Human- & Physische Geografie

Vorlesungen & dazugehörigen Übungen von Humangeografie I Physische Geografie I

Vorlesungen & dazugehörigen Übungen von Humangeografie I Physische Geografie I


L. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die menschliche und physische Geografie auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie demografische Transformation, politische Ökologie, Asylverfahren und Klimawandel, wobei sie sich auf Faktoren wie Luft, Wasser, Eis, Energie und menschliche Aktivitäten konzentrieren. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Forscher, die ein tiefes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt entwickeln möchten.
Flashcards
181
Students
5
Language
German
Category
Geography
Level
University
Created / Updated
09.11.2016 / 31.12.2019

Flashcards

Merkmale und Eigenschaften im Schalenbau der Erde:

Kern

besteht hauptsächlich aus Eisen und Nickel

zweiteilig:

äusserer Kern flüssig

von ca. 2'900 bis ca. 5'100 km Tiefe, 9.5 bis 12*10kg/m3 , 4'900 bis 5'900 °K

ca. 29.5% d. Erdmasse (177*1022 kg)

innerer Kern fest

von ca. 5'100 bis ca. 6'370 km Tiefe, 12 bis 17.5*10kg/m3 , 5'900 bis 7'900 °K

ca. 2% d. Erdmasse (12*1022 kg)

Merkmale und Eigenschaften im Schalenbau der Erde:

Mantel

4 bis 9.5*10kg/m3

zweiteilig:

oberer Mantel

bis ca. 670 km Tiefe, 1'200 bis 2'500 °K

unterteilt in

Lithosphäre: Äusserste Schicht (also Teil der Kruste und oberster Teil des Mantels) aus festem Gestein

und

Asthenosphäre: zähplastisches Verhalten (--> starke Dämpfung seismischer Wellen)

unterer Mantel

bis ca. 2900 km Tiefe, 2'000 bis 4'700 °K

macht ca. 41% der Masse aus (245*1022 kg)

Merkmale und Eigenschaften im Schalenbau der Erde:

Kruste

dünne, feste äusserste Schale (vgl. Haut vom Apfel)

bestehend aus/unterteilbar in ozeanische und kontinentale Kruste

ozeanische Kruste ca. 5-7 km dick, 3g/cm3 dicht (schwerer als kontinentale)

kontinentale Kruste durchschnittlich 35km dick, 2.6 g/cm3 dicht (leicher als ozeanische)

kälteste Stelle des Schalenbaus (unter 1'000 °K)

besteht überwiegend aus Granit und Gneis

Lithosphäre

äusserste (liegt auf Asthenosphäre), aus festem Stein bestehende Schicht

"zerfällt" in Lithosphärenplatten

macht Kruste und Mantel aus

Asthenospäre

Schicht d. oberen Erdmantels, folgt unmittelbar auf Lithosphäre

zähplastisches Verhalten & starke Dämpfung seismischer Wellen

Ursache der plattenbewegung

konvektionsströme
in der Tiefe wird das Material erhitzt, dehnt sich aus und steigt aufgrund seiner geringer gewordenen Dichte auf; oben kühlt das Material wieder ab, sinkt also wieder ab --> vgl. nudeltopf

Moho-Diskontinuität

Grenze zw. Erdkruste & Mantel, seismische Unstetigkeitsfläche
Sprung in der Dichte --> Zunahme d. Geschwindigkeit seismischer P-Wellen

1 - oberer mantel

2 - ozeanische Kruste

3 - Lithosphäre

4 - kontinentale Kruste

5 - Asthenosphäre

6 - Lithosphäre des Mantels, nicht der Kruste

7 - Moho-Diskontinuität

1 - 11

1 - Pazifische Platte

2 - Nordamerikanische Platte

3 - Nazca Platte

4 - Südamerikanische Platte

5 - Antarktische Platte

6 - Afrikanische Platte

7 - Eurasische Platte

8 - Arabische Platte

9 - Indische Platte

10 - Australische Platte

11 - Pazifische Platte

a - g

a) Scherzone

b) divergierende Plattengrenze

c) divergierende Plattengrenze

d) konvergierende Plattengrenze

e) divergierende Plattengrenze

f) Scherzone

g) konvergierende Plattengrenze

 

seismische Wellen

im Raum: P-Wellen (6km/s, zusammenschieben/strecken) & S-Wellen (3.5 km/s, schwingen)
an Oberfläche: Rayleigh-Wellen (2.5 km/s, von P-Wellen) & Love-Wellen (2.5 km/s, von S-Wellen)

