Produktionslogistik
Fragen zum Thema Produktionslogistik
Fragen zum Thema Produktionslogistik
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Flashcards
Was ist die Aufgabe der systematischen Planung?
Entwurf einer Ordnung für das gezielte Vorgehen nach allgemeinen Grundsätzen. Sie umfasst das Vorausdenken und das Vorausberechnen aller zukünftigen betrieblichen Gegebenheiten und Abläufe.
Was sind die Vorgehensweisen bei Planungen?
Bei Planung 2 Vorgehensweisen:
1. Analytisches Vorgehen (TOP-DOWN-Ansatz)
Prinzip: Planung vom Ganzen (Fabrik) zum Detail (Ausrüstung/Bereich)
2. Synthetisches Vorgehen (BOTTOM-UP-Ansatz)
Prinzip: Planung vom Detail (Arbeitsplatz /Bereich) zum Ganzen (Gebäude/Standort)
In der Praxis häufig zu finden: TOP-DOWN
Beispiel: Während des Baus einer Halle wird überlegt wie Produktionsanlagen aufgestellt werden und wie der Materialfluss erfolgen könnte. Dies kann dazu führen, dass Flächen- und Raumnutzung nicht optimal sind.
Günstiger: 1. Und 2. Kombinieren
Integration zu nutzender Bereiche in den Planungsprozess.
Planung „von oben“ + „von unten“
d. h. „optimaler“ Prozess bestimmt maßgeblich Standort und Bauhülle mit.
Was sind die Planungsprinzipien bei einer Fabrikplanung?
1. Systemtheoretische Betrachtungsweise
Ziel: Optimum des Gesamtsystems
Das bedeutet aber auf keinen Fall, das Subsysteme oder deren Elemente ebenfalls ihr Optimum erreichen müssen.
Entscheidend für das Unternehmen ist die Gesamtoptimierung und nicht die Einzeloptimierung.
Ganzheitliche Betrachtungsweise
(z. B. mittels Prozesskettenanalyse)
2. Systematische Verfeinerung
Vorwärtsschreitende Planung vom Groben zum Feinen
Meist sinnvoll 1. Und 2.
Komplexe Systeme, wie Betriebsstätten, sind in ihrer Gesamtheit meist nicht auf einmal erfassbar.
Sinnvoll: Ordnen in Haupt- und Subsysteme
3. Sukzessive Einführung von Restriktionen
Ausgehend von einer theoretischen Ideallösung, die ausschließlich ideale und übergeordnete Gesichtspunkte berücksichtigt, wird durch die sukzessive Einführung von Restriktionen die Reallösung des Problems gefunden. Abweichungen vom Idealzustand (Idealplan) sind nur zulässig wenn eindeutig Widersprüche (Zielkonflikte) nicht anders gelöst werden können.
Wie wird der Planungszeitraum unterschieden?
- Strategisch = langfristig ausgelegt (viele Jahre)
- Taktisch = mittelfristig bis kurzfristig (Monate bis wenige Jahre)
- Operativ = ganz kurzfristig (Tagesgeschäft bis einige Wochen)
Welche Rolle spielen die Kosten bei der Planung?
Qualität des Planungsergebnisses= Funktion von Personal, Zeit, Eingangsinformationen und Geld
d. h. hohe Planungsgenauigkeit = hohe Kosten
Es ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll, ein absolutes Planungsoptimum anzustreben.
è Festlegung der Planungsgenauigkeit notwendig
So ist es z. B. zwecklos, die Planungsdaten mit 2 Stellen hinter dem Komma zu ermitteln, wenn die auf die Zukunft projizierten Daten mit ±10% abgeschätzt waren.
Planungskosten in Relation zu Investitionskosten
Vorstudie 0,5 – 1%
Systemplanung 4 – 6% 10 – 15%
Ausführungsplanung 5 – 7%
Großprojekte Kleinprojekte
(bei Umplanungen ggf. noch deutlich höhere Werte)
Welche Rolle spielt die Bewertung von Logistik-, Materialfluss-, Förder-,Lager, …-Systemen?
Im Rahmen von Planungsaufgaben gilt es, verschiedene Alternativen miteinander zu vergleichen und danach eine Auswahl zu treffen (Basis einer Auswahl ist eine Bewertung).
Entscheidungen im Bereich der Logistik haben eine besondere Tragweite, da sie den Betrieb langfristig beeinflussen.
Was ist bei der Planung und Bewertung von Logistik-, Materialfluss-, Förder-,Lager, …-Systemen zu beachten?
Für Planungen und Bewertungen ist es wichtig, absehbare und mögliche Zukunftsentwicklungen zu berücksichtigen-
Zum Beispiel:
· Bisher Personalkosten, stetig gestiegen (Ausnahmen in den letzten Jahren teilweise im Niedriglohnsektor)
· Bisher Personalkosten stärker gestiegen als Materialkosten
· Berücksichtigung absehbarer Neu- und Weiterentwicklungen
· Flexibilität technischer Systeme
Berücksichtigen:
Zu erwartende technische Kosten und technische Entwicklungen.
Zum Beispiel:
- Steigende Energie- und Rohstoffkosten
- Verhältnis von Hardware- zu Lohnkosten
- Erforderliche Flexibilität der Systeme
D. h. für eine Auswahlentscheidung ist es wichtig (möglichst) sämtliche relevanten Kriterien zu durchdenken und entsprechend ihrer Bedeutung zu berücksichtigen.
