PRS
PRS Grundlagen
PRS Grundlagen
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Cartes-fiches
2.17
Was sind Anforderungen an Führungsphilosophie & Management?
- Wunsch und Wille zur Führung
- Kenntnis des Verantwortunsbereichs
- Kenntnis der eigenen Rolle als Führungskraft und Fähigkeit zur Führung
- vorbildliches Verhalten
- Lehrfähigkeit
- Fähigkeit zur kontinuierlichen Verbesserung
2.18
Wie lassen sich Ziele in der Produktion einteilen?
Mensch/Auftragszeit
Zielgröße:
- Arbeitprodukivität/Zeitgrad
- Arbeitszufriedenheit
- Anzahl der Arbeitsunfälle
Betriebsmittel/Belegungszeit Zielgröße
- Gesamtanlageneffektivität
- Rüstzeiten
- Störzeiten
Arbeitsgegenstand/Durchlaufzeit
Zielgröße:
- DLZ von Kunden-/Fertigungaufträgen
- Liefertermintreue
- Bestände im Produktionssystem
- Fehlerrate
Aggregierte
Zielgröße:
- Stückkosten
- Deckungsbeiträge
2.24
Geben Sie Beispiele für Produktionsstandards.
- Vorgabezeit für Montagetätigkeit
- Arbeitsstandard für das Rüsten einer Maschine
- Betriebsvereinbarung zur Gestaltung der Arbeits- und Betriebszeiten
- zu verwendende Behälter in Produktion und Logistik
- festgelegte Wartungsintervalle und -tätigkeiten an einer Maschine
3.11
Wie lautet die Kapitalstrukturregel?
Wie lautet die Goldene Finanzierungsregel?
Wie lautet die Goldene Bilanzregel?
Kapitalstrukturregel
\({EK \over FK}={1\over 1}\)erstrebenswert oder
\({EK \over FK}={1\over 2}\) solide oder
\({EK \over FK}={1\over 3}\)noch zulässig
Goldene Finanzierungsregel
Fristenkongruenz:
Dauer der Mittelbindung (Aktivseite) = Dauer der Mittelverfügbarkeit (Passivseite)
Goldene Bilanzregel
EK>=AV oder
EK+ langfr. FK >= AV oder
EK + langfr. FK >= AV + langfr. UV
3.12
Wie lautet die Eigenkapitalrentabilität?
Wie lautet die Umsatzrentabilität?
Wie lautet der RoI?
\(Eigenkapitalrentabilität = {Gewinn \over Eigenkapital}*100\)
\(Umsatzrentabilität = {Gewinn \over Umsatz}*100\)
\(RoI= {Gewinn \over Gesamtkapital}*100\)
3.13
Welche Ziele verfolgt Toyota mir seinem Produktionssystem?
- höchste Qualität
- geringste Kosten
- kürzeste Durchlaufzeit
- höchste Arbeitssicherheit
- hohe Verantwortung
3.13
Über welche zwei Säulen verfügt das Produktionsystem?
Just in Time
- Die richtigen Teile in der richtigen Menge zur richtigen Zeit
- Taktzeit, Flow, Pull System, schnelles Rüsten, integrierte Logistik
Jidoka
- integrierte Qualität
- Automatischer Produktionsstopp
- Andon
- Mensch-Maschine-Trennung
- Fehlererkennung
- Qualitätskontrolle an jeder Station
- 5W Methode
3.13
Was ist das Fundament des TPS?
- nivellierte Produktion
- Standardisierte Arbeitsprozesse
- Visuelles Management
- Total Productive Maintenance
3.14
Auf welche vier Ebenen bezieht sich die Selbstverpflichtung des Managements im Rahmen des Toyota-Produktionssystems?
- Problemlösung
- Mitarbeiter und Partner (Respektieren, Fordern und Fördern)
- Prozess (Eliminieren von Verschwendung)
- Unternehmensphilosophie (langfristiges Denken)
3.31-33
Was sind typische Merkmale des Toyota-Produktionssystems?
- langfristige Unternehmensentwicklung ist wichtiger als kurzfristiger Gewinnziele
- Schaffung von Wertschöpfung für den Kunden – bei gleichzeitigem Vermeiden von Verschwendung – bestimmt das Handeln
- Fluss‐Prinzip hilft dabei, Probleme »sichtbar« zu machen
- Pull‐Prinzip trägt zur Vermeidung von Überproduktion bei
- Standardisierung von Arbeitsabläufen ist eine Voraussetzung für hohe Prozessfähigkeit, hohe Produktqualität und Funktionieren eines KVP
- Streben nach Perfektion
- Forcieren von Verbesserungen ist Führungsaufgabe
- Der Erfolg des Toyota‐Produktionssystems liegt vor allem darin begründet, dass dem Personalmanagement (Personalauswahl, ‐entwicklung, ‐beurteilung, ‐führung) ein hoher Stellenwert eingeräumt wird.
