Projektmanagement

ETH-Lehrveranstaltung

ETH-Lehrveranstaltung


Michael Moser
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen des Projektmanagements und richten sich an Studierende. Sie decken zentrale Aspekte wie Vorgänge, Ressourcen, Kosten und Zeitmanagement ab, wobei auch Qualitätsmanagement, Risikomanagement und Teamdynamiken thematisiert werden. Projektmanager und Teams profitieren von diesen Karteikarten, da sie praktische Methoden zur Steuerung und Optimierung von Projekten vermitteln, um Ziele effizient zu erreichen.
Cartes-fiches
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1
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
03.10.2013 / 19.03.2014

Cartes-fiches

effektive Kapazität

die aktuellen Bedingungen werden berücksichtigt, um die maximale Leistung einer Ressource zu ermitteln. Zu den aktuellen Bedingungen zählen die geplanten Vorgänge, Einschränkungen durch Termine oder die Abfolge, Erhaltungsaspekte, Betriebsumwelt sowie andere Ressourcen, die gleichzeitig verwendet werden sollen

Ressourcenausgleich

Die Neuanordnung der gesamten oder freien Pufferzeit von Vorgängen, um Fluktuationen bei Ressourcen zu minimieren. Dabei wird angenommen, dass eine konstante Ressourcenverwendung zu tieferen Ressourcenkosten führt.

Ressourcenallokation

der Prozess der Zuordnung von Ressourcen zu einem Projekt resp. zu Vorgängen, damit diese optimal genutzt werden.

Ressourcenauslastung

beschreibt den Zeitanteil, für die eine erneuerbare Ressource ver-wendet wird. Durch Ressourcenausgleichs- und -allokationstechniken kann die Ressourcen-auslastung optimiert werden.

Prioritätsregeln Ressourcenallokation

Pufferzeit eines Vorgangs; Frühester / Spätester Anfang / Ende eines Vorgangs; Vorgänge, die früher im Projekt beginnen sollten; Vorgang mit einer gewichteten Zeitressource; Vorgang mit der meisten Verwendung von Ressource k; etc. ...

Budget

Plan von zukünftigen, erwarteten Einnahmen und Ausgaben, der meist in wertmässigen Grössen (Geldbeträgen) formuliert wird.

Ausgabewirksame Kosten (Def. + 5 Arten)

Kosten, die zu konkreten Auszahlungen führen, also das Bankguthaben vermindern. Im Lebenszyklus betrachten wird Fremdkapital-, Verwaltungs-, Betriebs-, Unterhalts- und Rückbaukosten.

nicht ausgabewirksame Kosten

Kosten, die keine konkrete Verminderung des Guthabens bewirken. Zu ihnen zählen kalkulatorische Kosten (wie Abschreibungen, Zinsen).

Abschreibung

Die Abschreibung wird im Finanzwesen als Verteilung von Kosten über mehrere Jahre be-schrieben. Im Alltag wird die Abschreibung als Wertminderung von Vermögensgegenstän-den, die in einem Unternehmen über einen gewissen Zeitraum genutzt werden, verstanden.

Ressourcenbezogene Kosten (3)

Personalkosten, Materialkosten und Sachmittel- und Inventarkosten

Sachmittel- und Inventarkosten

Kosten für Mobilien- und Immobilieneinsatz

Gemeinkosten

Kosten, die nicht direkt einem einzelnen Vor-gang (oder Projekt) zugeordnet werden können. Dazu zählen z.B. Verwaltungskosten, Steu-ern, Ver- und Entsorgungskosten, Versicherungen.

Vorgangskosten

(Meist "Einzelkosten") sind Kosten, die einem Kostenträger direkt zurechenbar sind. Dazu zählen zum Beispiel Materialkosten, die einem Vorgang direkt zugeordnet werden können.

Gesamtkosten (z.B. eines Produkts) = ?

