Projektmanagement

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Projektmanagement


O. R.
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in das Projektmanagement. Sie decken Themen wie Projektplanung, Zielsetzung, Ressourcenmanagement und verschiedene Vertragsarten ab. Die Karteikarten behandeln auch kulturelle Aspekte und Analysemethoden wie SWOT und Ursache-Wirkungs-Analysen. Sie richten sich an Einsteiger, die die Grundlagen des Projektmanagements verstehen und in ihrer beruflichen Praxis anwenden möchten.
Karten
115
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
27.08.2013 / 23.08.2019

Flashcards

Stati von Arbeitspaketen: Aufwand (A)

  • ΔA= (Voraus.) benötigter Gesamtaufwand – Soll-Aufwand
  • GrünΔ: A ≤ 0; alle definierten / erwarteten Spezifikationen mit geplanten Aufwand erreichbar
  • Gelb: ΔA > 0; aber innerhalb eines definierten Toleranzbereiches (zB 10% oder innerhalb zumutbarer Überzeit / definiertem Budget)
  • Rot: ΔA ausserhalb Toleranzbereich

Stati von Arbeitspaketen: Inhalt + Qualität (Q)

  • Grün: Ergebnis wird alle definierten / erwarteten Spezifikation einhalten
  • Gelb: Ergebnis wird geliefert, aber nicht alle Spezifikationen eingehalten
  • Rot: Ergebnis kann nicht geliefert werden

Teilziel- und Projektstatus

  • – iW nur Aggregation der Stati von Arbeitspaketen
  • – ebenfalls dreidimensional: Termin-, Qualitäts- und Aufwandsstatus (TAQ)
  • ➡ Multiprojektcontrolling-Übersicht auch dreidimensional.

    Sichern: Maßnahmen

    • Innerhalb der Projektskizze ➡ Offene-Punkte-Liste ➡ Steuerung, Überwachung, Sicherung
    • Ausserhalb der Projektskizze ➡ LA ➡ Änderung Projektplan / Projektskizze oder
    • projektübergreifende Barrieren beseitigen

      Change Management: Quellen für Veränderungen

      • Äussere Notwendigkeiten: Prioritätsänderungen (Lenkungskreis); Änderungen von Gesetzen /Vorschriften, …
      • Innere Notwendigkeiten: Physikalische, technische, organisatorische, „Nicht-Machbarkeiten“, …
      • Äußere Änderungswünsche

        Vorgehensweise Change Management

        • 1. Change Request (immer schriftlich)
        • 2. Zentral sammeln und strukturieren der Change Requests
        • 3. Verstehen des Requests; Aufbereiten der potenziellen Konsequenzen:
        • – fachliche Implikationen
        • – PM-relevante Implikationen
        • – Bewertung
        • – Entscheidungsvorschlag für projektauftraggebende Seite
        • 4. Annahme / Ablehnung des Entscheidungsvorschlags (teilw. PL, meist LA)

          Projektabschluss: Zielarten

          • Formales Ziel
          • Lernziel

          Projektabschluss: Formales Ziel

          • Projekt hinsichtlich Ergebnis und Verlauf formal abgeschlossen ➡ vorbereitete und quittierte Ergebnisabnahme des Projektziels.

            Projektabschluss: Lernziel

            • Individuelle und/oder organisationale Kompetenzentwicklung in Bezug auf konkrete Projektarbeit
            • – Individuelle Erkenntnisse: „Was kann/werde ich besser machen...“
            • – Organisationale Erkenntnisse: „Was können/werden wir besser machen...“
            • – Allgemeingültige Erkenntnisse: „Was lässt sich grundsätzlich besser machen...“

              Projektrahmenplanungs-Workshop: Zweck

              • Sicherstellen der Lieferfähigkeit der einzelnen TZVs

                Post Mortem: Inhalte

                • Was ist im Projekt (besonders) gut / schlecht gelaufen?
                • Was würden wir beim nächsten Mal genauso / anders machen?
                • Wesentliche Erfolgsfaktoren / Barrieren des Projektes?
                • Wesentliche Lerneffekte aus diesem Projekt?

