Produktionstechnik FAU

Kurs Produktionstechnik, Maschinen und Vorgänge

Kurs Produktionstechnik, Maschinen und Vorgänge


L. F.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Produktionstechnik auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln verschiedene Verfahren wie Laserstrahlschneiden, Elektronenstrahlschweißen und Wasserstrahlschneiden, sowie Materialeigenschaften und Verfestigungsmechanismen. Die Karteikarten erklären Abläufe, Vor- und Nachteile verschiedener Techniken und deren Anwendung auf unterschiedliche Werkstoffe. Sie richten sich an Studierende und Fachleute, die ihr Wissen in der Produktionstechnik vertiefen möchten, insbesondere in Bereichen wie Werkstoffverarbeitung, Schweißtechniken und Oberflächenbehandlung.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
29
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
18.09.2016 / 01.08.2018

Cartes-fiches

Elektronenstrahltiefschweißen

  1. Aufschmelzen des Materials und schnelles Verdampfen im Zentrum des Strahls
  2. Überhitzung und Ausbreitung des Dampfes
    • Wechselwirkung zwischen Dampfdruck und geschmolzenem WS
    • Elektronenstrahl dringt tiefer in das Material ein 
  3. Bildung einer Dampfkapillare mit einer dünnen Schmelzbeschichtung
  4. bei ausrecihender Energiezufuhr: Durchdringung des ganzen Werkstücks durch die Kapillare - Tiefschweißeffekt

Elektronenstrahlschweißen Pro/contra

Vorteile:

  • Sehr schlanke Schweißnähte
  • Schmale Wärmeeinflusszone
  • Minimaler Verzug
  • Schweißen im Vakuum
  • Korrosionsschutz
  • Hohe Schweißgeschwindigkeiten < 60 m/min
  • Schweißen kritischer oder/und artverschiedener Werkstoffe
  • Schweißtiefen von etwa 0,03 mm bis 300 mm
  • Schweißbarkeit komplexer Werkstückgeometrien mit unterschiedlichen Wandstärken
  • Hohe Leistungsdichte > 105 W/cm²

Nachteile:

  • Spaltfreie Aufspanung u. Reinigung der Fügepartner
  • Elektrisch leitfähige Werkstoffe
  • Strahlungsdichte Verkleidung
  • Anpassung der Arbeitskamer und des Manipulators abhängig von der Schweißaufgabe
  • Investitionskosten

Laserstrahltiefschweißen

  1. Absorption der Laserstrahlung und Wärmeleitung in das Material
  2. Aufschmelzen und Verdampfen des WS (Vordringen des Laserstrahls ins Innere)
  3. Ausbildung einer Dampfkapillare (Keyhole)
  4. Anstieg der Absorption durch Vielfachreflexion in der Kapillare

Spritzgießzyklus

  1. Werkzeug geschlossen, Schnecke spritzt ein
  2. Nachdrücken und erstarren (Druckgeregelte Schnecke)
  3. Plastifizieren (Schnecke durch Rotation gegen Staudruck zurück)
  4. Restkühlzeit, Werkzeug öffnen, Formteil auswerfen

bzw

  1. Werkzeug schließen
  2. Düse anlegen
  3. Einspritzen
  4. Nachdruck
  5. Düse wegfahren
  6. Dosiervorgang
  7. Werkzeug öffnen

Spritzprägen

  1. Schießen des Werkzeugs bis Prägespalt
  2. Einspritzen der Schmelze in vergrößerte Kavität
  3. Verpressen des Materials über komplettes Schließen

Unterschied Spritzprägen und Spritzgießen

Heizelementschweißen

  1. Angleichen (der Fügeteile an das Heizelement unter Durck)
  2. Erwärmen
  3. Umstellen (Entfernen des Heizelements)
  4. Fügen (Druck)
  5. Kühlen

Infrarotschweißen

  1. Betrahlen (Erwärmen)
  2. Umstellen (Entfernen des IR-Strahlers)
  3. Fügen
  4. Kühlen

Laserdurchstrahlschweißen

  1. Laserstrahl durchdringt transparenten Fügepartner, Absorption des 2. Partners
  2. Wärmeleitung in tiefere Schichten und in transparenten Fügepartner
  3. FP werden lokal aufgeschmolzen und verschweißt

Ultraschallschweißen

  1. Generator erzeugt elektrische Schwingungen
  2. Transformation in mechanische Schwingungen (Konverter)
  3. Umwandlung der Schwingungen in Reibung (innere und Grenflächenreibung)
  4. Aufschmelzen des Werkstoffs

Ultraschallschweißen Schema

Vibrationsschweißen Phasen

  1. Feststoffreibung
  2. interstationäre Schmeltbildung
  3. quasistationäre Schmelzbildung
  4. Ausschwingen und Kühlen

Vibrationsschweißen Schema

Produktlebenszyklus

Verfestigungsmechanismen und Wirkungsweise (in allen Altklausuren)

  • Verformungsverfestigung (Erhöhung der Versetzungsdichte)
  • Feinkornhärtung (Erhöhung der Korngrenzenzahl)
  • Mischkristallhärtung (Spannungsfelder um Legierungsatome)
  • Ausscheidungshärtung (Gitterbereiche mit anderer Kirstallstruktur)
  • Gefügeumwandlung (innere Verspannung des Kristallgitters)

Unterschied Dauerform und Verlorene Form (Altklausur!!)

