Human- & Physische Geografie
Vorlesungen & dazugehörigen Übungen von Humangeografie I Physische Geografie I
Vorlesungen & dazugehörigen Übungen von Humangeografie I Physische Geografie I
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Lernkarten
Dauerfrost:
1 - Jahresmittel der Bodentemperatur
2 - Mittlere monatliche Minimumstemperatur
3 - Mittlere monatliche Maximumstemperatur
4 - Horizont der thermischen Nullamplitude
5 - Niefrostboden
6 - Auftauschicht
7 - Permafrostoberkante
8 - Permafrostboden
9 - Permafrostmächtigkeit
10 - Permafrostuntergrenze
11 - isolierter Talik
1. Phase: rot
"sofort", innert Jahren nimmt die sommerliche Auftautiefe zu
2. Phase: orange
innert Jahren/Jahrzehnten verbiegt sich das Profil der JahresTemperatur
3. Phase: hellgrün
innert Jahrzehnten/Jahrhunderten wird das Klimasignal in die Tiefe transportiert
4. Phase: dunkel grün
innert Jahrhunderten erreicht das Signal die Permafrostuntergrenze
5. Phase: blau
nach mehreren Jahrhunderten/Jahrtausenden schmilz der Permafrost von der Basis her
im Zusammenhang mit der Trans Alaska Pipeline 20 natur- und humangeografische Aspekte und Abhängigkeiten
erdölfunde im bei der Nordküste von Alaska --> weil arktisches Schneeklima dort --> Nordküste im Winter vereist --> Eisberge bedrohen die Tankerrouten --> grosse Gebiete mit kontinuierlichem Permafrost --> active layer taut im Sommer (vermehrt) auf --> Pipeline wird auf gekühlte Pfeiler gestellt --> weil Öl in der Pipeline ist 50°C --> weil maritimes Klima im Süden --> Südküste bleibt eisfrei --> die Pipeline überquert ganz Alaska, inkl. nördl. Polarkreis --> Denali-Fault verläuft durch Alaska --> häufige Erdbeben --> Einbau von Expansionloops, zigzaging --> Pipeline verläuft stellenweise auf Gleitschlitten --> extrem hohe Baukosten --> breite Flüsse queren Alaska --> viele Kunstbauten nötig --> z.B. Animal Crossings --> da viele wildlebende Tiere --> Gefahr der Ölverschmutzung --> Pipeline muss ständig überwacht und kontrolliert werden mit Flugzeugen
See-/Flusseis
Def.: dort schwimmendes, saisonales Eis -.-!!!
Bedeutung für Menschen:
Aufstauen, Eisblockaden (Überschwemmungen, Brücken), blockieren Schiffe
--> kann auch Wege, Brücken "generieren"
Dauer des saisonalen Auftreten in den letzten Jahrzehnten:
späteres Gefrieren bzw. früheres Auftauen: ≈5 Tage pro °C --> 2-3 Tage später/früher pro Jahrzehnt
(seit 1920 ca. 1.5°C wärmer)
Meereis
Eigenschaften & Entstehung, Einfluss auf den Energiehaushalt
Eigenschaften, Entstehung
gefrorenes Meerwasser + Schnee - einige dm bis m dick
Gefrierpunkt -1.8°C, kann bis zu 2m/Jahr wachsen
Einfluss auf Energiehaushalt
- grossflächige Schicht zwischen Meer & Atmosphäre, wo kein Energieaustausch stattfinden kann
- höhere Albedo als Wasser
- Absinken von kaltem, salinem Wasser (scheidet Salz aus beim Gefrieren --> zunehmende Dichte mit abnehmender Temperatur & zunehmender Salinität)
Meereisausdehnung über die Jahrzehnte:
Arktis: -3.8%
Antarktis: +1.5%
(thermisch sehr soliert - rundherum viel wasser, fliesst rundherum, Winde fliessen rundherum)
Gletscher
Hauptfaktoren & Bedingungen:
Geografische Breite, Höhe/Topographie & Kontinentalität (Niederschlag)
--> Masse aus Schnee und Eis + Dicke --> Deformation
5 Typen:
- Talgletscher
- Domartige Gletscher (mit Abflussgletschern vergleichbar mit Talgletschern)
- polythermale/kalte Gletscher
- Hängegletscher (angefroren am Bett --> sehr kalt; Ablation durch Eisabbruch)
Kriterien:
- Grösse, Form und Topographie
- Temperaturregime (kalt, temperiert, polythermal)
- Umweltbedingungen am Zungenende/Bett (Ozean/See/Land)
Bedeutung für Menschen:
