer bzw. verbesserter Prozesstechnologien.
  • Bei einer Prozesstechnologie wird nicht nach dem Zustandekommen einer Technologiewirkung gefragt, sondern es geht um die Technologiewirkung als solche – ungeachtet ihrer Entstehung: à Wozu wird die Technologie eingesetzt?

Blue Ocean Strategie

Grafik

Wie kann man Strategieoptionen beurteilen?

Suitability (Eignung):

Handelt es sich um eine zur Situation passende Strategie, die eine überzeugende Logik (rationale) verfolgt?

  • Tools:
    • Umweltanalyse, 5 Forces Analyse, Kritische Erfolgsfaktoren
    • Analyse der Wertschöpfungskette, interne Stärken und Schwächen

Acceptability (Annehmbarkeit):

Hat die Strategie für die involvierten Stakeholder ein vertretbares Risk/ Return-Profil?

  • Tools:
    • Profitabilität für Shareholder prüfen (Kosten/Nutzen, DCF, EVA, …)
    • Risiken abschätzen und managen (Break-even, Sensitivitätsanalyse)
    • Reaktionen der Stakeholder voraussehen

 Feasibility (Machbarkeit):

Kann das Unternehmen die ausgewählte Strategie auch realisieren?

  • Tools:
    • Finanzielle Machbarkeit prüfen
    • Vorhandene mit den notwendigen Ressourcen vergleichen

Was sind die Einflussmöglichkeiten der Unternehmenszentrale

  1. Stand Alone Influence: die Unternehmenszentrale betrachtet alle Geschäftsfelder als autonome Profit Center. Es wird gezielt Einfluss ausgeübt um die Marktposition oder die Ressourcenausstattung zu verbessern à Ziel: Maximieren der Geschäftsfeldwerte. Die Unternehmenszentrale kann bei dieser Möglichkeit die GF’s mit einem grossen Spektrum an Massnahmen beeinflussen, wie zum Beispiel: Zielvorgaben, Einstellung von Führungskräften, Beeinflussung der Prozesse etc. (Vertikaler Einfluss)
  2. Linkage Influence: bei dieser Möglichkeit sind mindestens zwei GF’s betroffen. Ziel ist es, Kooperationen zwischen GF’s zu schaffen und so mögliche Synergiepotenziale zu realisieren indem zum Beispiel redundante Ressourcen eingespart oder komplementäre Ressourcen gemeinsam genutzt werden. àWertschöpfungsbeitrag der Unternehmenszentrale erfolgt hier indirekt und auf horizontaler Ebene (Economies of Scope and Economies of Scale).
  3. Central Functions and Services: Bei dieser Möglichkeit werden von der Unternehmenszentale Skaleneffekte genutzt um einen Wertebeitrag zu leisten. Es werden Funktionen, Dienste etc. für die GF’s zentral angeboten. Diese Funktionen können dadurch von den GF’s kostengünstiger bei der Unternehmenszentrale genutzt werden. Es sind also mehrere GF’s betroffen, der Einfluss der UZ erfolgt Vertikal und direkt. (Economies of Scope and Economies of Scale).
  4. Corporate Development: Unter Corporate Development sind Akquisitionen, Desinvestitionen, Allianzbildung sowie die interne Entwicklung neuer und Redefinition bestehender GF’s zu  verstehen. Diese Möglichkeit unterscheidet sich insofern von den bisher genannten, da die Durchführung der Unternehmensentwicklung die Zusammenstellung der Unternehmung erheblich ändern kann. Das heisst nicht, dass bestehende GF’s nicht auch von dieser Möglichkeit beeinflusst werden können, zum Beispiel können erworbene Unternehmen in Geschäftsfelder integriert werden und somit dessen Ressourcenbasis verstärken.