                PM-Handbuch

                • Gilt generell innerhalb einer Organisation für Planung und Durchführung von Projekten.

                Projekthandbuch

                • Speziell für das jeweils betrachtete Projekt geltende Vereinbarungen (Projektidee, -skizze, -plan, -review, Risikoplan, Notfallplan, Projektstatusübersicht, Change-Request-Liste, Offene-Punkte-Liste, etc.)
                • Ergänzt das PM-Handbuch.

                  Projektbezogene fachliche/sachliche Dokumente

                  • Anforderungskataloge
                  • Lastenhefte
                  • Pflichtenhefte
                  • Machbarkeitsüberprüfungen (Proof of Concept)
                  • Checklisten
                  • etc.

                    Ursache-Wirkungs-Analyse komplexer Problemfelder

                    • Komplexes Problemfeld ➡ strukturierte Problembereiche.
                    • – (Sach-) logische Abhängigkeiten (nach Ursache-/Wirkungsprinzip) ➡ kausale Reihenfolgebildung
                    • – Clustering gleicher/ähnlicher Probleme zu Problembereichen
                    • – Ursache- / Wirkungs-Beziehungen zwischen den Clustern feststellen ➡ Graph
                    • ➡ 3 signifikante Sektoren: Problembereich ist größtenteils Wirkung / Ursache / sowohl als auch
                    • – sprachliche „Umkehrung“ der Problembereichsformulierungen ➡ Vision und Nutzengrößen des Projekts entwickeln

                      SWOT-Analyse: Charakteristika

                      • Analyseinstrument für strategische Planungen:
                      • – warum soll ein Projekt überhaupt zustande kommen?
                      • – was könnten die wesentlichen Lösungsansätze sein?

                        SWOT-Analyse: Aspekte

                        • Projektbezogene / interne Stärken und Schwächen: Selbsteinschätzungen des Systems (des Unternehmen / Projekts).
                        • (Externe) Chancen und Gefahren: Unternehmens- / Projektumwelt (Veränderungen im Markt, technologische, soziale oder ökologische Veränderungen)

                          SWOT-Analyse: Strategien

                          • ◰ SO – Stärken einsetzen, um Chancenrealisierung zu erhöhen.
                          • ◱ ST – Gefahren mit Stärken begegnen
                          • ◳ WO – Chancen nutzen, um Schwächen zu Stärken entwickeln
                          • ◲ WT – Achillesfersen ➡ Verteidigung entwickeln, vorbereitet sein

                            Projektkultur: Merkmale

                            • Wertschätzung der Projektarbeit innerhalb des Unternehmens
                            • Kooperationsbereitschaft zwischen Personen und Abteilungen
                            • gelebte Formen von Konfliktmanagement, Krisenmanagement, Kommunikation, Motivation, sozialer Wahrnehmung, Führung, Veränderungsmanagement
                            • langjährige Entwicklung von zumeist impliziten, tradierten Werten, Normen und Regeln

                              "Gute" Projektkultur (7)

                              • nur die wirklich wichtigen und richtigen Projekte gemacht
                              • Geschäftsleitung steht hinter den wichtigen Projekten (und ihren Leitern)
                              • Projekte auch mal abgebrochen oder zurückgestellt
                              • PLs können im Rahmen des Projektauftrags selbständig entscheiden
                              • es dürfen auch mal Fehler gemacht werden (= ohne das sie geahndet werden)
                              • ausreichend Energie, Geld und Zeit in die Planung von Projekten investiert
                              • Besprechungen ausreichend vorbereitet, professionell moderiert und auch nachbereitet

                              Projekt-Planung: Handlungsempfehlung (4)

                              • Rahmenplanung immer gemeinsam
                              • Keine optimistischen Plandaten ➡ wer plant, führt auch selbst aus
                              • Planung so grob wie möglich, so fein wie nötig
                              • Keine Planung ohne Risikoplanung

                                Externe Ressourcen

                                • Vertragliche (und versicherungstechnische) Seite frühzeitig regeln.
                                • Einbindung eines Externen in ein Unternehmensprojekt ➡ Vertrag (Zeichnungsberechtigung des Vertrags beachten, oft nicht der PL).

