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D. M.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der Projektmanagement-Methodik und sind für Studierende der Universität konzipiert. Sie konzentrieren sich auf die Planung, Steuerung und Kontrolle von Projekten, wobei Begriffe wie Vorgang, Projekt, Kosten, Produkt und Ereignis im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten helfen dabei, die wichtigsten Konzepte und Techniken des Projektmanagements zu verstehen, einschließlich der Verwendung von Netzplänen, Pufferzeiten und der Analyse von Projektverläufen. Sie sind besonders nützlich für Studierende, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Wissen in der Projektplanung vertiefen möchten.
Karten
75
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.12.2015 / 16.12.2015

Lernkarten

Basis-Entscheidungsmodell

pokpok

Entscheidungsmodell Studienwahl 

pokpok

Ziele und Alternativen. Beschreibe wie man Ziele setzt, welche Kreativitätstechniken es gibt und wie man nach der Zielsetzung verfährt.

Ziele setzen
– Informationen über Ist-Zustände des Objektsystems einholen
– Soll-Zustände des Objektsystems bestimmen

• Suchen von Lösungs-Alternativen durch Kreativitätstechniken:
– Brainstorming (Offene Runde, alle Ideen sind erlaubt, keine Kritik)
– Brainwriting (Brainstorming per eMail)
– Delphi-Methode (Expertenbefragung)
– Scenariowriting („Was wäre wenn“-Spiele)
– Metaplan-Technik (Pinwand und Karten) 

• Ausarbeiten der Alternativen
– Mögliche Aktionen im Aktionenraum

• Beurteilung der Konsequenzen

• Eliminierung unrealistischer Alternativen

Nach welchen Kriterien werden Alternativen bewertet? 

Bewerten nach quantitativen (monetären) Kriterien
– Wirtschaftlichkeitsberechnungen (Investitionsrechnung)

• Bewerten nach qualitativen (nicht monetären) Kriterien
– Nutzwertanalyse < Entscheidungstechnik
- Entscheidungsbäume  < Entscheidungstechnik

 • Aufstellung einer Rangordnungsliste

Warum Kosten Nutzen Betrachtung?

Schätzung als Basis der Personal und Ressourcenplanung 
• Schätzung ggf. als Basis für Angebotspreis
• Nur mit Planwerten ist eine Kontrolle möglich
– „Kontrolle“ hier positiv: rechtzeitiges Erkennen von Abweichungen 

• Kosten/Nutzen-Analysen als Basis für Projektentscheidungen
– Soll das Projekt realisiert werden?
– Welche Priorität bekommt das Projekt?
– Welche von mehreren Projekt-Alternativen soll durchgeführt werden?

• Aufwandsschätzung wichtige Argumentationshilfe des Projektleiters!

Nenne Kostenarten (einmalige Kosten, laufende Kosten)

einmalig:
• Hardware-Kosten für Anschaffung Produktionsumgebung ( – PCs, Netzwerk, ...),
• Software-Kosten für Prod.-umg. (DBMS, BS, Schnittstellenprogramme, ...) 
– Lizenzen
• Entwicklungsaufwand > Schätzverfahren (PM Kap. 3+4) 
• Kosten der Entwicklungsumgebung
• Schulungskosten Projektteam (Methoden, , ...)
• Schulungskosten Anwender
• Sonstige Einführungskosten (z.B. Datenkonversion) 

laufend: 
• Personalkosten
• Wartungskosten, Abschreibung (Hard- und Software) 
• Evtl. anteilige Kosten für Supportteam, ...

Direkte Nutzenfaktoren?

- Personaleinsparung

- Materialeinsparung

- Kapazitätserhöhung

- Zinsen

Relative Nutzenfaktoren?

- Einsparungen zukünftiger Kosten (HW/SW)

- Geschäftsprozessoptimierung

- Wachstumseffekte

- gesteigerte Leistungsfähigkeit und Produktivität

Schwer fassbare Nutzenfaktoren?