- Das Toyota‐Produktionssystem setzt auf kleine Leitungsspannen und ermöglicht damit, dass Vorgesetzte ihre Führungsaufgabe wahrnehmen können (Führungsprozess als Erfolgsfaktor). Führungskräfte haben ihren Arbeitsbereich genau zu kennen und Vorbildfunktion.
- Toyota setzt auf langjährige Partnerschaften, nicht nur in Bezug auf die eigenen Beschäftigten, sondern auch in Bezug auf Lieferanten. Lieferanten wird geholfen, das Toyota‐Produktionssystem zu adaptieren.
- intensive Auseinandersetzung mit Problemen vor Ort (Gemba), das Entwickeln von Lösungen im Konsens (Konsensorientierung), die schnelle Umsetzung von Verbesserungen und die Visualisierung wichtiger Kennzahlen sind Merkmale des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.
Übung 1
Was ist der Unterschied zwischen »Drum Buffer Rope« und »CONWIP«?
Vorteile ConWip gegenüber DBR?
Conwip-System (constant work in process)
Aus dem Rohstofflager wird jeweils nur die am Ende der Linie eingelagerte Menge an Fertigprodukten zum nacohfolgenden Prozessschritt weitergeleitet.
Drum Buffer Rope
Drum (Engpass) gibt den Prozesstakt vor
Buffer (Puffer) für den Fall einer Störung vor dem Engpass
Rope (Seil) ist eine informatorische Verbindung von Engpass und Rohstofflager
⇒ Menge aus Engpass = Menge aus Rohstofflager
Vorteile ConWip gegenüber DBR
- bei wandernden Engpässen muss die informatorische Verbindung nicht verändert werden
- ggf. direkte Kopplung an Kundennachfrage ⇒ Kanban
Übung 1
Wie lauten die 5 Stufen des Engpassmanagement?
- Identifizieren des Engpasses
- Engpass voll auslasten
- andere Sachverhalte dem Engpass unterordnen
- behebe den Engpass
- wenn behoben dann erneut Schritt 1
Übung 1
Welche typischen Maßnahmen des Engpassmanagements kennen Sie?
- Ausweiten der Arbeits- und Betriebszeiten
- Reduzierung der Störzeiten der Maschinen ⇒ Vorbeugende Maßnahme
- Reduzierung der Rüstzeiten ⇒ Rüstvorbereitung
- Reduzierung von Ausschuss und Nacharbeit
- Steigerung der Taktrate an Betriebsmitteln
- Flexibler Personaleinsatz durch Mehrfachqualifizierung ⇒ Crosstraining
Übung 2
Worin unterscheiden sich die Verschwendungsarten (nach T. Ohno) und die Ablauf‐ und Zeitartensystematik nach REFA?
REFA
Komplexität: 21 Ablaufarten + mehrere Aggregationsebenen + Berechnungsvorschriften
Anwendungsbereich: beschränkt auf Produktionsbereiche
Überschneidung/Widerspruch: überschneidungsfrei und wiederspruchsfrei
Toyota Verschwendungsarten
Komplexität: 7 Verschwendungsarten, keine direkte Unterscheidung zwischen Mensch , Betriebsmittel und Arbeitgegenstand
Anwendungsbereiche: für direkte Bereiche entwickelt, aber leicht umzusetzen
Überschneidung/Widerspruch: nicht überschneidungsfrei und nicht wiederspruchsfrei
4.06
Welche typischen Kennzahlen zählen zu der Produktionslogistik?
- Durchlaufzeit
- Lieferzeit
- Lieferfähigkeit
- Liefertermintreue
4.08
Was sind die Ziele der Logistik?
Kostenziele:
- Logistikziele
- Kapitalbindung
Zeitziele:
- Durchlaufzeiten
- Richtige Termine
Ergebnisziele:
- Richtige Orte
- Richtige Güter
- Richtige Zustände
4.09
Was sind die Funktionen der Logistik?
