PRS

PRS Grundlagen

PRS Grundlagen


J. A.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der Prozessoptimierung in der Landwirtschaft, mit Fokus auf Produktionssysteme, Prozessfähigkeit und Qualitätsmanagement. Sie decken Konzepte wie Kanban, Poka Yoke, Prozessfähigkeitsindizes und PDCA-Methoden ab, die für die Verbesserung von Produktionsprozessen und die Fehlervermeidung entscheidend sind. Landwirte und Produktionsleiter profitieren davon, um ihre Betriebsmittel effizienter zu nutzen und die Qualität ihrer Produkte zu steigern.
Karten
98
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Landwirtschaft
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
24.09.2014 / 13.02.2017

Lernkarten

01.30

Welche technischen Entwicklungen und Trends werden unter dem Begriff »Industrie 4.0« subsumiert?

 

  • Wandlungsfähigkeit
  • Universalität Selbstkonfiguration/ -diagnose/ -optimierung
  • Internet der Dinge
  • transparente und kundenindividualisierte Produktion (one piece flow)
  • Cyber Physical Systems
  • RFID

2.5

Begriff des Produktionssystems ( Was ist ein Produktionssystem?)

Ein Produktionssystem ist ein durchgängiges, in sich schlüssiges und unternehmnensspezifische System aus:

  • Produktionsprizipien
  • Produktionszielen
  • Methoden
  • Standards

2.6

Auf welche Ebenen beziehen sich Arbeits- und Produktionssysteme?

Arbeitssysteme beziehen sich auf:

  • Mikroebene
  • Mesoebene

Produktionssysteme beziehen sich auf:

  • Makroebene

2.7/8

Welche Chancen und Risiken bzw. Vor- und Nachteile lassen sich mit Produktionssystemen verbinden?

 

Vorteile

Produktionssysteme

  1. … führen zu einem einheitlichen Verständnis der Produktionsprinzipien und Ziele,
  2. … erleichtern das Lernen einzelner Werke und Produktionsabteilungen voneinander (»Best Practices«),
  3. … tragen zur (Weiter‐) Entwicklung des Methodenwissens im Betrieb bei,
  4. … vereinfachen die werksübergreifende Produktionsplanung und ‐steuerung,
  5. … schaffen eine Voraussetzung für die Umsetzung zentraler Beschaffungsstrategien,

Bsp:

  1. einheitliches Verständnis von »Verschwendung«
  2. einheitliche Kennzahlensysteme und Messvorschriften,
  3. einheitliche Methodenanwendung (z. B. REFAZeitaufnahme für Rüstprozesse)
  4. einheitliches ERP‐System mit definierten Schnittstellen und Reports in den Werken
  5. werksübergreifende Vereinheitlichung ausgewählter Arbeitssysteme ermöglicht zentrale Beschaffung von Ersatzteilen

Nachteile

  • Personalkosten für Zentralabteilungen/Stabstellen
  • Management kapazitäten werden gebunden
    • Einhalten/weiterentwickeln von Standards

2.9

Welche Produktionsprinzipien können – in Anlehnung an das Toyota‐Produktionssystem – unterschieden werden?

Übergeordnetes Prinzip: Führungsphilosophie & Management

Value: Beschreibung des Wertes von Produkten und Diestleistungen aus Sicht des Kunden

Value Stream: Darstellung der erforderlichen Prozesse des Wertstrom und Ausrichtung des Produtkionssystems am Wertstrom

Flow: Schaffung eines kontinuierlichen und geglätteten Produktionsablaufes

Pull: Produktion nur auf Bestellung des Kunden bzw. nachgelagerten Prozesses

Perfection: Streben nach Perfektion über einen kontinuierlichen  Verbesserungsprozess

2.10

Was ist Verschwendung und welche Typen gibt es?

Was ist Wertschöpfung?

Was ist gegenwärtige Kapazität?

Verschwendung ist alles, was nur die Kosten erhöht, ohne zusätzliche Wertschöpfung zu bringen.

Wertschöpfung ist alles, wofür der Kunde bereit ist zu zahlen.

Verschwedungstyp 1: Arbeit ohne Wertschöpfung, die aber unter den jetzigen Arbeitsbedingungen notwendig ist.

