Proteine
therapeutische Proteine
therapeutische Proteine
-
- 1 / 87
-
Lernkarten
Trastuzumab + Hyaluronidase (Herceptin® SC)
- Indikation:
o MBC: metastasiertes Mammakarzinom bei nachgewiesener HER2-
Überexpression
- als Monotherapie von Patienten, die mindestens zwei Chemotherapien erhalten haben (dabei mindestens ein Anthrazyklin und ein Taxan)
- in Kombination mit Paclitaxel oder Docetaxel bei Patienten, die noch keine Chemotherapie hatten und für die Anthrazykline ungeeignet sind
o EBC(Early Breast Cancer): Patienten im Frühstadium bei nachgewiesener HER2- Überexpression nach Operation und adjuvanter Chemotherapie oder Strahlentherapie
• fix 600 mg in 5 mL
• appliziert über 2-5 Minuten (statt 30-90 min) und nur alle 3 Wochen
• in klinischen Studien gleich wirksam wie die i.v.-Methode
- Wirkmechanismus: Ko-Formulierung mit rekombinanter Hyaluronidase (rHuPH20), spaltet lokal Hyaluronsäure, die strukturgebend für das subkutane Hautgewebe ist; das Gewebe wird temporär und lokal "geöffnet" und schließt sich danach wieder-> bessere Verteilung von Trastuzumab im Gewebe
=> rekombinanter Hyaluronidase: 6 verschiedene Gene vorhanden, Produktion aus dem Gen von Spermienköpfen, da es die einzige Hyaluronidase ist, die im neutralen Bereich arbeitet und nicht im sauren (Spermien benötigen diese um Eizelle "anzulösen")
• Hyaluronsäure: saures Polysaccharid, Glucosaminoglykan; N-Acetylglucosamin + Glucuronsäure; Funktion: Wasserspeicherung, Druckbeständigkeit, Schmiermittel
hemmt die Aktivität von HER2:
o bindet an ein Epitop der Subdomäne IV von HER2
o verhindert Spaltung der extrazellulären Domäne von HER2
o induziert ADCC HER2-exprimierender Zellen
o inhibiert ligandunabhängige Signalisierung durch HER2
o hemmt die Proliferation HER2-überexprimierender Tumorzellen
- Herstellung:
Trastuzumab-Emtansin (Kadcyla®)
- Indikation: : als Einzelsubstanz zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit HER2-positivem, inoperablem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, die zuvor, einzeln oder in Kombination, Trastuzumab und ein Taxan
erhalten haben.
• 100/160 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung: intravenöse Infusion alle 3 Wochen (21-Tage-Zyklus)
• die Patienten sollten bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität behandelt werden.
• intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 90 Minuten
- Wirkmechanismus:
Antikörper-Zytostatikum-Konjugat: Maytansin-Derivat über Sulfhydrylgruppe und Linker MCC (4-(N-Maleimido^methyl)cyclohexan-1-carboxylat) an die ε-Aminogruppe von Lysin von Trastuzumab gebunden
nach Bindung an HER2 unterliegt Trastuzumab Emtansin einer rezeptorvermittelten Internalisierung und einem nachfolgenden lysosomalen Abbau, woraus die Freisetzung DM1-haltiger zytotoxischer Katabolite (hauptsächlich Lysin-MCC-DM1) resultiert.
- Herstellung:
Trastuzumab (Herceptin®)
- Indikation: bei Mammakarzinomen
o MBC: metastasiertes Mammakarzinom bei nachgewiesener HER2-Überexpression
- als Monotherapie von Patienten, die mindestens zwei Chemotherapien erhalten haben (dabei mindestens ein Anthrazyklin und ein Taxan)
- in Kombination mit Paclitaxel oder Docetaxel bei Patienten, die noch keine Chemotherapie hatten und für die Anthrazykline ungeeignet sind
o EBC(Early Breast Cancer): Patienten im Frühstadium bei nachgewiesener HER2- Überexpression nach Operation und adjuvanter Chemotherapie oder Strahlentherapie
• Durchstichflasche mit 150 mg Trastuzumab (zur Herstellung einer Infusionslösung)
• Applikation wöchentlich als i.v.-Infusion über 90 min.
• ggf. Gabe von Taxanen unmittelbar nach der Infusion
• Überwachung auf Infusionssymptome wie Fieber und Schüttelfrost
• häufigste Nebenwirkungen: Dyspnoe, Hypoxie, Bronchospasmen, Tachykardie
• CAVE: kardiotoxisches Potenzial ! Um Faktor 5 erhöht
• nicht in Kombination mit Anthrazyklinen, weil diese auch kardiotoxisches Potential haben -> Gefahr der Herzinsuffizienz
- HWZ: 4-5 Wochen
- Wirkmechanismus: hemmt die Aktivität von HER2:
o bindet an ein Epitop der Subdomäne IV von HER2
o verhindert Spaltung der extrazellulären Domäne von HER2
o induziert ADCC HER2-exprimierender Zellen
o inhibiert ligandunabhängige Signalisierung durch HER2
o hemmt die Proliferation HER2-überexprimierender Tumorzellen
- Herstellung: in CHO-Zellen produziert
inkompatibel mit 5% Glukoselösung
tu: tumor
zu: humanisiert
Urokinase
- Indikation:
hptsl. im Urin zu finden
- Wirkmechanismus: Protease! wandelt Plasminogen direkt in Plasmin um
- Herstellung:
Ustekinumab (Stelara®)
- Indikation:
• Indikation: mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis bei Patienten, die unzureichend andere systemische Therapien (einschließlich Methotrexat, Ciclosporin und PUVA) ansprechen, bei Psoriasis-Arthritis
• für subcutane Applikation
• initial 45 mg in Woche 0 und 4, danach
• Erhaltungsdosis 45 mg s.c. alle 12 Wochen
• UAWs: erhöhtes Risiko für Infektionen (Bakterien, Pilze, Viren), evtl. Reaktivierung latenter Infektionen
- Wirkmechanismus: rein humaner IgG1-Antikörper, bindet an die gemeinsame p40-Untereinheit von IL-12 und IL-23 (erster AK dieser Klasse)
- Herstellung: hergestellt in der Myelom-Zelllinie SP2/0
- kin: Interleukine
- u: Mensch
Velaglucerase alfa (VPRIV®)
- Indikation: VPRIV ist zugelassen zur Langszeit-Enzymersatztherapie bei Patienten mit Morbus Gaucher vom Typ 1.(nicht-neuropathische Form)
- Wirkmechanismus: Gene-activated® human glucocereborosidase (GA-GCD), laut Studie wirksamer als Imiglucerase bzgl. Anämie und Vergrößerung der Milz etc.
- Herstellung: kontinuierliche humane Zellkultur in Gegenwart des Mannoside-I-Inhibitors Kifunensin => durch den Inhibitor entsteht eine Glykosylierung des High Mannose Typs