Basisfunktionen:
- Transportieren
- Lagern
Ergänzende Funktionen:
- Umschlagen (Transportmittelwechsel)
- Kommissionieren
- Verpacken
- Ladeeinheiten bilden
4.11
Welche Prinzipien und Methoden des Toyota‐Produktionssystems beziehen sich direkt auf die Produktionslogistik?
Just in Time - Die richtigen Teile in der richtigen Menge zur richtignen Zeit
- Taktzeit
- kontinuierlicher Fluss
- Pullsystem
- schneller Rüsten
- integrierte Logistik
Nivellierte Produktion (heijunka)
4.13
Wie wird der Kundentakt berechnet und welchen Zweck hat dieser?
\(Kundentakt = {Summe der Betriebszeiten in Periode \over Menge nachgefragter Produkte in Periode}\)
Zweck der Bestimmung des Kundentaktes (konkurrirende Ziele):
- Vermeiden von Überproduktion und Lieferengpässen
- Glättung der Produkiton
4.15
Was ist die Taktzeit?
Taktzeit - auch Arbeitstakt oder Takt - genannt ist die Zeitdauert, die für die Fertigstellung einer Mengeneinheit zur Verfügung steht.
Taktzeit \(t_T = {Kapazität pro Schicht \over Menge pro Schicht}\)
4.18
Mit welchen Effizienzgrößen wird eine getaktete Montagelinie bewertet?
Taktausgleichzeit \(T_a\):
Die Summe der über alle n Stationen anfallenden Wartezeiten dient als Maßstab für
die Ausgeglichenheit des Fließsystems.
\(T_a = {n*t_T-\sum t_g}\)
Bandwirkungsgrad \(B_w\):
Der Anteil der mittleren Stationszeit an der Taktzeit \(t_T\) dient als Maßstab für die
Produktivität des Fließsystems.
\(B_w = {\sum t_g \over n*t_T}*100\)
4.24
Worauf beziehen sich die Schwankungen bei Bestellungen?
- auf den Produktmix
- die Menge an zu produzierenden Teilen
4.25/26
Wie wirkt sich eine hohe Streuung von Produktionsmenge und Produktmix auf einen Produktionsbetrieb aus?
- Außlastung von Ressourcen variiert
- geringe Nachfrage führt zu unzureichenden Nutzung der Ressource
- hohe nachfrage führt zu Engpässe bei Ressourcen
- hohe Bestände als Reaktion auf nachfrageschwankungen
- hohe Bestände führen zu langen Durchlaufzeiten
- kurzfristige Kundenwünsche nicht erfüllbar
- Eilaufträge die die optimierten Produktionspläne verändern
- Abweichung von Arbeitsstandards
- ungelernte Leiharbeiter
4.27/30
Was wird unter dem Konzept der Produktionsnivelierung verstanden?
Heiunka = Produktnivelierung
Das Konzept der Produktionsnivellierung …
- beinhaltet eine Vermeidung der Streuung von Produktionsmenge und Produktmix über einen bestimmten Zeitraum
- verfolgt das Ziel, jedes Produkt jeden Tag (jede Woche) in kleinen Mengen im Kundentakt herzustellen
- gleicht Nachfrageschwankungen über ein Fertigwarenlager aus
5.13
Welche Vorteile hat das Kanban-System gegenüber einer herkömmlichen Produktionssteuerung?
Welche Nachteile hat das Kanban-System?
Vorteile
- Kanban begrenzt Bestände und sichert gleichzeitig die Lieferfähigkeit
- Kanban reduziert Durchlaufzeiten
- Kanban vereinfacht die Produktionsplanung und ‐steuerung und reduziert dadurch die Personalkosten in diesem Bereich
- Kanban macht Abweichungen vom Standard sichtbar – mit dem Ziel der Realisierung einer hohen Prozessfähigkeit
- Kanban begrenzt (im Vergleich zum Push‐Prinzip) mögliche Kosten für Fehler und Nacharbeit
- Kanban berücksichtigt das FIFO‐Prinzip
Nachteile
- Bewegung
- Transport
- Bestände
5.14
Welche Kanban‐Anwendungsregeln unterscheidet Ohno?