Seismogramm

Berechnungen mit Seismischen Wellen

s=♦t*(vp*vs)/(vp-vs) = s=♦t*(6*3.5)/(6-3.5)

s=Distanz Station bis Epizentrum in km

♦t=Zeitunterschied zwischen P- und S-Wellen in s

vp=Geschwindigkeit der P-Wellen; 6km/s

vs=Geschwindigkeit der S-Wellen; 3.5km/s

Epi- & Hypozentrum

Epizentrum: Stelle an Erdoberfläche, unmittelbar über dem Herd

Hypozentrum: effektiver Herd

Hot Spot

örtliche Aufschmelzungszone im Erdmantel infolge aufsteigendem Mantelmaterials von der Kern-Matel-Grenze

--> basischer Vulkanismus

Beispiele:

Atlantik: Hekla, Island; St. Helena

Pazifik: Hawaii; Galapagos-Inseln

Land: Eifel in Deutschland; Yellowstone in USA

Vorteile von Vulkanen

ein paar Beispiele

  • Tourismus
  • fruchtbares Land (Asche)
  • Warmwasser als Energielieferant
  • Schwefel als gesunder Mineralstoff

 

Nachteile von Vulkanen

ein paar Beispiele

  • Ausbrüche schwierig für Flugverkehr
  • Ausbrüche gefährlich für Mensch und Tier (Lava, Asche, Erdrutsche, pyroklastisches MAterial)
  • Relokalisierungen nach Ausbrüchen
  • ungesunde Gase in der Atmospäre
  • Schwefel als Schadstoff

chronometrische Bezeichnungen

a: Jahr

ka: 103a

Ma: 106a

Radiokohlenstoffjahre "BP" - before present (i.e. 1950)

numerische und relative Methoden

numerische Methoden

liefern Zahlen & genau eingegrenzte Werte

346 Jahre, 4150+/-39 BP

kurz-(n[a]-n[ka])

Jahrringe, Eisbohrkerne, C14-Methode

mittel- (1[Ma] und mehr)

Exposure-Dating (z.Bsp. 10Be)

und langfristig ([Ma]-[Ga])

Uran-Serien

relative Methoden

relatives Alter von geologischen Ereignissen, Artefakten & Strata (=layer of sedimentary rock or soil with internally consistent characteristics that distinguish it from other)

älter/jünger als ...

Gesteinsfestigkeit, Bodenbildung

hauptsächliche terrestrische & aquatische Archive und deren Bedeutung

terrestrische Archive

Gletscher & periglaziale Archive, Windablagerungen (Löss), Bäume

--> gute räumliche Auflösung

aquatische Archive

Flusssysteme, Depositionsbedingungen

--> gute zeitliche Auflösung

Beispiele zu periodischen & aperiodischen Bildungen

aperiodische Bildungen

Schluffsedimente, Lössablagerungen (bspw. durch Vulkanaktivität)

periodische Bildungen

Warven: jährliche Sedimentablagerungen in Seen, Jahrringe bei Bäumen

C-14-Datierung

alle Pflanzen nehmen 14C auf --> in allen Lebewesen ein fixes Verhältnis von Kohlenstoff-isotopen (14C zu 12C)

--> durch genaues Kennen der C-Halbwertszeit kann berechnet werden, wann das Lebewesen aufgehört hat, 14C zu sich zu nehmen (i.e. gestorben ist)

Datierungsbereich

150 [a] - ca. 50 [ka] (mit Glück bis 70)

Dendrochronnologie

Luft, Licht, Wärme, Feuchtigkeit --> dicke der Ringe (Früh & Spätholz)

Datierungsbereich

Alter des Baumes (bis zu über 1'000a - ältester Baum fast 10'000a)

mit Kreuzdatierung (Überlappung von min. 30-35 Jahre) bis ca. 12'600 a BP (in Kombination mit 14C-Daten + weitere 2'000 a)

Reaktionsholz

Nadelhölzer: Druckholz (mehr Holz auf tieferliegenden Seite)

Laubhölzer: Zugholz (mehr Holz auf höherliegenden Seite)

 Bildbsp. Nadelholz (Pfeile = Richtungsstörung, Linien = optimale Bohllinie)

Faktoren und Prozesse der Bodenbildung als Kausalkette

natürliche Bodenfunktionen

Bodenbildende Faktoren

physikalische und chemische Verwitterung

Bezug zu Klima

physikalische Verwitterung

Frost-, Temperatur, Salz- & Wurzelsprengungen

--> physikalische Verwitterung vergrösster Oberfläche für die chemische Verwitterung

chemische Verwitterung

--> Wechselwirkung zwischen Klima und Lithosphäre

- Karbonatverwitterung (Kohlendioxid mit Wasser)

- Hydrolyse (Kationen von - zu +)

- Oxidationsverwitterung (FE, O2 & H2O)

Zusammensetzung organischer Bodensubstanz

&

chemischer Kreislauf Auf-, Ab- & Umbau pflanzlicher Biomasse

Gesamtheit d. organischen Substanz = Humus (alle abgestorbenen pflanzlichen & tierischen Stoffe und deren Umwandlungsprodukte)

je nach Zersetzungsgrad:

- Streu: schwach umgewandelte, kaum zersetzte "Reste"

- Huminstoffe: stark umgewandelte Stoffe

Grundsätzlich werden die organischen Komponente zu CO2 und H2O mineralisiert, wodurch Nährstoffe wie Mg, Fe, N, P, S etc freigesetzt werden. Dann wird humifiziert

 

Bild: Photosynthese (Wasser + Kohlendioxid --> Glucose + Sauerstoff)

typische Bodelebewesen

Humusformen

...

