Praxis_FinanzBuchhaltung1_VerlagSKV

Inhalt: Grundlagen der Finanzbuchhaltung

Inhalt: Grundlagen der Finanzbuchhaltung

Domenico Brunner
Study

Domenico Brunner
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Finanzbuchhaltung für die Mittelschule ab. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Debitoren, Kreditoren, Warenaufwand, Abschreibungen und die Darstellung von Geschäftsberichten. Die Karteikarten erklären auch die Grundsätze der Rechnungslegung, die Berechnung von Herstellkosten und die Bedeutung von Bestandesänderungen. Sie eignen sich für Schüler, die ein solides Verständnis der Finanzbuchhaltung aufbauen möchten, und bieten praktische Beispiele und Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen und Verfahren.
Flashcards
54
Students
3
Language
German
Category
Finance
Created / Updated
20.03.2014 / 05.02.2023

Flashcards

Wer ist Buchführungspflichtig gemäss OR 957

  • Einzelunternehmen und Personengesellschaften (Einfache Gesellschaft, Kollektivgesellschaft und Kommanditgesellschaft) mit mindestens CHF 500'000 Umsatzerlös/Geschäftsjahr
  • Juristische Personen (AG, GmbH, Genossenschaft)
  • Verein u Stiftung die sich im HR eintragen müssen

Die übrigen Unternehmen müssen lediglich die Einnahmen und Ausgaben sowie über die Vermögenslage Buch führen

Welche Elemente muss ein Geschäftsbericht enthalten

  • Jahresrechnung mit Vorjahreszahlen
  • Bilanz*
  • Erfolgsrechnung*
  • Anhang*
  • Geldflussrechnung
  • Lagebericht für grössere Unternehmen ohne Konzernrechnung
  • Konzernrechnung

* Mindestpflicht für KMU

Welche Unternehmen müssen alle Elemente des Geschäftsberichtes erfüllen

Alle grösseren Unternehmen-als solche gelten, die von Gesetzes wegen zu einer ordentlichen Revision verpflichtet sind.

Gemäss OR 727 sind dies:

  • Publikumsgesellschaften (Beteiligungspapiere börsenkotiert/Anleihenobligationsscheine ausstehend)
  • Gesellschaften die zur Erstellung einer Konzernrechnung verpflichtet sind
  • Gesellschaften welche in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren zwei Grössenkriterien überschreiten:
  1.           Bilanzsumme   >   CHF 20 Moi
  2.             Umsatzerlös   >   CHF 40 Mio
  3. Vollzeitstellen Durchschnitt    250 Pers.

Rechnungslegungsnormen:

Swiss GAAP FER -Generally Accepted Accounting Principles

(Fachempfehlungen zur Rechnungslegung)

Merkmale:

  • National
  • Umfang > 2000 Seiten
  • Einfach und Verständlich
  • Nicht zu detailliert
  • Tiefe Kosten für Einführung

Anwendung:

  • KMU-freiwillig, Bedürfnissen der Kreditgeber, Investoren, Aktionären zu entsprechen
  • Gesellschaften deren Beteiligungspapiere Börsen kotiert sind
  • Genossenschaften mit mind. 2000 Genossenschaftern
  • Stiftungen die zu einer ordentlichen Revision verpflichtet sind (Personalvorsorgeeinrichtung)

IFRS

(International Financial Reporting Standards)

Merkmal:

  • Weltweit
  • Umfang > 2500 Seiten
  • Schwierig und ausführlich
  • Umfassend und detailliert
  • Hohe Kosten

US GAAP

(US Generally Accepted Accounting Principles)

Merkmale:

  • USA und Weltweit
  • Umfang > 20'000 Seiten
  • Sehr schwierig und komplex
  • Sehr umfassend und detailiert
  • Sehr hohe Kosten

Wer ist verpflichtet die Normen zu verwenden

  • Alle Gesellschaften die an der Schweizer Börse zum Handel zugelassen sind, sind verpflichtet, einen Abschluss nach Swiss GAAP FER, IFRS oder US GAAP  zu publizieren!