- Funktion
- Anwendungsregeln
- liefert Entnahme‐ oder Transportinformationen
- nachfolgender Arbeitsprozess entnimmt beim vorangehenden die vom Kanban angegebene Anzahl der Teile
- liefert Produktionsinformationen
- vorgelagerter Arbeitsprozess stellt Teile in der vom Kanban angegebenen Menge her
- verhindert Überproduktion und unnötige Transporte
- kein Teil wird ohne Kanban hergestellt oder transportiert
- dient als Arbeitsauftrag, angebracht an Gütern
- es wird immer ein Kanban an Gütern/ Behältern angebracht
- verhindert fehlerhafte Produkte (Identifikation des Prozesses, der den Fehler verursacht hat)
- fehlerhafte Teile werden nicht an den nachfolgenden Prozess ausgeliefert
- deckt bestehende Probleme auf und ermöglicht Lagerbestandskontrolle
- Anzahl der Kanban‐Karten sind zu minimieren: Eine verringerte Kanban‐Anzahl erhöht die Abhängigkeit der Prozesse voneinander und macht Verschwendung sichtbar → Verbesserung der Prozesse
5.15
Welche Informationen enthält eine Kanban‐Karte typischerweise?
- Art des Behälters
- Anzahl der Artikel im Behälter
- Anzahl der im System befindlichen Karten
- Artikelnummer und -bezeichnung
- Lieferant
- Kunde
5.16-22
Nennen Sie vier Beispiele für Arten von Kanban‐Systemen.
- Sicht‐Kanban
- nur bei großen Teilen
- 2‐Behälter‐Kanban
- Kanban‐Tafel
- Vorteile:
- wirtschaftliche Losgröße
- Berücksichtigung der Dringlichkeit einzelner interner Aufträge über Farbkodierung
- Vorteile:
- Ein‐Karten‐Kanban mit Kanban‐Board
- Zwei‐Karten‐Kanban
- e‐Kanban
5.22
Wie funktioniert die Produktionssteuerung über eine Heijunka‐Box?
Welche sechs Schritte enthält der Regelkreis?
- Entnahme der Fertigwaren
- Transport der Kanban-Karten
- Einsortieren der Karten in Heijunka-Box
- regelmäßige, z.B. tägliche Entnahme der Karten bis zur max. Menge
- Fertigung der Produkte und Mengen entsprechend Kanban‐Karten in vorgeschriebener Reihenfolge
- Belieferung der Fertigwaren‐Supermarkts
5.23
Welche fünf Schritte werden bei der Gestaltung eines Kanban‐Systems unterschieden?
- Überprüfen der Kanban‐Fähigkeit
- Festlegen der Regelkreise
- Berechnen der Kanban‐Größen
- Auswahl der Kanban‐Hilfsmittel
- Erproben und Umsetzen des Kanban‐System
5.24
Nennen und beschreiben Sie drei Kriterien, mit denen die Kanban‐Fähigkeit überprüft wird.
- Kriterien
- Beschreibung
- Verbrauchsverlauf
- Für Kanban sind Teile geeignet, die nur geringe Verbrauchsschwankungen aufweisen und eine relativ hohe Vorhersagegenauigkeit haben.
- Fertigung
- Für Kanban sollte eine möglichst flexible, beherrschte und schnelle Fertigung mit zuverlässigem und qualifiziertem Personal gegeben sein.
- Qualität
- Für Kanban sind Produkte geeignet, deren Qualitätsanforderungen im Regelfall erfüllt werden können und bei denen selten Nacharbeit notwendig ist.
- Beschaffung
- Für Kanban werden zuverlässige (interne) Lieferanten benötigt.
- Materialfluss
- Der Materialfluss sollte möglichst geradlinig und übersichtlich sein.
5.25-26
Wie gestaltet man die Kanban- und Supermarkt-System?
Wie berechnet man die Kanbangröße?
6.05
Differenzierung zwischen extrinsischen und intrinsischen Motiven (Arbeitsmotivation)
Extrinsische Motive
- Motive materieller Art
- Motiv nach Einkommen
- Konsumwünsche
- Motive immaterieller Art
- Streben nach Karriere
Intrinsische Motive
- Freude an der Tätigkeit
- Bedürfnis nach sozialen Kontakten
- Selbstverwirklichung
6.7
Was besagt die Zwei‐Faktoren‐Theorie?
Hygienefaktoren (»Dissatisfiers«) Vermeiden von Unzufriedenheit
- Unternehmenspolitik
- Beziehungen zu Vorgesetzten
- Beziehungen zu Arbeitskollegen
- Einkommen
- Arbeitsbedingungen
- Sicherheit des Arbeitsplatzes
Motivatoren (»Satisfiers«) Schaffen von Zufriedenheit
- Art der Tätigkeit
- Möglichkeit der Leistungserbringung
- Anerkennung
- Aufstiegsmöglichkeiten
- Weiterentwicklungsmöglichkeiten
- Verantwortung bei der Arbeit