Präzisionsbearbeitung

Prüfungsvorbereitung TU Ilmenau

Prüfungsvorbereitung TU Ilmenau


K. J.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Präzisionsbearbeitungsverfahren für Studierende. Sie behandeln verschiedene Techniken wie Honen, Erodieren und Drehen, wobei Werkzeuge, Werkstücke und Toleranzen im Fokus stehen. Besonders relevant sind ultrapräzise Methoden und die Ursachen von Verschleiß. Praktiker profitieren von den detaillierten Beispielen und Anwendungsfällen, um hochpräzise Oberflächenqualitäten zu erreichen.
Karten
161
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
16.08.2015 / 16.08.2015

Cartes-fiches

Mikrofurchen

Bei sehr kleinen Spanwinkeln wird der Werkstoff nur gepflügt und nicht gespant. Unter der Oberfläche wird aufgrund der Querschiebung die Spannung so groß, dass die Schwerfestigkeit überschritten wird. Es lösen sich dünne Plättchen und Bänder.

Oberflächenqualität beim Schleifen

  • Sehr hohe Oberflächengüte
  • Ra 0,04 - 6,3
  • Gerichtete Oberfläche

Wichtigste Schleifparameter

 

  • Schleifscheibenform
  • Werkstoff
  • Bindung
  • Körnung
  • Konzentration
  • Bindungshärte

Verfahrensformen Schleifen

  • Planschleifen
  • rundschleifen
  • Schraubschleifen
  • Wälzschleifen
  • Profilschleifen
  • Formschleifen

Merkmale Pendelschleifen

 

  • kleine Werkzeugzustellungen und hohe Vorschubgeschwindigkeiten
  • Überfahren der Werkstückkante führt zu Kantenverschleiß

Merkmale Tiefschleifen

  • Hohe Werkzeugzustellungen und kleine Vorschubgeschwindigkeiten bei großer Kontaktlänge
  • Kleine Kornbelastung und große Standzeit

Spanende Verfahren

Reihenfolge der erforderlichen Kühlung, höchste Zuerst

  1. Schleifen
  2. Drehen
  3. Fräsen
  4. Bohren
  5. Tieflochbohren
  6. Verzahnen
  7. Honen
  8. Räumen
  9. Reiben
  10. Gewinden

Spanende Verfahren

erforderliche Schmierwirkung, niedrigste zuerst

  1. Schleifen
  2. Drehen
  3. Fräsen
  4. Bohren
  5. Tieflochbohren
  6. Verzahnen
  7. Honen
  8. Räumen
  9. Reiben
  10. Gewinden

Honen Bearbeitungszugabe

0,02 - 0,06  mm

Genauigkeit Honen

IT4 - IT2 möglich

Korngröße Honen

0,007 - 0,050 mm

Anpressdruck Honen

0,5 - 2 MPa

Schnittgeschwindigkeit Honen

30 - 90 m /min

Varianten Honen

  • Ziehschleifen / Langhubhonen
    • Kreuzschliff
    • Formfehlerkorrektur
  • Schwingschleifen / Kurzhubhonen
    • Sinusschliff

Schleifstoffe beim Honen

  • Korund
    • preisgünstig
  • Diamant
    • am häufigsten
  • BN

Abschalttoleranz Honen

0,002 - 0,005 mm

Steuerungsvarianten Honen

  • Kalibermessung
  • Luftmesseinrichtung
  • Mikroanschlag

Precidorwerkzeug Merkmale

  • Dornhonen
  • Keine Leistung
  • Hat Maß der Bohrung
  • Für sehr kleine Bohrungen

Abtragmechanismus Läppen

  • Eigentlich kein spanender Materialabtrag mehr
  • Die Oberfläche wird im Mikrobereich umgeformt
  • Es kommt zur Kaltverfestigung
  • Ermüdungsprozesse führen zum Materialabtrag durch Ausbrechen kleinster Werkstoffpartikel