Verschwendungstyp 2: Arbeit ohne Wertschöpfung, die überflüßig ist.

Gegenwärtige Kapazität = Notwendige Arbeit + überflüßige Verschwendung

2.13

Was bewirken Bestände?

Bestände ermöglichen:

  • reibungslose Produktion
  • prompte Lieferung
  • Überbrückung von Störungen
  • wirtschaftliche Fertigung
  • konstante Auslastung

Bestände verdecken:

  • störanfällige Prozesse
  • unabhängige Kapazität
  • mangelnde Flexibilität
  • Ausschuss und Nacharbeit
  • mangelde Liefertermintreue

2.14

Was ist Flow-Prinzip?

Vision:

One Piece Flow nach Kundenbedarf

Umsetzung:

  1. Bestimmen des Kundetaktes
  2. Begrenzung von Zwischenlagekapazitäten
  3. Optimierung der Anordnung der Betriebsmittel
  4. Tatken der Fertigungslinie
  5. Verketten der Betriebsmittel

Wirkung:

  • geringe Bestände
  • kurze Durchlaufzeiten
  • Sichtbarkeit von Problemen

Voraussetzungen:

  • robuste Prozesse
  • Fähigkeit, kurzfristig Probleme zu lösen
  • aktive Führung

2.17

Was sind Anforderungen an Führungsphilosophie & Management?

  • Wunsch und Wille zur Führung
  • Kenntnis des Verantwortunsbereichs
  • Kenntnis der eigenen Rolle als Führungskraft und Fähigkeit zur Führung
  • vorbildliches Verhalten
  • Lehrfähigkeit
  • Fähigkeit zur kontinuierlichen Verbesserung

 

2.18

Wie lassen sich Ziele in der Produktion einteilen?

Mensch/Auftragszeit

Zielgröße:

  • Arbeitprodukivität/Zeitgrad
  • Arbeitszufriedenheit
  • Anzahl der Arbeitsunfälle

Betriebsmittel/Belegungszeit Zielgröße

  • Gesamtanlageneffektivität
  • Rüstzeiten
  • Störzeiten

Arbeitsgegenstand/Durchlaufzeit

Zielgröße:

  • DLZ von Kunden-/Fertigungaufträgen
  • Liefertermintreue
  • Bestände im Produktionssystem
  • Fehlerrate

Aggregierte

Zielgröße:

  • Stückkosten
  • Deckungsbeiträge

2.20

Wie können Methoden in der Produktion systematisiert werden?

siehe Bild

2.24

Geben Sie Beispiele für Produktionsstandards.

  • Vorgabezeit für Montagetätigkeit
  • Arbeitsstandard für das Rüsten einer Maschine
  • Betriebsvereinbarung zur Gestaltung der Arbeits- und Betriebszeiten
  • zu verwendende Behälter in Produktion und Logistik
  • festgelegte Wartungsintervalle und -tätigkeiten an einer Maschine

3.11

Wie lautet die Kapitalstrukturregel?

Wie lautet die Goldene Finanzierungsregel?

Wie lautet die Goldene Bilanzregel?

Kapitalstrukturregel

\({EK \over FK}={1\over 1}\)erstrebenswert        oder

\({EK \over FK}={1\over 2}\) solide                       oder

\({EK \over FK}={1\over 3}\)noch zulässig

Goldene Finanzierungsregel

Fristenkongruenz:

Dauer der Mittelbindung (Aktivseite) = Dauer der Mittelverfügbarkeit (Passivseite)

Goldene Bilanzregel

EK>=AV                              oder

EK+ langfr. FK >= AV       oder

EK + langfr. FK >= AV + langfr. UV

3.12

Wie lautet die Eigenkapitalrentabilität?

Wie lautet die Umsatzrentabilität?

Wie lautet der RoI?

\(Eigenkapitalrentabilität = {Gewinn \over Eigenkapital}*100\)

\(Umsatzrentabilität = {Gewinn \over Umsatz}*100\)

\(RoI= {Gewinn \over Gesamtkapital}*100\)

3.13

Welche Ziele verfolgt Toyota mir seinem Produktionssystem?

  • höchste Qualität
  • geringste Kosten
  • kürzeste Durchlaufzeit
  • höchste Arbeitssicherheit
  • hohe Verantwortung

3.13

Über welche zwei Säulen verfügt das Produktionsystem?

