Produktionstechnik FAU
Kurs Produktionstechnik, Maschinen und Vorgänge
Kurs Produktionstechnik, Maschinen und Vorgänge
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Flashcards
Stanzpaketieren
=Fügen von Blechpaketen durch Stanzpaketieren, Automatisiert, Hohe Kosten
- Stanzen Startblech
- Speichern in Puffer
- Stanzen Folgebleche
- Stapeln und Fügen in Puffer (Schritt 3 und 4 Wiederholen bis Endhöhe)
- Blechpaket entladen
Gulock Verfahren
- Auftragen der Klebepunkte
- Stanzen Blech
- Stapeln in Puffer (2 und 3 Wiederholen bis Endhöhe)
- Blechpaket entladen
Fügen der Pakete, in den Stanzprozess integriert, bessere elektr. Eigenschaften, hohe Paketdichte, Dauerfestigkeit nur durch Gehäuse
Thermosonic Bonding
- Anschmelzen der Golddrahtspitze zu einer Kugel mittels Flamme oder Lichtbogen
- Erwärmen des Substrat
- Anschweißen auf der ersten Anschlussfläche durch Aufpressen und Utraschall-Anregung
- Verfahren der Kapillare, Herstellen des Wedgebonds auf dem 2. Bondpad
- Schließen der Drahtkammer und Abreißen des Drahts
Infrarotlöten
Variante des Reflowlöten
- Aufschmelzen
- Flussmittelaktivierung
- Aufschmelzen der Lotkugeln
- Koagulation der Schmelze
- Benetzung der Anschlussflächen
- Erstarrung der Schmelze
Reflowlöten
- Lotpastenauftrag
- Bestückung
- Aufschmelzen des Lotes während des Lotprozesses
Konvektionslöten
Leiterplatte wird durch heißes Prozessgas erhitzt um die Lotdepots zu schmelzen
Wärmeleitungsschweißen
- Absorption der Laserstrahlung
- Wärmeleitung im Werkstück
- Aufschmelzen nur an der Werkstückoberfläche (hohe Reflexion ↔ geringe Absorption)
- Kein Aufschmelzen des Werkstücks im Inneren
Charakteristika:
- Hohe Streckenenergie
- Halbkreisförmiger Nahquerschnitt mit Nahtbreite
- Sehr gleichmäßige Nahtoberraupe und -wurzel
Sublimierschneiden
Variante des Laserstrahlschneiden
- Verdampfen des Werkstoffs (Sublimation)
- Inert Schutzgas (z.B. Argon)
- Geringe Blechdicke
- Sehr geringe Vorschubgeschwindigkeit
Schmelzschneiden
Variante des Laserstrahlschneiden
- Schmelzen des Werkstoffs
- Abführung des Metalldampfes durch inertes Schutzgas unter hohem Druck
- Geringe Blechdicke
- Mittlere Schneidgeschwindigkeit
Brennschneiden
Variante des Laserstrahlschneiden
- Schmelzen und Verbrennen des Werkstoffs Aktivgas (z.B. Sauerstoff)
- Schneidbarkeit großer Blechdicken (Stahl: bis 80 mm)
- Hohe Vorschubgeschwindigkeit
Maschinenformen
- Modellherstellung
- Kernherstellung
- Einformen (Formherstellung, Entnahme des Modells, Einlegen der Kerne)
- Schmelzen von Metallen
- Gießen
- Nachbearbeiten
Feingießen Ablauf
Ablauf I
- Wachsmodell herstellung
- Traubenmontage
- Tauchen
- Besanden
- Wachsausschmelzen
Ablauf II
- Brennen
- Gießen
- Entformen
- Trennen
- Putzen
Feingießen Pro/Contra
Pro:
- hohe Gestaltungsfreiheit
- freie Werkstoffwahl
- Ersparnis von Montage- und Fügekosten durch Integralbauweise
- einteilige Formen -> keine Gratbildung
- große Maßgenauigkeit (Toleranzbereich 0,3 - 0,7 %)
- hohe Oberflächengüte (Rauhtiefe Rz = 5,9 - 32 μm)
Contra:
- Hoher Aufwand an Maschinen, Trockenvorrichtungen, Schmelz- und Brennöfen, Einrichtungen
Druckgießen Ablauf
- Transport des Dosiergewichts mittels Überdrück/Förderaggregat in die Gießkammer
- Vorlauf des Gießkolben
- Füllung der Formkavität (Druckumwandlung in kin. Energie)
- Erstarrung
- Entnahme des Abguss
Druckgießen Vorteile
- Die Druckwirkung, unter der der schmelzflüssige Werkstoff auch in engste Querschnitte einströmt und an der Formwand aufschlägt, ist maßgebend für die konturengenaue Formwiedergabe.
- Die Herstellung dünnwandiger und maßgenauer Gussstücke von hoher Oberflächenqualität ist möglich.