Indikator-Pflanzen

Zeigerpflanzen haben geringe ökologische Toleranz --> geben Hinweise auf Beschaffenheit d. Bodens

 

Bsp.: kleine Ampfer & Tannen --> sauer; Brennesseln --> hoher Stickstoffgehalt

Bodencatena

eine regelhafte Abfolge am Hang als Ergebnis von Verlagerungsprozessen (bsp. in einer Lösslandschaft, durch anthropogene Erosionsprozess stark verändert)

Regen --> schwemmt alle nährstoffreichen Böden nach unten --> zuoberst fast nur nährstoffarmen Boden

Tonverlagerung beginnt überall, aber es schwemmt ihn wegen der Gravitationskraft relativ weit nach unten -->gewisse Bodentypen deshalb nicht mehr zuoberst

 

Transekte

bestimmte Abfolge von Böden, bei denen ein bestimmtes Klima, Vegetation dominieren

nur 3x auf Erde, weil sonst andere Faktoren Bodenbildung beeinflussen (bspw. Berge) und Transekte stören würden

Zusammenhänge Bodentypen & Biodiversität

biochemische Kreisläufe und der Einfluss des Menschen

fast alle chemischen Elemente bewegen sich zwischen Atmo-, Hydro-, Litho- und Biosphäre 

durchlaufen dabei versch. Zustände, sodass sie in bestimmten Zeiträumen im gleichen Zustand anzutreffen sind

solche Stoffkreisläufe sind die Voraussetzung für alle Lebensvorgänge auf der Erde und damit die Entstehung von Ökosystemen

Angetrieben werden sie von Energieflüssen (u.a. Sonnenstrahlung, geothermische Energie und Schwerkraft)

menschliche Veränderungen im globalen Stickstoffkreislauf

Ursachen

natürlich durch Biomasse fixiert

durch Mensch: Landwirtschaft, Verkehr --> es wird mehr Stickstoff frei als gebunden werden kann

Ausmass

seit 1900 mehr als verdoppelt & natürliche Fixierung überhohlt

menschliche Veränderungen im globalen Kohlenstoffkreislauf

Ursachen

natürlich: im Permafrost ist Kohlenstoff gespeichert, wird frei beim Auftauen; durch Aufbau von Biomasse wird CO2 aufgenommen (daher im Sommer am wenigsten, im Winter am meisten) & je mehr Sonne, desto mehr CO2 kann gebunden werden

durch Mensch werden bspw. durch Verbrennen fossiler Brennstoffen Kohlenstoffe in die Atmosphäre gegeben, die dem Kreislauf seit Jahrmio. entzogen waren

Ausmass

Quellen, Mengen & Verbleib der anthropogenen CO2-Emissionen im System Erde:

v.a. USA; China, Russland & Indien

seit 2010 3% gestiegen, seit 1990 42%

 

Komponente, Prozesse und Interaktionen des globalen Klimasystems

erwartete Änderungen bis 2010

Tendenzen

Temperatur: Luft, Wasser steigt --> Eis schmilzt, allg. Meerspiegel steigt

Niederschlag: nimmt zu (wärmer kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen --> mehr Entleerung)

CO2: steigt auch auf, von Menschen sehr stark angetrieben (trotz Rückkopplung)

 

Gründe

im Norden stärkere Erwärmung (S mehr Meer, weniger Eis das schmelzen kann (Albedo))

Beispiele von Auswirkungen inkl. Unsicherheiten

Ernteausfälle, Gletscherschmelze (lokal ser grosse Auswirkungen), Biodiversität schrumpft, Meerspiegelanstieg für niedrige Regionen verheerend --> Migration

Bei zwei Grad Erwärmung könnte Uganda keinen Kaffee mehr anbauen --> Haupteinnahmequelle gienge verloren

 

Konzept der Klima-Projektionen für die Zukunft

Konzept:

– numerisch, mathematisch (mit kleinen Systemquadraten)
– physikalische Prozesse und Wechselwirkungen,
– Dynamisch
– Komplex, aufwändig – Unsicherheiten

Annahmen:

 

Study