Just in Time

  • Die richtigen Teile in der richtigen Menge zur richtigen Zeit
    • Taktzeit, Flow, Pull System, schnelles Rüsten, integrierte Logistik

Jidoka

  • integrierte Qualität
    • Automatischer Produktionsstopp
    • Andon
    • Mensch-Maschine-Trennung
    • Fehlererkennung
    • Qualitätskontrolle an jeder Station
    • 5W Methode

3.13

Was ist das Fundament des TPS?

  • nivellierte Produktion
  • Standardisierte Arbeitsprozesse
  • Visuelles Management
  • Total Productive Maintenance

3.14

Auf welche vier Ebenen bezieht sich die Selbstverpflichtung des Managements im Rahmen des Toyota-Produktionssystems?

  • Problemlösung
  • Mitarbeiter und Partner (Respektieren, Fordern und Fördern)
  • Prozess (Eliminieren von Verschwendung)
  • Unternehmensphilosophie (langfristiges Denken)

3.31-33

Was sind typische Merkmale des Toyota-Produktionssystems?

  • langfristige Unternehmensentwicklung ist wichtiger als kurzfristiger Gewinnziele
  • Schaffung von Wertschöpfung für den Kunden – bei gleichzeitigem Vermeiden von Verschwendung – bestimmt das Handeln
  • Fluss‐Prinzip hilft dabei, Probleme »sichtbar« zu machen
  • Pull‐Prinzip trägt zur Vermeidung von Überproduktion bei
  • Standardisierung von Arbeitsabläufen ist eine Voraussetzung für hohe Prozessfähigkeit, hohe Produktqualität und Funktionieren eines KVP
  • Streben nach Perfektion
  • Forcieren von Verbesserungen ist Führungsaufgabe
  • Der Erfolg des Toyota‐Produktionssystems liegt vor allem darin begründet, dass dem Personalmanagement (Personalauswahl, ‐entwicklung, ‐beurteilung, ‐führung) ein hoher Stellenwert eingeräumt wird.
  • Das Toyota‐Produktionssystem setzt auf kleine Leitungsspannen und ermöglicht damit, dass Vorgesetzte ihre Führungsaufgabe wahrnehmen können (Führungsprozess als Erfolgsfaktor). Führungskräfte haben ihren Arbeitsbereich genau zu kennen und Vorbildfunktion.
  • Toyota setzt auf langjährige Partnerschaften, nicht nur in Bezug auf die eigenen Beschäftigten, sondern auch in Bezug auf Lieferanten. Lieferanten wird geholfen, das Toyota‐Produktionssystem zu adaptieren.
  • intensive Auseinandersetzung mit Problemen vor Ort (Gemba), das Entwickeln von Lösungen im Konsens (Konsensorientierung), die schnelle Umsetzung von Verbesserungen und die Visualisierung wichtiger Kennzahlen sind Merkmale des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Übung 1

Was ist der Unterschied zwischen »Drum Buffer Rope« und »CONWIP«?

Vorteile ConWip gegenüber DBR?

Conwip-System (constant work in process)

Aus dem Rohstofflager wird jeweils nur die am Ende der Linie eingelagerte Menge an Fertigprodukten zum nacohfolgenden Prozessschritt weitergeleitet.

Drum Buffer Rope

Drum (Engpass) gibt den Prozesstakt vor

Buffer (Puffer) für den Fall einer Störung vor dem Engpass

Rope (Seil) ist eine informatorische Verbindung von Engpass und Rohstofflager

⇒ Menge aus Engpass = Menge aus Rohstofflager

Vorteile ConWip gegenüber DBR

  • bei wandernden Engpässen muss die informatorische Verbindung nicht verändert werden
  • ggf. direkte Kopplung an Kundennachfrage ⇒ Kanban

Übung 1

Wie lauten die 5 Stufen des Engpassmanagement?

  1. Identifizieren des Engpasses
  2. Engpass voll auslasten
  3. andere Sachverhalte dem Engpass unterordnen
  4. behebe den Engpass
  5. wenn behoben dann erneut Schritt 1

Übung 1

Welche typischen Maßnahmen des Engpassmanagements kennen Sie?

