Proteine

therapeutische Proteine

therapeutische Proteine


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Herstellung, Indikation und Wirkmechanismen von Proteinen und deren Anwendungen in der medizinischen Behandlung. Sie decken Themen wie die Herstellung von Proteinen, ihre Indikationen, Wirkmechanismen und die Behandlung von Patienten ab. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute im Bereich der Biologie, die sich mit der Anwendung und Forschung von Proteinen in der Medizin beschäftigen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
15.07.2016 / 24.08.2018

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Trastuzumab + Hyaluronidase (Herceptin® SC)

- Indikation: 

o MBC: metastasiertes Mammakarzinom bei nachgewiesener HER2-
Überexpression

  • als Monotherapie von Patienten, die mindestens zwei Chemotherapien erhalten haben (dabei mindestens ein Anthrazyklin und ein Taxan)
  • in Kombination mit Paclitaxel oder Docetaxel bei Patienten, die noch keine Chemotherapie hatten und für die Anthrazykline ungeeignet sind

o EBC(Early Breast Cancer): Patienten im Frühstadium bei nachgewiesener HER2- Überexpression nach Operation und adjuvanter Chemotherapie oder Strahlentherapie

• fix 600 mg in 5 mL
• appliziert über 2-5 Minuten (statt 30-90 min) und nur alle 3 Wochen
• in klinischen Studien gleich wirksam wie die i.v.-Methode

- Wirkmechanismus: Ko-Formulierung mit rekombinanter Hyaluronidase (rHuPH20), spaltet lokal Hyaluronsäure, die strukturgebend für das subkutane Hautgewebe ist; das Gewebe wird temporär und lokal "geöffnet" und schließt sich danach wieder-> bessere Verteilung von Trastuzumab im Gewebe

=> rekombinanter Hyaluronidase: 6 verschiedene Gene vorhanden, Produktion aus dem Gen von Spermienköpfen, da es die einzige Hyaluronidase ist, die im neutralen Bereich arbeitet und nicht im sauren (Spermien benötigen diese um Eizelle "anzulösen")
• Hyaluronsäure: saures Polysaccharid, Glucosaminoglykan; N-Acetylglucosamin + Glucuronsäure; Funktion: Wasserspeicherung, Druckbeständigkeit, Schmiermittel

hemmt die Aktivität von HER2:

o bindet an ein Epitop der Subdomäne IV von HER2
o verhindert Spaltung der extrazellulären Domäne von HER2
o induziert ADCC HER2-exprimierender Zellen
o inhibiert ligandunabhängige Signalisierung durch HER2
o hemmt die Proliferation HER2-überexprimierender Tumorzellen

- Herstellung:

Trastuzumab-Emtansin (Kadcyla®)

- Indikation: : als Einzelsubstanz zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit HER2-positivem, inoperablem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, die zuvor, einzeln oder in Kombination, Trastuzumab und ein Taxan
erhalten haben.

• 100/160 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung: intravenöse Infusion alle 3 Wochen (21-Tage-Zyklus)
• die Patienten sollten bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität behandelt werden.
• intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 90 Minuten

- Wirkmechanismus: 

Antikörper-Zytostatikum-Konjugat: Maytansin-Derivat über Sulfhydrylgruppe und Linker MCC (4-(N-Maleimido^methyl)cyclohexan-1-carboxylat) an die ε-Aminogruppe von Lysin von Trastuzumab gebunden

nach Bindung an HER2 unterliegt Trastuzumab Emtansin einer rezeptorvermittelten Internalisierung und einem nachfolgenden lysosomalen Abbau, woraus die Freisetzung DM1-haltiger zytotoxischer Katabolite (hauptsächlich Lysin-MCC-DM1) resultiert.

- Herstellung:

Trastuzumab (Herceptin®)

- Indikation: bei Mammakarzinomen 

o MBC: metastasiertes Mammakarzinom bei nachgewiesener HER2-Überexpression

  • als Monotherapie von Patienten, die mindestens zwei Chemotherapien erhalten haben (dabei mindestens ein Anthrazyklin und ein Taxan)
  • in Kombination mit Paclitaxel oder Docetaxel bei Patienten, die noch keine Chemotherapie hatten und für die Anthrazykline ungeeignet sind

o EBC(Early Breast Cancer): Patienten im Frühstadium bei nachgewiesener HER2- Überexpression nach Operation und adjuvanter Chemotherapie oder Strahlentherapie

• Durchstichflasche mit 150 mg Trastuzumab (zur Herstellung einer Infusionslösung)
• Applikation wöchentlich als i.v.-Infusion über 90 min.
• ggf. Gabe von Taxanen unmittelbar nach der Infusion
• Überwachung auf Infusionssymptome wie Fieber und Schüttelfrost
• häufigste Nebenwirkungen: Dyspnoe, Hypoxie, Bronchospasmen, Tachykardie
• CAVE: kardiotoxisches Potenzial ! Um Faktor 5 erhöht
• nicht in Kombination mit Anthrazyklinen, weil diese auch kardiotoxisches Potential haben -> Gefahr der Herzinsuffizienz

- HWZ: 4-5 Wochen

- Wirkmechanismus: hemmt die Aktivität von HER2:

o bindet an ein Epitop der Subdomäne IV von HER2
o verhindert Spaltung der extrazellulären Domäne von HER2
o induziert ADCC HER2-exprimierender Zellen
o inhibiert ligandunabhängige Signalisierung durch HER2
o hemmt die Proliferation HER2-überexprimierender Tumorzellen

- Herstellung: in CHO-Zellen produziert

inkompatibel mit 5% Glukoselösung

tu: tumor

zu: humanisiert

Urokinase

- Indikation:

hptsl. im Urin zu finden

- Wirkmechanismus: Protease! wandelt Plasminogen direkt in Plasmin um

- Herstellung: 

Ustekinumab (Stelara®)

 

- Indikation:

• Indikation: mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis bei Patienten, die unzureichend andere systemische Therapien (einschließlich Methotrexat, Ciclosporin und PUVA) ansprechen, bei Psoriasis-Arthritis
• für subcutane Applikation
• initial 45 mg in Woche 0 und 4, danach
• Erhaltungsdosis 45 mg s.c. alle 12 Wochen
• UAWs: erhöhtes Risiko für Infektionen (Bakterien, Pilze, Viren), evtl. Reaktivierung latenter Infektionen

- Wirkmechanismus: rein humaner IgG1-Antikörper, bindet an die gemeinsame p40-Untereinheit von IL-12 und IL-23 (erster AK dieser Klasse)

- Herstellung: hergestellt in der Myelom-Zelllinie SP2/0

- kin: Interleukine

- u: Mensch

Velaglucerase alfa (VPRIV®)

- Indikation: VPRIV ist zugelassen zur Langszeit-Enzymersatztherapie bei Patienten mit Morbus Gaucher vom Typ 1.(nicht-neuropathische Form)

- Wirkmechanismus: Gene-activated® human glucocereborosidase (GA-GCD), laut Studie wirksamer als Imiglucerase bzgl. Anämie und Vergrößerung der Milz etc.

- Herstellung: kontinuierliche humane Zellkultur in Gegenwart des Mannoside-I-Inhibitors Kifunensin => durch den Inhibitor entsteht eine Glykosylierung des High Mannose Typs

Vemurafenib

Indikation: Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit BRAF-V600-Mutation positivem und nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom

Étudier