Ungezieltes abtragendes Entgraten: Varianten

  • Ultraschall
  • Thermisch-chemisches Entgraten
  • Chlorgas
  • Ätzen

Ungezieltes, spanendes Entgraten: Varianten

  • Magnetabrasives Feinentgraten
  • Gleitläppen
  • Strahlspanen
  • Gleitschleifen / Trowalieren

 

gezieltes spanendes Entgraten: Varianten

  • Schleifen
  • Senken
  • Feilen
  • Schaben
  • Drehen
  • Fräsen

gezieltes, abtragendes Entgraten: Varianten

  • Elektroerosiv
  • Elektronenstrahl
  • Laserstrahl
  • Plasmaschneiden

Ablauf des Materialabtrags bei der Funkenerosion

  • Zündphase
  • Entladephase
  • Abschlatung der Spannung
  • Regeneration

Details Zündphase Erodieren

  • Elektrisches Feld zwischen Werkstück und Werkzeugelektrode
  • Bildung eines elektrisch leitenden Kanal an Stelle des kleinsten Abstandes

Details Entladephase Erodieren

  • Funkenüberschlag bei genügend hoher Feldstärker
  • Stromfluss
  • Verdampfung des Dielektrikums
  • Erzeugung eines Dampfplasmas an der Randbereichen
  • Material wird aufgeschmolzen

Details beim Abschalten der Spannung beim Erodieren

  • Stromfluss bricht zusammen
  • Plasmablase implodiert
  • Schmelzewird aus dem Krater herausgeschleudert
  • Partikel erstarren im Dielektrikum und werden weggestpült

Arbeitsstrom Erodieren

bis 400A

Dauer des Spannungspulses Erodieren

0,0001 ms - 1 s

Zündspannung Erodieren

70 - 120 V

Pausendauer Erodiern

0,1 - 10 mal Pulsdauer

Merkmale Kupferelektrode

  • leicht zu bearbeiten (Zerspanung)

Merkmale Graphiterlektrode (Senkerosion)

  • Feinstkorngraphitsorten
  • relativ hohe Festigkeit / Druckbeständigkeit
  • Oberflächen mit Ra = 0,8
  • Schwierig zu bearbeiten
  • negativer Verschleiß  

Negativer Verschleiß bei Graphitelektrode

  • Bei einer Grobbearbeitung ist der Verschleiß geringer als bei Feinbearbeitung
  • Durch hohe Drücke bei der Implosion der Plasmablase verdichtet das Graphit an der Oberfläche

Merkmale Senkerosion

  • Kohlenwasserstoffe als Dielektrikum
  • Abrundung von Ecken
  • Taschen weiten sich nach oben auf

Merkmale Drahterosion

  • Messingdraht als Elektrode (Zink verbessert Zündverhalten)
  • Deionisiertes Wasser als Dielektrikum

Bearbeitungsfehler bei Draherosion

  • Verzug des Bauteils durch innere Spannnungen
  • Korrosion im Wasserbad
  • Toleranz des Drahtdurchmesser
  • Thermische Verformung bei kleinen Wandstärken

Dielektrika bei der Erosion

  • Kohlenwasserstoffdielektrika
  • Deionisiertes Wasser
  • Wässrige Lösungen organischer Verbindungen

Merkmale Kohlenwasserstoffdielektrika

  • Entflammbar
  • Hautunverträglichkeit
  • Biologisch schlecht abbaubar
  • Keine Korrosion
  • Hohe Abtragrate
  • Geringer Verschleiß
  • Sehr hohe Randzonenbeeinflussung

Merkmale Deionisiertes Wasser

  • Nicht brennbar
  • Umweltfreundlich
  • Korrosionsgefahr
  • Hoher Verschleiß
  • Geringe Abtragsrate
  • Niedrige Randzonenbeeinflusung
  • Gute Oberflächenbeschaffenheit

Étudier