Was sind die Einflussmöglichkeiten der Unternehmenszentrale

  1. Stand Alone Influence: die Unternehmenszentrale betrachtet alle Geschäftsfelder als autonome Profit Center. Es wird gezielt Einfluss ausgeübt um die Marktposition oder die Ressourcenausstattung zu verbessern à Ziel: Maximieren der Geschäftsfeldwerte. Die Unternehmenszentrale kann bei dieser Möglichkeit die GF’s mit einem grossen Spektrum an Massnahmen beeinflussen, wie zum Beispiel: Zielvorgaben, Einstellung von Führungskräften, Beeinflussung der Prozesse etc. (Vertikaler Einfluss)
  2. Linkage Influence: bei dieser Möglichkeit sind mindestens zwei GF’s betroffen. Ziel ist es, Kooperationen zwischen GF’s zu schaffen und so mögliche Synergiepotenziale zu realisieren indem zum Beispiel redundante Ressourcen eingespart oder komplementäre Ressourcen gemeinsam genutzt werden. àWertschöpfungsbeitrag der Unternehmenszentrale erfolgt hier indirekt und auf horizontaler Ebene (Economies of Scope and Economies of Scale).
  3. Central Functions and Services: Bei dieser Möglichkeit werden von der Unternehmenszentale Skaleneffekte genutzt um einen Wertebeitrag zu leisten. Es werden Funktionen, Dienste etc. für die GF’s zentral angeboten. Diese Funktionen können dadurch von den GF’s kostengünstiger bei der Unternehmenszentrale genutzt werden. Es sind also mehrere GF’s betroffen, der Einfluss der UZ erfolgt Vertikal und direkt. (Economies of Scope and Economies of Scale).
  4. Corporate Development: Unter Corporate Development sind Akquisitionen, Desinvestitionen, Allianzbildung sowie die interne Entwicklung neuer und Redefinition bestehender GF’s zu  verstehen. Diese Möglichkeit unterscheidet sich insofern von den bisher genannten, da die Durchführung der Unternehmensentwicklung die Zusammenstellung der Unternehmung erheblich ändern kann. Das heisst nicht, dass bestehende GF’s nicht auch von dieser Möglichkeit beeinflusst werden können, zum Beispiel können erworbene Unternehmen in Geschäftsfelder integriert werden und somit dessen Ressourcenbasis verstärken.

Parenting Advantage?

Um den Unternehmenswert also zu maximieren müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Alle GF müssen einen positiven, wenn möglich maximalen GFwert erzielen. Diese Anforderung ist im Rahmen des Strategischen Managements auf der Geschäftsfeldebene umzusetzen.
  • Die UZ muss einen positiven Wertbeitrag leisten, der sich dadurch ausdrückt, dass die verursachten Kosten geringer als der zahlungswirksame Nutzen sind. Diese Anforderung ist im Rahmen des Strategischen Managements auf der Unternehmensebene umzusetzen.
  • Der Wertebeitrag der UZ für jedes einzelne GF muss grösser sein, als der Beitrag, den alternative UZ leisten könnten, wenn einzelne GF nicht im eigenen Unternehmen integriert wären. (à Parenting Andvantage)
    • Die UZ muss also für jedes GF überprüfen, ob es einen Parenting Advantage besitzt bzw.: ob sie einen Werttebeitrag leisten kann, der die möglichen Wertbeiträge alternativer Parents überseigt.

BCG Matrix

Gebrauch: Geschäftsfelder auswählen, priorisieren und ausrichten.

Strategien der jeweiligen BCG Felder?

Grafik

Wie sind die Bubbles zu berechnen in der BCG?

Grafik

Marktattraktivitätsmatrix (McKinsey-Matrix)

Grafik

Ansoff Matrix

Die Übergänge von „vorhanden“ zu „neu“

sind fliessend. „Neu“ kann bedeuten:

bezüglich Märkten:

  • neue Kundengruppen
  • neue Absatzwege
  • neue Geographie

bezüglich Produkte:

  • Produkterweiterungen
  • Erweiterung zu Lösungen
  • Alternative Technologien
  • Echte Innovationen (auch neu für die Welt)

Dies gilt auch für die Diversifikation. Es gibt «weichere» und «härtere» Formen:

  • Verwandte Diversifikation
  • Unverwandte Diversifikation

Wieso Diversifizieren, wieso nicht?

Diversifikationsgründe

  • Wachstum
  • Effizienzsteigerung (economies of scope, Synergien)
  • „Stretching“ von Fähigkeiten des Corporate Parents („dominant logic“)
  • Steigerung der Marktmacht
  • Risikoverteilung
  • Erwartungen/Ambitionen einflussreicher Stakeholder

Nachteile von Diversifikationen

  • Probleme und Kosten der Synergieerschliessung
  • Principal-Agent-Theorie: Risikoreduktion

Idealtypen der Diversifikation?

1.1.1.1.1.1       Fokussierte Diversifikation:

Unternehmen bearbeitet eine kleine Anzahl von Geschäftsfeldern, die sowohl hinsichtlich ihrer Produkte und der zu bearbeitenden Märkte als auch hinsichtlich ihrer internen Leistungsprozesse sehr ähnlich sind.

Beispiel Becker:

bisher: Frisch-Brotwaren für Restaurants, Kantinen

Neu: Frischbackwaren und Sandwiches für Tankstellen-Shops, Take-Aways, ….

1.1.1.1.1.2       Relationale Diversifikation:

 

Geschäftsfelder umfassen unterschiedliche Produkte und Märkte und erfordern unterschiedliche Leistungsprozesse. Die Anforderungen an die Führung der Geschäftsfelder sind aber sehr ähnlich.