- Nutzen aus Sekundärwirkungen des Projekts

- Immaterielle Vorteile durch qualitative Nutzenfaktoren

- Informationen

- Service-Verbesserung

- höhere Kundenzufriedenheit

Kosten-Nutzen Portfolio. Was sind einmalige Kosten?

- Investitionen

- Software-Lizenzen

- Schulungen

- Abfindungen

Kosten-Nutzen Portfolio. Was ist einmaliger Nutzen?

- Hardware-Verkäufe

- Immobilien-Verkäufe

Kosten-Nutzen Portfolio. Was sind laufende Kosten?

- Personal

- Produktion

- Hardware-Miete/Wartung

- Software-Wartung

Kosten-Nutzen Portfolio. Was ist laufender Nutzen?

- Erträge

- Hardware-Software-Personal Einsparungen

Investitionsrechnung, warum diese?

Entscheidung über Durchführung einer SW-Entwicklung ist immer auch eine Investitionsentscheidung

Liefert eine Grundlage zur Entscheidung

Basiert i.a. auf Zahlungsströmen!

Andere Einflussfaktoren zusätzlich betrachten!

Statische Verfahren (Kosten- und Erlösrechnung, Mittelwerte, ...) 
Dynamische Verfahren (zeitlicher Anfall der Zahlungsströme, Zinsen, ...)

statische Verfahren zur Investitionsrechnung: Vorteile, Probleme, Vertreter?

 Vorteile
– Einfache Anwendung

• Probleme
– Zeitlicher Verlauf von Kosten und Erträgen wird nicht berücksichtigt
– Operieren mit Durchschnittswerten – woher kommen die?

• Typische Vertreter
– Kostenvergleichsrechnung
– Gewinnvergleichsrechnung
– Rentabilitätsvergleichsrechnung
– Amortisationsrechnung
– Break-Even Analyse

Kostenvergleichsrechnung. Was wird verglichen, welche Kostenarten gibt es?

Vergleich hinsichtlich der
– je Zeiteinheit (Jahr oder Monat) oder
– je Leistungseinheit (z.B. Buchung)
– verursachten Kosten.

• Wähle Projekt/Alternative i mit den minimalen Kosten

• Nur sinnvoll bei annähernd gleichem Funktions-/Leistungsumfang der
Alternativen (sonst immer die „Nullinvestition“ optimal)

• Typische Kostenarten:
– Abschreibungen
– Zinsen
– Löhne
– Materialkosten
– Mieten
– Energiekosten
– Wartungskosten
– Instandhaltungskosten,
– Schulungskosten, ...

Gewinnvergleichsrechnung, was macht diese, wie ist Formel?

- berücksichtigt neben Kosten auch Erträge

- Vorteilhaftigkeit von Projekt i: Gewinn = Erträge - Kosten

- erlaubt Vergleich von Alternativen mit unterschiedlichem Funktions-/Leistungsumfang und unterschiedlichen Investitionskosten

- immer noch absolute Betrachtung ohne Blick auf Investitionsbetrag (2000 € Gewinn bei 1.000.000 Investition besser als 500 € Gewinn bei 10.000 € Investition)

Rentabilitätsvergleichsrechnung. Was macht diese, wie wird auch genannt, was ist Formel?

 Auch als Return on Investment (ROI) bekannt
• Der erwartete Gewinn wird auf das durchschnittlich gebundene Kapital
bezogen
• Damit können auch Alternativen mit unterschiedlich hohem Kapitalbedarf
verglichen werden
• Kriterium für die Vorteilhaftigkeit einer Investition:

ROI = Nutzen - Kosten / Kosten * 100% 

Rentabilität = Gewinn/Kapitaleinsatz * 100 %

Amortisationsrechnung, was macht diese, was ist Vorteil?

 Berechnung der Zeitspanne, in der das durch die Investition gebundene Kapital wiedergewonnen werden kann

Ziel: Minimierung der Unsicherheit

Wiedergewinnungszeit = Anschaffungswert / jährl. Gewinn + Abschreibung

- pay-off period

Break-Even Analyse. Formeln?

pokpok

was sind Vorteile, Nachteile von statischen Verfahren?