 

  • Da viele dieser Gesellschaften eine Konzernstruktur aufweisen, sind sie verpflichtet, zusätzlich zum Einzelabschluss der Holding-/Muttergesellschaft noch einen Konzernabschluss zu erstellen. Dies führt da zu, dass sich der Einzelabschluss am Obligationenrecht und der Konzernabschluss an einer derr drei Rechnungslegungsnormen orientieren muss.

Was sind die Gemeinsamkeiten der Normen

  • "True and fair view" Prinzip wird eingehalten
  • Grundsatz der Wahrheit dominiert: Es gibt keine Stillen (Willkür-) Reserven
  • Bewewrtungsgrundsätze eher anlegerorientiert
  • Aussagekraft, Vergleichbarkeit und Transparenz von Jahresabschlüssen werden erhöht
  • Ergänzung von Gesetzeslücken

Welche Anforderungen sollte ein Kontenrahmen erfüllen

  • Anpassungsfähigkeit
  • Klarheit
  • Auswertung
  • Übersichtlichkeit und Ergebnisse

Rückblick Grundlagen:

Grössenkriterien für grössere Unternehmen...

Gesellschaften welche in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren:

  1. Bilanzsumme > 20 Mio
  2. Umsatzerlös > 40 Mio
  3. Vollzeitstellen Durchschnitt 250 Pers.

Aufgaben und Funktion der Finanzbuchhaltung...

  • Darstellung des Vermögens und der Verbindlichkeiten (VERMéGEN - SCHULDEN)
  • Darstellung des Erfolgs (GEWINN)
  • Darstellung des Geldflusses
  • Rechenschaftsablage
  • Kontrolle des Geschäftsganges
  • Information für aussenstehende intressierte
  • Gläubigerschutz
  • Rechtshilfe
  • Grundlage für Steuerveranlagung
  • Grundlage für weitere Rechnungen

Rechnungslegungsgrundsätze...

  • Klarheit und Verständlichkeit
  • Vollständigkeit
  • Verlässlichkeit
  • Wesentlichkeit
  • Vorsicht
  • Stetigkeit in Darstellung und Bewertung (Vergleichbarkeit)
  • Verrechnungsverbot (Bruttoprinzip)
  • Nachweisbarkeit der Bestände
  • Anpassung

Anhang...

OR 959

Der Anhang ergänzt und erläutert die anderen Bestandteile der Jahresrechnung. Er enthält:

 

EBITDA...

EBIT...

EBT...

Erfolgsrechnung:

  • Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Sachanlagen und immateriellen Anlagen
  • Earnings before Interest and Taxes-Ergebnis vor Zinsen und Steuern
  • Earnings before Taxes-Ergebnis vor Steuern

Kontenrahmen und Kontenplan...

  • Anpassungsfähigkeit
  • Klarheit
  • Übersichtlichkeit und Ergebnisse
  • Auswertung

SWISS GAAP FER...

Rechnungslegungsnormen:

  • Nationale Normen = Swiss GAAP FER

(Fachempfehlungen zur Rechnungslegung)

IFRS...

Rechnungslegungsnormen:

  • Internationale Normen = IFRS und US GAAP

(International Financial Reporting Standards und die Generally Accepted Accounting Principles der USA)

Delkredereverbuchung...

Debitor Müller macht Konkurs:

  • Definitive Debitorenverluste: Debitorenverluste / Debitoren

Am Jahresende wird auf die Debitoren ein Delkredere von 5% gebildet

  • Mutmassliche Debitorenverluste: Debitorenverluste / Delkredere

 

Offenpostenbuchhaltung...

Buchung erst bei der Zahlung, wie ein Bargeschäft:

  • Einkauf: Warenaufwand / Flüssige Mittel          Verkauf: Flüssige Mittel / Warenertrag

 

  • Debitoren, Kreditoren sind ruhende Konten während des Jahres

Jahresende Bestandesänderung: +/- Debitoren über Warenertrag         +/- Kreditoren über Warenaufwand

  • Zunahme Debi:   Debitoren / Warenertrag          Kredi:   Warenaufwand / Kreditoren
  • Abnahme Debi:   Warenertrag / Debitoren          Kredi:   Kreditoren / Warenaufwand 

EBITDA...