- Gletscher als Herd von Naturkatastrophen (Seeausbruch, Feststürze)
- Gletscher als wissenschaftliche Informationsquellen
- Gletscher zur Süsswasser (und Wasserstrom) Gewinnung
Gletscherfliessen:
- interne Eisdeformation (bei sehr kalten Gletschern v.a. diese Form)
- basale Bewegung (Gleiten)
Trends der letzten zwei Jahrzehnte
stark zurückgehend, v.a. in Zentraleuropa (je kleiner desto reaktiver)
1-1.4mm/Jahr Meerspiegelequivalent
Gletscher-Gunstphasen
Gletscher-Ungunstphasen
Hochstand 1850
1850 - 1880 Ungunstphase
1881 - 1897 Gunstphase
1897 - 1916 Ungunst
1916 - 1923 Gunst
1923 - 1961 Ungunst
1961 - 1984 letzter Vorstoss (Gunst)
ab 1984 Schwund (Ungunst)
Haupttrend der Klimaentwicklung (inkl. Gletscherverhalten)
Nebentrends
obschon versch. Erwärmungs- & Abkühlungsphasen (3x Abkühlung, 4x Erwärmung) ausmachbar, Haupttrend eine Erwärmung, d.h. grundsätzlicher Gletscherrückgang
je kleiner die Gletscher, desto reaktiver - d.h. flattern
bsp. gross (lange Anpassungszeit): grosser Aletschgletscher
bsp. klein (reaktiv, sensitiv): Pizol
Verhältnis Nähr-/Zehrgebiet 2:1
geringe Ausaperung
Akkumulation < Ablation
positive Gesamtmassenbilanz
Verhältnis Nähr-/Zehrgebiet 1:1
Aper
Ausaperung, Aperung
Aper bedeutet "schneefrei".
Der Vorgang einer "Ausaperung" beschreibt das Abschmelzen einer Schnee- oder Eisdecke. "Apert" ein Hang "aus", kommt zwischen der Schneedecke der darunter befindliche Boden zum Vorschein bzw. verschwindet die Schneedecke ganz.
hoch liegende GWL
Eisschilde
Charakteristika und Grössenordnung:
Antarktis 14 Millionen km²; Grönland 1,7 Millionen km² - vgl. gr. Aletschgletscher: 20-25 km
Ablation & Akkumulation: nur ca. Hälfte der Ablation durch Oberflächenschmelze, viel auch durch Kalbung; fast keine Akkumulation (sehr trocken)
sehr kaltes Eis - kann Eisströme enthalten (durch Druckschmelze)
2 Bsp. von Veränderungen in den letzten 2 Jahrzehnten:
- Leichte Massenzunahme im Innern
- Dünner werden in Küstennähe (--> mehr Oberflächenschmelze)
4 Bsp. natürliche u/o athropogener Prozesse im Hochgebirge des 21. Jh.
- kürzere Wintersportsaison
- wärmere & längere Sommer (Diversifizierung zu Gunsten Sommertourismus)
- mehr Wasser (Gletscherschmelze)
- Rückgang d. Permafrostes --> mehr Steinschläge
globale Verteilung der Wasserressourcen
97% Salzwasser
3% Süsswasser
--> 0.3% in Seen & Flüssen ("trinkbar", 30% Grundwasser (inkl. Sümpfe & Permafrost), 69.7% permanente Schneedecke, Gletscher und Eisschilde
Eigenschaften von Wasser
• Spezifische Wärmekapazität
• Schmelz- und Verdampfungswärme (latente Wärme!)
• Dichte und Dichteanomalie
• Wasser als Lösungsmittel
• Oberflächenspannung (Kapillarität)
- virtuelles Wasser
- Wasserfussabdruck
- grünes & blaues Wasser
- virtuell: bei der Herstellung und dem Transport von Industriegütern und Lebensmitteln verbrauchte, verdunstete oder verschmutzte Wasser
- Fussabdruck: Indikator für direkten und indirekten Wasserverbrauch eines Konsumenten oder eines Produzenten --> Wassermenge, die insgesamt von den Einwohnern eines Landes beansprucht wird
- grün: 65% - Menge an Regenwasser an, die im Boden gespeichert ist und im Laufe des Wachstumsprozesses von Pflanzen aufgenommen wird
- blau: 15% - Menge an Grundwasser oder Wasser aus Flüssen und Seen, die bei industriellen Produkten und im häuslichen Gebrauch verwendet wird, aber nicht mehr zurück geleitet werden kann
Vor- und Nachteile von Stauseen
+ Speicherung von Bewässerungswasser
+ CO2-neutrale Energie
+ Reduktion von Hochwasser
- Zerstörung von Lebensraum
- Störung d. Fischwanderung
- Wasserverluste durch Verdunstung
- weiterer Verlauf aabschneiden von Siltzufuhr (Nährstoffe)