Vorteile
– Einfach zu handhaben
– Verhältnismäßig geringer Aufwand zur Beschaffung der Informationen


• Nachteile


– Zeitliche Struktur der Zahlungsströme unberücksichtigt
– (Eigentlich) nur für Alternativen mit ähnlicher Nutzungsdauer und
Kapitalbindung geeignet
– Imponderabilien unberücksichtigt
– Unsicherheit unberücksichtigt

Imponderabilien

- Marktanteile
– Wachstum
– Motivation der Mitarbeiter
– Technischer Betriebsbereitschaft
– Gesetzliche Zwänge
– Druck der Geschäftspartner (z.B. B2B)
– Geringe Fluktuation im Unternehmen

nenne rein monetäre Entscheidungen, Entscheidungen unter Sicherheit, Entscheidungen unter Risiko und Entscheidungen unter Unsicherheit

monetär:

- Kosten-Nutzen

- Investition

Sicherheit:

- Nutzwertanalyse

Risiko:

- Nutzwertanalyse und Wahrscheinlichkeiten

- Entscheidungsbäume

Unsicherheit:

- Heuristiken (MaxiMin, MaxiMax)

Nutzwertanalyse bei Sicherheit

Anwendbar bei Auswahl aus Handlungsalternativen sowie vollkommenem Informationssystem und sicherer Kenntnis/Beobachtbarkeit des Zustands 
- Gut geeignet z.B. für Auswahl von Kaufsoftware

Hauptvorteile
– Die Entscheidung wird transparent
– Der Konsens wird gefördert

Beliebige Kriterien können berücksichtigt werden
– quantifizierbare und
– nicht quantifizierbare

Vorgehen Nutzwertanalyse?

- Bestimmen von Zielkriterien, die für die Bewertung der Alternativen zugrunde gelegt werden sollen (funktional, nonfunktional, Lizenzmodelle)

- Gewichtung der Kriterien (Begründung)

- Bestimmung der Zielerreichungsgrade (Begründung)

- Multiplikation der Zielerreichungsgrade mit jeweiligem Gewicht -> Teilnutzwerte

- Addition der Teilnutzwerte = Gesamtnutzwert

Auswahl durch Vergleich der Gesamtnutzwert (höchste Beschte aber monetäre Kosten betrachtne)

Nutzwertanalyse bei Unsicherheit

- mehrere mögliche Zustände/Szenarien aber unbekannte Eintrittswahrscheinlichkeiten

MaxiMin

- schlechtester Fall bestes Ergebnis

- Risikooptimierung/Verlustminimierung

MaxiMax

- bester Fall bestes Ergebnis

- Gewinnmaximimierung mit hohem Risiko

 

Projekt-Lebenszyklus?

pokpok

initiale Projektorganisation, welche Modelle, was machen die?

Das Projektteam sollte zunächst 2 Modelle erarbeiten:

– Zielmodell:
Genauere Festlegung der Projektziele
Nach Möglichkeit: Ableitung der Projektziele aus den Unternehmenszielen
Aufbau einer Zielhierarchie: von strategischen Zielen zu operativen Zielen
Zielmodell kann später verwendet werden, um Entscheidungen zu treffen und zu hinterfragen

– Organisationsmodell (-> Aufbauorganisation):
Welche organisatorischen Einheiten sind von dem Projekt betroffen? 
In welcher Weise sind die Einheiten betroffen?
Wer ist ggf. Ansprechpartner?
Wie wird die Projektbeteiligung organisiert?

Projektplanung Aktivitäten?

pokpok

Meilensteine, was ist, was macht?

- Ereignis von besonderer Bedeutung (gelber Kasten)

Ein Meilenstein ist ein mit einem verknüpftes (Teil-)Ergebnis

Meilensteine kennzeichnen

– den Beginn und das Ende des Projektes
– den Abschluss jedes Arbeitspakets und
– meist auch den Abschluss einer Gruppe von Vorgängen innerhalb einer Phase

• Meilensteine sind typische Zeitpunkte für


– die Konsolidierung der Projektdokumentation
– die Fortschreibung der Pläne
– Reviews und QS-Aktivitäten
– Projektpräsentationen

• Meilensteine sollten im Projektplan definiert sein

Release?