Einzelkosten + Anteil Gemeinkosten

Methoden zur Kostenermittlung (3)

1. Geschätzte Menge mit zugehörigem Einheitspreis multiplizieren; 2. Pauschale Erfahrungswerte von analogen Projekten; 3. Verwenden von Richtofferten

Puffermanagement, dazu geeignete Vorgänge

Puffermanagement bezeichnet die Veränderung der Vorgangsdauer und der damit verbundenen Ausgaben oder Einnahmen. Vorgänge, die für diese Art von Umplanung geeignet sind, sind nicht kritische Vorgänge mit freier Pufferzeit und Vorgänge mit Gesamtpufferzeit.

Verdichtung

Veränderung der Vorgangsdauer durch Änderung bei den Ressourcen, was durch Einsatz anderer Technologien oder grösserer Menge erfolgen kann. Die Verdichtung wird angewendet, wenn ein Projekt im Normalmodus den geforderten Endtermin nicht einhalten kann oder grosse Unsicherheiten im Projekt bestehen, sodass die Einhaltung des Endtermins unter Normalmodus fraglich ist.

Inhalt eines kurzfristigen Budgets (4)

Aufwand pro AP (inkl. Verantwortlichkeiten und Zugehörigkeit); Grad des Aufwands pro AP (Kostengründe); Summe der Aufwandskosten pro AP; Materialkosten pro AP (nach PSP-Elementen und den entsprechenden OSP-Einheiten aufgegliedert)

Projektsteuerung

aktives, systematisches und bewusstes Erkennen und Korrigieren von Zielabweichungen innerhalb des Projekts.

Controlling

zielorientierte Steuerung des Unternehmensgeschehens, Kernfunktion der Unternehmensführung

Teilfunktionen der Unternehmensführung (4)

Planungs-, Kontroll-, Koordinations- und Informationsfunktion.

Gründe für die Projektsteuerung

Mittel, um aus Unsicherheiten (Termin- und Kostenpläne basieren stets auf Abschätzungen) resultierende Abweichungen in einem Toleranzbereich zu halten, damit die Projektanforderungen erreicht werden können.

Beispiele geeigneter Leistungsmasse (4)

tatsächliche Anfangs- oder Endzeiten von kritischen Vorgängen, Terminierung von Akzeptanztests, pünktliches Erreichen von Meilensteinen

Bezugsbasen, mit denen die erreichten Leistungsmasse verglichen werden können (4)

Leistungen, Ressourcen, Termine, Kosten

Beurteilungskriterien für die Wirksamkeit von Projektkontrollsystemen

durchschnittliche Reaktionszeit (durchschnittliche Zeit, die von der Entdeckung einer Abweichung bis zur Durchführung einer Massnahme benötigt wird), Rückverfolgbarkeit

OSP

Organisationsorientierter Strukturplan, zeigt jede Einheit mit ihren Verantwortlichkeiten

EVA

Fertigstellungswertanalyse (Earned Value Approach)

BKGL

Budgetierte Kosten der geplanten Leistungen (Plankosten)

TKEL

Tatsächliche Kosten für effektiv erbrachte Leistungen (Ist-Kosten)

BKEL

BKEL Budgetierte Kosten für effektiv erbrachte Leistungen (Fertigstellungswert)

BbeF

Budget bei Fertigstellung

ÜA

Übrige Arbeit

AbiF

Arbeit bis Fertigstellung

AbeF

Arbeit bei Fertigstellung

Qualität

Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement beinhaltet alle Aktivitäten, die eine Organisation anwendet, um Qualität zu regeln, zu kontrollieren und zu koordinieren.

Prozesse im Qualitätsmanagement (4)

Qualitätsplanung, Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle, Qualitätsoptimierung

QM-Prinzip

umfassende oder grundlegende Regel oder Anschauung für die Führung und den Betrieb einer Organisation mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Leistung über längere Zeit mit Fokus auf den Kunden, währendem die Bedürfnisse aller Beteiligter berücksichtigt werden

Qualitätskontrolle

Prozesse zur Erhaltung von Qualitätsstandards. Sie vermeiden und korrigieren Veränderungen der Qualität eines Produktes, so dass die Ergebnisse, die Bedürfnisse und die Erwartungen der Kunden erfüllt werden.

Projektqualität

Erfüllung der Projektanforderungen unter angemessener Berück-sichtigung der Anliegen der Gesellschaft

Étudier