In Geschäftsberichten von börsenkotierten Unternehmungen und in der Wirtschaftspresse wird diese Grösse oft EBITD genannt

  • Earnings before Interest Taxes and Depreciation

Einstandswert der Verkauften Ware...

Einstandswert der Eingekauften Ware...

Einstandswert der Verbrauchten Ware...

Differenz Einstandswert der Verkauften und der Eingekauften Ware...

  • Warenaufwand nach Bestandesänderung
  • Warenaufwand vor Bestandesänderung
  • Warenaufwand nach Bestandesänderung abzüglich Inventardifferenzen
  • Bestandesändrung zu buchen gegen Bestandeskonto

Ab- und Zunahme Bestandesänderung...

zB Fabrikatonsbetrieb: Dreikonten methode:

  1. Materialvorrat   (Einstandspreisen)
  2. Angefangene Fabrikate   (Materialkosten(aus Einzelmateriel u Materialgemeinkosten)+Total Fertigungskosten(aus Fertigungskosten u Fertigungsgemeinkosten))
  3. Fertigfabrikate   (Herstellkosten aus Materialkosten u Total Fertigungskosten))
  • wie Materialvorrat:   Materialvorrat / Materialaufwand
  • neue Buchung angefangene Arbeiten:   Angefangene Fabrikate / Bestandesänderungen
  • neue Buchung fertige Arbeiten:   Fertigfabrikate / Bestandesänderungen

Warenvorrat als ruhendes Konto...

Die Einkäufe werden als Warenaufwand verbuch

Am Jahresende Korrekturbuchung des Warenvorrats:

  • Zunahme:   Warenvorrat / Warenaufwand
  • Abnahme:   Warenaufwand / Warenvorrat

Dreikontenmethode mit und ohne laufende Inventur...

Einkauf: WaA / Kreditoren VLL oder FlüMi

Verkauf: Debitoren FLL / WaE

Bestandesänderung: WaA / WaV   (Abnahme)

Die Einkäufe werden als Zunahme des Warenvorrats verbucht: WaV / Kreditor VLL oder FlüMi

Die Verkäufen führen für jeden einzelnen Artikel zu zwei Buchungen

  • Flüssige Mittel / Warenertrag   (Verkaufspreis)
  • Warenaufwand / Warenvorrat   (Einstandspreis)

MWST Vereinbart und Vereinnahmt...

Vereinbart: Der Zeitpunkt der Rechnungsstellung ist entsprechend für die Steuerabrechnung-von der Steuerverwaltung vorgesehen

Vereinnahmt: Der Zeitpunkt der Zahlungseingangs ist entsprechend für die Steuerabrechnung-Möglich, wenn OP-BH

Kontenrahmen, Kontenplan und Kontenklassen...

  •  

Ergebnisse ER...

  •  

Teilbereiche des Rechnungswesen...

  •  

Merkmale Kursdifferenzkonto...

  •  

Bestandteile Geschäftsbericht...

  •  

Grössere Unternehmen...

  •  

Rechnungslegungsnormen und Ziele...

  •  

Devisen- und Notenkurs...

  •  

Erfassungsmethoden Fremdwährungen...

  •  

Einstandswert der verbrauchten Ware...

  •  

Delkrederezunahme...

  • Debitorenverluste / Delkredere

 

  • Delkredere / Debitorenverluste (Abnahme)

Dubiose Debitoren...

  • Aktivkonto, separatzes Konto für schlechte Zahler (100%Wertberichtigung)
  • zB laufende Betreibungen Buchen: Dubiose Debitoren / Debitoren FLL

Herstellkosten...

Einzelmaterial

+ Materiealgemeinkosten

= Materialkosten

                                                            = Materialkosten und Total Fertigungskosten = Herstellkosten

Fertigungskosten                                                                                                            + Verwaltungskosten

+ Fertigungsgemeinkosten                                                                                             = Selbstkosten

= Total Fertigungskosten                                                                                                + Verkaufspreis

                                                                                                                                       = ERFOLG

Inventurdifferenz und Lagerführung...

  •  

Grundsätze der Rechnungslegung...

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