Welche Rolle spielt die Bewertung von Logistik-, Materialfluss-, Förder-,Lager, …-Systemen?
Im Rahmen von Planungsaufgaben gilt es, verschiedene Alternativen miteinander zu vergleichen und danach eine Auswahl zu treffen (Basis einer Auswahl ist eine Bewertung).
Entscheidungen im Bereich der Logistik haben eine besondere Tragweite, da sie den Betrieb langfristig beeinflussen
Was ist bei der Bewertung von Logistik-, Materialfluss-, Förder-,Lager, …-Systemen besonders zu beachten?
Für Planungen und Bewertungen ist es wichtig, absehbare und mögliche Zukunftsentwicklungen zu berücksichtigen-
Zum Beispiel:
· Bisher Personalkosten, stetig gestiegen (Ausnahmen in den letzten Jahren teilweise im Niedriglohnsektor)
· Bisher Personalkosten stärker gestiegen als Materialkosten
· Berücksichtigung absehbarer Neu- und Weiterentwicklungen
· Flexibilität technischer Systeme
Berücksichtigen:
Zu erwartende technische Kosten und technische Entwicklungen.
Zum Beispiel:
- Steigende Energie- und Rohstoffkosten
- Verhältnis von Hardware- zu Lohnkosten
- Erforderliche Flexibilität der Systeme
D. h. für eine Auswahlentscheidung ist es wichtig (möglichst) sämtliche relevanten Kriterien zu durchdenken und entsprechend ihrer Bedeutung zu berücksichtigen.
Was sind die Kriterien für Fördermittelauswahl Systemvergleich?
1. Planerische Gesichtspunkte
- Rohbau, Hallenkonstruktion Tragfähigkeit
- Nachrüstmöglichkeit Gebäude
- Errichtung in Baustufen
- Flächen- und Raumbedarf der technischen Lösungen
2. Leistungsangebot
- Förderleistung/Lagerplatzangebot
- Fördergeschwindigkeit
- Flexibilität bei Mengen- und/oder Gutänderungen
- Unregelmäßige Transporte
- Anpassung an Fördermittel
3. Funktionssicherheit
- Systemspezifische Zuverlässigkeit/Verfügbarkeit
- Störungsfolgen (Notbetriebssystem)
- Instandhaltungsaufwand
4. Kosten
Wie funktioniert die Kostenvergleichsrechnung?
Bei einem System ergeben sich immer
Fixe Kosten:
- Kaufpreis
- Steuern, Versicherung, Gebühren
- Garage, feste Pflegekosten
- Zeitlich festgelegte Inspektionen
Variable Kosten:
- Betriebsstoffe, Verschleißteile
- Instandhaltungsmaßnahme infolge Fahrleistung
- Lohnkosten des Bedieners
Ökonomische Rechnung am Beispiel Kostenvergleichsrechnung
Wie funktioniert die NWA / NKA (Nutzwert-/Nutzwertkostenanalyse)?
Nutzwert = Vorteil, den ich als Nutzen von einer Maschine/Anlage/Produkt habe oder
Erreichen einer von mir gewünschten Eigenschaft/eines gewünschten Merkmals/eines gewünschten Kriteriums.
NWA
Kosten und andere Größen (auch nicht-monetäre) können Kriterien sein
NKA
Nutzwerte (oder andere Größen) werden getrennt voneinander betrachtet
Schritte einer NWA- Kriterienliste aufstellen
- Kriterien gewichten
- Aufstellen von Wertefunktionen (Wertskala)
- Feststellen der Zielerfüllung
Bewerten jedes einzelnen Kriteriums
- Wertsynthese
Interpretation und Auswertung
- Empfindlichkeitsanalyse
Hätte sich die Ergebnisrangfolge geändert wenn eine etwas andere Bewertung erfolgt wäre
- Ergebnisermittlung
- Hier um Doppelungen zu Erkennen oder um Reihenfolge zu bestimmen
Welche Rolle spielt die Informationslogistik?
In zunehmender Maße:
Information als Produktionsfaktor
Begriffsbestimmung:
Information: Daten, Signal, Zeichen
Nachricht, die dem Empfänger unbekannt ist, die verständlich ist und die er bereit ist anzunehmen.
Kommunikation: Übermittlung von Nachrichten zwischen Systemen
Technische Übertragung und Reaktion des Empfängers
Kommunikation ein- oder zweiseitig
Information ist Objekt der Kommunikation
Wie wird ein Informationsfluss konzipiert?
Charakteristika
- Strukturierung in Netzwerk
- Hierarchischer Aufbau
- Die zunehmende Automatisierung mittels EDV- und Datenbanksystemen
- Die normierte Gestaltung von
- Schnittstellen
- Datensätzen
- Dateninhalte
- Die zunehmende Verwendung standardisierter Software
Rechnerunterstützung es Informationsflusses im Unternehmen
Work-Flow
Was sind Informationsflussmittel?
- Datenträger
- Nur vorgangsweise erstellt = Beleg
- Über längere Zeit nutzbar = Ausweis
- Datenerfassung
- Betriebsdatenerfassung (BDE)
- Technologische Daten (z. B. Maschinendaten, Werkzeugdaten)
- Arbeitsvorgangbezogene Daten (z. B. Vorgabezeiten)
- Auftragsbezogene Daten (z. B. Fertigmeldung, Zustandsmeldung)