Prostatakarzinom

BB Pflege HF

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M. F.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Prostatakarzinom, einschließlich Diagnose, Therapie und Prognose. Sie behandeln wichtige Aspekte wie die Rolle der Prostatektomie, die Bedeutung von PSA-Werten und die Auswirkungen von Nahrungsmitteln wie Tomaten auf die Krankheit. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Behandlung und Pflege von Patienten mit Prostatakarzinom befassen.
Karten
14
Lernende
8
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
25.04.2014 / 16.06.2024

Lernkarten

Wann kann ein Prostatakarzinom geheilt werden  und wie häufig kommt dies vor?

  • Das Prostatakarzinom kann nur geheilt werden, wenn es in einem organbegrenzten Stadium diagnostiziert wird
  • Zu diesem Zeitpunkt ist das PCA meist asymtomatisch
  • Das Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor bei Männern
  • Die Häufigkeit steigt mit dem Alter an, genauso wie die Zahl der unerkannten (latenten) Prostatakarzinom. Sie ist weltweit jedoch sehr unterschiedlich
  • Nicht jedes Prostatakarzinom muss behandelt werden= Aktive Suveillance

Was sind mögliche Ursachen oder/ und Risikofaktoren bei einem Prostatakarzinom?

  • Weshalb Prostatakrebszellen entstehen und sich manche zöu einer lebensbedrohlichen Krankheit weiterentwickeln, ist unbekannt
  • Als Risikofaktoren gelten das Alter sowie hormonelle und genetische Faktoren
  • Rauchen
  • Umweltfaktoren, Schadstoffe
  • Übergewicht

Was sind Symptome bei einem Prostatakarzinom?

  • Das Prostatakarzinom löst in der Regel keine frühen Warnzeichen aus, weil es meist in der peripheren (äusseren) Zone der Prostata entsteht und somit weder schmerzhaft ist, noch die Harnröhre verengt
  • Im Frühstadium gibt der Tumor keine eindeutige Warnung und verursacht allenfalls geringe, unbestimmte Zeichen. Später kann es vor allem zu Beschwerden beim Wasserlassen (z.B. Dranginkontinenz) und zu Knochenschmerzen kommen

Wie wird ein Prostatakarzinom diagnostiziert?

  • Anamnese
  • Rektale Tastuntersuchung- Urologen
  • PSA- Bestimmung (Hinweis: PSA- Bestimmung, Radfahren verfälscht das Ergebnis ebenso wie Sex)
  • Transrektaler Ultraschall
  • Evtl. notwendige Biopsie, um die Diagnose zu sichern (Gleason)
  • Bestimmung der Tumorausbreitung (CT, MRI, Knochenszintigraphie)

Was gibt es für ein Klassifikationssystem für das Prostatakarzinom? (Wie wird dies eingeteilt?)

  • T=        Tumor (Primärtumor)                 T1-T4
  • N=       regionale Lymphknoten             Nx-N1
  • M=       Fernmetastasen                        Mx- M1

Was kann falsche Positive PSA- Werte auslösen?

  • Katheterisierung
  • Längere Velofahrten
  • Ejakulation <24 h

Was gibt es für eine Prognose bei einem Prostatakarzinom?

  • Aus den Befunden der Tumorausbreitung und Biopsie ergibt sich das für die Prognose und Behandlungsplanung wichtige Tumorstadium
  • Die individuelle Prognose hängt von vielen Faktoren ab
  • Problem beim fortgeschrittenen PCA sind die Konchenmetastasen

Wie wird ein Prostatakarzinom therapiert?

  • Kontrolliertes Zuwarten
  • Radikale Prostatektomie- Da Vinci Roboter Operation
    • Die gesamte Prostata mit der zugehörigen Urethra, Endstücke der Samenleiter, die Samenbläschen sowie die regionären Lymphknoten werden entfernt
  • Strahlentherapie:
    • perkutan und /oder in den Tumor eingebrachte Strahlenquellen= Brachytherapie
  • Hormontherapie (Antiandrogene)
  • Bei Metastasen auch Chemotherapie
  • Palliative Therapie

Was kann es für Auswirkungen haben, wenn ein Prostatakarzinom nicht behandelt wird?

  • Palliative TURP
  • Analgesie mit Opiaten
  • Palliative Radiotherapie
  • Inkontinenz
  • Impotenz/ Erektile Dysfunktion

Bei einem Prostatakarzinom gibt es die radikale Prostatektomie, wie funktioniert dies und was gibt es für Nachteile?

  • Hohe Heilungsrate bei Frühkarzinome
  • Lymphknoten können entfernt werden bei Befall
  • Bei Lokalrezidiv kann eine Nachbestrahlung erfolgen
  • Heutige Technik -3h OP, 3-7 Tage Spitalaufenthalt
  • Keine chemische Kastration mit Antihormontherapie notwendig

Nachteile:

  • Inkontinenz
  • Impotenz

Was ist postoperative nach einer radikalen Prostatektomie pflegerisch zu beachten?

  • Postoperativ Überwachung der Vitalzeichen
  • Pneumonie- und Thrombosenprophylaxe
  • Frühzeitige Mobilisation mit entsprechender Hilfe
  • Angepasste Dauerblasenspülung (wie bei TURP) bzw. DK- Urinableitung und Schienung der Anastomose (gibt selten Spülungen)
  • DK- Pflege und Fixierung
    • Harnröhreneingang reinigen/ kontrollieren
    • Evtl. Kompresse um DK- Schlauch um auffangen von Sekret
  • Ein- und Ausfuhrkontrolle- anfänglich stündlich
  • Verbandwechsel und Wunddrainagenkontrolle (Redon mit Sog für Blutentfernung)
  • Infektionsprophylaxe
  • Auf weichen Stuhlgang achten (-> wegen pressen, da sonst Nähte reisen können)
  • Ausreichend trinken

Was gibt es für mögliche Komplikationen bei einer radikalen Prostatektomie?

  • Gefahr der Blutung/ Nachblutung
  • Infektionen
  • Lymphansammlung im kleinen Becken
  • Striktur der Harnröhre
  • Harninkontinenz
  • Erektile Dysfunktion
  • Keine Ejakulation, wegen Entfernung der Samendürse

Nach einer radikalen Prostatektomie kann die Harninkontinenz eine Folge sein, was kann die Pflege für Hilfestellung diesbezüglich anbieten?

  • Beratung von Hilfsmitteln
    • Inkontinenzmaterial
  • Anwendung zeigen
  • Wo kann man das beziehen?
    • Wird von der Krankenkasse bezahlt
    • Migros, Coop, Apotheke
  • Trinkverhalten- Patienten trinken absichtlich zu wenig
  • Darmentleerung
  • Bettschutz
  • Beckenboden anspannen bei Positionsveränderung (lieben auf stehen), husten, niesen, Treppensteigen
  • Schweres Heben vermeiden > 5kg
  • Wasserlösen im Sitzen

Welches Nahrungsmittel wirkt präventiv für Prostatakarzinom und warum?

  • Das Pigment, das die rote Farbe der Tomate verursacht besitzt krebshemmende Eigenschaften
  • Der Wirkstoff der Tomate reichert sich vorzugsweise in der Prostata an, das verhindert das unkontrollierte Zellwachstum in der Prostata
  • Tomatensauce ist das ideale Nahrungsmittel, weil sie in hoher Konzentration den Wirkstoff enthält und zusammen mit Olivenöl besonders gut aufgenommen wird
  • Der Verzehr von zwei Mahlzeiten mit Tomatensauce pro Woche, kann das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken nachweislich um 25% senken

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