                                  Externe Ressourcen: Vereinbarung der Leistungserbringung

                                  • Definition der zu erbringenden Leistung (Art, Zeitdauer)
                                  • Vergütung
                                  • Vertraulichkeit
                                  • Urheberrechte

                                    Kooperationsvertrag

                                    • Symmetrisch: rechtlich voneinander unabhängige, gleichwertige Partner
                                    • Eigenständiger Input in gemeinsam zu entwickelnde Sache

                                      Dienstvertrag

                                      • Asymmetrisch: Zusammenarbeit einer beauftragenden Seite mit einer beauftragten Seite
                                      • – Für eine Zeitdauer geschlossen
                                      • Kein Arbeitsverhältnis iSv § 622 BGB (normaler Arbeitsvertrag)
                                      • Kündigung in Abhängigkeit von Vertragsperiode (Abrechnung nach geleisteten Tage, Wochen, Monaten, …)

                                        Werkvertrag

                                        • – Asymmetrisch
                                        • – Ablieferung eines bestimmten Werkes
                                        • – Gegenstand des Werkvertrages
                                        • a) Herstellung oder Veränderung einer Sache.
                                        • b) Durch Arbeit oder Dienstleistung herbeizuführender Erfolg.
                                        • Das Werk hat frei von Sach- und Rechtsmängeln zu sein.

                                          Die fünf Kulturdimensionen – MIMUL

                                          • Machtdistanz
                                          • Individualismus
                                          • Maskulinität
                                          • Unsicherheitsvermeidung
                                          • Langfristdenken

                                            Machtdistanz

                                            • Große Machtdistanz: Menschen als von Natur aus mit unterschiedlichen Rechten ausgestattet betrachtet.
                                            • Geringe Machtdistanz: Mitarbeiter und Vorgesetzte als von Natur aus gleichberechtigt betrachtet.

                                              Individualismus

                                              • Recht des Einzelnen hoch gehalten.
                                              • Individualistische Gesellschaft: Management von Individuen
                                              • Kollektivistische Gesellschaft: Der Gruppe untergeordnet

                                                Maskulinität

                                                • = wie stark ist die Gesellschaft dem Idealbild des starken Mannes verhaftet.
                                                • Maskuline Kultur: Der Führende entscheidet, führt, hat stark zu sein, sich durchzusetzen
                                                • Feminine Kulturen: Geschlechterrollen weniger deutlich differenziert

                                                  Unsicherheitsvermeidung

                                                  • Schwach: Geringere Angst vor Neuem, Unvorhersehbarem, mehr Innovationen aber höhere Fehlerrate.
                                                  • Hoch: Traditionen, Regeleinhaltung und Sinn für das Detail

                                                  Langfristdenken

                                                  • Kurzfristiger Gewinn: Aktuelles Wohlbefinden, Kaufen auf Kredit
                                                  • Langfristiges Denken und Handeln: Chinesen denken in Generationen

                                                    Zeitbegriff und Arbeitsstil

                                                    • Monochromes Zeitverständnis: Nordeuropa, Nordamerika: Zeit verläuft linear; idR wird eines nach dem anderen im Detail geplant, zügig und zielorientiert erledigt.
                                                    • Polychron_ Hektik ist nicht vorgesehen, häufig viele Dinge gleichzeitig erledigt.

                                                      Rechtssysteme

                                                      • Lokales Recht vermeiden

                                                        Termineinhaltung

                                                        • Klar definierte Verzugszahlungen für beide Seiten.

                                                          Étudier