  • Ausweiten der Arbeits- und Betriebszeiten
  • Reduzierung der Störzeiten der Maschinen ⇒ Vorbeugende Maßnahme
  • Reduzierung der Rüstzeiten ⇒ Rüstvorbereitung
  • Reduzierung von Ausschuss und Nacharbeit
  • Steigerung der Taktrate an Betriebsmitteln
  • Flexibler Personaleinsatz durch Mehrfachqualifizierung ⇒ Crosstraining

Übung 2

Worin unterscheiden sich die Verschwendungsarten (nach T. Ohno) und die Ablauf‐ und Zeitartensystematik nach REFA?

REFA

Komplexität: 21 Ablaufarten + mehrere Aggregationsebenen + Berechnungsvorschriften

Anwendungsbereich: beschränkt auf Produktionsbereiche

Überschneidung/Widerspruch: überschneidungsfrei und wiederspruchsfrei

 

Toyota Verschwendungsarten

Komplexität: 7 Verschwendungsarten, keine direkte Unterscheidung zwischen Mensch , Betriebsmittel und Arbeitgegenstand

Anwendungsbereiche: für direkte Bereiche entwickelt, aber leicht umzusetzen

Überschneidung/Widerspruch: nicht überschneidungsfrei und nicht wiederspruchsfrei

4.06

Welche typischen Kennzahlen zählen zu der Produktionslogistik?

  • Durchlaufzeit
  • Lieferzeit
  • Lieferfähigkeit
  • Liefertermintreue

4.07

Wo wird die Produktionslogistik eingeordnet?

siehe Bild

4.08

Was sind die Ziele der Logistik?

Kostenziele:

  • Logistikziele
  • Kapitalbindung

Zeitziele:

  • Durchlaufzeiten
  • Richtige Termine

Ergebnisziele:

  • Richtige Orte
  • Richtige Güter
  • Richtige Zustände

4.09

Was sind die Funktionen der Logistik?

Basisfunktionen:

  • Transportieren
  • Lagern

Ergänzende Funktionen:

  • Umschlagen (Transportmittelwechsel)
  • Kommissionieren
  • Verpacken
  • Ladeeinheiten bilden

4.11

Welche Prinzipien und Methoden des Toyota‐Produktionssystems beziehen sich direkt auf die Produktionslogistik?

Just in Time - Die richtigen Teile in der richtigen Menge zur richtignen Zeit

  • Taktzeit
  • kontinuierlicher Fluss
  • Pullsystem
  • schneller Rüsten
  • integrierte Logistik

Nivellierte Produktion (heijunka)

4.12

Welche drei Bereitstellungsprinzipien werden im Toyota-Produktionssystem unterschieden?

siehe Bild

4.13

Wie wird der Kundentakt berechnet und welchen Zweck hat dieser?

\(Kundentakt = {Summe der Betriebszeiten in Periode \over Menge nachgefragter Produkte in Periode}\)

Zweck der Bestimmung des Kundentaktes (konkurrirende Ziele):

  • Vermeiden von Überproduktion und Lieferengpässen
  • Glättung der Produkiton

4.15

Was ist die Taktzeit?

Taktzeit - auch Arbeitstakt oder Takt - genannt ist die Zeitdauert, die für die Fertigstellung einer Mengeneinheit zur Verfügung steht.

Taktzeit  \(t_T = {Kapazität pro Schicht \over Menge pro Schicht}\)

4.18

Mit welchen Effizienzgrößen wird eine getaktete Montagelinie bewertet?

Taktausgleichzeit \(T_a\):

Die Summe der über alle n Stationen anfallenden Wartezeiten dient als Maßstab für
die Ausgeglichenheit des Fließsystems.

\(T_a = {n*t_T-\sum t_g}\)

Bandwirkungsgrad \(B_w\):

Der Anteil der mittleren Stationszeit an der Taktzeit \(t_T\) dient als Maßstab für die
Produktivität des Fließsystems.

\(B_w = {\sum t_g \over n*t_T}*100\)

4.24

Worauf beziehen sich die Schwankungen bei Bestellungen?

  • auf den Produktmix
  • die Menge an zu produzierenden Teilen

4.25/26

Wie wirkt sich eine hohe Streuung von Produktionsmenge und Produktmix auf einen Produktionsbetrieb aus?

