Prozesstechnik der Verbundwerkstoffe

Lernkarteien für die Vorlesung: Prozesstechnik der Verbundwerkstoffe von Prof. Dr. Ing. Peter Mitschang, TU Kaiserslautern

Lernkarteien für die Vorlesung: Prozesstechnik der Verbundwerkstoffe von Prof. Dr. Ing. Peter Mitschang, TU Kaiserslautern


Nic Herrmann
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Verarbeitung von Verbundwerkstoffen und deren Verfahren, ideal für Studierende der Universität. Sie behandeln verschiedene Prozesse wie GMT, LFT, SMC und RTM, wobei sie Vor- und Nachteile, Seriengrößen und Temperaturverläufe detailliert darlegen. Die Karteikarten beleuchten auch die Eigenschaften von Werkzeugen, Preformen und Halbzeugherstellung, sowie die Auswirkungen von Viskosität und Druck auf die Verarbeitung. Praktiker und Ingenieure profitieren von den detaillierten Vergleichen und Anwendungsbeispielen, die ihnen helfen, die besten Verfahren für ihre Projekte zu wählen.
Flashcards
64
Students
3
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
30.09.2013 / 20.09.2023

Flashcards

Skizzieren sie das Flussdiagramm für den Wickelprozess

.

Grenzen sie das Tapelegen zur Wickeltechnik ab

.

Was sind Mikro-, was Makrofließwege?

  • Mikrofließwege: Eindringen der Matrix in ein Roving
  • Makrofließwege: Eindringen der Matrix zwischen Rovings

Nennen sie 5 verschieden Textilformen zur Halbzeugherstellung

  • Garne (verdreht Filamente)
  • Rovings (Filamentbündel)
  • Matten, Vliese
  • Gewebe
  • Gelege (abgelegte Rovings, die durchstochen und vernäht werden)
  • Gewirke (Rovings werden direkt vernäht, nicht durchstochen)
  • Gestricke
  • Geflechte

Welche Matrixformen werden zur Halbzeugherstellung verwendet?

  • Schmelze
  • Pulver
  • Folie (Film-Stacking)
  • Polymerfaser
  • gelöstes Polymer

 

Welche Prepregformen werden zur Halbzeugherstellung (Organoblech) verwendet?

  • breites Tape, Mischgarnprepreg
  • Tape-Gewebe, Schmelzeprepreg, Pulverprepreg
  • Fluidprepreg
  • Filmprepreg

Welche Annahmen werden zur Integration des Fließgesetzes getroffen? Wie lautet die Integration von D'Arcy

.

Wie unterscheidet sich die Realität von den idealisierten Annahmen zur Imprägnierung faserverstärkter Thermoplaste?

.

Nennen sie min. 2 statische Verfahren zur Halbzeugherstellung

  • Autoklav
  • Vakuumtisch
  • einfache Statische Presse
  • statische Etagenpresse

Nennen sie min. 2 semi-kontinuierliche Verfahren zur Halbzeugherstellung

  • Transferpressen
  • Pressstraßen
  • Kurztaktpressen
  • Intervallheißpressen

Nennen sie min. 2 kontinuierliche Verfahren zur Halbzeugherstellung

Rotationspressen, "AUMA"- Technologie

Isochore/Isobare Doppelbandpresse:

  • mit Rollenteppichprinzip
  • mit Gleitschichtprinzip
  • mit Druckkissenprinzip

Was ist hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit zu statische, semi-kontinuierlichen und kontinuierlichen Verfahren zur Halbzeugherstellung zu beachten?

  • von statisch zu kontinuierlichen Verfahren steigende Anlagenkosten und steigende Materialdurchsätze (geringere Zykluszeiten)
  • Film-Stacking und Prepregverfahren für geringe bis mittlere Materialdurchsätze, Direktverfahren für hohe Materialdurchsätze

Bewerten sie die Eigenschaften verschiedener FKV-Verarbeitungsverfahren (Verstärkungsfaser, Thermo/Duroplast, Bauteilgröße, Zykluszeit, Faserorientierung, Bauteilkomplexität)

.

Skizzieren und beschriften sie den Temperaturverlauf beim Stempelumformen!

.

Nennen und Bewerten sie die 3 gängigen Aufheizverfahren für die Umformtechnik

  • Kontakt-Konduktion
  • Umluft-Konvektion
  • Infrarot-Strahlung

Nennen sie Umformfehler, deren Ursache und mögliche Abhilfe

.

Bewerten sie Metall und Silikonstempel hinsichtlich folgenden Eigenschaften:

  • Druckverteilung
  • Hinterschneidungen
  • Halbzeugdickenanpassung
  • sequentielle Umformung
  • Werkzeugstandzeiten
  • Werkzeugkosten
  • Eigenspannungen

.

Nennen sie Vor & Nachteile der Stempelumformung mit Silikonstempel!

Vorteile:

  • homogene Druckverteilung
  • leichte Hinterschneidungen möglich
  • extrem kurze Zykluszeiten
  • geringere kosten als Metalstempelverfahren
  • Variable Werkzeugkavitäten

Nachteile:

  • wegen auftretender Faltenbildung Niderhalter Notwendig
  • eingeschränktere Formteilkomplexität gegenüber Metallstempelverfahren
  • Spezieller Silikonstempel

Nennen sie Vor- und Nachteile der Stempelumformung mit Metallstempel?

Vorteile:

  • kleine Radien und Ecken sehr gut umformbar
  • hohe Formteilreproduzierbarkeit
  • extrem kurze Zykluszeiten
  • hohe Standzeiten

Nachteile:

  • Niederhalter notwendig
  • exakte einhaltung der Werkzeugkavität
  • kein Druckaufbau senkrecht zur Pressrichtung
  • hohe Werkzeugkosten

Nennen sie Vor- und Nachteile der Stempelumformung mit Elastomerblock?

Vorteile:

  • homogene Druckverteilung
  • sehr kurze Zykluszeiten
  • leichte Hinterschneidung möglich
  • nur eine Werkzeughälfte benötigt
  • unterschiedliche Laminatdicken
  • Nachteile:
  • Niederhalter notwendig
  • begrenzte Haltbarkeit des Elastomerblocks
  • nur unzureichende Ausformung scharfer Kanten

Skizzieren sie den Viskositätsverlauf bei der SMC-Prozesskette!

.

Vergleichen sie SMC und GMT hinsichtlich:

  • Zuschnitttemperatur
  • Werkzeugtemperatur
  • Verarbeitungscharakter
  • Matrix
  • Additive
  • Verstärkung
  • Verarbeitungsdruck
  • Zykluszeit
  • Oberflächenqualität
  • Preiß

.

Vergleichen sie LFT und GMT, wo liegen ihre Vorteile?

GMT (Glasmattenverstärkter Thermoplast)

  • höhere Festigkeit, insb. Schlagzähigkeit
  • großflächiges Einlegen in das Werkzeug; dadurch geringere Fließwege und Faserorientierung
  • homogenere Bauteilqualität
  • bekannte Technologie

LFT (Langfaserverstärkter Thermoplast)

  • unabhängig von individuellen Zuschnitten
  • hohe Glasfaserhalte in tiefen Rippen
  • Rückführung von Stanzabfällen möglich
  • geringere Presskräfte erforderlich
  • geringerer Inverstitionsbedarf

Nenne sie qualitätsrelevante Prozessmerkmale bei der GMT-Verarbeitung

  • Ofentemperatur
  • Verweildauer im Ofen
  • Werkzeugtemperatur
  • Schließgeschwindigkeitsprofil
  • Presskraftprofil
  • Leistungsprofil
  • Parallelität

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