- hohe Produktivität
- kürzester Verfahrensweg vom schmelzflüssigen Werkstoff zum Fertigteil
Pulvermetallurgie Ablauf
- Pulverherstellung
- Mischen
- Verdichtung und Formgebung (meist Pressen)
- Sintern (Wärmebehandlung)
- Nachbehandlung
Pulvermetallurgie Pro/Contra
Pro:
- Werkstoffe mit sehr hohem Schmelzpunkt verarbeitbar
- Legierungen mit sehr unterschiedlichen Schmelzpunkten herstellbar
- gezielte Beeinflussung der Gefügestruktur möglich
- kein Faserverlauf isotrope Festigkeitseigenschaften
- beste Rohstoffausnutzung bei geringstem Energiebedarf
- enge Toleranzen in Bezug auf Masse, Form und Maß möglich
Contra:
- Beschränkung in den Formgebungsmöglichkeiten bei Massenteilen
- Hinterschneidungen mit axialem Pressen nicht herstellbar
- Poren verschlechtern die mechanischen Eigenschaften, d.h. Festigkeit und Zähigkeit nehmen ab
- inhomogene Porenverteilung; kann beim Sintern zu unterschiedlicher Schwindung führen Nacharbeit bei Formfehlern
Sinterschmieden
=Vorteile der Pulvermetallurgier + gute mechanische Eigenschaften geschmiedeter Teile
- Pulverherstellung
- Mischen
- Pressen
- Vorwärmen/Sintern (unter Schutzgas)
- Schmieden (Heißverdichten)
- Wärmebehandlung (evtl. Abschrecken)
Pulverspritzgießen
- Spritzgießen
- mechanische Bearbeitung
- Lösungsmittelextraktion
- thermische Extraktion/ Sintern
Sehr komplexe Teile
Kaltwalzen von Bändern
(WS: Stahl, Alu, Cu, Titan...)
- Vorbereitung des warmgewalzten Bandes
- Kaltwalzen ► Feinblech
- Nachbehandlung
- evtl Beschichten
Pulverherstellung - Verfahren
- mechanische Verfahren (spröde Metalle und intermetallische Phasen)
- Verdüsungsverfahren (Duktile Metalle)
- weiteres: Elektrolyse, trockene Reduktion...
Feinschneiden Ablauf
- Werkzeug geöffnet
- Einspannen des Blechs ( Pressplatte mit Ringzacke)
- Feindschneiden (Gegenhalter Kraft)
- Auswerfen des Werkstücks
Scherschneiden Ablauf
- Aufsetzen des Stempels auf das Blech
- elastische, plastische Biegung des Blechs, Ausbildung einer Scherzone
- Eindringen des Stempels in das Blech, Kantenabzug und Scherung
- Weiteres Eindringen, Rissbildung in der Scherzone (von Schneidkante aus)
- Rissbildung(von Stempelseite aus), Risse durchlaufen Restquerschnitt
- Auswurf des ausgeschnittenen Werkstücks
Löten
- Erwärmen der Fügefläche, des Lotes und ggf des Flussmittels
- Aktivierung des Flussmittels/Schutzgases: Entfernen von Oberflächenoxiden
- Aufschmelzen des Lotes
- Benetzung der Fügepartner
- Diffusionsvorgänge: Ausbildung von Mischkristallen/intermediären Verbindungen
Wasserstrahl Ablauf
Aufrauen, Abtragen, Schneiden, Säubern
- Auftreffen des Strahls auf der Werkstückoberfläche
- Hervorrufen von Spannungen im Material
- Übergang in elastische und plastische Verformung
- örtliche begrenzte Zerstörung der Werkstückoberfläche
- Abtragen von mikroskopisch kleinen Werkstückteilchen
- Abtragen von mikroskopisch kleinen Werkstückteilchen
- Vordringen des Strahls in Richtung Plattendicke
Auch mit Abrasivmittel (=Feststoffpartikel im Wassen: Granat, Olivin, Korund)
Vor- und Nachteile Wasserstrahlschneiden
Vorteile
- Umweltverträglichkeit
- keine Dämpfe, Stäube oder Dunst
- Niedrige mechanische und thermische Belastung des zu trennenden Materials
- Keine Mikrorisse oder Gefügeänderungen
- Wasserstrahl als verschleißfreies Werkzeug
- Geringe Bearbeitungskräfte
- Schneiden druckempfindlicher Werkstoffe
- Saubere Schnittkanten / Keine Gratbildung
Nachteile:
- Beschränkte Präzision
- geringer Vorschub
- nicht für Korrossionsanfällige Werkstoffe
- Wirtschaftlichkeit
Funktionsweise Laser
- Auftreffen des Laserstrahls
- Ausbildung des Temperaturfelds (durch konduktive Wärmeleitung)
- thermische Abstrahlunf und Konvektion (Energieverlust)
- Verdampfung des Materials und Konvektion der Schmelze