Software-Entwicklung bezweckt,
ein Produkt zum Einsatz zu bringen

• Dies beinhaltet:
– Rechtzeitige Schulung der Anwender
– Bereitstellung der Hard- und Basissoftware am Einsatzort
– Fertigstellung und Distribution der Dokumentation
– Ggf. Bereitstellung einer Hotline
– Rufbereitschaft für Probleme in den ersten Einsatztagen

• Beginn der Wartungsphase (change requests)

Projektabschluss?

- Kosten- und Wirtschaftlichkeitsnachrechnung

- Beginn der Wartungsphase

- Unsicherheit für Projektmitarbeiter

- Projektabschlussfeier (saufeen)

Grundidee der Prozessmodellierung?

Hierarchische Zergliederung einer Gesamtaufgabe

• Darstellung häufig als 
– Baum / Hierarchie (zerlegungsorientiert)

– Graph (Knoten = Aktivitäten; Kanten = Abhängigkeiten) = ablauforientiert

• Ergebnis sind Teilaktivitäten 

– wohldefiniert
– überschaubar
– mit klaren Schnittstellen zu anderen Aktivitäten

Prozessmodellierung

Ziele als kausaler Aspekt geben an, warum etwas ausgeführt wird

Aktivitäten als funktionaler Aspekt spezifizieren, was ausgeführt wird

Rollen als organisatorischer Aspekt zeigen, wer etwas ausführt bzw. ausführen kann (und darf)

Phasen beschreiben den ablauf- oder verhaltensbezogenen Aspekt, also wann etwas ausgeführt wird

Techniken liefern den operationalen Aspekt und geben an, wie etwas ausgeführt wird

Artefakte letztendlich beschreiben als informationsbezogener Aspekt die „Daten“, also womit etwas ausgeführt wird

Wasserfallmodell: Merkmale, Probleme?

Analyse und Definition > Entwurf > Implementation > Test > Einsatz und Wartung

Merkmale:

zeitorientiert

Phase = Rolle = Aktivität

sequenziell

Probleme:

Fehler zu spät entdeckt

Risiken ans Ende geschoben

Anforderungsdrift nicht behandelbar

Produkt erst am Entwicklungsende

Spiralmodell: Merkmale, Probleme, Ablauf?

pokpok

V-Modell XT Beschreibung?

Basiert auf aufeinander aufbauenden Vorgehensbausteinen

– Vorgehensbaustein beschreibt alle Produkte, Aktivitäten und Rollen, die inhaltlich zusammen gehören
– Durch Tailoring kann das V-Modell XT projektspezifisch angepasst werden (XT = „Extreme Tailoring“)

Produkte durch Produktabhängigkeiten verknüpft:

– Inhaltliche sowie erzeugende Produktabhängigkeiten
– Z.B. werden Prüfspezifikation sowie die Prüfung(-sdurchführung) eines Systemelements direkt durch eine entsprechende Produktabhängigkeit erzeugt. D.h., das Erzeugen eines Software-Komponente erzeugt gleichzeitig die zugehörigen Prüfaktivitäten

V-Modell XT Struktur

pokpok

Vorgehensübergreifende Strukturierung

pokpok

Projektdurchführungsstrategien und Entscheidungspunkte

 

Eine Projektdurchführungsstrategie definiert die Reihenfolge der im Projekt zu erreichenden Projektfortschrittsstufen

– Beinhaltet Entwicklungsstrategie (z.B. Inkrementelle Entwicklung, komponentenbasierte Entwicklung oder prototypische Entwicklung)

Ein Entscheidungspunkt

- definiert einen im Projektplan festzulegenden Zeitpunkt, an dem eine „Fortschrittsentscheidung“ (GO/NOGO) getroffen wird
- legt eine Menge von Produkten fest, die zum Entscheidungspunkt fertig gestellt sein müssen, damit auf dieser Basis die Fortschrittsentscheidung getroffen werden kann

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