  1. Außlastung von Ressourcen variiert
    1. geringe Nachfrage führt zu unzureichenden Nutzung der Ressource
    2. hohe nachfrage führt zu Engpässe bei Ressourcen
  2. hohe Bestände als Reaktion auf nachfrageschwankungen
  3. hohe Bestände führen zu langen Durchlaufzeiten
    1. kurzfristige Kundenwünsche nicht erfüllbar
    2. Eilaufträge die die optimierten Produktionspläne verändern
  4. Abweichung von Arbeitsstandards
    1. ungelernte Leiharbeiter

4.27/30

Was wird unter dem Konzept der Produktionsnivelierung verstanden?

Heiunka = Produktnivelierung

Das Konzept der Produktionsnivellierung …

  • beinhaltet eine Vermeidung der Streuung von Produktionsmenge und Produktmix über einen bestimmten Zeitraum
  • verfolgt das Ziel, jedes Produkt jeden Tag (jede Woche) in kleinen Mengen im Kundentakt herzustellen
  • gleicht Nachfrageschwankungen über ein Fertigwarenlager aus

4.30

Produktionsnivellierung als Kompromiss zwischen Skaleneffekten und höchster Flexibilität

siehe Bild

5.13

Welche Vorteile hat das Kanban-System gegenüber einer herkömmlichen Produktionssteuerung?

Welche Nachteile hat das Kanban-System?

Vorteile

  • Kanban begrenzt Bestände und sichert gleichzeitig die Lieferfähigkeit
  • Kanban reduziert Durchlaufzeiten
  • Kanban vereinfacht die Produktionsplanung und ‐steuerung und reduziert dadurch die Personalkosten in diesem Bereich
  • Kanban macht Abweichungen vom Standard sichtbar – mit dem Ziel der Realisierung einer hohen Prozessfähigkeit
  • Kanban begrenzt (im Vergleich zum Push‐Prinzip) mögliche Kosten für Fehler und Nacharbeit
  • Kanban berücksichtigt das FIFO‐Prinzip

Nachteile

  • Bewegung
  • Transport
  • Bestände

5.14

Welche Kanban‐Anwendungsregeln unterscheidet Ohno?

  • Funktion
    • Anwendungsregeln
  • liefert Entnahme‐ oder Transportinformationen
    • nachfolgender Arbeitsprozess entnimmt beim vorangehenden die vom Kanban angegebene Anzahl der Teile
  • liefert Produktionsinformationen
    • vorgelagerter Arbeitsprozess stellt Teile in der vom Kanban angegebenen Menge her
  • verhindert Überproduktion und unnötige Transporte
    • kein Teil wird ohne Kanban hergestellt oder transportiert
  • dient als Arbeitsauftrag, angebracht an Gütern
    • es wird immer ein Kanban an Gütern/ Behältern angebracht
  • verhindert fehlerhafte Produkte (Identifikation des Prozesses, der den Fehler verursacht hat)
    • fehlerhafte Teile werden nicht an den nachfolgenden Prozess ausgeliefert
  • deckt bestehende Probleme auf und ermöglicht Lagerbestandskontrolle
    • Anzahl der Kanban‐Karten sind zu minimieren: Eine verringerte Kanban‐Anzahl erhöht die Abhängigkeit der Prozesse voneinander und macht Verschwendung sichtbar → Verbesserung der Prozesse

5.15

Welche Informationen enthält eine Kanban‐Karte typischerweise?

  • Art des Behälters
  • Anzahl der Artikel im Behälter
  • Anzahl der im System befindlichen Karten
  • Artikelnummer und -bezeichnung
  • Lieferant
  • Kunde

5.16-22

Nennen Sie vier Beispiele für Arten von Kanban‐Systemen.

  • Sicht‐Kanban
    • nur bei großen Teilen
  • 2‐Behälter‐Kanban
  • Kanban‐Tafel
    • Vorteile:
      • wirtschaftliche Losgröße
      • Berücksichtigung der Dringlichkeit einzelner interner Aufträge über Farbkodierung
  • Ein‐Karten‐Kanban mit Kanban‐Board
  • Zwei‐Karten‐Kanban
  • e‐Kanban

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