1.1.1.1.1.2.1      Horizontale Integration:

Geschäftsfelder, die auf der gleichen Wertschöpfungsstufe agieren (Bsp.: Metro-Konzern mit versch. Handelskanälen) (Layer-Player(Spezialisten))

 

1.1.1.1.1.2.2      Vertikal Integration:

Geschäftsfelder, die entlang der Wertschöpfungskette als (vorgelagerte) Lieferanten oder (nachgelagerte) Abnehmer unmittelbar miteinander in Beziehung stehen (Bsp.: Bertelsmann-Konzern – vom Druck über Verlag zu Buchhandel)

 

1.1.1.1.1.3       Konglomerate Diversifikation:

Geschäftsfelder unterscheiden sich bezüglich Produkten und bedienten Märkten und hinsichtlich ihrer Leistungsprozesse deutlich oder sogar vollständig voneinander. Sie stellen auf Grund unterschiedlicher wirtschaftlicher Umfelder auch unterschiedliche Anforderungen an die Führung (Bsp.: General Electrics).

Die Zahl der Geschäfte, die bei dieser Strategie in einem Unternehmen vereinigt werden können, ist nach oben kaum begrenzt. Mit dieser Diversivikationsstrategie wird vor allem bezweckt, Unsicherheiten in der wirtschaftlichen Entwichlung von Geschäftfeldern wechselseitig auszugleichen und so eine kontinuierliche, stabile Entwicklung des Gesamtunternehmens zu sichern.

Wann macht eine vertikale Integration sinn?

 

Added-Value

SGF ist wichtig für den Profitabilitätsschutz des Kerngeschäfts und selber profitabel

  • Sinnvoll und wertsteigernd

Channel protection

SGF ist wichtig für den Profitabilitätsschutzdes Kerngeschäfts; ist selber aber nicht wirklich profitabel

  • Sinnvoll und wertschützend

Stand Alone

SGF ist nicht wichtig für den Profitabilitätsschutz des Kerngeschäfts, aber selber profitabel

  • Kann sinnvoll sein

Exit

SGF ist nicht wichtig für den Profitabilitätsschutz des Kerngeschäfts; ist selber auch nicht wirklich profitabel

  • Nicht sinnvoll

Wie kann man sein Portfolio verändern?

1.1.1.1.1        Interne (Organische) Entwicklung

Vorteile/Chancen

  • Kosten können über längere Zeit verteilt werden
  • Unnachahmbare Kompetenzen v.a. in F&E-intensiven Branchen
  • Beibehaltung der gewachsenen Unternehmenskultur
  • Konsequente Ausnutzung von Synergien

Nachteile/Risiken

  • Gefahr der strategischen Fehlentwicklung
  • Lange Vorlaufzeiten
  • Keine neuen Impulse von aussen
  • Verpassen von Marktchancen

1.1.1.1.2        Externe (Anorganische) Entwicklung

 

Vorteile/Chancen

  • Rascher Marktzugang
  • Know-How Gewinn
  • Realisierung von Skalen- und Verbundeffekten
  • Möglichkeit zur Konsolidierung

Motive / Treiber zur Durchführung von Akquisitionen

  • Investitionsgelegenheit
  • Renditeerwartungen der Shareholder
  • Ambitionen des Managements
  • Spekulation

Nachteile/Risiken

  • Hohes finanzielles Committment
  • Schwierige Target-Beurteilung
  • Öffentlichkeitswirkung

1.1.1.1.3        Strategische Partnerschaft

Vorteile/Chancen

  • Relativ leise Form des Wachstums
  • Hohe Manövrierfähigkeit
  • Risikoverteilung

Nachteile/Risiken

  • Zuständigkeitsprobleme aufgrund unklarer Absprachen

Formen von Strategischer Partnerschaft

- Vertragslose Zusammenarbeit

- Kooperations- /Lizenzverträge

- Kapitalbeteiligung

- Joint Ventures

 

Framework für Portfolioveränderungen

Grafik

Are you sure you have a strategy?

Eine Strategie sollte Antworten auf folgende 5 Fragen liefern können?

  1. Wo sind wir aktiv? -> Arenen
  2.  Wie gewinnen wir den Kunden? -> Differenzierungsfaktoren
  3. Wie kommen wir dorthin? -> Methoden
  4. In welchen Schritten und wie schnell gehen wir vor? ->Zeit
  5. Wie verdienen wir Geld? -> Ökonomische Logik

 Faktoren des Scheiterns bei der Strategieimplementierung

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Gestaltungsfelder zur Schaffung einer „Strategy Focused Organization“ (SFO)

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Étudier