  • Verlorene Form:
    • Zerstörung beim Entformen
    • mineralischer, feuerfester Formstoff und Bindemittel
  • Dauerformen
    • wiederholt verwendbar
    • Gießen von Nichteisenmetallwerkstoffen

Axialpressverfahren

  • Einseitige Verdichtung
    • ungleiche Dichteverteilung
  • Zweiseitige Verdichtung
    • überwiegend homogene Verdichtung
    • feste Matritze,  zwei bewegte Stempel
  • Verdichtung mit schwebender Matrize
    • fast homogene Verdichtung
    • fester Unterstempel, bewegl. Matrize und Oberstempel
  • Verdichtung mit gezogner Mtritze (Abziehverfahren)
    • homogene Verdichtung
    • kompliziert geformte Bauteile
    • fester Unterstempel, bewegl Matrize und Oberstempel
    • häufigstes

Schmieden
Werkstofffluss

Spannungszustände beim Massivunformen
(in Klausur gefragt nach Tiefziehen und Streckziehen)

Arten des Zusammenhalts

  • Kraftschluss
  • Formschluss
  • Stoffschluss

Gitterfehler

  • Punktförmige Fehler /0-dim: Leerstelle, Substitutionsatom
  • Linienförmige Fehler/1-dim: Versetzungen
  • Flächenhafte Fehler/2-dim: Korngrenzen, Phasengrenzen
  • Volumenhafte Fehler/3-dim: Ausscheidungen,  Poren

Bohren, Senken, Reiben Arten

  • Bohren
    • Bohren ins Volle
    • Aufbohren
    • Profilbohren
    • Gewindebohren
  • Senken
    • Planansenken
    • Planeinsenken
    • Profilsenken
  • Reiben
    • Rundreiben
    • Profilreiben

Warum braucht es Kühlschmiermittel?

  • Reibungsmidrung durch Schmierung
  • Ábfuhr von Wärme durch Kühlung
  • Abtransport von Spänen
  • Erhöhung der Werkzeugstandzeit
  • Verbesserung der Werkstückoberfläche
  • Steigerung des Zeitspanunsvolumens

Wozu dient das Beschichten von Schneidwerkzeugen

  • bessere Temperaturbeständigkeit
  • bessere Verschleißfestigkeit
  • Vermeidung von Oxidation und Diffusion
  • Verhinderung von Aufbauschneidbildung

Verformungsverfestigung

Frank-Reed-Mechanismus

Ausscheidungshärtung-Arten

 

  • Inkohärent
    • Gleiche Kristallstruktur
    • Geringe Abewichung der Strukturparameter
  • Teilkohärent
    • Geringe Fehlpassung
    • Teilweise Bindung zur Matrix
    • Leichte Gitterverspannung
  • Inkohärent
    • Große Fehlpassung
    • Keine Bindung zur Matrix
    • Starke Gitterverspannung

Drei-Zonen-Aufbau des Gussgefüges bei der Erstarrung

feinkörnige Randzone

  • durch starke unterkühlung und erleichterte heterogene Keimbildung an der Formwand- viele Keime-rufen feinkörniges Gefüge hervor
  • Transkristallisationszone
    • weitere Abkühlung--entlang des Temperaturgradienten wachsen stengelförmige,gröbere Kristallite von außen  nach innen
  • globulitisches Gefüge im Gussstückinneren
    • Verunreinigungen haben höhere Schmelztemperatur-- Lagern sich im noch schmelzflüssigen Kern ab --- Erhöhte Keimzahl

Zusatzstoffe

  • Lösliche Zusatzstoffe
    • chemisch wirkende Verarbeitungs- und Anwendungshilfe(z.B. Stabilisatoren)
    • Physikalisch wirkende Verabeitungshilfen (z.B. Trennmittel)
    • Weich machende Zusatzstoffe
    • Färbende Zusatzstoffe
  • Unlösliche Feststoffe
  • Verstärkte ZS
  • Versteifende ZS
    Färbende ZS (Pigmente)

Zusatzstoffe vs Füllstoffe

  • Zusatzstoffe: einige ppm bis 5% Vol.
    • Gleitmittel
    • Trennmittel
    • Weichmacher
    • Treibmittel
  • Füllstoffe: 5-65%vol.
    • Fasern (Kohlenstoff-, Polymer-, Natur-)
    • magnetische FS
    • elektrisch leitende FS

Wofür benutzt  man Gleitmittel?

  • Mischen
    • Homogenisierung
    • Dispergieren
  • Verarbeitung
    • Trennwirkung
    • Viskositätserniedrigung
  • Fertigteileigenschaften
    • Bedruckbarkeit
    • Glanz
    • Transparent
    • Weichmachen
    • Glätte

Étudier